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Gletscher-Abschmelzung

snowflat schrieb:
Die Pasterzenzunge am Großglockner nimmt weiter stark ab, pro Jahr sind es siebeneinhalb Meter. Messungen zeigen, dass vom bekanntesten Gletscher der Ostalpen nur noch wenig übrig ist. In etwa 30 Jahren wird die Gletscherzunge wohl verschwunden sein.
Quelle: Pasterzenzunge in 30 Jahren verschwunden

Das mit den 30 Jahren könnte durchaus hinkommen!
Der Gletscher auf dem unteren Pasterzenboden ist nur noch im östlichen Bereich des Hufeisenbruchs mit seinem Nährgebiet auf dem oberen Pasterzenboden unter dem Johannisberg verbunden. Fällt die Verbindung weg, war's das mit dem Eis!
https://grossglockner.panomax.com/

Vielleicht wachsen dann in Zukunft wieder Bäume auf dem unteren Pasterzenboden, wie schon einmal ...
https://www.uibk.ac.at/geographie/dendro/pdf/2011-nicolussi_gletschergeschichte-der-pasterze.pdf
https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2718069/
https://www.youtube.com/watch?v=unS4eftJJrQ
Hier noch etwas zur Herkunft des Namens Pasterze: https://www.sn.at/wiki/Pasterze
 
Das würde ich eher als eine Folge der letztjährigen bzw. generellen Abschmelzung sehen. Rein von der Schneedecke die den Gletscher noch schützt sieht es dieses Jahr bis jetzt noch besser aus finde ich. Auch wenn der große "Vorsprung" den der kalte Mai gebracht hat schon nahezu aufgebraucht ist.
 
Auf der Webcam vom Pitztaler zur Mittelbergbahn sieht es auch auch als wenn der Gletscher sich rasch auf Höhe Mittelstation zurückzieht. Bin da ewig nicht im Sommer gewesen täuscht das oder liegt da doch nur Schutt auf dem Eis? Wobei es im Hang unterhalb der Mittelstation auch arg nach nem ausapernden Felsriegel quer zum Hang ausschaut..
 
Spechti schrieb:
Auf der Webcam vom Pitztaler zur Mittelbergbahn sieht es auch auch als wenn der Gletscher sich rasch auf Höhe Mittelstation zurückzieht. Bin da ewig nicht im Sommer gewesen täuscht das oder liegt da doch nur Schutt auf dem Eis? Wobei es im Hang unterhalb der Mittelstation auch arg nach nem ausapernden Felsriegel quer zum Hang ausschaut..
2010 hat man dort großflächig Schutt auf dem Eis verteilt, wohl um das Abschmelzen zu verzögern. Wie viel Eis da jetzt noch drunter liegt, ist schwer zu sagen.
 
Welche Idee steckt denn hinter dem Schutt? Ich kann mir die Funktionsweise davon gar nicht wirklicherklären? Ist das Vergleichbar mit der Sägespanmethode für diverse Schneedepots in Talnähe? Die Steine sind doch eigentlich viel dunkler und erwärmen sich dementsprechend auch schneller. :gruebel:
 
McMaf schrieb:
Welche Idee steckt denn hinter dem Schutt? Ich kann mir die Funktionsweise davon gar nicht wirklicherklären? Ist das Vergleichbar mit der Sägespanmethode für diverse Schneedepots in Talnähe? Die Steine sind doch eigentlich viel dunkler und erwärmen sich dementsprechend auch schneller. :gruebel:
Grundsätzlich ist das Prinzip ähnlich wie bei Sägespänen. Ab einer gewissen Dicke isoliert der Schutt das darunter liegende Eis mehr als dass die gestiegene Albedo die Schmelze verstärkt. Zum einen ist das Gestein ein schlechter Wärmeleiter, zum anderen verstärken Lufteinschlüsse im Eis die isolierende Wirkung. Ein gutes (natürliches) Beispiel ist das schuttbedeckte Gletscherende der Pasterze. Auch Gletschertische entstehen teils durch dieses Prinzip. Kleinere Steine, Staub und Dreck nehmen dagegen die Sonnewärme auf und verstärken das Abschmelzen.
 
McMaf schrieb:
Welche Idee steckt denn hinter dem Schutt? Ich kann mir die Funktionsweise davon gar nicht wirklicherklären? Ist das Vergleichbar mit der Sägespanmethode für diverse Schneedepots in Talnähe? Die Steine sind doch eigentlich viel dunkler und erwärmen sich dementsprechend auch schneller. :gruebel:

Außerdem strahlt schwarz mehr Wärme in der Nacht ab (was viel Wärme aufnimmt gibt auch viel Wärme ab) als weiß, ist auch der Grund warum es für Permafrost besser ist wenn weniger Schnee liegt.
 
Rennstier schrieb:
McMaf schrieb:
Welche Idee steckt denn hinter dem Schutt? Ich kann mir die Funktionsweise davon gar nicht wirklicherklären? Ist das Vergleichbar mit der Sägespanmethode für diverse Schneedepots in Talnähe? Die Steine sind doch eigentlich viel dunkler und erwärmen sich dementsprechend auch schneller. :gruebel:

Außerdem strahlt schwarz mehr Wärme in der Nacht ab (was viel Wärme aufnimmt gibt auch viel Wärme ab) als weiß, ist auch der Grund warum es für Permafrost besser ist wenn weniger Schnee liegt.
Was kaum/keine Wärme aufnimmt braucht auch keine abgeben :wink:
Bei wenig/keinem Schnee kann die kälte einfach besser in den Boden eindringen, es fehlt die Isolierung. Dabei ist völlig egal ob der Grund nun schwarz oder weiß ist.
 
noisi schrieb:
Rennstier schrieb:
McMaf schrieb:
Welche Idee steckt denn hinter dem Schutt? Ich kann mir die Funktionsweise davon gar nicht wirklicherklären? Ist das Vergleichbar mit der Sägespanmethode für diverse Schneedepots in Talnähe? Die Steine sind doch eigentlich viel dunkler und erwärmen sich dementsprechend auch schneller. :gruebel:

Außerdem strahlt schwarz mehr Wärme in der Nacht ab (was viel Wärme aufnimmt gibt auch viel Wärme ab) als weiß, ist auch der Grund warum es für Permafrost besser ist wenn weniger Schnee liegt.
Was kaum/keine Wärme aufnimmt braucht auch keine abgeben :wink:
Bei wenig/keinem Schnee kann die kälte einfach besser in den Boden eindringen, es fehlt die Isolierung. Dabei ist völlig egal ob der Grund nun schwarz oder weiß ist.
Sorry für Off-Topic aber: Kälte dringt nicht besser ein sondern es wird mehr Wärme abgestrahlt. Und schwarz strahlt besser ab als weiß (meistens).
 
Mölltaler Gletscher scheint ja auch schon wieder zu zu sein...
 
Dort apert jetzt erstmals auch auf der von unten gesehen rechten Abfahrt der Fels oben an der Kante aus. Sieht grauenvoll aus.
 
Wie kommt ihr drauf das dort kein Skibetrieb sein soll??
 
Hm, habe mich wohl verguckt, dachte auf der HP steht "0 Pisten geöffnet".
 
GIFWilli59 schrieb:
Hm, habe mich wohl verguckt, dachte auf der HP steht "0 Pisten geöffnet".

Ich wohl offensichtlich auch... :biggrin:

aber bei den Bildern von heute, wird es sicherlich nicht mehr lange dauern, bis 0 Pisten geöffnet..

https://www.bergfex.at/moelltalergletscher/webcams/c8071/

wie ein paar posts vorher bereits festgestellt wurde, hat auch hier der warme Juni und Juli dem Gletscher ganz schön zugesetzt..

Wo sie die offiziell immer noch 1,10 Meter Schneehöhe messen, ist mir ein Rätsel.... :?:
 
Gletscherschmelze Grönland:
- Im Juli +22 Grad, die höchste dort jemals gemessene Temperatur
- 10 Mrd. Tonnen Eis in 24h geschmolzen
- 197 Gigatonnen Masse hat der Gletscher im Juli verloren
- Wenn das komplette Eis Grönlands schmelzen würde, steigt der Meeresspiegel um 7 Meter an

 
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