playjam schrieb:
DAB schrieb:
[...] Insgesamt bleibt alles beim ALTEN: Unter Woche außerhalb der Ferien kann man, wenn man das Sportliche zurückstellt, einige netten Stunden am Wurmberg verbringen, ansonsten hat das GANZE mit SKIFAHREN wenig zu tun und sollte am Wochenende gemieden werden!
Ich war am Eröffnungs-Sonntag da. Dein Fazit kann ich überhaupt nicht teilen. Im Gegensatz zu vorher kann man jetzt an vollen Wochenenden am Wurmberg vernünftig Skifahren.
Also bei aller Freundschaft zu Playjam, so neige ich nun aus persönlicher Erfahrung dazu, die Meinung von DAB zu teilen!
Wenn man jedoch wie Playjam den Wurmberg mit dem Zustand zuvor vergleicht, dann kann man auch seine Sichtweise gelten lassen. Vergleicht man den Wurmberg jedoch in Sachen Preis/Leistung mit den anderen großen Mittelgebirgsskigebieten, dann fällt das Ergebnis sehr bescheiden aus.
Wurmberg Montag 3.2.2014:
Pünklich um 8.55 Uhr stand ich heute (nach 5 Jahren Wurmberg Ski-Abstinenz) an der Talstation und kaufte ein 4 Std. Ticket. Oben ausgestiegen, die ersten rollende Augen.
Die zuvor in anderen Posts bereits geschilderte Steinesituation war immer noch gegenwärtig und man hat nichts unternommen, um dem Abhilfe zu schaffen, dabei steht dort eine riesen Kanone und eine Lanze.
Es war heut Nacht kalt genug, zwar mit relativ hoher Luftfeuchte, aber für ein bisschen Ausbesserungsschnee hätte es reichen müssen. Warum hat man mit der Kanone nicht schon in der letzten Woche ein riesiges Depot angelegt, von dem man jeden Abend hätte die ersten 50m Piste ausbessern können.
Die WSB nimmt billigend in Kauf, das sich jeder Besucher die Skier runiniert -
empfinde ich als gewaltiges Ärgernis! Trotz sehr vorsichtiger Fahrweise habe ich zwei tiefe Belagschäden unter den Hufen, denn wie andere hier schon geschildert haben, man muss da durch... Die erste Stunde war das noch halbwegs o.k., doch mit zunehmender Zeit wurden immer mehr Steine aufgewühlt. Allerdings lagen bereits um 9.10h (ich war einer der Ersten oben) viele faustdicke Steine auf der Piste. Die hätte das Personal wenigsten zuvor mal einsammeln können. ich gehe jedoch davon aus, das mein heutiges Erlebnis "relativ harmlos" war gegenüber den WoE-Schilderungen. Sogar geübte Skifahrer wussten sich lt.
http://www.skifahren-imharz.de nicht mehr zu helfen.
Zuerst bin ich die Talabfahrt zwei mal komplett runter, zwar alles sehr seichte Piste aber
3km Abfahrt sind trotzdem nett (wo gibt es das sonst außerhalb der Alpen?!). In der unteren Sektion oberhalb des Felsens war die Piste auf ca. 200m Länge jedoch ebenfalls in sehr kritischen Zustand. Auch hier für mich unverständlich, warum man von den existierenden Depots nicht Schnee auf die Piste geschoben hat?! Die Pistenpräparierung lässt trotz Möglichkeiten arg zu wünschen übrig.
Anschließend bin ich den Sonnenhang runter und dann den Hexenritt. Auf letzterem ebenfalls viele Steine (teilweise 2fach Faustgroß). Daher hat die Piste keinen Spaß bereitet, da man vorsichtig Slalom um die Steine fahren musste. Vom Lift waren regelmäßig Stürze zu sehen, von Leuten, die mit Schmackes auf einem Stein kleben geblieben sind. Die einzige Abfahrt, die man ohne Steineobacht genussvoll fahren konnte, war die Panoramaabfahrt bis Mittelstation.
Das es keinerlei Beschilderungen für die Pisten gibt ist ebenfalls ein NoGo! Aus dem Sessel habe ich ein ca. 10jähriges Mädchen hilfeschreiend im Schneepflug den "schwarzen" Hexenritt runtersausen sehen mit Sturz. Man kann von oben nicht sehen, dass die Piste steil wird und dies nicht zu beschildern ist grob fahrlässig! Wer kann davon ausgehen, wenn alle anderen Pisten seicht sind?!
Der Ziehweg von der Panoramapiste zum Kaffeehorst ist nicht abgesperrt gewesen, sondern war sogar präpariert. Wer kann ahnen, dass da irgendwann im Wald Schluss ist mit Schnee, weil die Raupe diesen zerfahren hat. Ich fuhr folglich in der Annahme einer geöffneten Piste dort lang und musste auf steinigem Waldweg bremsen und abschnallen - toll für die Beläge.
Gegen 10.30h wurd es voller und ab 11Uhr Betrug die Wartezeit am Sessel knapp 10 Min.; Zunehmend zog Nebel auf und die Sicht wurde oberhalb 800m schlechter! Mittelstation um 12 Uhr ca. 20 Min. Wartezeit, um dies zu umgehen bin ich in Hoffnung auf geringere Wartezeit ins Tal gefahren, doch dort betrug die Wartezeit ca. 30 Min., deshalb hab ich Feierabend gemacht - als ich dann die unglaubliche Schlange an der Kasse gesehen habe, war ich etwas fassungslos.
Was ich heute Vormittag - an einem Montag!!! - an der Kasse gesehen habe, war dilettantisch!!!
Nur EINE Kasse an der Talstation offen und die Kassenwarteschlange betrug um 12 Uhr mind. 30 Min. um 13h war es nur unwesentlich besser. DAB hat bereits von Kassenwarteschlangen von 45Min. berichtet und im Harz-Forum wurden gar 60 Min. gemeldet!!!! Die müssen die Tickets auf Halde vorproduzieren, doch das war nicht der Fall, wovon ich mich persönlich überzeugt habe.
Ein DinA4 großes Schild am Baum, dass man doch die Kasse entlasten könne, indem man zum Hexenritt fährt, wo das Parkticket ebenfalls gültig ist, empfinde ich als Hohn. Wer steigt wieder ins Auto, nachdem er Skier rausgeholt und Skischuhe angezogen hat?! Die Zweite Kasse öffnen würde die Schlange um 50% reduzieren, aber von Kundenservice haben die Harzer offensichtlich noch nichts gehört!
Es gibt zudem kein gescheites Verkehrsleitsystem (nicht einmal große Hinweisschilder sondern nur kleine Provisorien) - die Stadt hat zwei Jahre zeit gehabt, sich darauf vorzubereiten. Die meisten Leute wissen nichts vom neuen Hexenrittparkplatz, der heute noch ca. 25% Kapazität frei hatte, während an der Talstation alles hoffnungslos überfüllt war.
Bereits vor dem Ort Braunlage braucht es an B4 und B27 große elektronische Leittafeln, welche den P-Status anzeigen und die Ströme lenken.
Ich habe kein Verständnis für ein derart unprofessionelles Gästemanagement - der Harz macht seinem schlechten Ruf damit mal wieder alle Ehre.
Um 13 Uhr war ich mit dem PKW nochmal hoch zum Kaffeehorst gefahren. Da war die Warteschlange 4SB dann fast komplett weg, doch der Nebel oberhalb Kaffeehorst wurd immer dichter, weshalb viele wahrscheinlich Schluss gemacht haben.
Was mir noch extrem negativ auffiel war die Handhabung am SL:
Es waren viele Kinder (Winterferien in McPom, BB, SA und B) und Anfänger da, die nicht klarkamen. Da war kein Personal, welches den Bügel anreichte, was in Willingen an jedem SL zumindest bei stärkerem Betrieb gemacht wird. Schlimmer noch, der Lifter hat oftmals gar nicht gesehen, wenn die sich verfangen haben und gestürzt sind (folglich den Lift auch nicht angehalten), da er gleichzeitig eine Kasse bedient. So was hab ich noch nirgends gesehen - unglaublich!
Ich hab den Lifter angesprochen und gesagt, dass es wünschenswert wäre, wenn ein Mann zum Bügel anreichen abgestellt werden könne, weil die Kinder und Anfänger vielfach nicht klarkommen... Seine Antwort war die absolute Krönung: "Kinder dürfen gar nicht allein fahren!"
Fazit: Der Wurmberg ist im Vergleich zu anderen großen Mittelgebirgsskigebieten eine Servicewüste. Die müssen noch viel lernen!
Mich wird der Wurmberg diese Saison nur noch mal sehen, wenn dort wirklich steinfreie Schneeverhältnisse sind. Eine Alternative zu Willingen ist der Wurmberg für mich nicht, denn bis auf die 500m Hexenritt sind die Pisten zwar lang aber langweilig und der neue hängende Sonnenhang ist wahrlich kein Brüller. Am meisten Spaß hat mir heute die verbreiterte Panoramaabfahrt bereitet. Daher teile ich die Meinung von DAB, man kann wochentags ein paar nette Stunden haben, aber mit Skifahren hat das subjetiv auch für mich wenig zu tun.
Der jetzige Wurmberg ist für Norddeutschland dennoch ein Gewinn und ein hoffnungsvoller Anfang...
Mit dem heutigen Montagsbetrieb ist der Berg an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Mehr packt er nicht... ich kann wie DAB niemandem Empfehlen da am Wochenende hinzufahren.