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Gruppenumlaufbahnen

philipp23

Feldberg (1493m)
Registriert
06. Jan. 2008
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6
Ich hab da mal ne Frage zu Gruppenumlaufbahnen (Hab kein passendes Topic gefunden):
Machen diese Bahnen eigentlich Sinn? Denn die Förderkapazität ist im Vergleich zu MGDs erheblich geringer. Und die Baukosten sind sicher nicht besonders niedrig (da man ja recht aufwändige Tal- und Bergstationen bauen muss, um die Spannung auszugleichen, also ähnlich wie bei Seilbahnen). Es ergeben sich somit oft recht lange Wartezeiten (z.b. bei der Hochwurzen-Bahn in Schladming) im Vergleich zu einer MGD.
Ich finde ja, dass solche Bahnen nicht besonders sinnvoll sind, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Danke für Antworten!
 
Darüber hab ich - speziell bei der Hochwurzengipfelbahn - noch nicht nachgedacht. Aber jetzt ist mir das einleuchtend. Da wärs bestimmt schwer ne normale Bahn raufzubauen...
Danke!
 
Hallo Philipp,

ausserdem sind die Förderleistungen nicht das einzelne Kriterium bei Seilbahnen.

Aber die Baukosten und vor allem die Unterhaltskosten sind bei einer GUB sicherlich geringer. Man spart sich den ganzen Kuppelvorgang (Kuppelbare Klemmen, Beschleuniger, Stationsförderer...). Das macht sich auch bei den Wartungskosten bemerkbar (Reifen, Keilriemen).
Zudem ist natürlich auch die Steuerung wesentlich einfacher, da es viel weniger Sensorik und Antriebe gibt. Was wieder zur Folge hat, dass die Fehlersuche leichter wird und es "normalerweise" zu weniger Ausfällen kommen sollte.

Viele GUB's sind natürlich auch schon relativ alt (z.B. Pitz-Panoramabahn). Zu dieser Zeit haben die Förderleistungen den Ansprüchen genügt und ausserdem waren kuppelbare Bahnen noch in der Entwicklung.

Auch sind GUB's natürlich eine Abwechslung in einem Skigebiet. Ich persönlich liebe Skigebiete mit verschiedenen Seilbahntypen und Herstellern. Daher werde ich sicherlich in kein Skigebiet fahren, in dem es ausschließlich Einseilumlaufbahnen (mit Einheitsstationen) des bekannten Herstellers gibt.


Viele Grüße
Actros
 
Das mit dem abwechslungsreichen stimmt. Ich habs auch gern, wenn es verschiedene Liftarten gibt. Und wo ich das erste Mal ein GUB gesehn hab, was das schon ganz interessant, sich auch mal Gedanken zu machen, wie so ein Ding überhaupt funktioniert. Da macht das Liftfahren dann gleich noch mehr Spaß :wink:
 
Ist die Pitz-Panoramabahn nicht eine Gruppenpendelbahn?
 
Aha, schon wieder was gelernt! Dann muss die aber gelenkige Laufwerke haben um den Umlauf zu schaffen.

Ich selber kenne nur zwei GUB: Die zwei Sektionen der Grotzenbüelbahn in Braunwald. Dort hat mich das Konzept nicht wirklich überzeugt. Der Stop in der Mitte empfinde ich als mühsam, auch weil ich das Gefühl habe, diese Bahn läuft nicht schneller als eine EUB und damit geht effektiv Zeit verloren. Das Schlimmste dort sind aber die Stützenüberfahrten! Bei Streiff hat man offenbar verlernt (oder es nie gelernt, bin noch nie mit einer älteren Einseilbahn von denen gefahren) die Rollenbatterien flexibel zu bauen. Selbst Hochhalter rumpeln mehr als bei anderen die Niederhalter! Zum Glück gibt es letztere nur bei den Talstationen die darum auch nur langsam durchfahren werden. Eine Passage bei Streckentempo muss übel sein.
 
Also meiner Meinung sind GUB's nicht mehr Stand der Technik, sie werden demnach auch nicht mehr neu gebaut. Die zur Zeit bestehenen GUB's sind für mich Gründe, ein Skigebiet in Spitzenzeiten nicht zu besuchen.

Aber nun noch eine Frage zur Technik: Habe schon oft beobachtet, dass sich bei GUB's die Einstiegstelle während der Fahrt in bzw. gegen die Fahrtrichtung verschiebt. Weiß jemand wozu das gut ist? Bewegt sich die Bergstation synchron zur Talstation?
 
Das dürfte mit der Abspannung zu tun haben und in dem Fall bewegt sich nur die Station, in der das Seil abgespannt ist.
 
GMD hat recht. Zumindest ist auch in Fieberbrunn die Talstation gleich Spannstation, und am Berg ist die Station fix.

Ich muss persönlich sagen, die GUBs die ich kenne, (Fieberbrunn und SBH) sind der grösste Schrott dens gibt. Gut damals wollte man halt was versuchen. Aber die beiden Gebiete täten gut daran, diese Teile in Ruhestand zu schicken, und durch ne EUB zu ersetzen. Wobeis in SBH wenigstens parallelanlagen gibt.

In Fieberbrunn ist diese Bahn aber Beschäftigungsbahn zu den Anfängerpisten. Totaler Mist, da diese Pisten zum Carven gut für Wiederholungen geeignet wären, jedes mal aber 5-10 Minuten anstehen, und dann in der Mitte der Trasse hängen ist einfach Mist.
 
In Zermatt gibt es eine GUB als Verbindung vom Furgg zum Schwarzsee.
Überwindet knapp 150m Höhenunterschied. Dient vor allem abends als Zubringer für die Talabfahrt "weiße Perle" und mittags als Zubringer fürs Rest. Schwarzsee.

jedes mal aber 5-10 Minuten anstehen
genau!

Doch die Tage sind gezählt, denn 2009 soll der Matterhorn-Express bis zum Trockenen Steg verlängert werden.
 
das ist ja auch mein problem, das ich mit dem lift habe. er mag zwar ganz interessant sein, aber wenn man immer rechts lang anstehen muss, bringts das einfach nicht. Und das mit dem nicht schneller fahren, stimmt auch. Die GUB, die ich kenne, fährt 7 m/s, eine MGD 5-6 m/s. Und das macht man locker damit weg, dass man nicht warten muss und nicht ewig in der mittelstation hängt.
 
Werden GUBs eigentlich heutzutage noch gebaut?
Was macht man wenn die Konzession einer GUB ausläuft?
Weiß jemand wie es mit der Konzession der Gipfelbahn Hochwurzen und der Kasbergalmbahn aussieht?
 
Hallo,

Gruppenumlaufbahnen waren vor ca. 17/18 Jahren für eine Zeitlang in Mode. Damals gab es halt noch keine Standardisierten Umlaufbahnen zu einem akzeptablem Preis. Die Vorteile einer GUB wurden eingangs von Actros schon sehr gut beschrieben. Klar, heute sind solche Bahnen, wie die 12er Stehgondeln, einfach nicht mehr zeitgemäß, aber als Seilbahnfreund freut man sich über die schwere Technik solcher Bahnen - einfach schön anzusehen. Zudem, bei welchem System fährt denn die halbe Station "Spazieren" - auch etwas besonderes.

Die niedrige Förderleistung ist übrigens kein Minuspunkt einer GUB, da man diese durch zwei weitere Paare bei der Planung entsprechend erhöhen könnte. Allerdings würde die Bahn dann bei jeder Fahrt zwei mal stehen und wie viele Stillstände sind dem Fahrgast zumutbar? Heute, in unserer hektischen Zeit, wohl nicht mal mehr einer...
Aber ein Skigebiet meiden wegen einer GUB? In Saalbach und Fieberbrunn erreicht man den Gipfel auch mit anderen Anlagen und die Bahn in Rohrmoos bekommt bis Dezember auch eine Umfahrung via EUB/KSB. Die restlichen Bahnen sind Zubringer in kleinere Skigebiete und daher akzeptabel.

Die Konzessionsdauer in Österreich kenne ich nicht, aber solche Bahnen haben sicherlich eine Lebensdauer von 30 Jahren und daher bleiben sie uns (zum Glück) noch eine Weile erhalten.
Dass Streiff in Braunwald wohl ziemlichen Mist abgeliefert hat, konnte man schon mehrmals lesen, die Bahn sollte ja 2007 durch eine EUB ersetzt werden, dann traf es aber die Von Roll 101 :( .

Gruß Thomas
 
Dachstein schrieb:
Kasberg GUB ist ja vor 4 Jahren der Antrieb umgebaut worden, die wird also noch länger stehen bleiben.
Am Kasberg ist es ja auch aufgrund der topologischen Begebenheiten schwierig eine andere Bahn hinzustellen.
Wenn es Umfahrungen zu GUB's gibt, dann ist das ja in Ordnung. Aber am Kasberg verbindet die GUB zwei Skigebietsteile miteinander, somit muss man sich dort anstellen. Auf der Hochwurzen kann man mit dem Schlepplift daneben zwar ausweichen, dieser ist aber nicht immer in Betrieb und es ist eine ziemliche Schieberei von der Schlepplift Bergstation.

@Seilbahnfreund: Gibt es mehr Infos zu dieser Umfahrung in Rohrmoos?
 
Hi, ich würd mal sagen die GUB iss halt ne Alternative zur PB - da fahrn 75 Leut in 5 Gruppen den Berg rauf, man iss net so eingepresst wie in 1 Gondel, und 5 x 15 Leut sind schneller drinnen, als 75 Leut auf einmal.
Und wegs Saalbach, ich sag mal ein Großteil der Tagesfahrer zumindest steigt in Leogang ein, da braucht ma die GUB gar net unbedingt, weil ma eher über die Schönleitenbahn zruckfahrt ( man braucht nicht durch den ganzen Ort z Fuß rumlaufen) da muß man zwar auch drinnen stehen, aber man kann ja ab der Hälfte per 6 KSB weiterfahrn...so wie am Kohlmais auch... Die GUB Kohlmais iss auf jeden Fall schneller, als der 3 SB. Und die GUB am Hochwurzen find ich auch net schlecht, es geht ziemlich schnell nach oben. Am Achensee gibts auch noch eine, würd mal sagen eher ne Sommerbahn... wer fährt im Winter auf m Zwölferkopf, wenn s wesentlich bessere Schigebiet im Umkreis gibt ?
Die Lösung in Fieberbrunn find ich eher weniger gut, vor allem die 1. Sektion. Bei der 2. find ich die Strecke eher geeignet, weil sie weitaus mehr Bodenabstand hat, und vielleicht ne EUB mehr Stützen bräuchte ???
Der größte Vorteil iss halt - genau wie bei ner PB, daß ma wenn ma der letzte iss, den Hang für sich allein hat. In Fieberbrunn 2. Sektion z.B., da iss kein weiterer Lift mehr oben. Da lass ich alle fahrn, und kann den Hang für mich allein geniessen. Das war übrigens am Härmelekopf in Seefeld auch so schön, bevors diese 6 KSB gegeben hat. Ma muß halt mal n bisschen anstehn, aber ma hat was davon.
 
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