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Große Bergeübung am Ötscher

Jay

Mt. Blanc (4807m)
Orf.at berichtet:

Große Bergeübung am Ötscher
Eine neue Zielvorgabe der EU besagt, dass Passagiere eines Skilifts innerhalb von dreieinhalb Stunden zu retten sind. Deshalb hat die Bergrettung am Samstag am Ötscher eine der größten Bergeübungen an einem Sessellift durchgeführt.


Perfekte Bedingungen für die Übung
Strahlender Sonnenschein, 15 Grad, die Retter sind schon bei Übungsbeginn am Ötscher - die Bedingungen für diese Übung hätten nicht besser sein können.

Trotzdem brauchen die Helfer von Bergrettung, Polizei, Rotem Kreuz und Bundesheer lange, um vom Tal zu den Fahrgästen, gespielt von Bundesheersoldaten, zu kommen. Letztendlich dauert es ein paar Minuten länger als die vorgeschriebenen dreieinhalb Stunden, um alle Passagiere in Sicherheit zu bringen.


Im Ernstfall Zeitvorgabe nicht einzuhalten
Für Franz Lindenberg von der Bergrettung ist die Richtlinie zu streng: "Diese Ö-Norm konnte unter den gegeben Umständen nicht eingehalten werden." Er fordert, dass die Richtlinie überarbeitet wird. Im Ernstfall sei die Zeitvorgabe nicht einzuhalten, so Lindenberg.

Ähnlich sieht es Katastrophenschutz-Landesrat Josef Plank (ÖVP). Er ortet Diskussionsbedarf bei der Richtlinie - nicht nur in Österreich.
 
Wenn denen dreieinhalb Stunden nicht reichen, dann sollten sich die Bergbahnen mit den Behörden und Rettungsdiensten mal zusammensetzten. Interressant ist auch, dass es beste Bedingungen gab und es trotzdem nicht in der vorgegebenen Zeit geklappt hat.
 
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