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Jörg Haider ist tot

starli schrieb:
Gibt's eigentlich ein Land mit einem Regierungssystem, wo es keine Regierungspartei & Opposition gibt, sondern alle Parteien mitregieren und Kanzler & Minister von allen Parteien vorgeschlagen werden können, die dann von allen gewählt werden?

Würde so was funktionieren oder seh ich das zu blauäugig?


lol exakt das selbe hab ich mir auch letztens überlegt. ich glaube, da würds aber schonmal daran scheitern, dass sich die leute net drauf einigen können, wer welchen sessel besetzt. aber im prinzip wär das auch eine von mir präferierte lösung.

btw, lustigerweise hat der haider auch vor ein paar jahren so eine idee geboren - stichwort "kabinett der klugen köpfe".
 
Wenn dann nur in der Form, daß die Politik als Minister nur Fachleute vorschlagen darf d. h. jeder Minister müßte eine facheinschlägige Ausbildung nachweisen um für ein bestimmtes Ministeramt überhaupt zugelassen zu werden denn damit würden vielleicht die gröbsten Idiotien verhindert.

@Dachstein, ich sehe keinen Grund Tote auch nur irgendwie zu schonen denn wenn sich jemand zu Lebzeiten jemandes Unmut zuzieht ändert der Tod an dessen Schandtaten nichts. Abgesehen davon hält sich zumindest hinter vorgehaltener Hand sowieso niemand an diese, auf Verklärung gegründete Vorgabe.
 
Jörg Haider war mit 1,8 Promille unterwegs: http://kaernten.orf.at/stories/314986/

Sowas muss man sich vorher überlegen, das kann man von erwachsenen Leuten erwarten. Daher: Selber Schuld, kein Mitleid ... zum Glück hat es keinen anderen Unschuldigen erwischt, wie z.B. den Wagen, den er überholt hat.
 
snowflat schrieb:
Jörg Haider war mit 1,8 Promille unterwegs: http://kaernten.orf.at/stories/314986/

Sowas muss man sich vorher überlegen, das kann man von erwachsenen Leuten erwarten. Daher: Selber Schuld, kein Mitleid ... zum Glück hat es keinen anderen Unschuldigen erwischt, wie z.B. den Wagen, den er überholt hat.
Das sehe ich genauso wie snowflat :!:
 
Und ich würde mir wünschen, daß nicht nur das Land Kärnten wegen des verschrotteten Dienstwagens sondern auch die Haftpflichtversicherung Regreßansprüche geltend machen - Kohle ist bekanntlich ausreichend vorhanden.
Aufgrund der Art des persönlichen Gebrauchs der meisten Politikerdienstwägen würde ich denen sowieso nur Autos mit max. 50 Kw und verplombten Drehzahl - und Geschwindigkeitsbegrenzern zur Verfügung stellen.....
 
Ich hatte mal nen Fiat Panda mit 34 PS - der wäre für so nen Deppen grad richtig gewesen :twisted: 110kmh mit Rückenwind...
Ich hatte schon vorher kein Mitleid - aber nach dem Alkoholtest empfinde ich pure Freude darüber, dass wieder ein Irrer weniger auf der Straße ist.
 
Bergziege schrieb:
Ich hatte schon vorher kein Mitleid - aber nach dem Alkoholtest empfinde ich pure Freude darüber, dass wieder ein Irrer weniger auf der Straße ist.
Ich auch nicht, weil man mit solchen Leuten einfach kein Mitleid haben kann. Und mir kam es irgendwie sehr suspekt vor, dass sich sofort alle "Zeugen" einig waren, er habe keinen Tropfen Alkohol getrunken an dem Abend. Wenn dem so ist, muss er sich ja die 1,8 Promille auf der Fahrt reingepfiffen haben ... unwahrscheinlich.

Mir ist es immer nur wichtig, das Unschuldige nicht mit reingezogen werden. Was mit dem Verursacher passiert ist mir eigentlich wurscht, aber er hat halt für diesen Fehler teuer, sehr teuer bezahlt. Die Strafe folgte in diesem Fall direkt auf dem Fuße.

Aber leider gibt es immer noch genug Irre auf den Straßen, denen scheinbar solche Vorfälle keine Lehren sind. Aber auch diese werden irgendwann in ihre Grenzen gewiesen und sei es so wie in diesem Fall.
 
Da wird sowieso noch was aufkommen.

Warum fährt nicht sein Chauffeur wenn er etwas getrunken hat?

Warum fährt er von Velden über Klagenfurt nach Bärental?

Hat irgendwie einen komischen Geruch das Ganze, als hätte er was gemacht, das niemand wissen sollte.
 
Vielleicht wollte er einfach mal für ein paar Minuten seine Ruhe haben... Viele Leute fahren aus diversen Gründen, die man als Außenstehender nicht unbedingt nachvollziehen kann, nicht auf dem direkten Weg nach Hause.
Auch ein Politiker hat ein Privatleben, und es muss/sollte nicht alles an die Öffentlichkeit getragen werden. Die Familie leidet so schon genug unter dem Verlust, da muss nicht auch noch mehr rumgetratscht und spekuliert werden.


Interessant finde ich an der Geschichte im Moment, dass der Politiker Haider wichtig genug war, dass der Unfall in Deutschland nicht nur in den Hauptnachrichten (z.B. Tagesschau, heute journal, etc.), sondern auch in den Nachrichten regionaler Sender (z.B. HR3, Radio FFH) erwähnt wird. Ansonsten hört man von österreichischer Politik hier gar nichts - gerade mal das Ergebnis der Nationalratswahl wurde bekannt gegeben.
 
Balou schrieb:
Vielleicht wollte er einfach mal für ein paar Minuten seine Ruhe haben... Viele Leute fahren aus diversen Gründen, die man als Außenstehender nicht unbedingt nachvollziehen kann, nicht auf dem direkten Weg nach Hause.
Er hatte 1,8 %o Alkohol im Blut, da sollte man schon meinen, dass ein Mensch seiner Klasse intelligent genug ist und sich nicht hinter das Steuer setzt, wo er ja sowieso einen eigenen Fahrer hat.
 
Meiner Meinung nach kann man bei 1,8%o nicht mehr von Intelligenz oder gesundem Menschenverstand sprechen.
Nach meiner Ansicht stellt sich auch nicht die Frage, warum er seinem Chauffeur freigegeben hat, sondern wann (vor oder nach der Veranstaltung), und warum kein anderer eingeschritten ist und ihm ganz banal ein Taxi gerufen hat.
Aber passiert ist passiert, und hinterher wissen immer alle anderen alles besser. Viele Dinge werden aber wohl nie geklärt werden.
 
Nach einem, in den Medien zitierten Bericht der Staatsanwaltschaft fuhr Haider, nachdem er sich von seinem Chauffeur und den Festgästen (offenbar noch nüchtern) verabschiedet hatte nicht direkt nach Hause sondern besuchte noch ein Nachtlokal. Dort wurde ihm anscheinend aufgrund seines Alkoholpegels sogar angeboten ihn heimzufahren, dies wurde aber von ihm abgelehnt.
 
Auf RTLaktuell wurde gerade noch spekuliert, ob er in der Zwischenzeit in einem weiteren Club, zu Hause oder wo auch immer gewesen ist. Zudem ist es für einen Menschen, der angeblich kein Trinker ist, gar nicht so leicht, sich in 2 Stunden 1,8 Promille anzutrinken.
Irgendwie passt die Todesart zu Rechtsnationalen - siehe der Tod des Parlamentarischen GF der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Uwe Leichsenring. Auch dieser fuhr sich mit seinem PKW tot (http://nip.systemli.org/Article189.html), von Beruf aus war er übrigens Fahrlehrer.
Zwar nur eine Notiz am Rande - bemerkenswert ist für mich, dass Haider einen in Dresden produzierten VW Phaeton gefahren ist, wie ihn auch z.B unser MP fährt (http://www.glaesernemanufaktur.de/gmd.jsp?dok=&lang=&docid=&ap=).
Dresdner
 
Er ist noch nicht einmal bestattet und schon brodelt die Gerüchteküche wie wild! Lassen wir doch einfach mal seine Angehörige und Freunde in Ruhe und Anstand Abschied nehmen und reden dann weiter!

Ich bin kein Sympathisant von J. Haider und/oder der Politik die er vertrat, ganz im Gegenteil. Aber ich finde, was im ersten Artikel des deutschen Grundgesetz steht sollte man jedem Menschen zugestehen!

Die Diskussion über J. Haiders Tod wurde in ein eigenes Topic überführt.
 
Soweit ich den Medienberichten entnehme hatte Haider seinen Chauffeur freigegeben bevor er selbst Richtung Bärental abfuhr.
Das war wohl ein Fehler.
Andererseits könnte da sogar noch der Chauffeur zur Verantwortung gezogen werden. Immerhin hat er einer fahrunfähigen Person den Autoschlüssel übergeben.
Von dem her kann man wirklich von Glück reden, dass nur der fehlbare Lenker ums Leben gekommen ist.
Aber es ist natürlich klar, jeder Todesfall auf der Strasse ist einer zu viel.

Gibt's eigentlich ein Land mit einem Regierungssystem, wo es keine Regierungspartei & Opposition gibt, sondern alle Parteien mitregieren und Kanzler & Minister von allen Parteien vorgeschlagen werden können, die dann von allen gewählt werden?
Bis am 13. Dezember 2007 war dies in der Schweiz mehr oder weniger der Fall.
Danach hat eine Partei entschieden in die Opposition zu gehen. Aber so wie es aussieht ist da der Schuss ziemlich nach hinten raus gegangen.
Problem ist natürlich gerade beim CH-System dass es sehr träge ist und ausschliesslich von Kompromissen lebt. Aber manchmal wäre es schon notwendig, dass eine Reforum zu 100 % und konsequent durchgesetzt wird. Dies ist in der Schweiz aber nicht möglich, sondern da erhält die Reform schlussendlich noch 200 Ausnahmen, damit sie vom Parlament durchgewunken wird.
 
Bergziege schrieb:
empfinde ich pure Freude darüber, dass wieder ein Irrer weniger auf der Straße ist.

Was für ein armseliges Leben muss das sein, wenn man "pure Freude" über den Tod eines anderen Menschen empfinden kann.

:schaemdich:
 
Naja pure Freude ist schon etwas hart.
Die Fakten kennen wir alle, anscheinend waren es 1,8 Promille und auch wenn es Leute gibt, die mit 1,8 nicht mal mehr sitzen können, und andere, die erst mit 1,8 gute Laune bekommen, gehört Alkohol nunmal nicht ans Steuer. Dann lese ich heute auch noch was von 170km/h anstatt 140, obwohl ich das irgendwie nicht glauben kann. Dann ist ja auch noch die Frage, wo der Unfall war, anscheinend 70er Zone beim Aufprall und 50er, wo er stehen blieb.

Vollkommen unabhängig von meiner Meinung über Aussagen und Taten vor seinem Tod, kann ich aufgrund der Umstände seines Todes kein Mitleid empfinden. Im Gegenteil, die Umstände veranlassen mich emotional doch eher zur Freude, da keine Unschuldigen mit ins Grab genommen wurden. Ich kann Bergziege verstehen, denn es ist nur gut, wenn solche Leute sich selbst aus dem Verkehr ziehen (wie gesagt, solche Leute nicht aufgrund der Taten VOR seinem Tod sondern WÄHREND seines Todes).

Vor einigen Monaten hatte nur ein beherzter Sprung in ein Feld das Leben von einem Freund und mir gerettet (knalledicht sind wir die 2 1/2 km von der Disko zurückgelatscht), als ein Mercedes auf einmal von der Strasse auf den Bürgersteig wechselte. Polizei zwar gerufen, aber die Augen waren zur Identifizierung des Kennzeichens nicht mehr in der Lage (übrigens hielt der Wagen dann halbwegs im Graben, aber die Polizei kam erst nach 15 Minuten :evil: ).
 
Wenn man auf der Straße Menschen sterben sehen musste, die nichts dafür konnten und einem Betrunkenen oder einem Raser zum Opfer gefallen sind, dann löst nun mal jeder tote Raser oder betrunke Fahrer ein Gefühl von Freude und Genugtuung aus. Wenn das armselig ist, dann bin ich sehr sehr gern armselig!!!
 
Bergziege schrieb:
Wenn man auf der Straße Menschen sterben sehen musste, die nichts dafür konnten und einem Betrunkenen oder einem Raser zum Opfer gefallen sind, dann löst nun mal jeder tote Raser oder betrunke Fahrer ein Gefühl von Freude und Genugtuung aus. Wenn das armselig ist, dann bin ich sehr sehr gern armselig!!!

Armselig ist nur das Auto, das Du gefahren hast :D

Ich finde es übrigens lustig, wie jetzt die Spekulationen umgehen, ob an seinem Auto rumgepfuscht wurde und irgendwas von Anrufen oder ungeklärten Zeiträumen. Geht das jetzt so los wie bei Diana und Dodi? (bei denen hatte ich übrigens Mitleid)
 
:biggrin: Das hab ich zum 18. bekommen!

Bei Diana hatte ich auch Mitleid, vor Allem mit ihren Kindern! Aber wenn DIE selber gefahren wäre, dann würde sie heute vermutlich noch leben...
 
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