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Gletscherski im Herbst - war's das bald?

ich denke da wird abwarten und Tee trinken die einzige Lösung sein. Mal sehen wie sich die Gletscherskigebiete in Zukunft bezüglich Beschneiung, Geländekorrekturen usw. entwickeln und vor allem auch was davon genehmigt wird.
Dass es aber in einigen Gletscherskigebieten immer größer werdende Problemstellen gibt ist nicht abzustreiten, wie hier auch schon erwähnt ist der Stubaier Gletscher gerade das beste Beispiel dafür. Da treten inzwischen doch einige heftigere Stellen auf.
Die Nachfrage am Herbstskifahren ist wenn man die aktuellen Berichte anschaut nach wie vor da finde ich, nur ist es die Frage, ob die Skifahrer die in Zukunft immer schlechter werdenden Bedingungen (reine Gletschereispisten, Steine ohne Ende etc.) für den hohen Skipasspreis in Kauf nehmen oder ob doch ein Umdenken bezüglich späterer Saisonstart und dafür im Frühjahr länger fahren stattfindet. Wobei ich nicht ganz dran glaube, der Mensch ist ein Gewohnheitstier :wink:

Viele Grüße
 
Ich bin der Meinung, dass es auch auf das Skigebiet ankommt. Das heißt die Höhenlage, Aufwand, Topographie,... Somit gibt es Skigebiete wie Zermatt, Saas Fee oder teils Stilfserjoch, welche aufgrund der Höhe einfach einen starken Vorteil haben. Auch die technischen Errungenschaften spielen eine Rolle, denn wenn es in Zukunft möglich ist die Gletscher besser zu schützen oder einfacher Schnee zu produzieren hat das auch starke Auswirkungen auf die Saison.
Dennoch steht fest, dass es wie im jetzigen Rahmen schwer wird es Ökonomisch als auch Ökologisch vertretbar zu betreiben. Vielleicht müssen die Gebiete auch spontan nach Herbst agieren und schauen ob genug Schnee fällt für eine Öffnung. Doch unterm Strich werden die jetzigen Herbstgebiete die Sieger der Zukunft sein aufgrund der Höhe welche Schneesicherheit garantiert im Winter.
 
Es hat sich die letzten Jahre schon einiges getan...

Alleine wenn man sich anschaut wie die Erwartungshaltung der Freaks (damit meine ich alle, die ihr hier hier lest und schreibt) anschaut.
Vor zehn Jahren hätte man noch von einem Katastrophen-Sommer-Herbst gesprochen, heute wird kaum noch gejammert...
Vor zehn Jahren ist man prinzipiell schon mal davon ausgegangen, dass man Mitte September brauchbar Skifahren kann und damals gab es kaum Depot und Beschneiung am Gletscher.

Das große Geschäft am Gletscher fängt normalerweise doch erst dieses WE an?
Und so wichtig kann das Geschäft nicht sein, sonst würde zB Ischgl am Palinkopf seit 20 Jahren im Oktober aufmachen und damit besser Pisten anbieten wie die meisten Gletscher....Aber es zahlt sich selbst für Ischgl nicht mal marketingtechnisch aus, sonst würden sie das machen!

Was ich damit sagen will ist, für mich gibt es zwei Arten von Gletscherskigebieten in Ö:
Stubai, Hintertux, Sölden und Kitzsteinhorn auf der einen Seite (Typ 1)
Kaunertal, Pitztal und Dachstein auf der anderen Seite (Typ 2)
Mölltal traue ich mich nicht ganz einzuordnen..

Typ 1 wird auch im Winter gut frequentiert, ist nicht nur von Gletscherpisten, damit vom Herbstgeschäft abhängig.
Typ 2 ist im Hochwinter leer und kann in, sagen wir mal 10 Jahren auch kein vernünftiges Herbstangebot mehr liefern. Die mMn einzige Chance für diese Gebiete werden wirklich schlechte Winter, welche ihnen von Weihnachten bis in den März die gewollten "Migranten" aus den dann schneelosen, niedrigeren Gebieten zuführen und sie damit überleben lassen.

Im Moment bin ich mir nicht sicher, ob die, die es sich leisten könne die Anderen vor sich hertreiben, obwohl es sich für keinen mehr auszahlt oder ob Typ 2 keine andere Möglichkeit als das Herbstgeschäft bleibt um zu überleben und Typ 1 mitmacht, weil man dabei sein will und kann. Irgendwann wir bezüglich der Herbstöffnung der Aufwand im Verhältnis zum Ertrag zu klein werden dann regelt der Markt den Rest.
 
Ich verstehe ja das Präferieren von Skigebieten in Österreich, aufgrund von Anzahl, Besucher, Aktualität,... aber es gibt doch auch Möglichkeiten in der Schweiz, Italien(teils), Frankreich(teils) oder fallen die einfach raus aufgrund der schlechten Erreichbarkeit aus Deutschland oder Österreich? Denn verglichen mit den Gletschern in der Schweiz sind die Österreicher eher klein und haben einen massiven Höhenunterschied.
 
ALPINERSPINNER schrieb:
Ich verstehe ja das Präferieren von Skigebieten in Österreich, aufgrund von Anzahl, Besucher, Aktualität,... aber es gibt doch auch Möglichkeiten in der Schweiz, Italien(teils), Frankreich(teils) oder fallen die einfach raus aufgrund der schlechten Erreichbarkeit aus Deutschland oder Österreich? Denn verglichen mit den Gletschern in der Schweiz sind die Österreicher eher klein und haben einen massiven Höhenunterschied.
Das mit den größeren Höhenunterschieden und Gletschern stimmt natürlich, allerdings sind die Probleme doch überall die selben. Mag ja sein, dass Zermatt noch mehr Zeit hat, aber ob ein Gletscher 300 oder 500 hm bietet macht keinen Unterschied, wenn kein Schnee mehr drauf liegt.
Außerdem liegt die Schneegrenze im Allgemeinen im Westen der Alpen höher, sodass zB am Dachstein der Ski-Gletscher auf 2700 anfängt wo er im Pitztal schon zu Ende ist.

Ich gebe auch zu, dass ich mich in Frankreich und der Schweiz zu wenig auskenne, daher hab ich mich bisher auf Ö beschränkt!
Trotzdem versuch ich es mal:
Bei Stilfser Joch traue ich mich nicht zu sagen, was da in Zukunft daraus wird, weil alles möglich scheint.
Unter Typ 2 würde für mich auch noch der Schnalstaler fallen.
Alle anderen, mir nur aus dem AF bekannten Gletscherskigebiete, wie zB Sass Fee, Tignes, Vorab, usw würden mMn in meine Aufstellung unter Typ 1 fallen, oder wie sehen das die Experten( Chrigel usw..)??

Man könnte auch noch über Typ 3 diskutieren, das wären dann Gebiete die zwar keine Gletscherskigebiete( mehr) sind, aber aufgrund ihrer Lage und Infrastruktur regelmäßig früh öffnen können.
Beispiele wären: St. Moritz, Sulden, Obergurgl, 4 Berge, Kitzbühel....
 
L&S schrieb:
Ich gebe auch zu, dass ich mich in Frankreich und der Schweiz zu wenig auskenne, daher hab ich mich bisher auf Ö beschränkt!
Trotzdem versuch ich es mal:
Bei Stilfser Joch traue ich mich nicht zu sagen, was da in Zukunft daraus wird, weil alles möglich scheint.
Unter Typ 2 würde für mich auch noch der Schnalstaler fallen.

Wieso ist Schnalstal mit einer Talabfahrt von 1200 m im Winter bei dir „Typ 2“?
 
Christoph Lütz schrieb:
Wieso ist Schnalstal mit einer Talabfahrt von 1200 m im Winter bei dir „Typ 2“?
Weil vom Gletscher nicht mehr viel da ist, es vom Herbst lebt, im Hochwinter zu klein und zu weit ab vom Schuß ist um langfristig zu überleben.
Die Ortler Skarena ist zwar schön und gut, aber wer aus dem AF würde schon ne Woche ins Schnalstal fahren??
Aber wie gesagt alles meine Meinung....
 
Wenn ich schon gefragt werde:
Laax (Vorab) gehört dann (je nach Jahr etwas unterschiedlich) auch zu Typ 3. Von Gletscher kann man dort kaum mehr sprechen. Es gab schon Jahre, da öffnete die beschneite Piste weiter unten früher als der nicht beschneibare Gletscher. Aber Ziel wäre eigentlich immer noch Ende Oktober oder anfangs November, aber dafür muss Frau Holle mithelfen.

ALPINERSPINNER schrieb:
Denn verglichen mit den Gletschern in der Schweiz sind die Österreicher eher klein und haben einen massiven Höhenunterschied.
Das betrachte ich als Unsinn. Die zwei Liftchen in Saas Fee sind viel kleiner als alles in AT. Und auch Zermatt, abgesehen von der ewiglangen Flachabfahrt zum Trockenen Steg ist nicht wirklich gross. Siehe aktueller Betriebsstatus. Da ist Hintertux doch deutlich grösser. Was aber die beiden wirklich als Trumpf haben, ist ihre Höhe und Nordhanglage.

L&S schrieb:
Alleine wenn man sich anschaut wie die Erwartungshaltung der Freaks (damit meine ich alle, die ihr hier hier lest und schreibt) anschaut.
Vor zehn Jahren hätte man noch von einem Katastrophen-Sommer-Herbst gesprochen, heute wird kaum noch gejammert...
Vermutlich falle ich unter „kaum“. Ich habe drum arg gejammert. Und alle die ich die Tage auf dem Tuxer angetroffen habe, auch.

Und so wichtig kann das Geschäft nicht sein, sonst würde zB Ischgl am Palinkopf seit 20 Jahren im Oktober aufmachen
Ischgl ist ganz anders aufgestellt. Die wollen einen möglichst hohen Füllegrad ihrer Hotels bei möglichst kompletten Skigebiet von Ende November bis ersten Mai. Nur eine Piste mit 30 quasi leeren Hotels zu öffnen, ist nicht ihr Konzept. Begreiflicherweise. Da ist der Tourismus im Kaunertal oder Pitztal anders aufgestellt.
 
ski-chrigel schrieb:
Ischgl ist ganz anders aufgestellt. Die wollen einen möglichst hohen Füllegrad ihrer Hotels bei möglichst kompletten Skigebiet von Ende November bis ersten Mai. Nur eine Piste mit 30 quasi leeren Hotels zu öffnen, ist nicht ihr Konzept. Begreiflicherweise. Da ist der Tourismus im Kaunertal oder Pitztal anders aufgestellt.
Wobei auch das eine lösbare Aufgabe wäre. Dann machen halt nur abwechselnd zwei oder drei Hotels auf.
 
Wir wissen ja, wie gut sowas funktioniert. Da ist sich dann jeder selber am nächsten. Bloss nicht dem anderen was gönnen. Pitztal machte es zB mal vor: Entweder stehen alle Hotels halb leer, oder alle sind geschlossen (als früher der Gletscher bis Ende Mai offen hatte, waren sämtliche Hotels in Mandarfen, Tieflehn etc. geschlossen).
Da die Bahnen in Ischgl zu grossen Teilen der Hotel gehört, würden wohl da alle mitmachen wollen und für keinen rechnet es sich, drum lassen sie es wohl. So meine Vermutung. Aber vielleicht sollten wir sie mal direkt fragen, wieso sie das nicht tun. Oder die Kitzbüheler oder Adelbodner, wieso sie es tun.
 
Palinkopf ist aber ein ganzganz schlechter Vorschlag für Herbstski.
Wie sollen die Skifahrer denn da nach hinten kommen, die Straße da rauf ist nicht grad massentauglich.
 
Werna76 schrieb:
Palinkopf ist aber ein ganzganz schlechter Vorschlag für Herbstski.
Wie sollen die Skifahrer denn da nach hinten kommen, die Straße da rauf ist nicht grad massen tauglich.
Stimmt schon, die Ischgler könnten die Leute nicht dorthin bringen.
Ich meinte nur, dass am Palinkopf Höhe, Beschneiungskapazität, Untergrund und Ausrichtung einen Start Mitte Oktober erlauben würden.
Wenn die Ischgler das wirklich wollten, gäb es auch die Zubringerbahnen...

Aber sie haben sich für eine andere Marketingschiene entschieden und investieren jedes Jahr massiv in ihre Konzerte.
Ischgl ist auch für die Massen nicht so schnell erreichbar wie zB Kitzbühel die das am Resterkogel ja schon jahrelang so machen.

Ob sich das für Kitzbühel direkt auszahlt oder nur indirekt durch die mediale Berichterstattung wäre auch ne interessante Frage.
 
Pitztaler ist wenn sie das Wildspitzbahnproblem lösen können - IMHO der Gletscher der am längsten überleben kann. Die anderen werden umso schneller gar gar keine Gletscher mehr sein.
Dachstein ist reines wir haben ein Gletscher Marketingvehikel - viel viel zu langweilig - interessant ist dort eigentlich nur der Bereich an der DSB - der macht aber auch immer später auf. Bis vor 20 Jahren war normal dass man ab Dezember genug Schnee hatte an der DSB - und halt auch einen vernünftigen Weg dorthin oben noch auf Gletscher. Kaunertaler ist eh kaum mehr Gletscher - und Stubaier wird bald wohl auch nur noch wenig echte Gletscherhänge haben.

Allerdings - auf den alten Gletscherhängen sollte es mit Schneekanonen doch recht easy möglich sein wenn man die gut ein ebnet früh und lang Betrieb zu haben.
 
Ich persönlich glaube eher nicht, dass der Gletscherskibetrieb an sich im Herbst kurz- bis mittelfristig in seiner Gesamtheit in Gefahr ist. Aus meiner Sicht ist aber - durch die Bank in allen Gletscherskigebieten - ein konstanter, schleichender Qualitätsverlust der Abfahrten zu bemerken, der auf kurz oder lang dazu führen wird, dass sich die Zielgruppe für den Gletscherskilauf im Oktober langsam, aber sicher weiter reduziert. Das ist gar nicht unmittelbar auf die Pistenverhältnisse zurückzuführen - diese sind viel zu sehr von der kurzfristigen Witterungssituation bzw. der bisherigen Schneefallakkumulation im jeweiligen Herbst abhängig, der (viel zu trockene) Herbst 2018 ist hier sicherlich eher als Ausreißer zu sehen.

Aber wenn ich daran denke, welche Parade-Gletscherhänge mittlerweile für den Herbstskilauf entweder unwiderbringlich verloren oder zu einem Schatten ihrer selbst verkommen sind (und somit qualitativ massiv gelitten haben), stelle ich mir schon die Frage, wie lange der Herbstskilauf am Gletscher noch ein Massenprodukt bleibt. Hier nur ein paar Beispiele:
- Stubaier Gletscher: Eisjochzunge - einst ein Paradehang, heute enge Skiwege durch die felsige Steilstufe. Selbiges gilt u.a. für den Übergang zum Daun- zum Eisjochferner.
- Pitztaler Gletscher: Mittelbergjochbahn - an der unteren Sektion einst breite Gletscherhänge, heute ein Skiweg durch die Steilstufe rechts bzw. eine vergleichsweise schmale Piste links. Brunnenkogel im Mittelteil mit massiver Engstelle.
- Kitzsteinhorn: Schmiedingerpiste rechts - komplett verloren. Maurerpisten - wesentlich schmäler als früher.
- Mölltaler Gletscher: Die rote Piste leidet mehr und mehr - wird ohne Gegenmaßnahmen wohl auf kurz oder lang weitgehend abschmelzen.
- Kaunertaler Gletscher: Nörderjoch 2 verloren, Nörderjoch 1 für den Herbstskilauf kaum mehr brauchbar. Weißseeferner-Steilhang wohl kaum mehr lange zu halten.
- Sölden: Seiterjöchl wesentlich schmäler als früher, Panoramalift verloren.
- Dachstein: Der (eh schon kurze) Schladmingerlift musste in Summe seit 2003 sicherlich um 30-40 Höhenmeter kastriert werden.

Wenn man dann noch schaut, welche Probleme sich mittelfristig in den verschiedenen Gebieten ankündigen - z.B. am Stubaier Gletscher an diversen Stellen (siehe Diskussion andernorts), aber vermutlich auch im Kaserer-Sektor am Hintertuxer Gletscher oder an der Schmiedingerbahn am Kitzsteinhorn... da stelle ich mir schon die Frage, wie man hier mit Geländekorrekturen, Beschneiung oder Depots überhaupt gegensteuern können soll. Wenn man sich die Bereiche ansieht, die von den abgeschmolzenen Gletschern freigegeben werden, so zweifle ich schon massiv daran, ob man selbst mit massiven Pistenbaumaßnahmen jemals wieder deren frühere Qualität erreichen wird können...
 
Der Sommerskilauf ist ja im Prinzip auch schon verloren - Anfang der 2000er Jahr im Snowboard Boom - da hatte fast jeder Gletscher in AT größere Camps mit Funparks, Musik usw - Stimmung war super. Irgendwann wurden die Camps dann auf Juni und Oktober verschoben - dann verschwunden sie ganz. Am Hintertuxer waren die damals glaube ich sogar Ende Juni bis Ende August - im September waren die Funparks dann abgedeckt oder kleiner um im Oktober wieder zuverlässig zu öffnen.

Das Problem ist aber ja recht klar - die Gletscher wurden vor allem dort gebaut wo man Bahnen auf Fels bauen konnte - auf vielen Gletschern sieht man ja in der Nähe Hänge die im Prinzip noch deutlich mehr Gletschereis/Schnee behalten - nur neu erschließen wird man die nicht mehr dürfen.

Die Gletschergebiete wo man mit vertretbaren Aufwand nach wegschmelzen der Gletscher noch gute Pisten modellieren kann werden wohl in Zukunft Anfang November öffnen - die wo die Landschaft nichts hergibt evtl langsam ganz veschwinden. Der Dachsteingletscher wäre ja ohne Sommerbetrieb bzw als Marketingvehikel um einen Gletscher zu den sonst recht tiefen 4Bergen zum werben dabeizuhaben auch schon längst Geschichte (was den Skibetrieb angeht). Für mich mit der traurigste Gletscher Mitte/Ende August wenn man sehen will wie der Schnee verschwindet und Dreck/Teer/Ruß überall zum Vorschein kommt. Aber gut möglich dass das einfach auch nur daran liegt dass ich dort als Kind in den 90er Jahren oft war und mich halt noch gut erinnern kann wie groß der damals war.
 
Gibts eigentlich außer der Furggsattelbahn in Z überhaupt weitere Nicht-Schlepper mit Gletscherstützen?
 
ski-chrigel schrieb:
Stubai Schaufeljoch und Eisgrat-KSB. Noch.

Fernau-KSB auf jeden Fall auch noch mit 1-2 Gletscherstützen.
Inwieweit man bei Schlegeis, Gefrorene Wand-SB und Schareck-SB am Mölltaler noch von Gletscherstützen reden kann, müssen andere entscheiden.
 
Ungefähr genau so war und ist es beim Sommerskilauf (gewesen) und deshalb halte auch ich diese Einschätzung für zutreffend.

lanschi schrieb:
Ich persönlich glaube eher nicht, dass der Gletscherskibetrieb an sich im Herbst kurz- bis mittelfristig in seiner Gesamtheit in Gefahr ist. Aus meiner Sicht ist aber - durch die Bank in allen Gletscherskigebieten - ein konstanter, schleichender Qualitätsverlust der Abfahrten zu bemerken, der auf kurz oder lang dazu führen wird, dass sich die Zielgruppe für den Gletscherskilauf im Oktober langsam, aber sicher weiter reduziert. ......
 
Ich bin der Meinung das sich die herbstliche Lücke zwischen den Gletscherskigebieten und den Winterskigebieten immer weiter verkürzen wird. Der Höhenvorteil wird schwinden, die Eisunterlage als Vorteil ebenso. Zwischendurch wird es immer mal wieder einen schneereichen Herbst geben, das kostenintensive Betreiben eines Gletscherskigebietes weit ab vom Schuss wird sich aber langfristig nicht mehr finanzieren lassen. Vielleicht bleiben am Ende ein paar Hänge übrig, die ausschließlich für Rennfahrer bewirtschaftet werden.

extremecarver schrieb:
Pitztaler ist wenn sie das Wildspitzbahnproblem lösen können - IMHO der Gletscher der am längsten überleben kann. Die anderen werden umso schneller gar gar keine Gletscher mehr sein.
Sehe ich anders. Der Brunnenkogelferner ist für einen Gletscher vergleichsweise steil was für eine dünne Eisdecke spricht, das ist trotz der Höhenlage ein Nachteil. Ist das Gletschereis erstmal weg wird man noch viel mehr Schnee benötigen. Auch an der Mittelbergbahn ist unklar, ob das Gelände ohne Eis auch wirklich skibar ist. Das Pitztal braucht daher die Verbindung nach Sölden um eine sichere Zukunft zu haben.
Kaunertal wird auf Dauer vermutlich nicht überleben. Ohne Gletschereis wird man, in der Herbstsaison, vermutlich nicht viel mehr als die Pisten an der Gondelbahn betreiben können.
Dachstein wird es ohne Eis nicht mehr geben.
Sölden und Stubai werden auch ohne Gletscher als Winterskigebiete bestehen.
Hintertux sowieso, hier wird es aber interessant ob und wann sich der Hauptgletscher von den beiden armen zur Gefrorenen Wand und zum Olperer abtrennt. Vor allem wie es dann weitergeht.



lanschi schrieb:
Ich persönlich glaube eher nicht, dass der Gletscherskibetrieb an sich im Herbst kurz- bis mittelfristig in seiner Gesamtheit in Gefahr ist. Aus meiner Sicht ist aber - durch die Bank in allen Gletscherskigebieten - ein konstanter, schleichender Qualitätsverlust der Abfahrten zu bemerken, der auf kurz oder lang dazu führen wird, dass sich die Zielgruppe für den Gletscherskilauf im Oktober langsam, aber sicher weiter reduziert. Das ist gar nicht unmittelbar auf die Pistenverhältnisse zurückzuführen - diese sind viel zu sehr von der kurzfristigen Witterungssituation bzw. der bisherigen Schneefallakkumulation im jeweiligen Herbst abhängig, der (viel zu trockene) Herbst 2018 ist hier sicherlich eher als Ausreißer zu sehen.
Sehr treffen beschrieben! Die typisch breiten Gletscherautobahnen wird es in Zukunft immer weniger geben.

lanschi schrieb:
- Dachstein: Der (eh schon kurze) Schladmingerlift musste in Summe seit 2003 sicherlich um 30-40 Höhenmeter kastriert werden.
Würde mich interessieren wo? Oben sind sicherlich keine 30-40 Höhenmeter abgeschmolzen, izwischen (oder schon immer?) steht die Bergstation auf Fels. Die Talstation sowieso.
 
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