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Gletscher-Abschmelzung

Spiegel Online ist mal über seinen eigenen Schatten gesprungen und hat etwas interessantes veröffentlicht, zu mit gekommen ist der Link aber auch nur über die Facebook-Seite von PYUA gestolpert. Depressive Stimmung auf den Bildern gepaart mit einem Text der drastisch die Lage weltweit beschreibt. (Qullenforschung hab ich jetzt nicht betrieben...) Interessant finde ich vor allem die Bilder, da man Alt/Neu hin und herschieben kann für einen Vergleich.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/...ich-zeigt-dramatischen-schwund-a-1065273.html
 
Falls sich da einer mehr fürs Thema interessiert und aus Freiburg und Umgebung kommt:
Klima-Film mit Hofreiter

Am Dienstag, 8.12., zeigt der Freiburger Kreisverband der Grünen um 19 Uhr im Friedrichsbau-Kino am Holzmarkt den Film "Chasing Ice" (OmU), der den Gletscherschwund als eine Folge des Klimawandels sichtbar macht. Im Anschluss diskutieren Leonie Wenz vom Potsdam-Institut für Klimaforschung, Kerstin Andreae, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, und Anton Hofreiter, Vorsitzender der Bundestagsfraktion. Eintritt frei.

Kann einer was zu dem Film sagen oder hat den vielleicht schon gesehen? Ich selber hab heute abend leider keine Zeit.
 
Schweiz

Laut Expertenkommission für Kryosphärenmessnetze der Akademie der Naturwissenschaften beträgt der Volumenverlust sämtlicher Schweizer Gletscher im hydrologischen Jahr 2014/2015 1,3 Milliarden Kubikmeter. Das ist über eine Billiarde Liter – oder anders gesagt etwa ein Viertel des Fassungsvermögens des Brienzersees.

Das gesamte Eisvolumen der Schweizer Gletscher hat sich um 2,5 Prozent verringert. Obwohl die Gletscherschmelze damit klar überdurchschnittlich war, wurden die Rekordwerte des Hitzesommers 2003 nicht ganz erreicht. Damals verschwanden 5 Prozent der Schweizer Eisreserven. Die Massenbilanz der Schweizer Gletscher liegt dieses Jahr in einem ähnlichen Rahmen wie in den ebenfalls sehr negativen Jahren 2006 und 2011.
Quelle: http://www.bernerzeitung.ch/region/oberland/das-gletschersterben-nimmt-seinen-lauf/story/12449634
 
Österreichs Gletscher stark geschmolzen im Jahr 2015

Die Gletscher in den Hohen Tauern sind heuer extrem stark geschmolzen. Die Pasterze am Großglockner verlor im unteren Bereich innerhalb eines Jahres bis zu zehn Meter Eisdicke. "Die Abschmelzraten waren auf allen von uns vermessenen Gletschern in den Hohen Tauern im Bereich der Rekordwerte aus dem Jahr 2003", sagte ZAMG-Gletscherforscher Bernhard Hynek. - derstandard.at/2000027263977/Oesterreichs-Gletscher-stark-geschmolzen
Quelle: http://derstandard.at/2000027263977/Oesterreichs-Gletscher-stark-geschmolzen
 
Die Gletscher sind am Verschwinden in Sölden... Ist eh nur noch oben Gletscher - unten wird ja schon kräftig beschneit :biggrin:
Gehört hier aber eigentlich nicht rein...
 
Wegen der vielen warmen Jahre natürlich :D
Tiefenbachferner unten in Herbst nur Kunstschnee, und wenn sich der Rettenbachferner über die Geländekante am Steilhang zurückzieht, sieht es dort düster aus (der Felsriegel reicht ja schon fast bis an die WC Piste). Ich denke aber das sich das als Toteisfeld auch mit massiver Beschneiung halten lässt (als Beispiel hierfür die Beschneiung am HiTuxer).
 
Es wird ja für den Weltcup immer schon in der Vorsaison also Januar Februar massiv beschneit. So lange bis die Speicher oben leer sind. Die Depots werden dann für die Piste benutzt im Herbst.
 
Der Gletscherbericht des Alpenvereins bestätigt eine erhebliche Abschmelzung im vergangenen Jahr: 2015 war noch wärmer als der bisherige Extremsommer 2003. Der durchschnittliche Längenverlust der Gletscher war mit 22,6 Metern mehr als doppelt so groß wie im Vorjahr.
Die zehn stärksten Rückgänge
1. Hornkees (Zillertaler A.) 136,0
2. Gepatschferner (Ötztaler A.) 121,5
3. Taschachferner (Ötztaler A.) 101,0
4. Niederjochferner (Ötztaler A.) 88,1
5. Schlatenkees (Venedigergr.) 60,3
6. Schalfferner (Ötztaler A.) 56,0
7. Pasterze (Glocknergr.) 54,4
8. Untersulzbachkees (Venediger.) 50,0
9. Schmiedingerkees (Glockner.) 39,6
10. Triebenkarlasferner (Ötztaler) 35,5
Gepatschferner verlor mehr als 120 Meter
 
Der Neuschnee zu Pfingsten hat nichts daran geändert: Die derzeitigen Schneehöhen auf den Gletschern sind nach der winterlichen Akkumulationsperiode weitgehend unterdurchschnittlich. Dies bedeutet einen schlechten Start in die warme Jahreszeit. Wird sich der Trend starker Massenverluste fortsetzen? Die Glaziologen und Glaziologinnen stellen sich darauf ein: Es könnte wieder ein Gletscherjahr mit Massenverlusten werden.
http://science.orf.at/stories/2774916/
 
Ich schaue mir im Sommer regelmäßig die Webcams der Gletscher an. Die Entfernung für regelmäßiges Vorbeischauen ist doch zu groß :)

Obwohl dieser Sommer weder besonders warm, noch besonders regenreich war, sind die Gletscher im Tiroler Bereich doch wieder ziemlich ausgeapert. Erst oberhalb von ca. 3.000 m bleibt dieses Jahr noch etwas Schnee liegen.

Da braucht es wohl richtig kalte Sommer oder zumindest extrem schneereiche Winter/Frühjahr, damit da zumindest eine kleine Besserung eintritt.

VG
 
wir müssen uns eben mit der sehr spürbaren abschmelzunng abfinden und leben halt gerade in einer periode, in der diese abschmelzung sehr rasch vonstatten geht. es gab immer solche "aufs" und "abs". wer dies näher erkunden möchte, dem empfehle ich das nationalpark museum hohe tauern in mittersill:

http://www.nationalparkzentrum.at/Nationalparkwelten.11.0.html

dort gibt es ein zeitrad für die pasterze, was übersetzt so etwas wie "grüne wiese" heißt. und 800 vor christus war dort eine grüne wiese und eben kein gletscher. man hat im gletschereis auch jahrtausende alten grassamen gefunden. von daher ist diese situation der gletscher, die wir alle hautnah erleben wohl rein von den üblichen zyklen solcher eisströme überhaupt nichts ungewöhnliches :ja:
 
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