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Gletscher-Abschmelzung

Sorry aber das ist nicht rein so erklärbar, denn die natürlichen Zyklen werden nun durch den Menschen außer Kraft gesetzt, und ein Großteil der heutigen Abschmelzung ist anthropogen verursacht. Somit wird es wohl leider keinen Weg zurück zu wachsenden Gletschern geben.
 
@christopher91
Ich will ja nicht behaupten das wir Menschen keinen Einfluss aus Klimma haben. Nur das am CO2 alleine fest zu machen, wie das viele tuen, ist mir zu platt. Statt immer auf die bösen Autofahrer zu zeigen, sollt man mal die an Pranger stellen, die meinen sie müssen immer das Neuste haben. > Uh mein Smartphone ist ein Jahr alt ich brauch ein neues.
 
Das es nur an den Autos liegt behauptet ja hier auch keiner.

Ich denke schon auch dass die aktuelle Erwärmungsphase durch den Menschen beschleunigt wird (verursacht eher nicht). Nur das es nie mehr abkühlt? In der gesamten zukünftigen Erdgeschichte? Kann ich mir nicht vorstellen. Wer soll es auch sicher vorhersagen können wenn sich nichtmal die Wissenschaft einig ist wodurch genau das beeinflusst wird. Brauchen ja nur ein paar Vulkane auszubrechen die nicht vorhersehbar sind, sowas hat auch Auswirkungen aufs Klima, und soll ja u. a. Verantwortlich für die sog. "kleine Eiszeit" gewesen sein.

Was ich so erlebt hab scheint es ja nicht mal möglich zu sein, dass man mir mit 100 % Sicherheit sagen kann wie in 3 Tagen das Wetter wird. Wie soll das dann bei tausenden und mehr Jahren im voraus gehen.
 
OliK schrieb:

Äußerst interessant. Wollte ähnliches auch schon immer machen, aber irgendwie komm ich nicht dazu.
Interessant ist da auch der Vergleich mit den Gletscherumringen des Austiran Glacier Inventory - da sieht man deutlich wie sich das Abschmelzen in den letzten Jahren beschleunigt hat.


Wombat schrieb:
@christopher91
Ich will ja nicht behaupten das wir Menschen keinen Einfluss aus Klimma haben. Nur das am CO2 alleine fest zu machen, wie das viele tuen, ist mir zu platt. Statt immer auf die bösen Autofahrer zu zeigen, sollt man mal die an Pranger stellen, die meinen sie müssen immer das Neuste haben. > Uh mein Smartphone ist ein Jahr alt ich brauch ein neues.

Ich sehe nicht das "nur" auf Autofahrer geschimpft wird - eher im Gegenteil. Das vieles am CO2 hängt ist aber belegbar, wobei auch da der Idividualverkehr nicht die Hauptrolle spielt.


David93 schrieb:
Was ich so erlebt hab scheint es ja nicht mal möglich zu sein, dass man mir mit 100 % Sicherheit sagen kann wie in 3 Tagen das Wetter wird. Wie soll das dann bei tausenden und mehr Jahren im voraus gehen.
Ich sage mal vorraus, dass es innerhalb der nächsten 3 Monaten durchschnittlich kälter sein wird als in den vergangenen 3. Ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint weiß ich aber noch nicht. Geht doch?
Ich habe nie gesehen, das Klimaforscher irgendwelche Wetterberichte für Jahre im Vorraus machen. Es wir lediglich gesagt das die Durschnittstemperaturen um zwischen X und Y °C höher liegen werden als zu einem Referenzdatum.
 
David93 schrieb:
Was ich so erlebt hab scheint es ja nicht mal möglich zu sein, dass man mir mit 100 % Sicherheit sagen kann wie in 3 Tagen das Wetter wird. Wie soll das dann bei tausenden und mehr Jahren im voraus gehen.

Du verwechselst Wetter mit Klima. Das sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge. Das ist wirklich Äpfel mit Birnen vergleichen. Natürlich ist es trotzdem schwierig das Klima vorherzusagen bzw. abzuleiten was genau es wieviel beeinflusst.
An einen Fakt kommen wir aber nicht vorbei: Der CO2 Gehalt der Atmosphäre ist jetzt viel höher (und steigt noch schnell weiter) wie in den letzen 800.000 Jahren nicht (soweit zurück kann man das sicher aus Eisbohrkernen ermitteln). In dieser Zeit gab es mehrere Warm- und Kaltzeiten. Einerseits ein deutliche Hinweis darauf, das Warm- und Kaltzeiten nicht nur vom CO2 abhängig sind. Andererseits kann niemand sagen - insbesondere nicht aus Daten vergangenen Zeiten - was ein hoher CO2 Gehalt PRAKTISCH bedeutet - weil es gibt keine Daten mit hohem CO2-Gehalt. Theoretisch hingegen ist es klar - Treibhauseffekt. Fraglich ist also wie CO2-sensitiv das Klima ist. Das der hohe CO2-Gehalt von uns verursacht ist, ist hingegen klar.

Quelle: mashable
CO2 Kurve (klickt mal auf 10000 Jahre)
 
christopher91 schrieb:
Sorry aber das ist nicht rein so erklärbar, denn die natürlichen Zyklen werden nun durch den Menschen außer Kraft gesetzt, und ein Großteil der heutigen Abschmelzung ist anthropogen verursacht. Somit wird es wohl leider keinen Weg zurück zu wachsenden Gletschern geben.
Ach, da hab ich keine Zweifel. Sptätestens wenn die Maschinen die Ära der Menschheit abgelöst hat. Oder sich die Erde nach einem atomaren Krieg wieder abkühlt. Oder mal wieder ein Asteroid einschlägt. Oder ....
 
starli schrieb:
christopher91 schrieb:
Sorry aber das ist nicht rein so erklärbar, denn die natürlichen Zyklen werden nun durch den Menschen außer Kraft gesetzt, und ein Großteil der heutigen Abschmelzung ist anthropogen verursacht. Somit wird es wohl leider keinen Weg zurück zu wachsenden Gletschern geben.
Ach, da hab ich keine Zweifel. Sptätestens wenn die Maschinen die Ära der Menschheit abgelöst hat. Oder sich die Erde nach einem atomaren Krieg wieder abkühlt. Oder mal wieder ein Asteroid einschlägt. Oder ....

Wir sollten vielleicht doch in menschlischen Zeitmaßstäben denken :wink:
Außerdem muss das ganze CO2 auch erstmal aus der Atmosphäre.
Langfristig wird die Strahlung der Sonne zunehmen, die Temperatur der Erde über das erträgliche hinaus Ansteigen ( ca. 1 Mia. Jahre). Vorher aber wird sich das Erdklima und auch das Aussehen der Erde schon allein durch die Kontinentaldrift entscheidend wandeln.
 
Das mit dem Wetter war lediglich ein Beispiel um zu zeigen das nichts in der Natur mit 100 % berechenbar ist. Das Wetter nicht und das Klima auch nicht. Vielleicht ist das Beispiel nicht das beste, der Unterschied zwischen Wetter und Klima ist mir schon bewusst.
Natürlich kann man Prognosen erstellen für beides, ob sie zutreffen wird sich zeigen. Ich bin der Meinung es sind einfach zu viele nicht berechenbare Faktoren im Spiel für eine so langfristige Prognose wie die, dass die Gletscher angeblich nie mehr wachsen werden.
 
Ist aber eindeutig nachweisbar, dass dies bei der aktuellen CO2 Entwicklung nur schwer möglich ist und die Entwicklung der Gletscher seit 1980 nur anthropogen erklärbar ist.


@Wombat: Ich habe nirgends von Autofahrern geredet, es gibt noch viel mehr CO2 Treiber, die auch noch weitaus schlimmer sind.
 
christopher91 schrieb:
Ist aber eindeutig nachweisbar, dass dies bei der aktuellen CO2 Entwicklung nur schwer möglich ist und die Entwicklung der Gletscher seit 1980 nur anthropogen erklärbar ist.


@Wombat: Ich habe nirgends von Autofahrern geredet, es gibt noch viel mehr CO2 Treiber, die auch noch weitaus schlimmer sind.
Das ist richtig. Nur oben sprichst Du ja wieder vom CO2. Nur gibt es viel schlimmere Treibhausgase. Methan, Lachgas und Wasserdampf. Wie oft wird den über die gesprochen? Und mich würde mich nicht wundern, das man da bewusst weg sieht. Den beim Thema Methan und Lachgas Ausstoss macht man sich in der Landwirtschaft nicht beliebt.
 
Die Methan Entwicklung ist ebenso kritisch zu sehen, da stimme ich dir zu! Ich beziehe mich halt auf CO2, weil dies bisher am besten erforscht ist, beim Rest gibt es noch Fragezeichen. Wasserdampf musst du rausnehmen, denn er ist sehr kurzlebig, also nicht vergleichbar, und hat auch kühlende Effekte und Feedbacks.
 
David93 schrieb:
Was ich so erlebt hab scheint es ja nicht mal möglich zu sein, dass man mir mit 100 % Sicherheit sagen kann wie in 3 Tagen das Wetter wird. Wie soll das dann bei tausenden und mehr Jahren im voraus gehen.

Man kann bei einem Würfel auch nicht vorhersagen, welche Augenzahl beim nächsten Wurf kommt. Man kann aber sehr wohl mit vernachlässigbar kleiner Irrtumswahrscheinlichkeit einen gezinkten Würfel identifizieren, wenn zum Beispiel bei einer Stichprobe von 200 Würfen mindestens 60 mal Augenzahl 6 vorkommt.
 
christopher91 schrieb:
Die Methan Entwicklung ist ebenso kritisch zu sehen, da stimme ich dir zu! Ich beziehe mich halt auf CO2, weil dies bisher am besten erforscht ist, beim Rest gibt es noch Fragezeichen. Wasserdampf musst du rausnehmen, denn er ist sehr kurzlebig, also nicht vergleichbar, und hat auch kühlende Effekte und Feedbacks.
Wieso ist Wasserdampf vernachlässigbar? Der Unterschied zwischen einer klaren und bewölkten Nacht ist doch offensichtlich. Warme Luft kann auch mehr Feuchtigkeit aufnehmen.
 
noisi schrieb:
christopher91 schrieb:
Die Methan Entwicklung ist ebenso kritisch zu sehen, da stimme ich dir zu! Ich beziehe mich halt auf CO2, weil dies bisher am besten erforscht ist, beim Rest gibt es noch Fragezeichen. Wasserdampf musst du rausnehmen, denn er ist sehr kurzlebig, also nicht vergleichbar, und hat auch kühlende Effekte und Feedbacks.
Wieso ist Wasserdampf vernachlässigbar? Der Unterschied zwischen einer klaren und bewölkten Nacht ist doch offensichtlich. Warme Luft kann auch mehr Feuchtigkeit aufnehmen.
Weil Wasserdampf, wenn er in die Atmosphäre gelangt, sich in den Wasserkreislauf eingliedert - sprich nach spätestens ein paar Wochen wieder als Niederschlag auf die Oberfläche zurück kehrt.
Ebenso bilden sich bei hohem Wasserdampfgehalt der Luft Wolken, welche einen deutlich höheren Albedo als der Großteil der Erdoberfläche besitzen (ausgenommen Schnee und Wasser bei niedrigem Sonnenstand), sprich, es wird mehr Strahlung reflektiert. Damit kommt weniger Strahlung auf die Oberfläche, wodurch die abgegebene Wärmestrahlung sinkt.
Das Klima ist ein höchst komplexes System, in welchem unglaublich viele Faktoren wirken.
Weitere Beispiele mit Einflüssen: Vegetationsverminderung; auch die Fauna und Flora der Meere (Korallenriffe!) ist nicht zu verachten; Auftauen des Permafrostbodens; evtl. Vulkaneruptionen; Abschmelzen der Eiskappen; Ruß- und andere Partikel, also Aerosole; verschiedene gasförmige Verbindungen; Bodenversiegelung, bzw. allgemein die Morphologie der Erdoberfläche; Ausrichtung und Stärke des Erdmagnetfeldes; aber auch extraterrestrische Einwirkung wie Sonnenwinde spielen eine Rolle.
Und da diese Faktoren auch untereinander in verschiedenen Weisen verknüpft sind, sowie zum Teil äußerst empfindlich auf unvorhersehbare Einflüsse reagieren, ist das Klima ein äußerst komplexes Konstrukt.

Aber - und ich denke, da wird sich der Großteil der Wissenschaft einig sein - der anthropogene Einfluss auf das Klima ist vorhanden und er verändert es.
Inwieweit dies geschieht lässt sich nicht sagen, da man schließlich nicht weiß, wie das Klima ohne den Menschen aussehen würde.
 
Mampfbacke schrieb:
noisi schrieb:
christopher91 schrieb:
Die Methan Entwicklung ist ebenso kritisch zu sehen, da stimme ich dir zu! Ich beziehe mich halt auf CO2, weil dies bisher am besten erforscht ist, beim Rest gibt es noch Fragezeichen. Wasserdampf musst du rausnehmen, denn er ist sehr kurzlebig, also nicht vergleichbar, und hat auch kühlende Effekte und Feedbacks.
Wieso ist Wasserdampf vernachlässigbar? Der Unterschied zwischen einer klaren und bewölkten Nacht ist doch offensichtlich. Warme Luft kann auch mehr Feuchtigkeit aufnehmen.
Weil Wasserdampf, wenn er in die Atmosphäre gelangt, sich in den Wasserkreislauf eingliedert - sprich nach spätestens ein paar Wochen wieder als Niederschlag auf die Oberfläche zurück kehrt.
Ebenso bilden sich bei hohem Wasserdampfgehalt der Luft Wolken, welche einen deutlich höheren Albedo als der Großteil der Erdoberfläche besitzen (ausgenommen Schnee und Wasser bei niedrigem Sonnenstand), sprich, es wird mehr Strahlung reflektiert. Damit kommt weniger Strahlung auf die Oberfläche, wodurch die abgegebene Wärmestrahlung sinkt.
Das Klima ist ein höchst komplexes System, in welchem unglaublich viele Faktoren wirken.
Weitere Beispiele mit Einflüssen: Vegetationsverminderung; auch die Fauna und Flora der Meere (Korallenriffe!) ist nicht zu verachten; Auftauen des Permafrostbodens; evtl. Vulkaneruptionen; Abschmelzen der Eiskappen; Ruß- und andere Partikel, also Aerosole; verschiedene gasförmige Verbindungen; Bodenversiegelung, bzw. allgemein die Morphologie der Erdoberfläche; Ausrichtung und Stärke des Erdmagnetfeldes; aber auch extraterrestrische Einwirkung wie Sonnenwinde spielen eine Rolle.
Und da diese Faktoren auch untereinander in verschiedenen Weisen verknüpft sind, sowie zum Teil äußerst empfindlich auf unvorhersehbare Einflüsse reagieren, ist das Klima ein äußerst komplexes Konstrukt.

Aber - und ich denke, da wird sich der Großteil der Wissenschaft einig sein - der anthropogene Einfluss auf das Klima ist vorhanden und er verändert es.
Inwieweit dies geschieht lässt sich nicht sagen, da man schließlich nicht weiß, wie das Klima ohne den Menschen aussehen würde.

Danke, von dem meisten Dingen hatte ich schonmal gehört und/oder gelesen, aber eben nicht auf dem Schirm gehabt.
 
noisi schrieb:
Ach, da hab ich keine Zweifel. Spätestens wenn die Maschinen die Ära der Menschheit abgelöst hat. Oder sich die Erde nach einem atomaren Krieg wieder abkühlt. Oder mal wieder ein Asteroid einschlägt. Oder ....
Wir sollten vielleicht doch in menschlischen Zeitmaßstäben denken :wink:
Naja, also all meine genannten Ereignisse könnten problemlos innerhalb der nächsten 0-50 Jahre eintreten?!

Nebenbei gibt's ja Forschungen, das CO2 umzuwandeln. Also könnte es da auch bald eine Lösung geben.
 
Ach komm Starli, sehr sehr unwahrscheinlich, wir sollten uns hier auf die wahrscheinlichen Sachen beschränken.

Und umwandeln von CO2 wird sehr schwer, zumal dabei andere nicht gewollte Stoffe entstehen würden.
Mal davon ab, dass CO2 eh nicht das alleinige Problem ist.
 
[/quote]Naja, also all meine genannten Ereignisse könnten problemlos innerhalb der nächsten 0-50 Jahre eintreten?![/quote]
Können kann vieles. Ob das aber wirklich realistisch ist :wink:
 
noisi schrieb:
Ob das aber wirklich realistisch ist :wink:
Klar ist das alles realistisch. Viel mehr, als ich es mir wünschen würde. Du wolltest aber vermutlich ein anderes Wort als "realistisch" sagen und zwar: "wahrscheinlich". Da schaut die Sache schon wieder anders aus, denn sie sind weit weniger wahrscheinlich als sie realistisch sind. Aber die Wahrscheinlichkeit für dich (gesetz den Fall du spielst Lotto), einen "6er" im Lotto zu gewinnen, ist weitaus geringer, als einen nuklearen Krieg oder einen verherenden Asteroideneinschalg mit zu erleben (oder daran zu sterben) ...

Was Asteroiden angeht:
Der nächste gefährliche Asteroid sei für das Jahr 2048 errechnet - mit einer Einschlags-Wahrscheinlichkeit von 1 zu 1800.
Quelle: http://www.wiwo.de/technologie/fors...faehrliche-asteroid-kommt-2048/7743428-2.html

Schon etwas früher:
Erst im Jahr 2032 wird sich der Erde wieder nähern. Für den 26. August 2032 zeigen die aktuellen Berechnungen eine Kollisionswahrscheinlichkeit von 1 zu 19000. Wem das zu gefährlich klingt: Das entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 99.9946 Prozent, dass der Asteroid die Erde NICHT trifft.
Quelle: http://scienceblogs.de/astrodicticu...steroid-2013-tv135-im-jahr-2032-mit-der-erde/
 
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