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Gletscher-Abschmelzung

scho krass, aber ich glaub, das dürften so ziemlich die gleichen Bilder sein wie bei dieser Gletscherarchiv-Webseite, die wir mal irgendwo als Link stehen hatten ...
 
starli schrieb:
Wenn in den 80ern hier noch so viel Gletscher hätte sein sollen - wie wäre es möglich gewesen, daß in den 60ern dann schon am TFH kein Gletscher war und man dort Liftstationen errichten konnte?
Weil es von Anfang 70er Jahren bis zu mitte 80er eine ordentliche Gletscherfreundliche Periode war. Da waren schon Jahren bei das bis zu 95% der Gletscher vorgestossen sind. Manche von diese Jahren waren Gletscher im Bereich 2500-2600 noch ganz überzogen mit Altschnee (es gibt glaub ich ein Jahr, wo man manche Gletscher gar nicht nachmessen können, so viel schnee war ende September da noch). Nür ganz grosse Gletscher sind diesen Jahr noch zurück gezogen, weil das Massengewinn wie eine Welle durch die Gletscher fliesst hat das zu lang gedauert noch im diesen Periode spürbar zu sein.
 
Danke, auf die Information hätt ich lieber verzichtet :-(

Ja gib's mir, bohr den Dolch noch tiefer in mir rein.

Seufz...

Zu spät geboren?

:-)
 
Nuno schrieb:
Weil es von Anfang 70er Jahren bis zu mitte 80er eine ordentliche Gletscherfreundliche Periode war.

Damals wars sogar so stark, das man glaubte, dass das Inntal in 100 Jahren wieder vergletschert ist... 8O
 
Erstmals noch mehr slechtes:

Stubaier Gletscher (GB 2003):
Schaufelferner (Eisjochbahn, Eisgrat) -46,7 meter
Daunkogelferner -25,7 meter
Fernauferner -20,5 meter
Gaisskarferner -22,2 meter

Seit 1959 hat man angefangen mit die jahrliche Vermessungen. Im Anfangsjahren sind immer 95% oder mehr zurückgeschmolzen. Aber von 1965 bis 1985 sind im mittel nür 50% zurückgeschmolzen (mit einige ganz gute Jahren dabei). Sicherlich gletscher die oberhalb von 2500 meter enden, sind ziemlich beeinflussbar (d.h. auch die stubaier und tuxer Gletscher). So ein paar Jahr mit kühlere Frühling, mehr Kaltlufteinbrüche und etwas weniger Tropenwetter im Sommer, dan würden diesen Gletscher sicher vorstossen. Es sind halt die extrem ungünstige Frühlinge die die letzten Jahren so extrem ausgewirkt haben (Dafür waren dan die Herbstmonaten relativ kalt, und oft schneereich)

edit:
Ich hab noch etwas interessantes gefunden:
Die Größe des Eisgebietes allein genügt aber noch nicht zur Erklärung der extremen Schmelzraten des Sommers 2003, da ähnliche Situationen z.B. bereits 1986 und 1991 eintraten. Zur Ausnahme wurde 2003 durch den saisonalen Witterungsablauf. Die Winterrücklage an Schnee (Einnahmen) war eher unterdurchschnittlich. Ein für die Region ungewöhnlich trockener und warmer Juni ließ das Eisgebiet daher
bereits sehr früh anwachsen und der üblicherweise durch kurze Neuschneefälle die Entwicklung bremsende Juli zeigte ebenfalls eine sehr stabile Schönwetterperiode. Damit fielen die Massenverluste im August, der in der Regel durch eine Häufung von Strahlungstagen die höchsten Schmelzraten ermöglicht, extrem aus. .... Die Schmelzperiode dauerte 2003 rund 100 Tage bis in den September hinein an, gegenüber einer durchschnittlichen Dauer von 50 bis 60 Tagen in den bisherigen verlustreichen Jahren, was zu einer nahezu Verdopplung des Eisverlustes führte. Das Eis ist also gegenüber sonst nicht „stärker“ geschmolzen, sondern einfach über einen längeren Zeitraum.

Witterungsablauf 2003:
Mai +3,5
Juni +6,2
Juli +1,8
August +4,8
Unterdurschnittlichen Schneefall im Winter. Im Mai gab es zwei Kaltlufteinbrüche, jedoch auch schon Rekordhitze. Im Juni keine Kaltlufteinbrüch. Anfang Juli kühleres wetter, zwei Kaltlufteinbrüch (davon nür einer mit wenig Schnee...). Im August nür schönes Wetter.

Jetzt haben wir durchaus überdurchschnittliche Niederschlagsmengen im Hochgebirge. Ein normale oder kühles Mai un Juni, und das Schneedeck würde weit in August aushalten. Dan bitte noch ein paar richtige 3 oder 4 tagigen Kaltlufteinbrüchen!
 
auf Bitte von Starli jetzt meine Flugzeugbilder vom Dachstein-Massiv: Wer die Route mal nachfliegen will - einfach einen LaudaAir Flug von Salzburg nach Antalya buchen! :wink: Sorry für die Größe der Bilder, aber sonst erkennt man nichts...

Blick aus dem Flachgau Richtung Dachstein-Massiv:

DSCN0812.JPG


Dasselbe gezoomt und ein bisschen bearbeitet:
Zoom.JPG


Aus etwas anderer Perspektive:
Zoom2.JPG


Nun noch 2 Bilder, aufgenommen als wir direkt oberhalb des Schladminger Gletschers waren - leider habe ich keine Bilder mit den Liftanlagen:

Schladminger_1.JPG


Schladminger_2.JPG





Mal schauen, ob mein Vater noch mehr Bilder (vielleicht mit Liftanlagen) mit seiner Cam gemacht hat...
 
erkennt irgendwer eine lifttrasse oder gar einen schlepplift am letzten bild?? nuno hat anscheinend einen gefunden, aber ich weiß beim besten willen nicht wo!!
 
Fahr dem Grat in der linken Bildhälfte von oben entlang, beim letzten Berg dann rechts weiter, dann siehst sogar eine Stütze :)
 
ja jetzt hab ichs!! respekt an alle, die auf anhieb die stütze gefunden haben!! ich hab nämlich bis jetzt wirklich keine gefunden gehabt!! aber sogar die bergstation der dsb mitterstein ist erkennbar!!
 
so - hab jetzt im letzten bild mal die beiden lifttrassen eingezeichnet die ich zuvor nicht entdeckt hatte... :oops:
 
Vielen Dank, ich habs zwar geahnt, aber trotz Kurzsichtigkeit nicht erkennen können 8) :lol:
 
gerne doch... auch wenn mir bei solchen spielereien das herz weh tut - sowas kann ich einfach nicht anschauen!! :(
 
Heute stand ein Bericht bei Spiegel Online:
Der Link dazu:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,297077,00.html

Der Bericht:
BILDERVERGLEICH

Postkarten zeigen den Tod der Gletscher

Die Gletscher der Alpen sind in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch geschrumpft. Eine Ausstellung dokumentiert jetzt anhand historischer Postkarten und aktueller Fotos die Misere. SPIEGEL ONLINE zeigt einige der eindrucksvollen Bildvergleiche.

Der Supersommer 2003 in Zentraleuropa war für die alpenländischen Gletscher gar nicht super. Täglich taute die starke Sonne den Eispanzer der Berge ab. Auf der Zugspitze in 2962 Metern Höhe etwa verschwanden bis zu elf Zentimeter des Schneeferner-Gletschers. Mit weißen Plastikbahnen sicherte das Management der Zugspitzbahn verzweifelt ein rechteckiges Schneefeld als Half Pipe für die snowbordenden Gletschertouristen.

Die Gesellschaft für ökologische Forschung und die Umweltorganisation Greenpeace haben eine eindrucksvolle Dokumentation über die "Gletscher im Treibhaus" und die möglicherweise dramatischen Folgen ihres Abschmelzens für die Alpen vorgelegt. Diese Woche wird im Alpinen Museum München eine Ausstellung eröffnet, die mit neuen und historischen Vergleichsfotos die Veränderung der Gebirgsgletscher zeigt.

In der Schweiz und Österreich, aber auch in Patagonien und am Kilimandscharo sind die "Mahnmale des Klimawandels" einem dramatischen Abschmelzen unterworfen. Die Alpengletscher haben seit 1850 rund die Hälfte ihres Volumens verloren. Selbst konservative Gletscherforscher, die wegen langfristig wirksamer erdgeschichtlicher Wärme- und Kältephasen bislang Entwarnung gaben, leugnen nicht länger den von Menschen gemachten Klimawandel.

In etwa fünfzig Jahren, so schätzt der Potsdamer Forscher Mojib Latif, sind die Alpen bei unverändertem Anstieg der globalen Temperaturen (plus 3,4 Grad Celsius im langfristigen Durchschnitt im Supersommer 2003) weitgehend gletscherfrei.

Zukünftige Generationen, so die Einschätzung der Gletscherökologen, werden das so genannte ewige Eis möglicherweise nur noch aus Büchern kennen. Die Autoren des Bandes "Gletscher im Treibhaus", Sylvia Hamberger und Wolfgang Zängl, hatten den Supersommer 2003 genutzt, um selbst im Gebirge die "wichtigsten Zeugen des Klimawandels" noch einmal mit der Kamera zu dokumentieren. Zängl zu SPIEGEL ONLINE: "Mit den Gletschern droht auch eine Erfahrungs-Sensation verloren zu gehen."

Bilder gibts dann bei Spiegel Online.
 
lanschi schrieb:
auf Bitte von Starli jetzt meine Flugzeugbilder vom Dachstein-Massiv:


Mist! 1992 stand ich auf dem Berg oberhalb des Gletschers auf dem untersten Bild (oberhalb Eintrag "Schladminger Lifte 1+2"). Ich glaube ich habe auch Fotos vom Gletscher gemacht. Die find ich grad ned. Wenn ich die finde stell ich sie zum Vergleich rein. Auf jeden Fall war da Anfang Juli Skibetrieb bei geschlossener Schneedecke aufm Eis.
 
am dachstein hat sich die schneesituation erst in den letzten 3-4 jahren so dramatisch verändert - meine schwester hat vor 4 jahren noch den skilehrer im august am schladminger lift gemacht!!! heuer können die froh sein, wenn sie den im juni noch offen halten können...
 
Wenn die Gletscher in den Alpen alle in 50 Jahren weg sind, können wir ja nochmal von Glück reden ,
die noch mitbekommen zu haben.
Sicher etwas was spätere Generationen nicht mehr kennen werden.
Angesichts dieser Tatsache, muss man wohl doch noch mal im Sommer
in die Alpen um diese eindrucksvollen Gletscher selber mitzuerleben,
ohne Meter von Schnee darauf.
Und aufjedenfall viele Photos machen, für die Nachwelt.
 
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