kurzer (ca 8min) aber nicht uninteressanter sendeauschnitt zu dem thema.
war vor 2 wochen oder so im tv zu sehen. (pw=alpinforum)
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DACHSTEIN 23.08.2007
Gletscher schmelzen im Rekordtempo
Das Ewige Eis auf dem Dachstein schmilzt im Rekordtempo. Gut 20 Meter hat sich der Hallstätter Gletscher heuer zurückgezogen. Ein neues Forschungsprojekt dokumentiert jetzt erstmals, dass auch die Dicke des Eises rasant abnimmt.
Bis Ende des Jahrhunderts werden die Gletscher auf dem Dachstein wohl fast völlig verschwunden sein.
Temperaturen von April bis Juli entscheidend
Unzählige Bäche bahnen sich an diesen heißen Augusttagen ihren Weg über die Eisfläche in Richtung Tal. Wer den Gletscher überqueren will, muss regelrecht aufpassen, nicht ins Wasser zu steigen.
Dies sei ein Bild, das von Jahr zu Jahr schlimmer wird, sagt der Meteorologe Klaus Reingruber: "Diese großen Niederschlagsmengen, die wir hier am Dachstein haben - zwischen acht und zehn Metern im vorigen Winter - haben alles nichts genützt, wenn die Sommer so warm wie in den letzten Jahren sind. Die Temperaturen von April bis Juli sind das Entscheidende."
Dachsteingletscher um die Hälfte kleiner
In den letzten 150 Jahren sind die Gletscher auf dem Dachstein um die Hälfte kleiner geworden. In den 1980er-Jahren sind sie zwar noch einmal vorgestoßen, doch seither ziehen sie sich im Rekordtempo zurück, der Hallstätter Gletscher zum Beispiel mit gut 20 Metern pro Jahr.
Früher nur Flächenmessungen
Noch dramatischer ist aber der Rückgang der Dicke des Gletschers, an manchen Stellen ist das Eis innerhalb eines Jahres um sechs Meter dünner geworden.
Diese Vorgänge sollen jetzt in einem fünf Jahre dauernden Projekt beobachtet werden, so Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne): "Früher hat es nur Flächenmessungen der Gletscher gegeben. Mit diesem neuen Projekt können wir auch die Dicke der Gletscher messen und viel präzisere Aussagen darüber kriegen, wie rasch die Gletscherschmelze vor sich geht."
Dazu wurden unter anderem mehrere Pegel im Gletscher eingegraben und genau vermessen. Erste Ergebnisse sollen im Oktober
Quelle: APAAbschmelzen von Ötztaler Gletscher ist via Handy hörbar
Ein deutscher Künstler installierte ein Mikrofon am Vernagtferner. Jeder Anrufer werde direkt und in Echtzeit mit dem ewigen Eis verbunden.
Via Handy kann man einem Gletscher beim Schmelzen zuhören. Der deutsche Klangkünstler Kalle Laar installierte ein Mikrofon am Vernagtferner in den Ötztaler Alpen und legte dem Gletscher mittels Mobiltelefon eine Leitung zur Außenwelt.
Auswirkungen des Klimawandels
Ab 5. September folgt mit der Pasterze Österreichs größter Gletscher. Jeder Anrufer wird direkt und in Echtzeit mit dem ewigen Eis verbunden und kann so selbst sein Ohr auf die Auswirkungen des Klimawandels legen.
"Calling the Glacier - A Mobile Elegy" heißt das Projekt des unter anderem in Wien lebenden Künstlers. "Bilder sind immer mit Distanz verbunden. Der Klang stellt dagegen eine unmittelbare Nähe her, der man nicht auskommt", erklärte er die Idee hinter seiner Installation.
Bei akustischen Signalen komme man überhaupt nicht auf die Idee, dass daran etwas manipuliert sein könne. Bei Bildern werde dieses Bewusstsein dagegen immer mittransportiert. Diese Distanz wolle er aufbrechen.
Direkt an Ort des Geschehens
Wenn Leute beim Gletscher anrufen, bringe sie dies direkt an den Ort des Geschehens. Dadurch setze sich automatisch eine innere Gedankenkette in Gang, meinte Laar, der seit den 90er Jahren als Musiker und DJ mit Klängen experimentiert.
Das im April installierte Mikrofon am Vernagtferner ist Teil eines internationalen und interdisziplinären Kunstprojektes mit dem Titel "Overtures" von artcircolo in München. Die 2000 gestartete Projektreihe beschäftigt sich mit dem Themenkomplex Wasser und seiner "herausragenden Bedeutung" als Ressource.
Erstmals vorgestellt wurde "Calling the Glacier" auf der 52. Biennale in Venedig, wo Visitenkarten vom Gletscher mit der Aufschrift "Call me" und der dazugehörigen Telefonnummer verteilt wurden.
Die Pasterze am Fuß des Großglockners wird zeitgerecht zur Eröffnung der diesjährigen Ars Electronica, die vom 5. bis 11. September in Linz statt findet, mobil zu erreichen sein.
http://www.karten-mayrverlag.at/tour/saalf_birn.phpAnfänglich auf breitem Weg durch das wildromantische Ullachtal mäßig steigend zu den Geröllmassen des Eckersbaches. Vor dem Großen Stein auf dem Naturlehrpfad und leicht steigend durch Weidegebiet bis zur Unterstandshütte Jenningerhorn (1050 m, nicht bewirtschaftet). Weiter auf steilerem Zick-Zack-Pfad und über Schnee und Latschen zum Birnbachloch (1300 m). Auf dem Rückweg ist ein Abstecher zum Birnbachgletscher und zum Birnloch möglich (Gletschertor, niedrigste gelegenes Schnee- bzw. Eisfeld der Alpen).
http://www.leogang.at/system/web/zusatzseite.aspx?menuonr=218554084&detailonr=65482Das Birnbachloch liegt einige hundert Meter östlich des Birnbachgletschers in 1291 m Seehöhe. Es handelt sich um eine Karstquelle in einer großartigen, von latschenbewachsenen Kalkfelsen geprägten Umgebung. Der optische Eindruck des Birnbachloches wird bestimmt von einer ca. 20 m breiten geräumigen Eingangshalle, in deren Hintergrund der Birnbach entspringt und anschließend in anmutigen Kaskaden den Berg hinunterstürzt.
Die Schüttung schwankt zwischen 5 Litern im Spätherbst und Winter und 300 Litern bei Schneeschmelze und Starkregen. Im Spätherbst und Winter kann man mehrere Meter tief in die Quellhöhle absteigen. In der geräumigen Kammer verschließt ein Siphon, der auf den Nebenaustritt eingespiegelt ist, die Höhle. Er vermittelt den Eindruck eines Sees, wie er auch in der Sage dargestellt wird: Lahnsteiner: "Im Inneren des Berges ist ein großer See, der immer Wasser abgibt und nicht ergründbar ist."
Im Jahre 1930 kam es zu einem gewaltigen Einsturzbeben, wahrscheinlich ausgelöst durch einen Deckeneinsturz. Die Erschütterungen waren bis in 50 km Entfernung wahrnehmbar. Augenzeugen berichteten, dass die Quelle damals 14 Tage lang verschmutztes Wasser führte. Es dürfte sich im Inneren tatsächlich ein See und ein größeres Höhlensystem befinden, das vielleicht sogar Verbindung mit der großartigen Lamprechtsofenloch-Höhle hat.
Auf Initiative von Anton und Hermann Mayrhofer wurde 1988 das Birnbachloch wegen seiner wissenschaftlichen Bedeutung, Eigenart und Schönheit zum Naturdenkmal erklärt.
Bevor es elektrische Kühlanlagen gab, war es üblich, dass Gastwirte im Winter Eis aus Teichen und Seen schnitten und in sog. Eiskeller für die Kühlung der Getränke einlagerten.
Die Bierbrauereien von München haben ihren grossen Eisbedarf für die Bierkühlung Ende des 19. Jhdt. weitab von München im Zeller-See und auch im Griessen-See gedeckt.Doch es gab auch damals schon warme Winter und die Seen froren nicht mehr zu. So begannen die Münchner Eiswerke am Birnbachgletscher mit der Eisgewinnung. Das Eis wurde in Blöcken abgebaut und über eine mehrere hundert Meter lange Holz-Rutschbahn in den Örgenkessel getriftet. Von dort wurde es mit Pferdefuhrwerken zum Gleisanschluss der Eisenbahn befördert.
Zeitweilig waren bis zu hundert Arbeiter mit dem Schneiden, der Beförderung und Verladung des Eises beschäftigt.
Quelle: ORFSilvretta : Vorarlbergs Gletscher schwinden
Vorarlbergs Gletscher schwinden immer schneller. Das zeigen die neuesten Messergebnisse des Alpenvereins bei den Gletschern der Silvretta.
Einige kleinere Gletscher verschwunden
Alle Gletscher weisen hohe Rückzugsraten auf, einige kleinere Gletscher sind ganz verschwunden. Das Ergebnis erstaunt, da besonders die Monate August und September dieses Jahres von feuchtkühlem und damit gletscherfreundlichem Wetter geprägt waren.
Gletscherbeobachter stellen große Massen- und Längeverluste fest. Es lässt sich feststellen, dass aus Felsfenstern in den Gletschern teilweise ganze Felsbänder geworden sind.
Der Trend zum immer schneller werdenden Gletscherschwund ist seit dem Jahrhundertsommer 2003 feststellbar.
Quelle: Der VinschgerDas Sterben der weißen Giganten
Die Gletscher gehören in den Alpen zum alltäglichen und auch erwarteten Erscheinungsbild. Aber auch die Tatsache, dass die weißen Riesen kontinuierlich schwinden, ist offensichtlich. Der neu angelegte Gletscherpfad im hintersten Langtauferertal bietet die Möglichkeit, die Gletscherwelt hautnah mitzuerleben. Seit der Vermessung des Langtaufererfernes Anfang September können Wanderer nun auch unmittelbar beobachten wie viel der Gletscher jährlich an Masse einbüßt.
Langtaufers – Das Heulen von Hubschraubermotoren durchbricht die friedliche Stille in den Bergen rund um die Weißkugel. Die gewaltige Wucht der Rotoren wirbelt den frisch gefallenen Schnee auf, als der Pilot der Firma „Airway“ zielsicher den Langtaufererferner anvisiert und zur Landung ansetzt. Aus dem Hubschrauber klettern drei Männer, dick eingemummt und mit Geräten bepackt. Sie verharren geduckt, bis der Helikopter wieder Höhe aufgenommen hat und hinter den Berggipfeln verschwunden ist. Christoph Oberschmied vom hydrografischen Amt in Bozen, Wolfgang Thöni, Leiter der Erlebnisschule Langtaufers und Roberto Seppi vom Trientner Alpenverein waren am siebten September in einer speziellen Mission unterwegs: sie vermaßen die Gletscherzunge des Langtaufererferners.
„Eigentlich wenden wir die direkte glaziologische Methode für die Massenbilanz, so nennt sich das Verfahren, in Südtirol nur beim Weißbrunnferner (Ultental), dem Langenferner (Martell) und dem Übeltalferner (größte Gletscher Südtirols) an“, erklärt Oberschmied. Der Langtaufererferner sei nicht ideal, weil er stark zerklüftet und gespalten ist, führt der Gletscherexperte weiter aus. Doch aufgrund des neuen Gletscherpfades reifte die Idee, auch in Langtaufers zu messen. Ein solcher Pfad „ist von der Anlegung und Aufmachung her einzigartig in Südtirol“, unterstreicht Oberschmied begeistert. Das Ziel der Messung sei es, den Schülern der Erlebnisschule und den Begehern des Gletscherpfades unmittelbar zu zeigen, was mit den Gletschern passiert, erklärt der Experte den Grundgedanken des Projektes.
Der Neuschnee und der eisige Wind erschweren den Männern die Arbeit. Sie haben die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Auch die Sonne, die zaghaft hinter den Gipfeln hervorlugt, vermag es nicht, die drei aufzuwärmen. Oberschmied arbeitet ohne Handschuhe.
Dennoch sitzt jeder seine Handgriffe perfekt, gekonnt und mit großer Erfahrung bedient er den Apparat. Mit Hilfe von Dampf, der in der Maschine erzeugt wird, bohrt er 14 Meter tief in die Gletscherzunge. In diese Löcher stecken die Männer Stäbe, die 83 Zentimeter aus dem Eis ragen. An der Höhe dieser Stäbe kann gewissermaßen abgelesen werden, wie viel der Gletscher in einem Jahr zurückgeht. Die tatsächliche Tiefe kann mit diesem Verfahren allerdings nicht gemessen werden. „Ich schätze die wirkliche Masse der Zunge auf vielleicht 30 bis 40 Meter, zur genauen Bestimmung bräuchte es eine Radarmessung“, erklärt der Experte.
Der Himmel reißt zunehmend auf, das einzigartige Wolkenspiel bietet den Vermessern ein atemberaubendes Naturspiel. Die verblieben Nebenschwaden schmiegen sich um die Gipfel und der frische, unberührte Schnee vermittelt beinahe eine sibirische Atmosphäre. Doch der idyllische Schein trügt. „Die Gletscher im gesamten Alpenbogen verlieren an Masse. Besonders in den letzten fünf Jahren durch die extrem heißen Sommer hat sich die Abnahme verschärft“, bedauert Oberschmied. Der Gletscherschwund lasse sich am besten im Gletschervorfeld und im Zungenbereich nachvollziehen, meint der Experte weiter. Die Entwicklung des Langtaufererferners der vergangenen 10.000 ist, auch dank der Erlebnisschule und des Gletscherpfades, sehr gut dokumentiert. Der Gletscher ist in den Jahren um 1970 bis 1988 vorgerückt und hat dabei den Schutt zu einer Wallmoräne aufgeschoben. Seit 1989 bis 2007 ist das Zungenende etwa 190 Meter weit zurück geschmolzen. Ende Juni hat Wolfgang Thöni die Zungenlänge nochmals vermessen. „Bis Anfang September sind weitere zehn Meter hinzugekommen“, berichtet Thöni wehmütig.
Nach getaner Arbeit werden die drei an der Weißkugelhütte wieder vom „Airway“ abgeholt. Der Blick vom Hubschrauberfenster auf die verschneiten Gletscher lässt nur kurz Freude aufkommen. Oberschmied rechnet nämlich damit, dass die Zunge des Langtaufererferners in einem Jahr bis zu drei Meter Eis verlieren wird. „Voraussichtlich muss 2012 wieder nachgebohrt werden“, schließt Oberschmied vorausschauend.
Noch stecken die Stäbe aber tief in den frisch gebohrten Löchern, als die Hubschraubermotoren verklingen und sich erneut Stille über die Bergwelt rund um die Weißkugel legt.
Simone Stecher (sist)
Paradoxon auf "Dach Europas"
Montblanc-Gletscher legte 10.000 Kubikmeter Eis in zwei Jahren zu. Gipfel um 2,15 Meter höher.
Auf Europas höchstem Berg, dem Montblanc in den französischen Alpen, beobachten Geologen ein vorderhand paradoxes Phänomen.
Während weltweit die Gletscher aufgrund der fortschreitenden Klimaerwärmung dahinschmelzen, verhält es sich auf dem "Dach Europas" genau umgekehrt: Innerhalb der letzten beiden Jahre habe der Gipfel dort um 2,15 Meter an Höhe gewonnen, berichteten mehrere französischsprachige Medien am Wochenende.
"Montblanc war noch nie so hoch"
Nach einer genauen Vermessung mittels GPS hätten französische Wissenschaftler die Höhe des Berggipfels mit 4.810,90 Metern angegeben.
"Die Höhe, aber auch das Volumen des Montblanc-Gletschers haben beträchtlich zugenommen, weil sich während der beiden vergangenen Jahre Schnee auf dem Gipfel festgesetzt hat", zitierte der französische "Figaro" den Vermessungsexperten Philippe Borrel. Er hatte das Bergmassiv Mitte September gemeinsam mit Kollegen per GPS vermessen.
Eisvolumen fast verdoppelt
Das Volumen des Gletschers habe ebenfalls beträchtlich zugenommen, so Borrel. Die Eis- und Schneeschicht auf dem Gipfel wurde erstmals 2003 vermessen und mit 14.600 Kubikmetern angegeben.
Bis 2005 sei der Gletscher dann um wenige hundert Kubikmeter abgeschmolzen. Seither allerdings habe sich sein Volumen auf 24.100 Kubikmeter beinahe verdoppelt.
Mehr Schnee im Sommer
Verantwortlich dafür ist laut dem Meteorologen Jan Giezendanner aus Chamonix, der ebenfalls an der Studie beteiligt war, bis zu einem gewissen Grad der Klimawandel.
"Im Großen und Ganzen beobachten wir in den Alpen keine Zunahme der Niederschläge", wird er im "Figaro" und dem belgischen Online-Magazin "7sur7" zitiert, "aber das Klima ändert sich."
"Wir registrieren häufiger Ostwinde, die Regen und höhere Temperaturen mit sich bringen. Das bringt wiederum auf Höhen über 4.000 Metern im Sommer klebrigen Schnee, der sich auf dem Berg festsetzt und das Volumen und die Höhe des Montblanc-Gletschers anwachsen lässt", erklärt der Meteorologe.
"Kurioses Phänomen des Klimawandels"
Schnee, der im Winter fällt, sei dagegen kalt, klebe nicht und werde vom Wind fortgetragen und habe in der Folge auch keine Auswirkungen auf die Größe der Gletscher.
"Und um ein kurioses Phänomen infolge der Klimaerwärmung in den Alpen zu erklären: Die Gletscher in großer Höhe wachsen, während die in mittleren Lagen abschmelzen, kleiner werden und vom Verschwinden bedroht sind", sagt Giezendanner.
Laut "7sur7" war die Vermessung mit dem Ergebnis 4.810,40 Meter (statt 4.807) die vierte des Gebirgsmassivs seit 2001. 2003 ergaben Messungen eine Höhe von 4.808,45 Metern, 2005 wurden 4.808,75 Meter gemessen.
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