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Historisches vom Kitzsteinhorn

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Das ist mit neu. Der Betrieb mit einem Fahrzeug ist irgendwie unsinnig, was soll dann als Gegenwagen fungieren? Ein Gegengewicht? Denn in Folge dessen schafft bei einseitiger Auslastung nur jede 2. Fahrt Personen weg. Auch eine zweite Röhre finde ich unnütz. Wenns schon unbedingt sein muss, dann halt einen Fluchttunnel für Fußgänger. Nebenbei, hast du auch zufällig den Bericht oder das dazugehörige Gesetzblatt parat? Denn in der Zeitung steht viel, vor allem wenn der Tag lang ist. Vermutlich Bildzeitung :lol:
Einfach in regelmäßigen Abständen im Tunnel so beleuchtete Fluchtschilder, wie in Autotunnels montieren, die einem die verbleibende Anzahl an Metern zum talwärtigen Ausgang bzw. zum unterhalb liegenden Querstollen aufzeigt, wäre am sinnvollsten.
 
Mit Gesetzesparagraphen kann ich nicht dienen :wink: . Eine seriöse Zeitung war es wohl schon. Ist aber auch schon 9 Jahre her.
 
Im österreichischen Seilbahngesetz und auch im ganzen Eisenbahngesetz jedenfalls lässt sich dazu nichts finden, was für eine Tunnelstandseilbahn ein Zweiröhrensystem vorschreiben würde bzw. was dieses Thema auch nur ansatzweise umreißen würde. :help:
 
darkstar schrieb:
Zum Standseilbahn, ob man fahren könnte...Also nichts, was man nicht beheben könnte. Am Besten zwei neue Wagen besorgen, damit auch niemand sich gekränkt fühlt und fertig.
Ich befürchtete eher, daß brandbedingte Hitzeschäden am Beton und dessen Armierung im Tunnel ohne eine sehr teure Sanierung einer Wiederinbetriebnahme entgegenstehen und erst dann an eine Reaktivierung gedacht würde wenn die Zubringerkapazität nicht mehr ausreicht. Möglicherweise wurden auch die Genehmigungen für die neuen Zubringerbahnen nur unter der Auflage erteilt das die Standseilbahn im Gegenzug endgültig stillzulegen ist.
 
War vor kurzem mal wieder in Kaprun... muss sagen dass ich es nach dem Unglück eine Weile gemieden habe. War zuvor ein Mal mit eben jener SSB unterwegs.
Eine Mittelstation ist mir gar nicht in Erinnerung. War das ein Bedarfshalt? Und konnte man nur nach oben fahren? Ein Einstieg in Richtung Tal stell ich mir gerade irgendwie schwierig vor...

Und wenn sie die Bahn nicht wieder eröffnen, könnten sie das pompöse Bauwerk ja abreissen, irgendwann müsste es ja mal saniert werden, wenns nicht zusammenfallen soll... und außerdem versprüht sone "geisterbahn" (bitte nicht falsch verstehen in Hinblick auf das Unglück) nicht den allerbesten Charme...
 
Das könnte durchaus sein, allerdings weiß ich ja nicht, wieviel Spritzbeton dort nützen würde. Wenn aber das Ganze einsturzgefährdet wäre, wäre man allerdings sicher anders verfahren, z.B. Brücke abtragen, etc.
Der Zugang im Alpincenter ist ja auch noch immer vorhanden. Dort stehen halt jetzt ein paar Schließfächer und die Scheiben sind mit Plakaten verklebt. Wenn man rüber zur Gletschermühle geht, kann man auch noch die Türen am Bahnsteig erkennen, die gemeinsam mit denen des Zuges geöffnet und geschlossen wurden.
Die Mittelstation ist halt die Ausweiche, von der führt ein 600m Querstollen nach außen. Vermutlich kennst du die kleine Hütte, die man von den Kabinenbahnen sieht. Dort konnte man jederzeit aussteigen, auch im Sommer, z.B. wenn man zur Salzburger Hütte wollte (konnte aber auch vom Langwied erreicht werden).
Versteh nicht, was ihr gegen die Bahn habt. Bin mit derselben früher auch als kleiner Bub gefahren. War halt bei Hochbetrieb eng, aber schnell. Eurem Standpunkt nach dürfte man nicht mehr durch den Tauerntunnel fahren, weil da war ja auch ein Brand oder nicht mehr mit einem Flugzeug fliegen. Aber letzteres werdet ihr beide tun, nur gegen die Standseilbahn habt ihr was, warum?
 
darkstar schrieb:
Das könnte durchaus sein, allerdings weiß ich ja nicht, wieviel Spritzbeton dort nützen würde. Wenn aber das Ganze einsturzgefährdet wäre, wäre man allerdings sicher anders verfahren, z.B. Brücke abtragen, etc.
Konkrete Einsturzgefahr besteht vermutlich noch nicht aber für eine eventuelle Wiederaufnahme des Personentransports würde die Behörde sicher eine akribische Untersuchung des Tunnels und dessen Sanierung fordern. Dazu müsste aber nicht nur neuer Beton aufgetragen sondern zuerst der alte inklusive der hitzegeschwächten Armierung entfernt werden; je nach Bergdruck würde das ne teure Angelegenheit. Einfach ne zusätzliche Innenröhre einbauen ginge wahrscheinlich aus Gründen des dann verbleibenden verkleinerten Tunnelquerschnitts ebenfalls nicht.
Nachdem aber keine weiteren Teile der Bahn abgetragen wurden vermute ich, daß man sich eine spätere Wiederinbetriebnahme seitens des Betreibers sehr wohl offenhalten möchte. Spricht meiner Meinung nach auch nichts dagegen denn die Toten werden von einer endgültigen Stillegung auch nicht mehr lebendig und wer beim Befahren ein komisches Gefühl befürchtete kann ja problemlos ausweichen.
 
Petz schrieb:
Nachdem aber keine weiteren Teile der Bahn abgetragen wurden vermute ich, daß man sich eine spätere Wiederinbetriebnahme seitens des Betreibers sehr wohl offenhalten möchte. Spricht meiner Meinung nach auch nichts dagegen denn die Toten werden von einer endgültigen Stillegung auch nicht mehr lebendig und wer beim Befahren ein komisches Gefühl befürchtete kann ja problemlos ausweichen.
Das könnte durchaus sein, dass der Tunnel an der Stelle neu ausgekleidet werden muss. Mit letzterem stimmte ich mit dir vollkommen überein, zunächst wurde ja mit dem Hintergedanken gespielt, die Bahn für Materialtransport zu reaktivieren, allerdings wurde inzwischen auch die Straße vom Maiskogel zum Salzburger Boden gebaut. Und dieses Jahr soll sie bis zum Alpincenter verlängert werden, damit man nicht mehr von der alten PB abhängig ist. Und ja, die Toten sind nunmal leider tot, und life goes on. Ich persönlich hätte kein Problem dabei, dort einzusteigen, ich würde die Wiederaufnahme des Betriebes in jeder Hinsicht begrüßen.
Und nebenbei, die Bahn hat von 1974 bis 2000 Millionen Passagiere reibungslos und ohne Zwischenfall transportiert. Dann geschieht ein Unglück und deswegen soll alles vorbei sein? :nein:
 
Wie gesagt, ich denke nicht, dass die Bahn noch für den Personenbetrieb wieder in Betrieb gehen wird- für den Materialtransport schon eher (das war doch sowieso schon mal im Gespräch --> die GBK wollten doch den noch heilen Wagen umbauen, dass dieser für den Materialtransport geeignet ist). Eine Reaktivierung für den Personenverkehr ergibt, vorallem wenn man an die Sache mit einer neuen Zubringerbahn vom Maiskogel aus denkt, keinen Sinn. Dann hätte das Kitzsteinhorn am Schluss 4 Zubringerbahnen!
Den Tunnel einfach dicht machen ist auch so eine Sache. Verläuft da nicht auch in der Nähe ein Druckstollen der Stauseen?
 
habe folgendes Bild gerade gefunden:

http://www.panoramio.com/photo/27851155

Mir ist nur nicht ganz klar von wo dieses Bild aufgenommen wurde; anscheinend durch eine Dachluke. Zeitlich wurde ja wohl noch dem Unglück aufgenommen.
 
Das ist der Bahnsteig an der Bergstation. Zu sehen ist das Gegengewicht, mit dem der verrußte Gletscherdrache zu Tal gelassen wurde, nachdem die ausgebrannte Kitzsteingams schon davor mitsamt verbogenen Schienen abtransportiert wurde.
Derjenige ist auf das Dach der Bergstation geklettert.
 
ruebe123 schrieb:
Eine Mittelstation ist mir gar nicht in Erinnerung. War das ein Bedarfshalt? Und konnte man nur nach oben fahren? Ein Einstieg in Richtung Tal stell ich mir gerade irgendwie schwierig vor...
Soweit ich mich erinnere konnte man bei jeder zweiten Fahrt einsteigen --- sowohl berg- als auch talwärts.
Die Zufahrt durch den Tunnel zur Station war jedes mal ein kleines Abenteuer. Durch eben diesen Tunnel haben sich ja wohl auch die paar wenigen Überlebenden gerettet.
 
Ah, jemand der die Breitriesenalpstation noch miterlebt hat :) .
Die Überlebenden sind jedoch zum talseitigen Tunnelportal ausgestiegen, die Breitriesenalpe wäre einiges bergwärts von der Unfallstelle gewesen und somit unerreichbar für die Menschen aus dem Wagen.

Hat eigentlich irgendjemand noch Fotos von der alten Station (wo diese noch im Betrieb war) bzw. von der dazugehörigen Piste? Würde mich mal interessieren.
 
Peter1971 schrieb:
Soweit ich mich erinnere konnte man bei jeder zweiten Fahrt einsteigen --- sowohl berg- als auch talwärts.Die Zufahrt durch den Tunnel zur Station war jedes mal ein kleines Abenteuer. Durch eben diesen Tunnel haben sich ja wohl auch die paar wenigen Überlebenden gerettet.
Ja, Einstieg in beide Richtungen. Durch den Querstollen hat sich sicherlich keiner gerettet.
 
An den Stollen kann ich mich erinnern; dass man auf der Matte rutschen konnte, war ein Gerücht; ich erinnere mich an eine mächtige Schieberei.

Und im Mai 1992 hielt dort jeder Zug bei Bedarf; sobald man bei der Mittelstation geklingelt hatte.
Der Begleiter des bergfahrenden Zuges stieg dann aus und öffnete die Tür zu den Bahnsteigen.
 
...ich bin mit der alten Bahn schon x-mal gefahren!
Allerdings war das immer zu dem "Nebensaisonzeiten" im Herbst oder Frühjahr als man die Station auf Skier nicht erreichte.
Angehalten hat der Zug nur einmal wenn ich mich recht erinnere. Wie das dort aussah kann kann ich nicht sagen da man doch immer recht zügig durchgerauscht ist.
Und richtig wahrgenommen habe ich immer nur das Licht an der Mittelstation welches dort immer an war wie auch das große rote Schild der Breitriesenalpe.
Hier noch, zwei nicht ganz so schöne, Berichte.
Aber dort ist der Tunnel und etwas die Staion zu sehen!

http://www.fireworld.at/cms/page.php?id=173
http://www.funimag.com/funimag18/Funimag-Kaprun02.htm
 
Dachstein schrieb:
Kann mir mal irgendjemand mehr Infos zu diesem Stationsbauwerk geben? Wie kam man aus dem Stollen zu den einzelnen Bahnsteigen? War das eher ein größeres Bauwerk, wobei der Querstollen höher als die Tunnelröhre situiert war, um dann über eine Stiege beide Bahnsteige zu erreichen?
Querstollen war niedriger als der Haupttunnel, um zur Talfahrt zum kommen musste man unterhalb der Gleise durch.
 
Also ich bin dort sicher einige Male gefahren, aber soweit ich mich erinnere, konnte man nur in den Wagen 2 einsteigen, ob das nun die Kitzstoagams oder der Gletscherdrache war, da der den Einstieg zur rechten Seite hin hatte...

Und, wenn man mit genug Schwung hinkam und keinen "Piefke :lol: " vor sich hatte, kam man bis auf die letzten 100 Meter gut über die Matten, natürlich mit ein bißchen Stockeinsatz... :lol:
Der Tunnel war nur in der halben Breite mit Langhaarmatten ausgelegt, die andere Hälfte war Betonboden teils mit Gummimatten.
Wenn man dann doch auf einen Langsameren stieß, und laut und energisch genug rief, dann hatte man manchmal sogar das Glück, daß der vor lauter Schreck auf die Seite trat! :lol: :lol: :lol:
Daß derjenige sich dabei auf dem blanken Betonboden, bzw. den Gummimatten kräftig und gleichmäßig verteilte, war uns als Kinder eigentlich wurscht, bzw. trug zu unserer algemeinen Belustigung bei!! :twisted:
 
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