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Herstellung einer Industrieskipiste

Kris

Nebelhorn (2224m)
Eindrucksvolles Video vom Bau einer perfekten Industrieskipiste mitsamt Aufstiegsanlage:


(Das coole ist zudem, dass der Film von den Kronplatzseilbahnen in Auftrag gegeben sein könnte (weil das Gezeigte toll wirkt wenn man es mag). Oder aber von einer Umweltschutzorganisation (weil das Gezeigte fürchterlich wirkt wenn man es nicht mag)


:-)
 
Krass...
da gibt es eigentlich keine Unterschied mehr zum Bau einer Autobahn, mit Ausnahme der Fahrbahn die bei einer Autobahn noch dazukommt.
Aber warum werden Skipisten eigentlich nicht auch betoniert und dann grün, braun oder grau (je nach Umgebung) angestrichen? Würde sicher helfen die Pisten vor Erosionen zu schützen und eine noch einfachere Beschneiung zu garantieren. Mit Kühlschlaufen im Beton könnte man dann auch bei Plusgraden beschneien. Das hätte diesen Frühwinter bestimmt einen Wettbewerbsvorteil gebracht.
Bin gespannt wann das mal ungesetzt wird...
 
Danke für den äußerst interessanten Link. Wahnsinn, welche Maßnahmen hier ergriffen wurden um das Projekt Ried zu verwirklichen. 8O 8O
 
Hab schon drauf gewartet, daß das mal jemand hier reinstellt (noch ein Thread zum gleichem Thema? Wenn's sein muß...)

Mich würde mal interessieren, wieviele der User hier tatsächlich schon mal vor Ort waren beim Bau einer Skipiste. Das Resultat unterscheidet sich jedenfalls nicht wesentlich von dem, was in den 70ern/80ern pistenmässig auch schon gebaut wurde. Es wäre im vorliegenden Fall auch eine äußerst gewagte Behauptung zu sagen, man hätte mit Gewalt eine Piste in skiuntaugliches Gelände gesprengt. Da gibt's quer über die Alpen wesentlich krassere Beispiele (ca. 80% des Geländes von Alpe d'Huez z.B. dürfte wesentlich ungeeigneter sein als der Kronplatz).

Einziger Unterschied:
- früher hat man die Bäume halt noch von Hand gefällt
- früher dürften die Bagger etwas kleiner gewesen sein
- das ganze hat dann halt entsprechend 1-2 Sommer gedauert und nicht 3 Monate
- am wichtigsten: früher hat kein Mensch Bilder und schon gar keine Videos von solchen Baumaßnahmen gemacht
 
Downhill schrieb:
Hab schon drauf gewartet, daß das mal jemand hier reinstellt (noch ein Thread zum gleichem Thema? Wenn's sein muß...)

Mich würde mal interessieren, wieviele der User hier tatsächlich schon mal vor Ort waren beim Bau einer Skipiste. Das Resultat unterscheidet sich jedenfalls nicht wesentlich von dem, was in den 70ern/80ern pistenmässig auch schon gebaut wurde. Es wäre im vorliegenden Fall auch eine äußerst gewagte Behauptung zu sagen, man hätte mit Gewalt eine Piste in skiuntaugliches Gelände gesprengt. Da gibt's quer über die Alpen wesentlich krassere Beispiele (ca. 80% des Geländes von Alpe d'Huez z.B. dürfte wesentlich ungeeigneter sein als der Kronplatz).

Einziger Unterschied:
- früher hat man die Bäume halt noch von Hand gefällt
- früher dürften die Bagger etwas kleiner gewesen sein
- das ganze hat dann halt entsprechend 1-2 Sommer gedauert und nicht 3 Monate
- am wichtigsten: früher hat kein Mensch Bilder und schon gar keine Videos von solchen Baumaßnahmen gemacht

Ja und ?
Gefallen muss es einem doch trotzdem nicht, oder?

Mt. Cervino schrieb:
Krass...
da gibt es eigentlich keine Unterschied mehr zum Bau einer Autobahn, mit Ausnahme der Fahrbahn die bei einer Autobahn noch dazukommt.
Aber warum werden Skipisten eigentlich nicht auch betoniert und dann grün, braun oder grau (je nach Umgebung) angestrichen? Würde sicher helfen die Pisten vor Erosionen zu schützen und eine noch einfachere Beschneiung zu garantieren. Mit Kühlschlaufen im Beton könnte man dann auch bei Plusgraden beschneien. Das hätte diesen Frühwinter bestimmt einen Wettbewerbsvorteil gebracht.
Bin gespannt wann das mal ungesetzt wird...

Genau dieser Gedanke schoss mir auch sofort durch den Kopf...
 
Mt. Cervino schrieb:
Krass...
da gibt es eigentlich keine Unterschied mehr zum Bau einer Autobahn, mit Ausnahme der Fahrbahn die bei einer Autobahn noch dazukommt. ...
Vorsicht - Ähnliches habe ich mal an anderer Stelle gechrieben - was dann administrativ gelöscht wurde :twisted:

Downhill schrieb:
Einziger Unterschied:
- früher hat man die Bäume halt noch von Hand gefällt
- früher dürften die Bagger etwas kleiner gewesen sein
- das ganze hat dann halt entsprechend 1-2 Sommer gedauert und nicht 3 Monate
- am wichtigsten: früher hat kein Mensch Bilder und schon gar keine Videos von solchen Baumaßnahmen gemacht
Das stimmt so nicht. Sofern damals Pisten in heutiger Qualität gebaut wurden, wurde das auch kritisiert.
Damals war diese Pistenqualität aber die Ausnahme, heute die Regel. Das ist der Hauptunterschied.
 
Das Wintererlebnis auf obiger Piste sieht dann so aus:



Es erscheint mir das Baugeschehen im oberen Video allemal wesentlich spannender als das Abgleiten auf der dann fertigen Piste selbst ...
(NB: Absperrungen sind noch nicht alle eingerichtet anscheinend...wurde im funivie.org forum beanstandet)
 
^^^Nein wieso?

Den Kronplatz kenne ich lediglich vom Radlfahren. Ich bin mir auch der Meinung, dass diese Abfahrt wie auch der gesamte Kronplatz für die Seilbahngesellschaft und für den materiellen Wohlstand im zentralen Pustertal allgemein eine große Bedeutung haben.

Die Meinung mancher beteiligten Locals zu dem Ganzen unterscheidet jedoch nicht mal von der meinigen: Scrubt mal im Bauvideo auf Minute 1:30, wo die grosse Forstmaschine zum wegfräsen der Baumstumpfe gezeigt wird...
 
Wie kannst du dann sagen ob die Piste spannend ist oder nicht? Aber ist OK, fahrt alle nicht dort hin, so hab ich mehr Platz dort.
 
@ BR403: Weil unsere Retros halt mal wieder von den alten Bausünden auf die se halt so stehen ablenken wollen.
Früher war halt alles Besser. Einfach wegsprengen und gut ist. Berggipfel komplett zubetonieren, passt auch. Heute wird ausführlichst dagegen gewettert.

Umweltverträglichkeitsprüfung? Gabs ja damals zum Glück nicht.
 
Downhill schrieb:
Hab schon drauf gewartet, daß das mal jemand hier reinstellt (noch ein Thread zum gleichem Thema? Wenn's sein muß...)

Mich würde mal interessieren, wieviele der User hier tatsächlich schon mal vor Ort waren beim Bau einer Skipiste.
Wenige hundert Meter vor der Haustüre endet eine selbige...auch diese wird Jahr für Jahr weiter optimiert.
Das Resultat unterscheidet sich jedenfalls nicht wesentlich von dem, was in den 70ern/80ern pistenmässig auch schon gebaut wurde.
Jein. Heute wird der Pistenbau auch aufgrund der Notwendigkeiten der künstlichen Beschneiung wesentlich strikter parametrisiert, und diese konsequent im gesamten Skigebiet angewendet. Insbesondere wird heute nahezu ohne Ausnahme die im Video dokumentierte Art von Standardband hingelegt. Ein Entrinnen ist ja vielerorts kaum noch möglich.
Pistenbau in den 1970ern war bzgl. Begrünung noch eher Tolerant. Heute möchte der Fremdenverkehr im Sommer keine ausgewaschenen Wasserrinnen im Pistenplenum sehen. Es muss vorzeigbares sattes Grün sein.
Es wäre im vorliegenden Fall auch eine äußerst gewagte Behauptung zu sagen, man hätte mit Gewalt eine Piste in skiuntaugliches Gelände gesprengt.
Das wird ja obig weder behauptet noch bewertet. Wobei die Riedpiste in weiten Abschnitten schräg entlang einer hängenden Bergflanke verläuft, was entsprechende Modellierungen mit sich führt: Hängende Pisten sind wenig beliebt und zudem auch schwer zu bewirtschaften.
Da gibt's quer über die Alpen wesentlich krassere Beispiele (ca. 80% des Geländes von Alpe d'Huez z.B. dürfte wesentlich ungeeigneter sein als der Kronplatz).

Einziger Unterschied:
- früher hat man die Bäume halt noch von Hand gefällt
Denke in den 70er gab es bereits kräftige Motorsägen...
- früher dürften die Bagger etwas kleiner gewesen sein
Nicht nur die Bagger, sondern auch Laster etc...die Wälder waren ein den 1970ern noch kaum durchdrungen von Fortsstrassen, die das Befahren mit modernen Forstfahrzeugen erst möglich machten
- am wichtigsten: früher hat kein Mensch Bilder und schon gar keine Videos von solchen Baumaßnahmen gemacht
In der Tat gab es ehemals kaum Möglichkeiten, nicht "autorisierte" Dokumentationen einem breiten Publikum zugänglich zu machen... Ich meine es ist generell gut, dass dem heute so ist...
 
Lauter Experten hier, kaum hat man ein eineinhalbminütiges Video gesehen :D
Also ich kann auf Anhieb etliche Pisten (aus Opas Zeiten) nennen, wo das Gelände genauso (oder mehr) angepasst wurde wie bei der Ried.
Z.B. Sylvester, Saslong, schwarze 3 nach Wolkenstein, quasi alles an der Portavescovo...
Hier in D auch, z.B. auch schon die alte Kandahar... eigentlich jede etwas breitere Abfahrtspiste im Wald...

Komischerweise wurden diese jahrzehntelang nie als "Industriepisten" bezeichnet. Wenn dieser Neologismus nun seitens mancher hier dazu dienen soll, Skigebiete in die Kategorien "gut" und "schlecht" einzuteilen - meinetwegen. Ich halte nicht viel von diesem Schwarz-Weiß-Denken. (Ja, ich fahr auch durchaus mal Off-Piste, und auch ein Skitag z.B. am Brauneck mit lauter alten Schleppern und DSBs kann manchmal sehr viel Spaß machen!)
 
Kann die Aufregung nicht verstehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten sieht es am Kronplatz im Sommer sehr ordentlich aus - ohne sichtbare Vegetationsschäden oder Steinwüsten. Schaut Euch das Ergebnis nächsten Sommer im Juni/Juli an, ich denke dann kann man urteilen, ob gut oder schlecht gebaut wurde. Aus meiner Sicht hat man hier professionell und zügig eine Piste gebaut, die den heutigen Anforderungen für einen wirtschaftlichen Skibetrieb genügt. Auch klar, dass das wüst aussieht, das geht für mich aber in Ordnung wenn man die Spuren wieder beseitigt, der Eingriff in die Natur beschränkt sich auf die unmittelbare Piste. Wenn wir auch in 20 Jahren noch Skifahren wollen, braucht es eben Gebiete, die effizient arbeiten und Ertrag bringen. Auch ich fahre gerne mal Off-Piste und in Gebieten wo die Zeit stehen geblieben ist, aber eben auch gern in den Dolomiten mit den hier so geschmähten Industriepisten. Ich mag's, auf perfekt präparierten Pisten auch die Geschwindigkeit zu erleben, ohne Angst zu haben, mir mein Material an irgendwelchen Steinen zu ruinieren.
 
Ist ein hoch interessantes Video, was eben viel Raum für verschiedene Meinungen lässt. Andere bauen Autobahnen durch die Pampa oder Staudämme oder begradigen Flüsse ... alles mit dem Hinweis auf einen gewissen Sinn ... wieso dann keine Skipiste?
 
Interessante Disskussion.
Meines Erachtens geht es hier auch gar nicht darum, eine Wertung vorzunehmen, ob das nun "gut" oder "böse" ist.
frank123 schrieb:
Aus meiner Sicht hat man hier professionell und zügig eine Piste gebaut, die den heutigen Anforderungen für einen wirtschaftlichen Skibetrieb genügt.
Genau das ist der Punkt: Pisten werden nicht mehr nur ausschließlich nach dem Aspekt des Abfahrtserlebnisses gebaut. Ebenso wichtig für den Betreiber ist es, die Pisten möglichst effizient bewirtschaften zu können. Kunstschnee ist teuer. Je glatter das Gelände umso effizienter, d.h. mit weniger Schnee, kann man eine Piste herrichten.
Für die Präparierung gilt das gleiche. Das sind scheinbar die Erfordernisse eines kommerziell erfolgreichen Skibetriebes. Die daraus resultierende Uniformität und Austauschbarkeit ist nur die logische Konsequenz dessen.
 
Kris schrieb:
Es erscheint mir ist das Baugeschehen im oberen Video allemal wesentlich spannender als das Abgleiten auf der dann fertigen Piste selbst ...
Mitten im ersten Video hatte ich egtl. große Lust, die Piste zu fahren, schön kurvig durch den Wald. Die frisch gerodete Piste, ab 1:35. Aber ab 1:44 und das Ergebnis im zweiten Video brachte mich wieder auf den Boden der Realität ins Jahr 2011 zurück - nein, danke.
 
Winterhugo schrieb:
Ist ein hoch interessantes Video, was eben viel Raum für verschiedene Meinungen lässt.

...die aber scheinbar hier nicht erwünscht sind. Keine Ahnung warum die Kronplatzrutscher immer gleich so abgehen... Es will euch doch niemand euren geliebten Kronplatz wegnehmen :knuddel:
 
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