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Gletscher-Abschmelzung

Der Artikel ist v.a. wegen den Bildern besonders lesenswert. Uns erwartet wirklich ein härterer Sommer als noch 2003. Bin auf die Bilder "gespannt"...
 
Woher soll man das wissen?jedes Jahr wird fröhlich clickbait betrieben,dieser oder jener harte Winter oder Sommer kommt.geht natürlich einfacher und lockt eher als ein ziemlich wärmer,aber alles in anderem kaum auffallender Sommer(wie letztes Jahr).
 
Arlbergfan schrieb:
Uns erwartet wirklich ein härterer Sommer als noch 2003.

Ist das so? 2003 war vor allem wegen der fehlenden Bewölkung über lange Zeit so "hart", da hat die Sonne quasi pausenlos auf die Eisflächen gebrannt, in Verbindung mit dunklem Saharastaub war das natürlich der Supergau. Ob das dieses Jahr auch so kommt kann noch gar nicht abgeschätzt werden.
 
Arlbergfan schrieb:
Der Artikel ist v.a. wegen den Bildern besonders lesenswert. Uns erwartet wirklich ein härterer Sommer als noch 2003. Bin auf die Bilder "gespannt"...

Sehe ich auch so. Der Faktor fehlender Schnee ist wichtiger als ein Grad mehr oder weniger.
Die Bilder sind wirklich interessant. Viele Perspektiven, die man so nicht kennt.
 
Neue Gefahren durch Gletscherschmelze

Seit fast 20 Jahren wird der Hallstätter Gletscher bereits wissenschaftlich beobachtet. Und noch nie war er so früh so blank – also ohne Schneedecke – wie in diesem Sommer. Der Gletscher wird auch immer kleiner und wenn er eines Tages ganz weg ist, kann das große Auswirkungen auf die Umgebung haben.

Schon jetzt erhöhte Steinschlaggefahr
Zum Teil bemerke man bereits jetzt Veränderungen durch den Rückgang des Eises, so auch Martin Scherr, der Wirt der Adamekhütte, die unterhalb des Gosaugletschers liegt: „Was wir sehen, ist einfach, dass die Steinschlaggefahr vor allem im Bereich vom Mitterspitz, da wo der Normalaufstieg raufgeht auf den Dachstein, ein immer größeres Problem wird.“

https://ooe.orf.at/stories/3313417/
 
Ein aktueller Bericht zum Zustand der Gletscher mit sehr vielen aktuellen Bildern von Gletschern aus den Hohen Tauern.

https://salzburg.orf.at/stories/3313191/

Die Gletscher sind jetzt schon zur Hälfte blank. Damit Gletscher nicht an Masse verlieren, müssten sie zum Ende der Schmelzperiode eigentlich noch zu 60% bis 70% schneebedeckt sein. Die Schmelzperiode kann aber durchaus noch bis zu drei Monate dauern.


(Ich habe das schon in der Klima-Diskussion gepostet, aber hier passt es noch besser rein. Entschuldigt bitte das Doppelposting !)
 
Ja,mei.dann werden die Alpen in 30 bis 70 Jahren zwischen 2500 und 3300 Meter dann aussehen wie das atlasgebirge.alles darunter ist noch schick(karwendel,rofan,Kitzbüheler,Kaiser etcpepe) darüber wird's auch halbwegs eisig weiterhin aussehen.Vielleicht auch ab 3500 meter.
Und irgendwelche Irren werden dann auch noch weiterhin auf und durch geröllhalden auf die weißseespitze gehen wollen,weil's so schön hoch ist.Dann können sie zwar angeben,weit oben gewesen zu sein,aber ist halt nicht mehr so social media-tauglich.
Ich hab auch nie nachvollziehen können,warum die Leute es so geil finden,auf den Kilimandscharo oder den aconcagua zu gehen,außer Reputation für sich selbst oder am besten eben der Aussenwelt gegenüber aufzubauen.sindnja auf den normalwegen auch nur langweilige Schutthaufen
 
Dass die Gletscher in den Alpen verschwinden, ist längst belegt. Doch statt über Ursachen oder Folgen zu sprechen, wird hier polemisch gegen alle ausgeteilt, die noch höher hinaus wollen – pauschal als „Irren“ diffamiert.

Wer in den Bergen unterwegs ist, sucht nicht zwangsläufig Selbstdarstellung, sondern oft Sinn, Stille oder Selbstüberwindung. Nicht jeder Gipfel ist eine Bühne.

Der Ton des Beitrags sagt mehr über deine Perspektive aus als über die Realität am Berg. Und gerade weil sich die Alpen dramatisch verändern, wäre eine sachliche Auseinandersetzung deutlich wertvoller gewesen als bloßer Zynismus.
 
Vielleicht ist es auch meine Art,damit umzugehen.Natürlich finde ich es auch schade,dass die Gletscher verschwinden.Man kann aber auch kaum bestreiten,dass sich in social Media Millionen von Menschen bewegen,die es nötig haben,Fotos und Fotoserien von sich und ihren heldenhaften Abenteuern auf der Wildspitze oder auf dem Mont Blanc zu verbreiten.Die;haben es bei Schutthalden(zukünftig wird der Mont Blanc sicher weiss bleiben,Wildspitze wird irgendwann vielleicht fragwürdig in Sachen alpinweissem Look) natürlich schwerer,ihre Heldentaten auch anständig aussehen zu lassen,wenn nur Geröll im Hintergrund zu sehen ist :wink:
 
Die Aussicht, die konditionelle Herausforderung und das Erfolgserlebnis werden bleiben, also ich glaube, langfristig wird sich daran nichts ändern.
Mitte August ausgeaperte Gletscher zu zeigen, wird wahrscheinlich nicht passieren, aber es gibt ja noch genug Zeit mit ansehnlichem Deko-Schnee.
 
zonk schrieb:
Ich hab auch nie nachvollziehen können,warum die Leute es so geil finden,auf den Kilimandscharo oder den aconcagua zu gehen,außer Reputation für sich selbst oder am besten eben der Aussenwelt gegenüber aufzubauen.sindnja auf den normalwegen auch nur langweilige Schutthaufen
Man merkt, dass du noch nie sowas gemacht hast :wink: Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, es ist weit mehr als das.
 
Downhill schrieb:
zonk schrieb:
Ich hab auch nie nachvollziehen können,warum die Leute es so geil finden,auf den Kilimandscharo oder den aconcagua zu gehen,außer Reputation für sich selbst oder am besten eben der Aussenwelt gegenüber aufzubauen.sindnja auf den normalwegen auch nur langweilige Schutthaufen
Man merkt, dass du noch nie sowas gemacht hast :wink: Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, es ist weit mehr als das.

Ich geh jedes Wochenende auf Bergtour..nur die Schotterhalden der Gegenden um 2600 bis 3300 meide ich mittlerweile so gut es geht.und immerhin war ich schon auf dem cotopaxi.aber die Gegend da fand ich nun nicht soooo berauschend..zu trist.die besten Brauntöne der Welt kann ich mir auch im farbladen anschauen.
 
Bin zwar kein Experte, aber wenn man sich die WebCam-Bilder anschaut, haben die kühle Witterung und auch die Schneefälle im Juli nicht wirklich viel gebracht. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Gletscher stark ausgeapert.
 
Is ja logisch wenn’s dauernd bis über 3000 Meter regnet oder nassen Schnee runterlässt.
Dann noch dauernd bewölkt in den Nächten verhindert durchfrieren.
Das alles ist nicht hilfreich.
 
und ein schmelzender Eiswürfel schmilzt gegen Ende immer schneller mangels Masse. Da bräuchte es schon länger anhaltende Kälteperiodenm
 
Im "relativ kühlen" Juli war die Eisschmelze im Vergleich zu den Vorjahren geringer. Das bringt am Ende aber nicht viel, da der wenige Winterschnee bereit im Juni weitgehend abgeschmolzen war und große Gletscherflächen bereits blank liegen. Nach meiner Einschätzung ist eine Rekordabschmelzung nicht sicher, aber immer noch wahrscheinlich.
 
Ich denke wie man das alles beurteilt hängt von der ursprünglichen Erwartung bzw. Vergleich ab und wohl auch wo genau man hinschaut.
Klar, also nasses Wetter und Nächte in denen nichts durchfriert ist natürlich schlecht. Und es gab einfach sehr sehr wenig Winterschnee.
Aber wenn ich mir jetzt z.B. den Hintertuxer anschaue, den habe ich nämlich sehr genau verfolgt.
Dann war es da im Juli wirklich sehr häufig auch so kalt, dass es Nachts oben schön durchgefroren hat, und es gab im Juli jetzt wirklich ordentlich Neuschnee. Sowas gab es die letzten Jahre nie.
Und klar, der Neuschnee überlebt dann Hitze und Regen nicht sooo lang. Aber ich würde behaupten, oberhalb von 3000 Metern gab es bisher kaum Eisverlust, da waren nämlich bisher nie größere Flächen aper.
Mitte Juni habe ich wirklich sehr schlimmes befürchtet, und das kann natürlich noch kommen. Aber es sieht jetzt Anfang August da oben sehr viel besser aus, als ich befürchtet habe.

...zumindest wäre das meine Laien-Einschätzung für den ganz speziellen Fall Hintertux...Vielleicht sehe ich das aber auch zu optimistisch und ich will es mir zu sehr schönreden :D .
Die Frage wie sozusagen insgesamt in den Alpen der Gletscher-Sommer aussehen wird ist natürlich eh nochmal eine andere Frage...
 
siri schrieb:
und ein schmelzender Eiswürfel schmilzt gegen Ende immer schneller mangels Masse. Da bräuchte es schon länger anhaltende Kälteperiodenm

Ja, also wenn man die relative Schmelzrate (1/V) dV/dt betrachtet (V ist das Volumen, aber man kann aber natürlich auch die Masse M= Dichte*Volumen nehmen) schmilzt der am Ende deutlich schneller. Betrachtet man aber nur die absolute Volumensänderungsrate dV/dt würde ich sagen, dass der am Ende langsamer schmilzt. Aber für die Wahrnehmung ist natürlich die relative Schmelzrate (1/V) dV/dt entscheidend und man nimmt es so wahr wie du es auch geschrieben hast.
 
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