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Interview mit Stubai Chef Klier

Marius schrieb:
Wiedes 2. Statement hört sich ja ganz vernünftig an.
Danke - ich weiß auch nicht, was mich bei meinem 1.Post geritten hat :roll:
[ironie]Hab da wohl gerade meinen Kontostand gesehen...[/ironie] :roll:


@Tyrolens
Du bist mir noch eine Antwort schuldig :wink:
 
^^...und ganz zufällig momentan online ist und gerade keine Lust auf einen Streit hat. Das Neuerschliessungen nicht immer die einzige Rettung sind gebe sogar ich (mit schwerem Herzen) zu, siehe mein Kommentar zu den Ausbauplänen in Wald/Schoberpass, Macesnovec bei Kranjska gora usw. Andererseits ich habe so das Gefühl das Herren wie der Riccabona oder Hasslacher versuchen die Öffentlichkeit an der Nase herumzuführen: bei Projekten in geringer Höhe (siehe Fall Mutterer Alm + Kommentare dazu) schreit man sofort: zu tief, Klimaerwärmung kommt, unrentabel usw. usw. Falls im Hochgebirge oder sogar am Gletscher projektiert wird heisst es: Ansturm auf die Hochgebirgslagen, Eingriff in sensible Hochgebirgslandschaft usw. Meine Herren, ihr dreht euch im Kreis :evil: !!

Auf jeden Fall sind aber Erschliessungen im Hochgebirge auf lange Sicht sinnvoller als z. B. auf 700 m, das muss selbst ich einsehen. Aber bitte mit gescheiter Beschneiung, da ist nach meiner Meinung Herr Klier trotz seiner Jahre sehr weitblickend und viel weniger konservativ als einige seiner um Jahtzehnte jüngere Kollegen :tach: . Ich bin zwar immer noch der Meinung das mir eine Skipiste auf 1000 m mit Beschneiung lieber ist als eine auf 2000 m ohne Schneekanonen, das aber 2000 m mit Beschneiung das beste Kompromiss ist.

Zum Daunjoch: geht bis auf 3057 m. (also etwas die Höhe von Fernau), sieht ganz brauchbar aus, Ost-Hang.

Volle Zustimmung, bin auch :bindafür: , und falls es tatsächlich innerhalb der Skigebietsgrenzen liegt sollte es keine besonderen Probleme bei der Erschliessung geben *unverbesserlicherOptimist*

Es gebe genügend Touristen, die ihren Urlaub mit anderen Freizeitaktivitäten verbringen wollten, sagt er.
Ganz bestimmt. Und noch viel mehr solche die im Dezember unbedingt skifahren wollen, sieht euch die Berichte von den Gletscherskigebieten im November + Dezember an :wink: .

Sollten den schneearmen Wintern weitere Sommer mit Hitzerekorden folgen, dann düften ohnehin nicht nur die Skigebiete, sondern auch die Gletscher den Bach hi­nunterrinnen.
Wir hoffen alle das es nicht passiert, falls aber doch, sehe ich es trotzdem nicht als Katastrophe: was übrig bleibt sind immer noch hochalpine, im Winter relativ schneesichere Skigebiete für den 'normalen' Winterskibetrieb. Siehe Mölltaler Gletscher: der Gletscher selbst ist kaum noch vorhanden, durch tolle Beschneiung gibt es trotzdem seit fast 2 Monaten schon Skibetrieb, während vom Arlberg bis Nassfeld die Saisonstarts verschoben werden. Soweit zum Thema 'sinnlose Erschliessung Mölltaler Gletscher', da könnte man eher sagen die Erschliessungen am Arlberg waren Fehlplanungen ...

überlegenswert, diese Geld- und Energiemenge, die dafür notwendig wäre, in sinnvolle Forschungsmaßnahmen zu investieren, wie der Klimawandel gestoppt oder verzögert werden könnte. Meinetwegen könnte man mit den Millionen auch den Leuten in der "3. Welt" helfen, dass jedes Kind Impfungen und Schulausbildung bekommt etc.
Marius, sag' bitte das du es nicht ernsthaft gemeint hast. Ich habe sonst 'ne ganz gute Meinung von dir :wink:
 
Wiede schrieb:
@Tyrolens
Du bist mir noch eine Antwort schuldig :wink:


Jajaja, ich bin ja schon da.
Ich fragte, weil mir gerade Leute aus dem Flachland sehr oft erzählen, dass sie sehr gerne skifahren und das, obwohl sie gerade mal 5 Skitage pro Jahr zusammen bekommen. Bei solchen Menschen frage ich mich immer, welche Motivation dahinter steckt, überhaupt mit dem Skifahren zu beginnen. IMO lohnt sich das nämnlich kaum, bei so wenigen Skitagen.

Aber da du doch einige Skitage zusammen bekommst, kann ich dich zu diesem Thema nicht weiter befragen... ;)
 
Tyrolens schrieb:
Wiede schrieb:
@Tyrolens
Du bist mir noch eine Antwort schuldig :wink:


Jajaja, ich bin ja schon da.
Ich fragte, weil mir gerade Leute aus dem Flachland sehr oft erzählen, dass sie sehr gerne skifahren und das, obwohl sie gerade mal 5 Skitage pro Jahr zusammen bekommen. Bei solchen Menschen frage ich mich immer, welche Motivation dahinter steckt, überhaupt mit dem Skifahren zu beginnen. IMO lohnt sich das nämnlich kaum, bei so wenigen Skitagen.

Aber da du doch einige Skitage zusammen bekommst, kann ich dich zu diesem Thema nicht weiter befragen... ;)

Ich habe das fast schon so vermutet und kann Dich diesbezgl. auch verstehen.

Ich kann zwar mit Sicherheit nicht mit den Skitagen eines skibegeisterten Tirolers mithalten - finde aber, dass 20-25Tage für einen Nicht-Alpenbewohner sehr viel sind. Immerhin habe ich eine lange Anreise (z.B. Stubai 300km einfach, Hintertux 350km einfach,...) und mich kosten diese 20-25Tage sehr viel mehr Geld als einen Einheimischen (lange Fahrt, Übernachtung, Verpflegung,...) - ich bin aber auch nur ein normaler "Durchschnittsverdiener". Das ist es also, was ich mit "Skifahrer mit Leib und Seele" meine - ich versuche mein möglichstes zu tun und bin nicht nur einmal im Jahr für 5Tage in den Alpen :wink:

Aus welchem Tal kommst Du eigentlich?
Bist Du in Sachen Umwelt aktiv bzw. im Tourismus tätig?

Nochwas zum eigentlichen Thema:
Ich möchte zum Beispiel auch nicht, daß meine Lieblingsabfahrt am Ahorn weiter ausgebaut wird. Dann kommen nämlich mehr Leute und sie würde Ihren Charakter verlieren.
Auf der anderen Seite ist es aber auch eine sehr schwierige Entscheiung, was man machen soll, um Skifahren auf der einen Seite weiter zu ermöglichen und auf der anderen Seite kein Geld zu verschwenden bzw. die Umwelt zu zerstören. Vom Grundsatz her befürworte ich Investitionen, die zum Erhalt des Skibetriebes führen, wenn Sie wirtschaftlich auch sinnvoll sind und nicht im totalen Gegensatz zum Umweltschutz stehen bzw. bewußt die Umwelt kaputt machen. Aber wie gesagt - beim Thema Ahorn Mayrhofen möchte ich aber auch keinen Ausbau.
 
Ja eben. Es braucht schon sehr viel Idealismus, um mit solchen Voraussetzungen wie du sie z.B. hast, auf anständig viele Skitage zu kommen. Mir wäre das wohl zu teuer und zu umständlich.

Ich hab´s da zum Glück angenehmer. Ich wohne im Inntal, am Mittelgebirge und brauche zum Glungezer mit dem Auto 5 Min und mit dem Bus 15 Min. Zum Patscherkofel brauche ich ca. 15 Min mit dem Auto und in die Axamer Lizum ca. 30 Min.

Beruflich habe ich nicht direkt etwas mit dem Tourismus zu tun, aber mit den rechtlichen Aspekten desselben schon.

Und nun habe ich genug von meinem Privatleben erzählt :p
 
Ich habe sonst 'ne ganz gute Meinung von dir

Na, das freut mich aber, dankeschön.

Aber warum soll ich das Statement nicht ernstgemeint haben? Bevor wirklich Geld verschwendet wird (und Energie), sollte man damit Leuten helfen, ein "besseres" Leben führen zu können. Aber wir diskutieren hier nicht über Sinn und Unsinn von Entwicklungspolitik.

Zu Riccabona und Haßlacher:

Herren wie der Riccabona oder Hasslacher versuchen die Öffentlichkeit an der Nase herumzuführen: bei Projekten in geringer Höhe (siehe Fall Mutterer Alm + Kommentare dazu) schreit man sofort: zu tief, Klimaerwärmung kommt, unrentabel usw. usw. Falls im Hochgebirge oder sogar am Gletscher projektiert wird heisst es: Ansturm auf die Hochgebirgslagen, Eingriff in sensible Hochgebirgslandschaft usw. Meine Herren, ihr dreht euch im Kreis

So wir Hr. Klier u. andere Seilbahnlobbyisten sind, sind diese beiden Herren (Gott sei Dank!) eben "Lobbyisten für die Umwelt" bzw. für eine nachhaltige und ausgewogene Landesentwicklung Tirols. Und es wäre deshalb recht naiv zu erwarten, dass sie nicht auch jedes Argument nutzen würden, um für ihre Sache (die keine Schlechte ist!) zu werben. Natürlich kannst du einwenden, es sei ein Zirkelschluss, aber es stimmt doch, dass niedrigere Lagen zunehmend schneeunsicher werden und höhere Lagen das noch sensiblere Ökosystem aufweisen (kurze Vegetationsperioden, Permafrost etc.). Riccabona hat z.B. bei der Erschließung des Kaunertaler Gletschers vor beinahe 25 Jahren auch nicht unbedingt die Erschließung an sich kritisiert, sondern, dass man damals einen wunderbaren Zirbenwald bedenkenlos niedergewalzt hat. Mit einer Zubringer-Seilbahn z.B. hätte man das vermeiden können. Und unrentabel war der Sommerskibetrieb damals auf jeden Fall.

Zum Mölltaler Gletscher: die Erschließung als Sommerskigebiet war auf jeden Fall unrentabel. Es war 1987 ja nicht als Ganzjahresskigebiet gedacht!
 
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