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GIRAK Nockenklemme Typ A

Nein, es gibt keine auffälligen Verschleißsteile an der Klemme.
Die Klemmenbauteile haben 4 Nadellager, die man zu Kontrollieren hat. Von den Knapp 30 Klemmen war bei einem Nadellager der Gehäusekorb defekt, den habe ich ausgetauscht.
Die Laufrollen bestehen aus Stahl, die sind verschleißarm.
Die Kugellager der Laufrollen sind zu prüfen.
Die Kuppelrolle hat einen gewissen Verschleiß, der aber nach 4 Wintern noch minimal ist.
Die 4 fachen Kugellager in der Kuppelrolle haben auch einen absolut geringen Verschleiß.
Die Stützrollen gehören nachgemessen und sind ca. nach 6 jahren Teilweise zu Tauschen.
Das einzig wirklich defektanfällige Teil an der Klemme sind die vorderen Auflaufzungen, die ich aber bei einem anderen Hersteller (Röchling-Leripa) aus Robalon fertigen lasse und seit dem keine defekte mehr habe.

Die Tellerfedern müssen alle gründlich gereinigt werden und danach vor dem Einbau mache ich den Klopftest und kann etwaige Federbrüche aushorchen.
Bis jetzt war aber noch nie auch nur eine Tellerfeder gebrochen.
Wenn was unklar oder schlecht erklärt ist, dann nochmal fragen.
 
Besten Dank für Deine, wie gewohnt, sehr ausführliche und hilfereiche Antwort.

Eigentlich hätte ich angenommen, dass insbes. gewisse Kunststoffteile eine eher begrenzte Lebensdauer aufweisen würden (Temperaturzyklen, UV Strahlung usw.).

Erstaunt mich sogar, dass die Faltenbälge der Witterung gut widerstehen. Elastomerteile sind ja bekanntlich oft etwas problematisch. Handelt es sich um eine Spezialanfertigung des Herstellers oder um eine handelsübliches Teil?

Kleines Detail: Konnten die Auflaufzungen direkt 1:1 ersetzt werden oder war eine mechanische Bearbeitung zur Anpassung notwendig? Vermute ich richtig, dass es ja in diesem Bereich keine Art Werksstandard gibt.
 
Die Faltenbälge gehen eigentlich nur durch Berührung in der Kuppelstelle durch Abwetzungen kaputt und wenn es sie beim Kuppeln in den Nockenhebel einzwickt.
Aber das wird von uns eigentlich im Winter täglich überwacht und sobald einer einen Defekt hat, wird er getauscht. 5 Minuten Arbeit maximal. Die Faltenbälge bekomme ich nur von der Girak, da habe ich mich schon umgehört.

Die Auflaufzungen wurden nicht 1zu1 übernommen, sondern den Gegebenheiten wie Seilstärke, Rollenrille...
angepasst und sind etwas breiter und länger.
Ich mache mal ein Vergleichsfoto.
 
danke für den interessanten Bericht! Damit wäre die Umfrage auch geklärt :)

mal was anderes: wären solche Revisionsberichte nicht dafür prädestiniert ins Alpinwiki gepackt zu werden? Also die eigentlichen Berichte dort und dann die Diskussion dazu hier drin?!?
Könntest du ja wenn du magst (ist genauso einfach wie hier im Forum einen Bericht schreiben) direkt dort eingeben?!?
 
könnte ich schon machen, aber einmal arbeit oder zweimal ist halt ein unterschied ;) aber wenn dus net machen magsch kann ichs nach und nach umformatieren!

grüße,
flo
 
Hier habe ich ein Foto der Auflufzungen von Girak/Garaventa und Röchling Leripa.

Übrigens war das im vorherigen Post ein irrtum meinerseits.
Sie sind nicht länger.
 

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@Seilbahner:
Besten Dank für Deine Antwort.

Bin von der Langlebigkeit der Faltenbälge positiv überrascht, ansonsten hat man ja so oft Probleme mit Elastomerteile, die direkt den Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Allerdings sind es ja auch nicht 8760 Stunden pro Jahr.
Vermutlich werden diese Formteile kundenpezifisch für den Klemmenhersteller gespritzt (bzw. vulkanisiert).

Vermute ich richtig, dass Auflaufzugnen ebenfalls Kunststoffspritzteile sind? Vollständige Bearbeitung aus Stangenhalbzeugmaterial wäre wohl zu teuer.
Sind die Zungen mit eingegossenen Verstärkeinlagen versehen oder handelt es sich um homogene Teile aus einem Guss?
 
Ich habe gerade bemerkt, dass bei Girak wohl die Rollen zum laufen in der Station, je nach Bahn(typ) unterschiedlich angebracht sind.

Einmal auf der Seite näher zum Seil Vgl: https://www.bergbahnen.org/images/klemmen/girak2.jpg

Und bei der Nockalmbahn z.b. auf der anderen Seite: http://www.lanove-drahy.cz/forum/fotky/radim/bkk/bkk2_46.jpg

Weiß jemand ob das davon abhängt, ob es Typ A oder B ist? Oder kommt es darauf an ob es Gondel oder Sessel ist? Oder hatte das was mit der Querpendelfreiheit zu tun die je nach Bahn anders sein musste?

Ich vermute es liegt daran ob es Sessel oder Gondel ist, kann das jemand bestätigen?
 
Da ist das ganze schutzrohr kürzer in dem das Tellerfederpaket steckt. Evtl ist das beim typ b normal. Da sind wahrscheinlich stärkere Tellerfedern mit größeren Durchmesser drin die eine Höhere klemmkraft aufweisen als die der typ a.
 
Ich habe jetzt mal alle Girak Bilder die ich habe gesichtet. Es Scheint so zu sein, dass grundsätzlich bei Typ B (ab 6 Pers) die Rollen auf der Seite mit dem Hebel sind und bei Typ A auf der anderen Seite näher zum Seil.

Nur der Sinn dahinter ist mir nicht ganz klar.

Ich meine es gab doch von Girak auch einen 6 Personen Sessel, der ist in Lift World nicht drin. Wäre interessant wie es da ausschaut.

Markus weißt du zufällig ob eure Sessel so ausgependelt sind, dass diese am Seil horizontal gerade hängen und in der Station ohne Führung leicht nach außen, oder umgekehrt?
Ich meine mich zu erinnern, dass die Sessel im Bahnhof bei euch leicht quer hängen?

PS: Hättest du vielleicht noch eine Schleppliftrolle für mich über? Habe den Plan noch eine CLD zu bauen, in kleinerer Ausführung als die EUB. Daher auch die Frage nach dem Unterschied von Typ A und B.
 
jojo2 schrieb:
Ich meine es gab doch von Girak auch einen 6 Personen Sessel, der ist in Lift World nicht drin. Wäre interessant wie es da ausschaut.
Doch ist drin, nur damals hiess die Firma schon Girak-Garaventa :wink:

Und nicht nur 1, sogar gleich 4 solche Bahnen (6KSB mit Nockenklemme) existieren:
http://seilbahntechnik.net/de/lifts/210/datas.htm
http://seilbahntechnik.net/de/lifts/126/datas.htm
http://seilbahntechnik.net/de/lifts/211/datas.htm
http://seilbahntechnik.net/de/lifts/91/datas.htm
 
Danke Radmin, da hab ich jetzt gar nicht mehr dran gedacht :-)

Leider sieht man auf den klein aufgelösten Bildern von Lift World zu wenig Details.

Markus, könnte ich denn im Januar evtl. mal vorbeikommen wegen einer Rolle? Dann würde ich versuchen die Bahn etwas anders zu konstruieren, dass auch Typ C passt.
 
Wenn das Thema eh wieder aktuell gemacht wurde werfe ich mal eine Frage in die Runde.
https://www.google.ch/patents/EP006...ved=0ahUKEwi9pu-G6PXYAhVQ_qQKHeqPChQQ6AEIRDAE
Bei Figur 2 ist sehr schön die Funktion mit dem Nockenhebel gezeichnet. Bei Figur 2a ist die Klemme offen. Der Nocken ist komplett über den Totpunkt oder? Warum also braucht es noch eine Spiralfeder zum offenhalten der Klemme wenn die Klemme doch bistabil ist? Dann noch eine Frage zum Thema verschleissarm. Die Nadellager dürfen ja kein Problem darstellen laut den Kommentaren, wie sieht es denn mit dem Schleifpunkt aus zwischen Nocke und dem Klemmenmittelstück? Diese Frage bezieht sich auch auf die Carlevaro & Savio Klemmen aber das ist ein anderes Thema.
 
Ohne die Feder würde die Klemme vom Eigengewicht einfach wieder zufallen, da der Hebel ja dann oben ist.

Und das Druckstück würde nicht automatisch zurück gehen, da ja keine Verbindung zwischen Hebel und Druckstück besteht.
 
Weis jemand zufällig wo man einen Faltenbalg für Typ A herbekomme? Er muss nicht unbedingt neu sein, wäre nur für die Klemme in der Sammlung eines Kollegen.
 
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