Geiles Thema! Kaum bin ich einen Abend nicht online gehts voll ab - und das ohne mich, RESPÄÄKKT!
@McMaf: sorry, vielleicht bist du echt in der falschen Partei!
Vorausgesetzt man betrachtet ein gutes Abi als Voraussetzung für eine Karriere, solltest du vielleicht doch in Reli mehr tun, das Punktesystem lehrt uns doch, dass man mit 5 P. in solchen "Nebenfächern" eben nicht auskommt. In der Kollegstufe war bei uns im erzkatholischen Bayern zumindest Reli hauptsächlich Philosophie und irgendwie allgemeine "Ethik", sehr viel explizit katholisches ist mir nicht unter gekommen. Es war eines der interessantesten, weil geistig anregendsten Fächer und wir haben echt viel und kontrovers diskutiert (fast so wie hier). Wir hatten allerdings auch einen recht jungen und fortschrittlichen Lehrer, das sollte man erwähnen.
Der Papst und Ischgl etc.: ich denke allen Ernstes, dass der Papst sich zu deutlich wichtigeren Themen als Ischgl äußert, z.B. Krieg etc.
In der katholischen Kirche gibt es auch viel Merkwürdigkeiten: z.B. die Seligsprechung des letzten österreichischen Kaisers - nur weil der eine einflussreiche Lobby "hinter sich" hat, die sich das von ganzen Herzen wünscht. Bitte, können sie haben, die Glaubwürdigkeit der Kirche wächst durch solche Aktionen sicher nicht. Finde ich schade.
@Ram: finde auch, dass wir das hier diskutieren sollten/könnten, das Niveau ist ja echt hoch, wir scheinen also nicht nur Liftexperten "on board" zu haben.
@Starli: grundsätzliche Zustimmung, aber: das trifft doch vielleicht für dich persönlich zu (würde dich als sehr rational denkenden und handelnden Menschen einstufen), aber sicherlich nicht auf die Mehrheit der Menschheit. Religion kann in meinen Augen dem Menschen auf vielfältige Weise Halt geben, nur sollte sie (ebenso wie z.B. Nationalstolz) nicht dazu dienen, die Leute gegeneinander aufzubringen und aufzustacheln, sondern Toleranz und Mitmenschlichkeit lehren. Das kommt ab und zu leider zu kurz. Schlußendlich braucht doch jeder ein Weltbild, auf das er aufbaut und ob man jetzt sagt, "ich unterlasse diese Handlung, weil Gott sonst böse auf mich ist" oder "weils im BGB steht", "weil es meinen ethischen Maßstäben widerspricht" (z.B. dem kategorischen Imperativ etc.) ist egtl. egal. Rein ethische Verhaltensmaßregeln sind einfach vielen Leuten zu abstrakt, da kann man mit einem "Vatergott", der alles sieht und überwacht, vielleicht besser leben.
Zur Diskussionsanregung ein Zitat aus einem Lied von John Lennon (eines seiner Besten vom Album "Plastic Ono Band" (1970): "God is a concept by which we measure our pain"