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Die beiden Skilifte am Hochkopf ( beides Doppelmayr frühe 70er) und der Kirchberglift in Todtmoos (Heuss 70er Jahre) wurden mittlerweile ersatzlos demontiert…
Am Todtmooser Hochkopf war ich 2010 skifahren und hatte hier einen Bericht eingestellt - siehe letztes Drittel der Seite nach den Erläuterungen zu Menzenschwand, Bernau und Ibach. Wenige Winter später wurden die beiden Skilifte am Hochkopf stillgelegt. 2010 waren die Anlagen schon arg ungepflegt.
Dass der Kirchberglift auch weg ist, habe ich gar nicht mitbekommen. Das ist schade. Er war der letzte Skilift in Todtmoos mit langer Tradition und sogar mit Flutlicht.
Zu den ehemaligen Skiliften in Bärental habe ich auch noch alte Ansichtskarten und dachte, ich hätte sie schon vor Jahren ins Alpinforum oder bei Sommerschi.com eingestellt. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Ich werde sie hier noch verlinken.
Ich habe mich immer gefragt, was mit dem Bärentaler Stemag-Schlepplift nach seiner Demontage geschehen ist.
Der Ostharzer Höhenkurort Friedrichsbrunn hat 1998 einen gebrauchten Schlepplift aus dem Schwarzwald erworben, um damit seinen 470 m langen, ehemaligen Skihang zu reanimieren. Statt aufgebaut zu werden, rosteten die Schleppliftteile dann allerdings vier Jahre hinter dem Friedrichsbrunner Kurhaus vor sich hin, bevor sie in den Schrott gingen.
Demontagezeitraum und Streckenlänge des Bärentaler Lifts könnten zur o.g. Story passen. Alternative Kandidaten könnten aber auch der Skilift Präg oder der Skilift Fohrenbühl gewesen sein.
wenn man dieses Bild anschaut, und dann mit den Bildern von heute vergleicht aus dem Bericht von Zottel...
ist es doch erstaunlich, das zumindest das Kassenhäusl des alten Schleppliftes als Gartenlaube in neuer Funktion weiterlebt..
In Atglashütten gab es neben dem heute noch bestehenden Schwarzenbachlift einen weiteren Schlepper, den Kapellenkopflift. Dem Alpinforum ist er nicht unbekannt und hat sogar sein eigenes Topic: https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=32&t=4394
Demnach gibt es den Lift schon seit den 1990er Jahren nicht mehr. Die Abfahrt ist noch teilweise vom Schwarzenbachlift aus befahrbar. Harzwinter war dort vor 11 Jahren skifahren: https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=45&t=29811
Und so sah es im Januar am Skihang Kapellenkopf aus. Die großzügige Talstation ist noch vorhanden. Soweit erkennbar, beherbergt sie jedoch keine Lifttechnik mehr, sondern dürfte als Garage genutzt werden. Das (geschätzt) oberste Drittel des Skihangs ist inzwischen aufgeforstet. Der Lift verlief am rechten Waldrand, Fundamente sind noch vorhanden.
Blick nach links vom selben Standort: Dort sieht man den Schwarzenbachlift.
Vorderseite der alten Talstation, leider sehr unspektakulär.
Blick auf ein Fundament und die Trasse. Im oben verlinkten Topic steht, der Lift habe T-Masten gehabt. Dafür scheint mir die Form des Fundaments aber eher untypisch, da sie rechteckig-langgezogen ist.
Wechsel zum Schwarzenbachlift. Dieser hatte einen KSSL als Vorgänger.
In Todtnauberg wurde 2005 der Radschertlift stillgelegt und wenig später abgebaut. Die Hintergründe dazu finden sich in diesem separaten Topic aus den Urzeiten des Forums: https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=8503
Ende Januar reichte die bescheidene Schneelage, um den Stübenwasenlift bis zum Waldstück zu betreiben. Für drei Abfahrten hab ich mir das angetan und von der Piste aus zum ehem. Radschertlift gezoomt. Danach bin ich (mit dem Auto) zu dessen noch vorhandener Talstation gefahren.
Oberhalb des Gehänges direkt am linken Bildrand ist die alte Talstation. Der Lift verlief quer den Hang hinauf, querte den Weg und hatte seine Bergstation am rechten oberen Bildrand beim Schneefeld.
Zoom zur Talstation, der weiß-braune Verhau am Baum.
An der Kuppe etwa in Bildmitte sollte die Bergstation gestanden haben. Der Lift kam von links, außerhalb des Ausschnitts. Der Ausstieg müsste an der Kuppe an der zweiten Tanne von links gewesen sein.
Sprung zur Talstation. Links vorn ist das Fundament der Antriebsstation, der Lift verlief am linken Bildrand durch die Bäume.
Der Radschertlift hatte einen Seillift als Zubringer. Dessen Talstation steht auch noch auf der Wiese. Falsch fokussiert, aber man erkennt das Nötige: Unten die Seilliftstation, oben die des Radschertlifts.
Vielen Dank von meiner Seite für die Doku der Reste des SCHL Radschert in Todtnauberg! Und an dieser Stelle auch für die anderen Dokumentationen der stillgelegten Lifte rund um den Feldberg. Leider hatte ich in den letzten Wochen wenig Zeit, Alpinforum zu lesen und das entsprechend zu würdigen.
Ich habe schon damals nicht verstanden, warum man ausgerechnet in einem der schneesichersten Schwarzwälder Skiorte einen Verbindungslift von Doppelmayr in technisch gutem Zustand demontiert. Die Abfahrt des Radschertlifts war unwichtig, aber der Lift war Teil der "Todtnauberg Ronda" vom Stübenwasen-Gipfellift aus. Ohne den Radschertlift ist die Umrundung Todtnaubergs nur noch ein Skiweg mit weniger Abfahrt als vorher.
Nein, die Wasenlifte in Muggenbrunn sind nicht lsap. Hier soll es um den Vorgänger der DM-Doppelanlage gehen. Das Thema ist ein bisschen was für lsap-Detektive.
Glaubt man diesem Topic, war der ursprüngliche Wasenlift von Heuss. Demnach hat man erst die Stützen gegen das klassische T-Profil von DM getauscht und inzwischen auch die Antriebsstation sowie von Kurz- auf Langbügel umgerüstet. http://skilift-info.de/skilift_Skizentrumb_lMuggenbrunn.html
Talstationen der beiden Wasenlifte, rechts Nummer 1 (ex Heuss mit neuem Antriebspilz) und links Nummer 2, klassisch DM.
Abgesehen von der erschreckenden Schneelage sieht man hier auch, dass man vom Heuss-Vorgängerlift nichts mehr sieht.
Tatsächlich erinnert die Umlenkstation links aber noch an den ursprünglichen Hersteller. Auch wenn sie inzwischen durch die hydraulische Abspannung im Tal schon etwas verbaut ist.
Und dank der fehlenden Schneeunterlage war im Januar auch dieses Objekt sichtbar. Eine der alten Stützen hat man zum Brückenbau (zwischen L126 und Talstation) verwendet.
Das Lsap schlechthin in der Region ist der Bärhaldenlift in Neuglashütten. Dem langjährigen AF-Leser ist es nicht unbekannt. Unter anderem Harzwinter hat den Lift bereits 2009 dokumentiert (am Ende des Berichts): https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=45&t=29811
Kurzzeitiger Schneefall hatte die Liftleiche in ein Winter-Wonder-Lsap-Länd verwandelt.
Im Vergleich zu Harzwinters Besuch vor 11 Jahren sind das Seil und die Schweine verschwunden, die Vegetation hat dafür etwas zugelegt.
Seit wann der Heuss-Lift stillsteht ist mir nicht bekannt. Jedenfalls herrschen hier seitdem italienische Verhältnisse.
Das Drehkreuz ist dauerhaft versperrt.
Die Trasse bin ich dann nicht mehr hoch.
--- Update: Begehung der Trasse und Bergstation im Februar 2023.
Der Trasse habe ich mich zunächst von Westen genähert und die alte Piste dabei gekreuzt. Die ist noch auffällig gut in Schuss.
Finde die Stütze
Auch ohne das Steilstück direkt im Tal war der Rest der Trassenbegehung noch anstrengend genug. Der hohe Schnee war dabei keine Hilfe.
Teilweise fehlen die Rollenbatterien. Kein Wunder, es gibt ja noch einige Heuss-Lifte in der Region.
Kurz vor dem Ausstieg machte der Lift dann kaum noch Höhenmeter. Das kam mir sehr entgegen.
Eine Liftlerhütte gibt es hier oben nicht mehr.
Die Abspannstation gibt aber auch so ein gutes Motiv ab.
Blick auf ein Fundament und die Trasse. Im oben verlinkten Topic steht, der Lift habe T-Masten gehabt. Dafür scheint mir die Form des Fundaments aber eher untypisch, da sie rechteckig-langgezogen ist.
Das Fundament befindet sich rund 100 Meter von der Talstation weg, also keine Einstiegsstütze. Im Profil hab ich es nicht abgelichtet, aber von der anderen Seite:
Für mein Gefühl ist das Fundament länger, also rechteckiger und weniger quadratisch, als ich es von den üblichen T-Stützen her kenne (und ich hab inzwischen auch schon das ein oder andere Fundament gesehen). Daher vermute ich Portalstützen.
Auch würde ich meinen, dass die Trassierung über T-Stützen nicht in die Streckenlinie passt. Denn der Antrieb wird sich sehr wahrscheinlich hinter dem großen Tor in der Talstation befunden haben, also ganz rechts. Die Fundamente sind dann meiner Meinung nach für T-Stützen zu weit links:
Das Fundament befindet sich rund 100 Meter von der Talstation weg, also keine Einstiegsstütze. Im Profil hab ich es nicht abgelichtet, aber von der anderen Seite:
Achso, das ging aus dem eigentlichen Bericht für mich nicht hervor.
Hm, das hilft mir auch nicht so recht weiter.
Dennoch danke für die ausführliche Antwort!
Zottel schrieb:
Für mein Gefühl ist das Fundament länger, also rechteckiger und weniger quadratisch, als ich es von den üblichen T-Stützen her kenne (und ich hab inzwischen auch schon das ein oder andere Fundament gesehen). Daher vermute ich Portalstützen.
Würde ich auch vermuten. Abgesehen von den DPM-Doppelstützen (was aber defacto Portalstützen sind...) fällt mir auch keine T-Stütze ein, die so ein längliches Fundament hat.
Überprüfen könnte man diese Vermutung, indem man mal im Wald nach den entsprechenden Gegenstücken Ausschau hält.
Zottel schrieb:
Auch würde ich meinen, dass die Trassierung über T-Stützen nicht in die Streckenlinie passt. Denn der Antrieb wird sich sehr wahrscheinlich hinter dem großen Tor in der Talstation befunden haben, also ganz rechts. Die Fundamente sind dann meiner Meinung nach für T-Stützen zu weit links: