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"Bedauerlicher Zustand": Deutschlands Gletscher schmelzen unaufhaltsam dahin
Wieder ein heißer Sommer. Die letzten Gletscher Deutschlands schmelzen immer schneller. Expertinnen und Experten geben ihnen nur noch einige Jahre. An der Zugspitze könnte es auch Folgen für die Skisaison geben.
zonk schrieb:Beim Höllentalferner kann ich mir vorstellen, dass der noch länger hält als 2035.
Obwohl:die angeblich maximaldicke von 33 m und durchschnittsdicke von 11m kann schnell dahin sein mit so viel sehr heissen Sommern hintereinander.
Ist ja nicht sehr die Welt im Vergleich gleich zu obersulzbachkees oder aletsch
Christian Heinrich schrieb:Hochtourenerfahrung braucht man bis zur Zu ge keine. Man muss aber durch einen Klettersteig (Leiter und Brett) und sollte etwas schwindelfrei sein. Zurück ist dann schon mit viel Gegenverkehr zu rechnen, jetzt im September unter der Woche aber auch nicht mehr. Man braucht für die Gletscherquerung auch nur bedingt Hochtourenerfahrung, den Weg sieht man und er führt an den Spalten vorbei. Zumindest Grödel sollten es aber schon sein. Danach kommt die Randkluft, das Hauptproblem, und auf die Zugspitze sind es dann nochmals ca. 750 Höhenmeter Klettersteig. Sowohl von unten zum Gletscher und wieder runter als auch in einem Zug durch ganz hoch sind lange Touren, aber lohnenswerte...
Jepp. Gerade die Stifte auf dem Brett können sehr rutschig sein...MarcB96 schrieb:Danke für die Beschreibung.
Brett und Leiter sind mir soweit bekannt (jetzt mehr nur vom Hören). Den Weg ganz auf die Zugspitze hätte ich jetzt nicht vor, da trau ich meiner Kondition noch nicht so ganz.
Klettersteigset dürfte aber generell ein Muss sein für das Stück bis auf das Plateau (wo dann der Gletscher ist) oder?
Christian Heinrich schrieb:Jepp. Gerade die Stifte auf dem Brett können sehr rutschig sein...
Ich bin die Tour sicher 10 Jahre nicht mehr gegangen, aber m.E. ist es nicht weniger anstrengend, von da oben wieder abzusteigen, als durchzugehen und die Bahn zu nehmen...
„Wintereinbruch“ stoppt Rekordschmelze
Im vergangenen Winter ist im Hochgebirge zwar überdurchschnittlich viel Schnee gefallen, der Polster konnte die heimischen Gletscher aber nicht vor den extremen Sommertemperaturen schützen, berichten die beiden Glaziologen Andrea Fischer und Hans Wiesenegger in einem Gastbeitrag. Der abrupte Kälteeinbruch und der frühe Schnee im September beendeten für heuer voraussichtlich die Schmelze.
Der einzige Gletscher Oberösterreichs, jener auf dem Dachstein, schmilzt weiter rasant. Zehn Zentimeter Eis schmelzen inzwischen jeden Tag. Bereits in wenigen Jahren dürfte der Gletscher kaum mehr wiederzuerkennen sein.
Quelle: Dachsteingletscher schmilzt weiter rasantLaut aktuellen Prognosen wird er noch bis 2040 oder 2050 zu sehen sein. Dann wird das ewige Eis auf dem Dach Oberösterreichs wohl großteils verschwunden sein.
Sommer 2024 setzte Gletschern extrem zu
2024 war für die Gletscher in Österreich ein schlechtes Jahr. Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) verzeichnete bei den Messungen den dritthöchsten Rückzugswert in der 134-jährigen Geschichte des Gletschermessdienstes. Vom Oktober 2023 bis September 2024 zogen sich die Gletscher durchschnittlich um 24,1 Meter zurück.
Die größten Längenverluste mussten die Gletscher in den Ötztaler Alpen hinnehmen: Minus 227,5 Meter waren es beim Sexegertenferner, gefolgt vom Taschachferner mit 176 Metern und dem Gepatschferner mit 104 Metern.
Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3296061/Das Kleinfleißkees nordöstlich von Heiligenblut und der Eiskargletscher, Österreichs südlichster Gletscher in den Karnischen Alpen, sind die positiven Ausreißer. Beide verloren trotz eines um 1,9 Grad zu warmen und überwiegend trockenen Jahres weniger als einen Meter Länge und wurden als stabil eingestuft.
Das Wasserschloss Europas schmilzt
Weltweit schmilzt das ewige Eis. Besonders eindrücklich zeigt sich das beim "Wasserschloss Europas": den Schweizer Alpen. Die Auswirkungen sind erheblich - und auch in Deutschland zu spüren.
Allein in den vergangenen sechs bis sieben Jahren hat der Große Aletschgletscher einen Kubikkilometer Eis verloren, "also einen Würfel mit einem Kilometer Seitenlänge", präzisiert Matthias Huss, Glaziologe an der ETH Zürich und Leiter des Gletschermessnetzes GLAMOS. Insgesamt haben die Schweizer Gletscher in den vergangenen 25 Jahren 38 Prozent ihres Eisvolumens verloren, so Huss. Und auch in anderen Teilen der Erde sieht es nicht besser aus.
Quelle: Extreme Gletscherschmelze durch TrockenheitNach dem schneearmen Winter sind Österreichs Gletscher heuer schon zu Beginn der Schmelzsaison stark unter Druck. Noch nie lag so wenig schützender Schnee auf dem Eis. Bis zum Herbst stehe eine Rekordschmelze bevor, sagt Gletscherforscherin Andrea Fischer von der Akademie der Wissenschaften. Laut Bergführern waren klassische Ski-Hochtouren im Frühling heuer nicht mehr möglich.
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