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Gruselbahnen und Grusellifte

hegauner

Vogelsberg (520m)
Habt Ihr irgendwelche Lifte oder Bahnen in Skigebieten die Euch nicht gefallen? Vielleicht auch schlechte Erinnerungen damit verbindet? Vielleicht sogar Angst habt?

Bei mir ist es z.B. der alte Stöfeli-Lift in Unterwasser. Ein sehr langer und steiler Schlepplift (Langbügler) im schweizerischen Toggenburg am Chäserrugg. Gibt es nun auch nicht nicht mehr. In der Zwischenzeit ersetzt.
Aufgrund seiner Schnelligkeit hatte ich als Kind da schon Probleme beim einsteigen. Der Bügel tauchte immer aus dem nichts auf.
Auch beim Steilstück im Wald hatte ich immer mal wieder Probleme. Bis zu seinem Abbau vor ein paar Jahren hatte ich mehrere Jahrzehnte aus diesem Grund immer großen Respekt beim Einstieg.
 
Die rostige DSB-Mühle in Cortina unter der Pendelbahn. Da machte ich mir ernsthaft Sorgen, ob die nicht während der Fahrt zusammenbricht.
 
Na ja, auf eine besondere Art "gruselig" find ich den Flying Mozart in Wagrain; da hab ich das Gefühl, der Fußpilz kriecht durch die Skischuhe, so verwest wirken die Gondeln da teilweise :krank: . Auch wenn ich in einer Gondel lieber sitze, da bin ich froh es nicht zu können. :wink:
 
Bei mir ist es die Sesselbahn Glogghüs II auf dem Hasliberg! Als kleines Kind wurde ich mal regelrecht aus der Talstation rausgekickt, weil der Sessel immer schön in die Kniekehle knallt! Ein Förderband wäre mal eine sinnvolle Investition...
Dafür ist ist der Sessel auf der Strecke zum einschlafen und oben an der Bergstation ist es für Kinder auch nicht gerade einfach, da der Ausstieg kurz ist!
 
Baberde361 schrieb:
Bei mir ist es die Sesselbahn Glogghüs II auf dem Hasliberg! Als kleines Kind wurde ich mal regelrecht aus der Talstation rausgekickt, weil der Sessel immer schön in die Kniekehle knallt! Ein Förderband wäre mal eine sinnvolle Investition...
Dafür ist ist der Sessel auf der Strecke zum einschlafen und oben an der Bergstation ist es für Kinder auch nicht gerade einfach, da der Ausstieg kurz ist!

Stimmt, bei dieser Bahn ist auch konzentriertes Ein- und Aussteigen erforderlich.
 
Bei mir ist es am Ehesten der "Lac Noir" in Les Menuires: Ich bin mit knapp 1.90 zwar kein Zwerg, aber bei Weitem auch kein Riese. Trotzdem hatte ich dort wirklich Mühe beim Schliessen des Bügels den Kopf irgendwie unbeschädigt unter dem Bügel durchzukriegen... während der ganzen Fahrt war schon der Gedanke "wie geht das wohl beim Aussteigen" im Hinterkopf. War dann zwar mit der nötigen Vorbereitung (seriöses Dehnen und Aufwärmen der Halsmuskulatur ;)) gut gegangen, trotzdem war es keine Freude.
 
Ja, schönes Thema: Ich bin jemand mit leichter Höhenangst, was unerträglich wird, wenn meine Kinder dabei sind und da irgendwo rumturnen, sich z.B. auf einer Burg oder Turm auf die Mauer setzen. Sobald ich Skier an den Füßen habe, ist das wie weg, Seilbahnen und Gondeln jucken mich nicht aber es gibt so manche Sessellifte, da dreht sich mir der Magen um:

- Val Thorens: Der Sessellift Glacier hat einen Luftstand von gefühlten 100 Metern und ist nicht wirklich neuwertig
- Nochmals Val Thorens: Sessellift Plein Sud bzw. Pioniers, führt in luftiger Höhe über Asphalt und Häuserschluchten, während man ja sonst immer vermutet auf Schnee weich zu fallen.
- Am Mölltaler Gletscher ist mir in der Schwarzkopfbahn ob der Höhe auch etwas mulmig gewesen
- und dann ein Schlepplift, den ich doch etwas heikel fand, hier aber eher erwähne, weil ich mir vorstellen kann, dass der für Anfänger der blanke Horror sein muss: Rauris, Gratlift, die ganze Trasse ist eine "no-fall-zone", weil man von dort überhaupt nicht zurück auf die Piste kommt. Der Einstieg mit der "Selbstauslösung" ist auch nicht wirklich stressfrei.

Und dann der absolute Horror, als wir noch Kinder waren:
In Meribel gab es irgendwo im Bereich des heutigen Morel-Liftes eine nicht kuppelbare Stehkabinenbahn, die nur so ein offener Stahlkorb war, dem man in Skistiefeln hinterher wetzen und dann da rein springen musste, nachdem man seine Skier da irgendwo verstaut hatte. Dann wurde lediglich eine Kette vorgelegt und oben dann wieder das gleiche. Komischerweise kam niemand auf die Idee, das für Kinder langsamer zu drehen oder ich hab's vergessen.
- Allgemein Tellerllifte, wo wir als Kinder erst einmal zwei Meter durch die Luft flogen, wenn es los ging. Da musste ich schon dran denken, als über den kuriosen "Flugtellerlift" in Starlis Bericht gelesen habe https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=57&t=59083
 
hegauner schrieb:
Baberde361 schrieb:
Bei mir ist es die Sesselbahn Glogghüs II auf dem Hasliberg! Als kleines Kind wurde ich mal regelrecht aus der Talstation rausgekickt, weil der Sessel immer schön in die Kniekehle knallt! Ein Förderband wäre mal eine sinnvolle Investition...
Dafür ist ist der Sessel auf der Strecke zum einschlafen und oben an der Bergstation ist es für Kinder auch nicht gerade einfach, da der Ausstieg kurz ist!

Stimmt, bei dieser Bahn ist auch konzentriertes Ein- und Aussteigen erforderlich.

Ich weiss auch noch, als ich das erste Mal die Bahn gefahren bin, knallte der Sessel auch übelst ins Bein. Das hat dann die halbe Bergfahrt ordentlich weh getan und ich wollte nie mehr an diesen Lift. Als ich es doch nochmals versuchte, bremste der Lift zum Glück ab :)

Gruselig empfinde ich im Prinzip 2 Arten von Bahnen:
- Seilbahnen mit äusserst steilen Passagen über Felsen. Besonders bei der Valfagehrbahn war ich froh, als ich oben angekommen war (lag aber auch wohl an der Störanfälligkeit der Anlage, da ich bei der benachbarten Schindlergratbahn keine Probleme hatte.)
-Gondelbahnen mit langen Spannfeldern: Da habe ich besonders Respekt vor einer Notbremsung (Paradebeispiel Pezidbahn)

Noch ein paar Erlebnisse aus meiner frühen Kindheit, welche mir tw heute noch ein bisschen Angst verursachen, wenn ich diesen Lift fahre:
-DSB Garfrescha 1 Montafon: Ich und meine Mutter stellten schockiert kurz nach dem Einstieg fest, dass das Teil Seitenschliessbügel besitzt. Ich als kleiner Junge war unfähig, diesen zu schliessen und meine Mutter konnte mir auch nicht helfen. Also fuhr ich ohne Sicherung die recht lange Bahn nach oben.
-DSB Klewenstock Klewenalp: Da passierte uns etwas ähnliches wie im Montafon: Der Schliessbügel liess sich aus irgendeinem Grund nicht schliessen und wir fuhren ungesichert nach oben.
-SL Twäregg Klewenalp(Verbindungslift): Da hatte ich als Kind jedes Mal ziemlich Probleme mit Anbügeln. Was mir noch mehr Sorgen bereitet hat, war dass dort kein Liftler vorhanden ist.
-SL Spycher Hasliberg: Kurz vor dem Ausstieg geht es im Trasse steil bergab, sodass man viel schneller als der Lift wird und man sich irgendwie am Bügel festhalten muss.
 
DSB Klewenstock Klewenalp: Da passierte uns etwas ähnliches wie im Montafon: Der Schliessbügel liess sich aus irgendeinem Grund nicht schliessen und wir fuhren ungesichert nach oben.
Viel furchteinflössender war da allerdings der steile Schlepper, später Tellerlift, der bis 1999 dort stand.
 
VH 400 schrieb:
-SL Spycher Hasliberg: Kurz vor dem Ausstieg geht es im Trasse steil bergab, sodass man viel schneller als der Lift wird und man sich irgendwie am Bügel festhalten muss.
Stimmt! Der Skilift Spycher habe ich als kleines Kind auch immer gehasst :twisted:
 
Als Gruselbahn fällt mir die Gondel zur Weißsee Gletscherwelt ein. Die macht schon einen sehr in die Jahre gekommen Eindruck, die Finger sollte man nirgends in Türnähe haben, so wie das Ding die Türen zuknallt. Die Umlenkerei in der Mittelstation ist abenteuerlich und die Überfahrt des Grünsee würde heute aus Sicherheitsgründen wohl so nicht mehr genehmigt. Aber die Landschaft oben ist so einmalig schön, dass man die Fahrt mit der alten Klapperkiste auf sich nimmt :surprised:
 
- Krimml Xpress in der Zillertal Arena: Eigentlich für einen Seilbahnfan eine hochinteressante Anlage, allerdings ist das Ding dermaßen störanfällig. Hat schon mehrmals meinen Skitag durcheinandergebracht.
- Rüfibahnen und Madlochbahn am Arlberg: Extreme Wartezeiten an der Tagesordnung.
 
David93 schrieb:
- Rüfibahnen und Madlochbahn am Arlberg: Extreme Wartezeiten an der Tagesordnung.
Kleiner Tipp: nicht nur an Halloween dort hin gehen. :D War schon einige Male am Arlberg. Am Rüfikopf kenn ich inzwischen ab und zu Wartezeiten. Am Madloch bis auf ein paar Sessel nie.

Spezielle Grusellifte fallen mir gerade gar keine ein...
Vielleicht der Silberwiesenschlepplift am Feldberg. Wenn man da im steilen rausfällt und die Liftspur runter muss wäre es peinlich
 
Halloween geht am Arlberg aber leider von Weihnachten bis nach Fasching. :wink: Mittlerweile versuche ich aber tatsächlich auf die Zeit danach auszuweichen, da hält sich das Gruseln dann wirklich in Grenzen, da hast du recht. Aber trotzdem gruselig ein Gebiet deswegen 80 % der Saisonzeit meiden zu müssen. :cry:
 
Der SL Brunnenkogel am Pitztaler Gletscher. Ordentlich schnell, seeeehr kurzer Ausstiegsbereich und dahinter eine Schneewand. Sogar für mich als relativ guten Fahrer (im Gesamtschnitt, vermutlich nicht hier im Forum) bei Doppelbelegung des Bügels kritisch. Lift stand beim rauffahren auch gefühlt bei jedem dritten Bügel wegen eines Sturzes (Winter 2016/17 das letzte Mal dagewesen).
 
Kreon100 schrieb:
Rauris, Gratlift, die ganze Trasse ist eine "no-fall-zone", weil man von dort überhaupt nicht zurück auf die Piste kommt. Der Einstieg mit der "Selbstauslösung" ist auch nicht wirklich stressfrei.

Ein genialer Lift, für den so Mancher extra dahin fäht. :lol:

Ich habe keine Probleme mit irgendwelchen Liften, und zum Glück auch keine schlechten Erfahrungen aus der Kindheit.

-> Interessant ist auch der Ausstieg am SL Payer am Stilfer Joch. :D
 
schneeberglift schrieb:
Spezielle Grusellifte fallen mir gerade gar keine ein...
Vielleicht der Silberwiesenschlepplift am Feldberg. Wenn man da im steilen rausfällt und die Liftspur runter muss wäre es peinlich
Da muss ich jetzt im Feldberggebiet eher an den Ahornbühl SL als Vorgänger der Rothausbahn denken. Einer der schnellsten Bügellifte, die ich kenne, kurzer Bügelabstand und ein sehr steiles erstes Drittel. Da rausfliegen und irgendwie die Liftspur runter war bescheiden. Alles außer Ski (also Snowboards etc.) waren an dem SL verboten...

Ansonsten diverse ältere DSB und ESL in Japan. Im Zweifelsfall bei letzteren eine quadratische Sitzfläche und die Stange zum Festhalten. Keine Rückenlehne, Fußraster, Rausfallsicherung oder ähnliches...
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Mostviatla schrieb:
Ich habe keine Probleme mit irgendwelchen Liften, und zum Glück auch keine schlechten Erfahrungen aus der Kindheit.
Weil du noch so jung bist! 😀
Es sind ja immer die schlimmsten Anlagen ersetzt worden, da bleibt für die jungen nicht viel über...
 
Wirkliche Grusellifte/Gruselbahnen bin ich noch nicht gefahren, ein paar Highlights in die Richtung habe ich aber trotzdem schon erwähnt. Vor allem sticht da der Schlepplift am Herzogstand hervor. Das war bisher der einzige Schlepplift vor dem ich wirklich "Respekt" hatte und mir gedacht habe, dass ich auf keinen Fall stürzen sollte. Die Bergfahrt erfordert höchste Konzentration und im Steilstück vor dem Totpuntausstieg muss man den Bügel mit aller Gewalt festhalten, da dieser immer mehr Richtung Kniekehlen wandert :D

Höhenangst habe ich keine, aber die 4 SB Häsing am Hochkar ist mir doch negativ aufgefallen. Gefühlt hat man da einen Luftstand von 30 - 40 Metern, obwohl das vom Gelände her gar nicht notwendig wäre.
 
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