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Gletscher-Abschmelzung

Was in Mitteleuropa halt komplett fehlt ist ein weiter verzweigtes Wassernetzwerk, das regionale Trockenheiten problemlos ausgleichen kann.
In Kalifornien ist ein solches System aufgrund der viel extremeren Wassersituation schon seit Jahrzehnten stand der Dinge, ansonsten wäre dort gar kein Leben möglich.

Was wir aufgrund von inzwischen halt doch weit vorangeschrittener Flächenversiegelung an natürlichen Wasserspeicherflächen verloren haben, müssen wir in Zukunft halt über Wasserzisternen wieder ausgleichen. Das ist etwas was in den Köpfen der meisten Leute in Mitteleuropa noch nicht angekommen ist. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit Garten reicht das Dachwasser eines Jahres locker aus um Grünflächen zu bewässern. Weil bei uns aber der Kubikmeter Leitungswasser keine 3€ kostet wird hierfür lieber kostbares Trinkwasser verschwendet. Wie schnell das kritisch wird hat 2018 ja gezeigt.

Es ist ja tendenziell eher so, dass es auf einem wärmeren Planeten aufgrund der höheren Verdunstung mehr regnet. Und auch für den Alpenraum zeichnet sich ja eher eine Niederschlagszunahme ab, allerdings mit einer deutlich ungleicheren Verteilung zwischen Sommer und Winter. Das Wasser ist also weiterhin da, das Problem in Zukunft ist daher weniger der Mangel an Wasser, sondern die regionale Verfügbarkeit zum entsprechenden Zeitpunkt und da muss mehr bewusstsein her. Insbesondere wenn natürliche Speicher wie Gletscher zunehmend fehlen, muss eben entsprechende Infrastruktur geschaffen werden.
Machbar ist das natürlich, es wurde bisher nur nicht wirklich für nötig gehalten.
 
Julian, nicht so kompliziert denken.

Die, die jetzt immer noch nicht wissen, das gehandelt werden muss, werden erst wach wenn ein roter Staub statt Wasser aus dem Hahn kommt.

Die Schäden im Wasserhaushalt haben auch einen tieferen Ursprung. Angefangen hat es mit dem Herrn Tulla und es ging weiter bis zur grosszügigen Absenkung des Grundwasserspiegels für den Abbau von Erz und Kohle.
 
Manchmal muss mal halt komlex denken.
Das Sinnieren über irgendwelche Gründe vor 200 Jahren, wie beispielsweise die Rheinbegradigung, hilft aktuell nicht weiter.
Hic Rhodos, hic salta!

Stück für Stück ist man hierzulande ja dabei, das Wasser länger in der Landschaft zu halten.

M. W. prüft die bayer. Staatsregierung ein Projekt Wasser aus dem Lecheinzugsgebiet ins trockene Franken zu leiten.
..In Kalifornien ist ein solches System aufgrund der viel extremeren Wassersituation schon seit Jahrzehnten stand der Dinge.....
Ja, ist Stand der Dinge - kann man aber, wenn man sich in die Dinge reinliest, als puren Wasserraub bezeichnen. Wild, wild west.
Südbayern (nehmt mal eine gedachte Linie von Lindau via Regensburg zur tschechischen Grenze) hat überhaupt kein Wasserproblem. Der dortige Überschuss würde eine Ableitung via Pipline hergeben.
Da aber in .de nix, was über die Größe eines Vogelhauses hinausgeht, ohne jahrelange Prozessiererei gebaut werden kann, glaub ich nicht dran.
 
Fab schrieb:
M. W. prüft die bayer. Staatsregierung ein Projekt Wasser aus dem Lecheinzugsgebiet ins trockene Franken zu leiten.

Auch wenns leicht OT ist...

Ein ähnliches Projekt ist auch schon seit ca. 25 Jahren fertiggestellt und die erste Idee dazu war davor schon Jahrzehnte vorhanden: Die Brombachsee-Überleitung. Dort wird Wasser von der Altmühl genommen dass sonst in die vergleichsweise wasserreiche Donau abfließen würde, und über Altmühlüberleiter, Brombachsee, Schwäbische Rezat, Rednitz und Regnitz in den Main geleitet. Selbes auch mit dem Main-Donau-Kanal, mit dem Zwischenspeicher Rothsee. Der leitet auch kontinuierlich nach Norden über.

Wobei mittlerweile die Wasserstände hier an der Altmühl schon auch echt niedrig sind im Sommer. Da ist mit der Überleitung natürlich auch nicht jeder glücklich. Gut, auf der anderen Seite gibts den Hochwasserschutz durch die ganzen Speicherseen, der das schlimme Hochwasser 2013 hier komplett entschärft hat. Aber letzteres klappt leider nur wenn die Pegel der Seen grad niedrig genug sind, was aber Jahreszeit-Abhängig ist.
 
Fab schrieb:
Ja, ist Stand der Dinge - kann man aber, wenn man sich in die Dinge reinliest, als puren Wasserraub bezeichnen. Wild, wild west.

Ich habe keinerlei Wertung dazu abgegeben, mir ging es nur um die technische Machbarkeit und Notwendigkeit :wink: :D
 
Fab schrieb:
Manchmal muss mal halt komlex denken.
Das Sinnieren über irgendwelche Gründe vor 200 Jahren, wie beispielsweise die Rheinbegradigung, hilft aktuell nicht weiter.
Hic Rhodos, hic salta!
Vorwürfe kann man keinem machen. Weder Tulla, noch Daimler geschweige Einstein. Es wurde nach dem Stand der Wissenschaft und/oder Forschung gehandelt und neue Produkte entwickelt. Tulla hat das getan, was nötig war um Ackerland zu gewinnen und die Malaria in Europa auszurotten. Als der erste Motor lief wer konnte ahnen dass es ein solchen Verkehr auf den Straßen jemals geben wird. Atomkraft, eine Energiequelle, unglaublich ertragreich bis einige Kraftwerke uns um die Ohren geflogen sind und dann die leidige Sache mit der Entsorgung der Abfälle.
Nein, da kann man niemanden aus dieser Zeit einen Vorwurf mach, es wurde daran gearbeitet, die Menschheit nach vorne zu bringen. Die Folgen war noch nicht zu sehen, gewisse Zusammenhänge noch bewusst bzw. nicht überschaubar da erst im Nachhinein der Fehler kam.
 
noisi schrieb:
Schade, dass dieses Thema inzwischen von vielen nur mehr achselzuckend hingenommen wird.
Das ist eben der Lauf der Dinge. Mal wachsen die Gletscher, mal schrumpfen die Gletscher. Dinge, die man nicht ändern kann, man arrangiert sich. Ich finds auch schade, dass es heutzutage viele Sommerskigebiete nicht mehr gibt .. Aber was hilft's laufend drüber zu jammern? Dann lieber komplett verdrängen.
 
Julian96 schrieb:
...
Es ist ja tendenziell eher so, dass es auf einem wärmeren Planeten aufgrund der höheren Verdunstung mehr regnet.
...

Ist das wirklich so?
Ich dachte bisher, dass eine höhere Temperatur dazu führt, dass die Atmosphäre mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann bzw. aufnimmt (kaltes Zimmer - warmes Zimmer, gleiche relative Feuchtigkeit).
Klar, wenn es dann mal regnet, kann es dann auch wirklich kräftiger schütten. Aber insgesamt verbleibt doch mehr Feuchtigkeit in der Atmosphäre oder nicht?
 
Ich habe heute Abend auch noch ein wenig nachgedacht und meine, einen Aspekt haben vielleicht einige garnicht so Recht auf dem Schirm:

Industrieschnee!
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Industrieschnee

Dieses Wetterpfehnomen entsteht im Umkreis von Energiegewinnung mit dem Zwischträger Wasser.

Jetzt gehen wir 60 Jahre zurück. Wie viel Wasser wurde in dieser Zeit verdampft um die Maschinerie des Fortschrittes am Laufen zu halten? Gekocht mit Kohle die rußte ohne Ende mit Feinstaubmengen die einen erschaudern lassen.

Aber mit dem Staub, da gibt es so einen kleinen Gag, der ein Paradoxie offenbart:
Schnee entsteht, wenn sich in den Wolken feinste Tröpfchen unterkühlten Wassers an Kristallisationskeimen (zum Beispiel Staubteilchen) anlagern und dort gefrieren. Dieser Prozess setzt jedoch erst bei Temperaturen unter −12 °C ein, wobei Wasser in Abwesenheit von Kristallisationsansätzen bei bis zu −48 °C[2] flüssig bleiben kann
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schnee

Wievielt hat es ausgemacht? Diese Milliarden Qubikmeter die das 19. Jahrhundert in Bewegung hielten?
 
scratch schrieb:
Ist das wirklich so?
Ich dachte bisher, dass eine höhere Temperatur dazu führt, dass die Atmosphäre mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann bzw. aufnimmt (kaltes Zimmer - warmes Zimmer, gleiche relative Feuchtigkeit).
Klar, wenn es dann mal regnet, kann es dann auch wirklich kräftiger schütten. Aber insgesamt verbleibt doch mehr Feuchtigkeit in der Atmosphäre oder nicht?

Auch wenns OT ist... ja das ist so. Die Atmosphäre kann zwar mehr Feuchtigkeit aufnehmen, aber bei einer Erwärmung um z. B. 2 Grad ist das eine einmalige Sache. Irgendwann ist die wärmere Atmosphäre wieder gesättigt, die Verdunstung nimmt dagegen dauerhaft zu, sodass es auch zu mehr Niederschlag kommt.
 
Da zu kommt noch, so hab ichs im Gedächtnis, daß ab ungefähr 26°C Wassertemperatur der Meeresoberfläche, mehr Energie in die Verdunstung als in die weitere Erwärmung des Wassers geht.
 
Früher als erwartet wird es in Deutschland keine Gletscher mehr geben.

Mit dem Jahr 2030 wird Schlagzeilen gemacht, ja, aber diese 10-Jahres-Frist ist doch "nur" das negativste Szenario. Dem Höllentalferner geb ich schon noch etwas länger, zumal er klimatisch gesehen ja in seiner Höhenlage ohne die Beschattung und den Lawinenschnee nicht existieren dürfte.

Ganz frisch aus "Nature": https://www.nature.com/articles/s41586-021-03436-z (könnte ihr darauf zugreifen? Mein PC ist "gebiast" :D )

Hier zumindest das Abstract:

Accelerated global glacier mass loss in the early twenty-first century

Glaciers distinct from the Greenland and Antarctic ice sheets are shrinking rapidly, altering regional hydrology1, raising global sea level2 and elevating natural hazards3. Yet, owing to the scarcity of constrained mass loss observations, glacier evolution during the satellite era is known only partially, as a geographic and temporal patchwork4,5. Here we reveal the accelerated, albeit contrasting, patterns of glacier mass loss during the early twenty-first century. Using largely untapped satellite archives, we chart surface elevation changes at a high spatiotemporal resolution over all of Earth’s glaciers. We extensively validate our estimates against independent, high-precision measurements and present a globally complete and consistent estimate of glacier mass change. We show that during 2000–2019, glaciers lost a mass of 267 ± 16 gigatonnes per year, equivalent to 21 ± 3 per cent of the observed sea-level rise6. We identify a mass loss acceleration of 48 ± 16 gigatonnes per year per decade, explaining 6 to 19 per cent of the observed acceleration of sea-level rise. Particularly, thinning rates of glaciers outside ice sheet peripheries doubled over the past two decades. Glaciers currently lose more mass, and at similar or larger acceleration rates, than the Greenland or Antarctic ice sheets taken separately7,8,9. By uncovering the patterns of mass change in many regions, we find contrasting glacier fluctuations that agree with the decadal variability in precipitation and temperature. These include a North Atlantic anomaly of decelerated mass loss, a strongly accelerated loss from northwestern American glaciers, and the apparent end of the Karakoram anomaly of mass gain10. We anticipate our highly resolved estimates to advance the understanding of drivers that govern the distribution of glacier change, and to extend our capabilities of predicting these changes at all scales. Predictions robustly benchmarked against observations are critically needed to design adaptive policies for the local- and regional-scale management of water resources and cryospheric risks, as well as for the global-scale mitigation of sea-level rise.
 
Marmotte schrieb:
Früher als erwartet wird es in Deutschland keine Gletscher mehr geben.

Bislang waren Experten davon ausgegangen, dass sich das Sterben der fünf verbliebenen Gletscher bis 2050 hinziehen könnte. Doch schon in zehn Jahren könnte das letzte „ewige“ Eis geschmolzen sein.

:arrow:
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/bald-keine-gletscher-mehr-in-deutschland-17318506.html


Der südliche Schneefernergletscher ist nur noch ca. 2 Hektar groß, also etwas größer als 2 Fußballplätze. Ich schätze die Situation so ein, dass der im Ach und Krach den Sommer 2024 noch erleben wird, aber im Sommer 2025 weg ist.

Auch der nördliche Schneefernergletscher hat längst den Kipppunkt überschritten. Mittlerweile fließt von ihm im Hochsommer weniger Schmelzwasser ab als noch vor ein paar Jahren und zwar deshalb, weil er bereits mehr als 70 % seines Volumens verloren hat. Der hält sich vielleicht noch bis 2030, aber dann ist der auch weg. Der Watzmanngletscher und der Blaueisgletscher werden bis 2030 auch weg sein, sodass dann nur noch der Höllentalferner als letzter Gletscher in Deutschland übrig bleibt. Der Höllentalferner hält sich deshalb länger, weil er im Westen und Südwesten durch den Waxensteinkamm und im Süden bzw. Südosten durch den Jubiläumsgrat verhältnismäßig gut von der Sonne abgeschirmt wird. Allerdings bedeutet das lediglich eine Verzögerung. Ungefähr 2040 ist der auch weg.

Die Bayerische Zugspitzbahn hat auch sämtliche Bemühungen zur Rettung der Gletscher eingestellt.

Ich schätze, dass in ein paar Jahren das Skigebiet Garmisch Classic geschlossen wird.

____________________________


Man kann es drehen und wenden wie man will: In Deutschland sind die Berge zu niedrig, sodass die Gletscher keine Fluchtmöglichkeit mehr haben.

In Zermatt schmelzen die Gletscher zwar ebenfalls, haben dort aber noch die Fluchtmöglichkeit auf eine Seehöhe von 3500 m - 4600 m. In Deutschland ist es vorbei.
 
Also dass Garmisch Classic in einigen Jahren geschlossen wird halte ich für unwahrscheinlich. Dank Beschneiung und Depots ist man nach wie vor auch in dieser Höhe in der Lage eine recht ordentliche Skisaison anzubieten.

Die Schätzungen zum Gletscherschwund sind mir aber auch immer wieder ein Rätsel. 2050 :?: Was für Daten wurden dafür denn ausgewertet? Das Gefühl sagt mir bei sehr vielen Gletschern, dass diese schon in wenigen Jahren verschwunden sein werden.
Wenn man sich z.B. anschaut was am Rettenbachferner in Sölden in 10 Jahren verschwunden ist hält das nicht bis 2050 durch.
 
Ich komme jetzt mal zurück zu Thema Wasserverteilung, welches hier schon mal angeschnitten wurde, denn den Kampf ums Wasser wird es in Zukunft geben. Es ist dabei völlig egal ob der Temperaturanstieg und das schmelzen der Gletscher menschengemacht ist oder ob es ein natürliches Phänomen ist. Wichtig ist einzig und alleine dass wir wissen dass wir es nicht kurzfristig umdrehen können werden. Den Grund für Wassermangel zu kennen hilft nur bei einem kurzfristigen Ereignis wo das problem auch in kurzer zeit wieder behoben werden kann.
Der Temperaturanstieg und der damit verbundene Gletscherschwund ist aber ein langfristiges Ereignis welches uns eigentlich genug Zeit gibt um uns auf das Versiegen von Wasserquellen vorzubereiten. Anstatt darüber zu diskutieren ob der Mensch zu 20, 50, 70 oder 100% an der Situation schuld ist sollte man schauen dass man am Tag X immer noch Wasser hat. Gelingt uns das aus was für Gründen auch immer nicht so wird man am Tag X mit dem Finger auf uns zeigen und fragen: Wieso habt ihr Idioten damals nichts unternommen wenn ihr es doch genau gewusst habt?
 
Günther Aigner hat mal wieder ein Video zum Thema: "Sind die Alpen bald eisfrei" veröffentlicht.



Leicht verständlich aufbereitet. Als Vergleichsbilder hätte er aber wohl eher die Bilder aus dem Sommer 2019 hernehmen sollen. Da wäre die maximale Ablationsfläche deutlicher sichtbar gewesen.
 
Grundsätzlich hat er trotzdem recht, eisfrei werden die Alpen so schnell erstmal nicht. Dieses Resteis wird aber mit den Gletschern wie wir sie heute noch kennen, wenig zu tun haben und grundsätzlich schwer erreichbar sein.
Trotzdem ist das Video wieder recht irreführend. Man muss nur die Google Luftbilder bemühen umd zu sehen, dass rund um den Großvenediger, in warmen Sommern, auch Gletscherflächen in diesen Höhen ausapern, auf anderen Gletschern die Rücklagen (sofern überhaupt vorhanden), mehrerer Jahre abschmelzen - etwa am von ihm beschriebenen Sonnblickkees. Dort hat er im letzten Sommer auch vorschnell das Ende der Ablationsperiode ausgerufen.
 
Wer braucht schon Eis?
Schnee und Firn wäre gefragt und nicht graues Eis.
Seine Antwort lautet:
„Alles halb so schlimm, war alles schon mal da und bis du stirbst gibt es auf jeden Fall noch Gletscher in den Ostalpen. Scheiss aufs Klima.“

Die richtige Antwort müsste lauten:
„Es wird auch in den Ostalpen am Ende des Jahrhunderts noch unansehnliche Eisreste geben, weil es noch zu viel ist, als das Alles in 80 Jahren schmelzen könnte. Aber der Klimawandel birgt noch eine Reihe weiterer Gefahren, daher sollten wir ihn begrenzen."

Wegen der Gleichgewichtslinie:
Wir bewegen uns mittlerweile mit den Firngebieten schon so weit nach oben, dass ich die Angst habe, dass Gletscherteile zwar noch weiß erscheinen, aber kein Eis mehr produzieren. Ein ehemaliges Firnfeld erscheint solange weiß, bis der Firn weg ist, auch wenn es schon seit Jahrzehnten an Masse verliert und eigentlich Zehrgebiet ist.
Zu den untersuchten Gletschern:
Das Verhältnis Nährgebiet /Zehrgebeit sollte bei einem stabilen Gletscher etwa 2:1 sein. Die Gleichgewichtslinie ist jetzt bei 2980 m:
Das Kleinfleiskess endet auf ca. 3050 m Ausrichtung SW
das Stubacher Sonnblickkees auf 3080 m Ausrichtung NO
Da brauchts quasi nix mehr und die Firnbildung fällt komplett aus, Rücklagen gibt es seit 2003 keine mehr.
Sie werden in 10 Jahren kein Eis mehr bilden und langsam verschwinden, wie auch die anderen 70-95 % unserer Gletscher im Laufe der nächsten Jahrzehnte..

Das Schlatenkees geht bis auf über 3600 m Ausrichtung NO
Zumindest davon werden wir noch länger was haben.

Und wenn der Herr schon Prognosen macht, so wäre es doch ein leichtes gewesen, zu sagen wie es bei den diversen IPPCC-Scenarien aussehen würde.
 
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