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Gondelbahn am Kronplatz abgerutscht

Ich finde die Bilder einfach nur bitter. Zum Glück nur materieller Schaden, wage mal zu behaupten nahe dem wirtschaftlichen Totalschaden. Aber so genau kenne ich mich da nun auch nicht aus, was man mit der Bahn noch machen kann. Den Hang muss man wohl aufgeben. Für mich aber unerklärlich, dass die gebrochene Wasserleitung Ursache allen Übels sein soll. Der Hang war wohl von Natur aus nicht der stabilste ...
 
Tja, das sieht nach Totalschaden aus. :(

Af schrieb:
Ob da die Garantie greift?
Wieso Garantie? Für sowas kann doch der Erbauer nichts dafür. Wenn schon müsste die Frage lauten, ob der Schaden durch eine Versicherung abgedeckt ist.
 
Coole Bilder. Und endlich mal wieder einen Grund gehabt, auf RAI3 und die südtiroler Tagesschau zu schalten - da gab's 'nen 7-Minuten-Bericht ... wobei ich die Ergebnis-Bilder von heute viel "krasser" fand als den Hangrutsch als solches. (Der Hang ist übrigens "nur" mit 3 Meter pro Stunde gerutscht, bitte dies zu bedenken, wenn ihr den Hangrutsch im Zeitraffervideo anschaut)

Zum "Glück" war's nur so 'ne kurze EUB - Skifahrtechnisch verzichtbar...

.. ob die jetzt den abgebauten SL wieder aufbauen? :)

Übrigens, Doppel-Pechtag für'n Kronplatz: Beim traditionellen Loacken-Fest auf der Brunecker Seite gab's einen Unfall und ein paar verletzte Kinder, eins der Spaß-Gefährte (mit denen die Leute einen Hang hinunter in eine Wasserlacke fuhren) fuhr mitten in die Zuschauer - sah auch böse aus..
 
Denkt dran, dass das Video in Zeitraffer ist.

Tja, jetz kommt erst ma n Prozess auf alle Beteiligten zu:
Architekt/Bauingenieur, Hersteller und Monteur der Beschneiungsanlage, an der Ausführung beteiligte Baufirmen, Bauamt, und vorallem auf den Geologen.

Wenns Glück haben hattens ne Versicherung. Aber ne Rohrbruchversicherung, die ne zerstörte Seilbahn trägt? Glaub ich jetzt nicht so ganz. Und ne Unwetterversicherung, die bei Murenabgängen zahlen würde wird hier sicher auch ausfallen.
 
Erstmals, zum Glück gabe es keine Verletzten oder gar Toten.

Die Seilbahn ist im Moment auch nur Nebensache, viel wichtiger sind die Häuser.

Dringlichst Aufgabe ist es jetzt erstmals den Ort zu sicher und wenn dieses getan ist aufzuräumen und den entstandenen Schaden an den gebäuden zu reparieren sodass die Bewohner wieder zurückkehren können.

Die Bahn kommt dann an letzter Stelle, wenn alles andere erledigt ist, zumal es sich hier ja nicht um eine lebensnotwendige Bahn handelt.

Etwas zur Ursache zu sagen ist fast nur spekulation, darum nur einege Anhaltspunkte.

- Die Piste bestand vorher schon
- Es wurde am Cianross im Vergleich zum Pedega wenig gegraben
- Ohne sehr viel Wasser im Hang kann dieser kaum so schnell rutschen

Bei Geologie ist glaube ich Marius der Spezialist.
Ich probiere mal über bekannte im Südtirol was raus zu bekommen.
 
Kann Theo nur zustimmen.

Wobei ja, wenn die Bahn nun nicht weiter abwärts rutscht, man ja die Technik ausbauen und weiternutzen kann. Ist ja modular aufgebaut. Und den Hang kreigt man sicherlich wieder abgestützt (mit Holz macht man da oft was). Die Talstation ist ja nicht betroffen, oder?
 
kaldini schrieb:
Die Talstation ist ja nicht betroffen, oder?

Glaube schon:

franacianross4.jpg

Quelle: www.funive.org

Müsste die verschüttete Talstation sein ...
 
Also in ORF steht, dass die Talstation bis zur Decke veschüttet ist.

Hmm, ich glaub nicht, dass die verzogenen Teile der Stationen nochmal verwendet werden. Zumindest in der EU. Vielleicht kommt der Ostblock so günstig zu ner "neuen" EUB.
Und der Aufwand, die Technik auszubauen, zu testen und wiederzuverwenden ist zu hoch. Da kommt einfach ne neue Bahn, falls überhaupt.
 
Af schrieb:
Da kommt einfach ne neue Bahn, falls überhaupt.

Eben!

Nun gibt`s erstmal eine Menge Gutachten etc.

Zudem muß nun aufgeräumt werden und dann kann man erst entscheiden, ob man da eine neue Bahn baut oder nicht.

Ich war schon öfters in St.Vigil (Sommer u. Winter) und bin echt sprachlos - hätte nie gedacht, dass an dem Hang sowas passieren kann... :?
 
Die hatten schon verdammt viel Glück. Fraglich ist, ob die dort wieder eine Bahn genehmigt bekommen. Dass es eine Leitung war, die Schneekanonen bedient, ist doch Schwachsinn, wenn dann war das eine Leitung die einen Speichersee befüllt, weil beschneien tun die ja jetzt nimmer und die Pumpen für die Schneekanonen waren dann wohl auch nicht mehr an und vom Restwasser in den Leitungen, glaube ich kaum, dass so was passieren kann.
 
Ich bin am letzten Betriebstag auch noch mit der Cianross-Bahn gefahren. Schrecklich, dass so was passiert.
Das wichtigste ist natürlich, dass keinem was passiert ist und dass die Häuser der Evakuierten nicht noch weiter beschädigt werden.

Von den hoffentlich nicht weiter gehenden sinnfreien Bemerkungen der Art "coole Bilder" und "schaut toll aus" möchte ich mich distanzieren - ich denke es ist immer schlimm wenn so etwas passiert und in einem Forum, dass sich in erster Linie mit Wintersport und Seilbahnen beschäftigt, sollte niemand "toll" oder "cool" sagen bei einer Solchen Geschichte. Meine Meinung.


Chris
 
"toll" oder "cool"
...wird in einigen Regionen durchaus gebraucht wenn einem etwas gar nicht gefällt!!
"Na toll" oder "seid ihr cool" wenn man etwas oder irgend jemand schlecht findet!
Die Bilder sind in der Tat recht spektakulär und in ihrer Art hoffentlich einzigartig und von daher kann man die auch als "cool" empfinden.
Ich bitte das zu bedenken! Freude will darüber sicher keiner ausdücken.
"Kann mir beim besen Willen nicht vorstellen das jemand, der hier "unterwegs" ist, sowas gut find"!

Gespannt bin ich in jedem Fall auf die Ursache.
 
Also das mit der Wasserleitung glaub ich nicht so recht. Ich meine wenn am Frühling der Schnee schmilzt (und das kann je nach Lage sehr schnell gehen) wird auch der gesammte Hang getränkt. Natürlich kommt es darauf an, wieviel Wasser ausgeloffen ist und auf was für einen Zeitraum.
Stellt es sich heraus das trotzdem die Beschneiung schuld war, dann gibts sicher ein riesen Theater (wie andere oben schon vermerkt haben). Dabei hätte es auch eine Wasserleitung zu einem Haus etc. sein können. Aber das werden die unkritischen Gegener der Beschneiung und Seilbahnen allgemein gar nicht merken.
 
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