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Kamera Workshop

starli schrieb:
Größter Vorteil von Polfilter ist m.E. wenn man irgendwelche reflektierenden Scheiben eliminieren will.
Logisch wäre also bzgl. Anzahl Reflektionen:
UV-Filter > ohne Filter > Polfilter
und zwar, weil UV-Filter eine zusätzliche Scheibe bedeuten, an der sich das Licht bricht, richtig?
Korreliert denn die Anzahl reflektierender Scheiben mit der Anzahl an Gläsern in meinem Objektiv (+evtl. Filtergläser)?
Wie verhindert ein Polfilter das denn (bitte für physikalisch Unbegabte antworten)?
(sollte jemand meckern, dass man das doch alles googeln könnte: Das weiß ich, lass es mir aber lieber persönlich hier beantworten bzw. bin zu faul :wink:
Titel des Threads ist ja auch "Workshop" und bei sowas gibt es keine dummen Fragen sondern höchstens dumme, besserwisserische Antworten)
Beispiel mit UV-Filter :D
13110003rp6.jpg
 
Wenn ich mit Pol-Filter arbeite (selten), schraub ich andere Filter ab. Jeder Filter dazwischen schwächt den Lichteinfall weiter ab.
Hab mal Fotoserien gemacht und dabei festgestellt, ohne Filter dazwischen sind die Ergebnisse besser.
 
@ Fotoirrer

Vereinfacht gesagt, mindert bzw. beseitigt ein Polfilter an spiegelnden Flächen wie Wasser, Glas, polierten Metallflächen usw. die Reflexionen.

Da das Licht in unterschiedlichen Winkeln einfällt, ist er drehbar, damit man die Wirkung " einstellen " kann.
Auch kann er Kontraststeigernd wirken.

Sehr gut beschrieben und mit Bild-Beispielen versehen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Polarisationsfilter

Die Kombination von verschiedenen Filtern halte ich für ganz schlecht; wie Du schon richtig erkannt hast, führt dies in der Regel zu deutlichen Bildverschlechterungen.
Auch wird viel Licht weggenommen.

Den UV-Filter ( B&W ) nehme ich dann, wenn ich das Frontglas etwas schützen will ( Schnee, Wasser, Sand, Salz usw.).
Diese Wochenende muss ich z. B. ein Osterfeuer fotografieren, da ist ein Schutz der Frontlinse nicht schlecht.
 
I agree absolutely with Hildener.

Habe aber den Eindruck Foto-Irrer wollte noch was anderes wissen. Wie Hildener schrieb - reflektiertes Licht erreicht in unterschiedlichen Winkeln das Objektiv und kann vom Polfilter weitgehend abgewehrt werden.
Im Objektiv selber reflektiert nix mehr und korreliert nix. Außer das Licht verloren geht. Den jede Linse ist ein Kristallgitter und nicht 100% lichtdurchlässig. Denke deswegen deine Frage nach der Korrelation?
 
Hildener schrieb:
@ Dachstein

Ich bin jetzt seit der Nikon F mit Photomic-Sucher bei Nikon. Da hat man schon so einiges an Erfahrung gesammelt; dazu gehört, dass nach meinem Empfinden Nikon schon immer etwas unterbelichtet hat..

Ich muss sagen, dass ich das aus eigener Erfahrung und auch nach meinem Empfinden nicht behaupten kann. Von Handbüchern halte ich nichts, da sie oft auch subjektiv geschrieben sind - dem Autor kommts eben so vor, dass die Kamera unterbelichten würde. Die richtige Belichtung ist für mich auch irgendwie eine gewisse Bandbreite, wobei der absolut korrekte Wert schwer zu ermitteln ist. Aber wie gesagt, mir ist es vollkommen wurscht, wie wer fotografiert - aufs Ergebnis kommts an, und da führen weiter mehrere Wege gen Rom. Ich denke, da werden wir uns wohl nicht treffen, was unsere Empfindungen betrifft.

Und übrigens, ich hab auch ne Nikon F, aber keine Photomic, sondern eine Eyelevel der ersten Serie. Nettes Gerät und dank (denke) Titanverschluss faktisch unkaputtbar.

MFG Dachstein
 
Hab mir jetzt bei Ebay um 19,- ein Beroflex 80-200mm f/3,9 Zoom-Objektiv für meinen M42-Adapter gekauft. Was die Belichtungsfrage und Verwacklung angeht, hab ich mal überhaupt keine Probleme, selbst Zooms ins schattige Ötztal hat die Cam mit 1/4000s belichtet - somit sind die Sonnenbilder etwas überbelichtet:

DSC04540.jpg


Problem ist nämlich, dass die Blende nicht funktioniert - auch wenns in der Beschreibung so nicht drin stand, bin daher gerade mit dem Verkäufer im Kontakt.

Was mir noch so aufgefallen ist:

- es hat tw. extreme CA, wobei man, wenn man von vorne reinschaut, einen komischen farbigen Ring am Rand sieht, als ob da irgendeine Beschichtung komplett abgeschliffen worden wäre. Könnte man evtl. verbessern, wenn die Blende funktionieren würde?!

- Von Größe und Gewicht her find ich's OK

- Für's obige Foto darf man noch nicht auf "unendlich" stellen, sondern muss den Fokus ein paar µm zurückdrehen. Und das ist bei Offenblende mit 3.9 echt µm-Arbeit, den Fokus einzustellen.... Vom Verwackeln freihand gar nicht zu reden.

- vielleicht sollte man doch ein paar € mehr ausgeben :)

- hätte ja vorgehabt, mir noch einen 2x Telekonverter hinten dran zu klemmen. Mal schaun, was dabei rauskommt, soll nächste Woche geliefert werden. Derweil hat zufällig der 1,7x - Telekonverter, den ich mir für meine Panasonic Lumix mal gekauft hatte, vorne gepasst, da beide 55mm - Filteranschluss .... Vorteil: Die Bilder werden detailreicher. Nachteil: Entweder die Unendlichkeit passt generell nicht mehr, oder sie wird extrem nach hinten verschoben, zumindest beim Testfoto auf den Patscherkofel musste ich auf 15m stellen :)


Hat einer von euch Erfahrungen mit solchen 500mm Spiegelobjektiven? Sollen ja - verglichen mit normalen 500ern - recht kompakt sein, dafür aber nur eine fixe Blende bieten - und wie schaut's mit der Bildqualität, Vignettierung und CA generell aus?
 
Ein paar Grundsätzlichkeiten zu Spiegeloptiken:

Spiegel im System beeinflussen die Abbildungsleistung tendenziell negativ im Vergleich zu reinen "Linsenobjektiven".
Die Brennweite ändert sich idR mit der Focussierung. (zB bei Naheinstellungsgrenze 350mm, bei ∞ dagegen 500mm)
Die Blende ist fix.
Die Dinger sind (extrem) compact.
Bei extremen Brennweiten sind sie oft die einzig halbwegs praktikable, transportable Lösung.
Das Bokeh ist sehr speziell (Unschärfekringel) und nicht so universell einsetzbar, wie ein klassiches Bokeh.
Vignettierung und CA weiß ich nicht.

Meine persönliche Meinung:
Ich fände Spiegelteleoptiken nur im Extrembrennweitenbereich interssant.
Bevor ich ein 8/500 benutzte, zöge ich ein 4,5/300, das zwar größer ist, aber besser abbildet, eine variable Blende und ein "vernünftiges", universelles Bokeh hat, vor.

Habe aber keine Erfahrung, außer dass ich mal ein paar Aufnahmen mit einem 500er Spiegeltele gemacht habe. Habe aber keine Vergleiche angstellt.

Kannst Dir ja eine Russentonne zulegen.
 
albe schrieb:
Nikon soll auch gut sein, hab ich aber nie in der Hand gehabt, die Canons kenn ich auch nicht - vom Rest (Makinon, Tokina, und der restliche Fernostschrott) wuerd ich die Finger lassen, die haben zu dem extrem schlechten Ruf der Spiegellinsenobjektive gefuehrt, was da an Spiegeln drin sitzt glaubt man nicht...

Nikon ist gut, aber eine ziemlich schwere Sache, bedingt durch die Fassung. Nikontypische Ganzmetallfassung halt, und die Objektive haben ihren Preis.
Zu Tokina ist anzumerken, dass sie keinesfalls Fernostschrott bauen. Tokina hat einige ziemlich gute Objektive gebaut und tut dies auch heute noch. Ich sage nur 12-24 für DX. Ist mit Sicherheit das beste Objektiv, was auf diesem Sektor im Moment lieferbar ist. Wo ich eher die Finger lassen würde sind Danubia und Walimex (umgelabelte Samyang). Interessanterweise werden die jetzigen Rechnungen besser als die Alten (das 14er und das 85er sollen nicht mal so schlecht sein) produtiert.

Und wie auch schon oben angemerkt: Spiegelobjektive sind sehr eigen - man muss sie mögen, sonst ist man mit einem normalten Linsenobjektiv besser aufgehoben.

MFG Dachstein
 
Hm, danke. Werd ich wohl vorerst doch keine 150-250,- € dafür ausgeben. Vielleicht ersteigert man mal ein gebrauchtes um 50,- oder so. Bin mir auch nicht sicher, ob ich bei 500mm x 1,5 noch allzu viel am LCD fokussieren kann (ohne Stativ) - bzw. das Objekt, das ich fotografieren will, überhaupt finde :) (Das ist dann glatt ein Vorteil von Zoom-Objektiven anstatt Festbrennweiten)
 
Bei manchen 500er hast übrigens noch ein Problem mit dem Gewicht. Nikon hat eine ziemlich soliede und sauschwere Fassung, was das Verwackeln dank Massenträgheit etwas schwerer macht. Wenn man sich dann das von Danubia anschaut fragt man sich, ob man statt des Objektivs forne einen Joghurtbecher montiert hat, weils so leicht ist. Weniger Masse bedeutet wiederum weniger Massenträgheit was wieder zum Verreißen führt...

Das nächste Problem ist dann die fixe Blende 8, die ja schon relativ lichtschwach an sich ist und man somit meist nur langsame Zeiten hinbekommt, es sei denn man geht mit den Iso rauf. Alles in allem sind die Spiegelobjektive von Linsenobjektiven abgelöst worden. 500er gibts heute im Zoom und stellen fast nichts Außergewöhnliches mehr dar - früher wars hingegen schon selten, dass sich ein Amateur ein 300er geleistet hat. Bei 200mm war meistens schluss, eventuell hatte derjenige noch einen Konverter. Auch im WW Bereich war oftmals 28 mm die Untergrenze, der 24er war damals noch ein Superweitwinkel, und unter 20mm hatten maximal die betuchten Amateure ein Objektiv. Und heute erstreckt sich der leistbare Brennweitenbereich von 12 bis 500 mm. Tjo, die Zeiten ändern sich wohl eindeutig.

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Bei manchen 500er hast übrigens noch ein Problem mit dem Gewicht. Nikon hat eine ziemlich soliede und sauschwere Fassung, was das Verwackeln dank Massenträgheit etwas schwerer macht. Wenn man sich dann das von Danubia anschaut fragt man sich, ob man statt des Objektivs forne einen Joghurtbecher montiert hat, weils so leicht ist. Weniger Masse bedeutet wiederum weniger Massenträgheit was wieder zum Verreißen führt...

Kannst ja Bleigewichte drunterschrauben! :idea:

Immer wieder eine nette Theorie.
 
mic schrieb:
Immer wieder eine nette Theorie.

Ich denke, die Theorie lässt sich recht leicht bestätigen. Meine Beobachtungen haben gezeigt: ein leichtes Objektiv lässt sich bei Belichtungszeiten von 1/30 bis 0,5 Sekunden alleine durch die Bewegung des Schwingspiegels verwackeln, sofern du es am Stativ montiert hast. Bei einem schweren Objektiv gleicher Brennweite ist das nicht so stark der Fall. Es gab dazu sogar mal einen Test, welcher in der Fotocommunity verlinkt war, er beweist also, dass das MLU nicht sinnlos ist, wie manche Leute doch glauben mögen. Ähnlich verhält es sich nun, wenn ich eine Kamera in der Hand habe, die 0,5 Kilo wiegt mitsamt einem 200er Teleobjektiv. Der Druck auf den Auslöser bewirkt manchmal, dass man nicht ganz den gewünschten Ausschnitt erwischt, man hat das Bild verrissen oder verwackelt. Hat man nun etwas in der Hand, was deutlich schwerer ist, gelingt es, nicht zu verreißen, oder lange nicht so arg. Vergleichen konnte ich das mit dem Verreißen zwischen folgenden Aufnahmekombinationen: Canon Powershot S5 IS und Nikon D200 mit 400er Tele. Der Unterschied ist gravierend!

MFG Dachstein
 
...sag ich doch! Gewichte ranhängen. Dann sollte der "Effekt" weg sein. :lol:
 
Der auf ebay gekaufte 2x Teleconverter ist jetzt gekommen, aber wenn ich den angeschraubt hab, funktioniert die Unendlichkeits-Einstellung vom Objektiv nicht mehr?! Mysteriöse Sache. Egtl. sollte das einer der besten M42-Konverter sein, wenn man diverse Forenbeiträge Glauben schenken darf....

Wenn ich den 1.7er Lumix-Konverter noch draufsetz, kann ich zwar irgendwo unterhalb unendlich fokussieren, aber die Bildqualität ist leider müllig, jedenfalls nichts von wegen 200 x 2 x 1,7 x 1,5 = 1020mm :-)

P1600508.jpg

Nex-5 >> M42-Adapter >> 2x-Teleconvert >> 80-200mm Objektiv >> 1,7x Teleconverter

.. da zoom ich dann lieber mit meiner IR-Cam mit 420mm, das gibt gleich scharfe Bilder, und die ist ja auch immer dabei ...
 
Dachstein schrieb:
Kanns sein, dass der hintere Linsenteil des Objektives mit dem Linsensystem des Konverters kollidiert?
Ne, da kommt nix raus, hinten ist das Objektiv fix, könnte man auch einen Filter reindrehen. Bewegt sich nach vorne, unendlich ist am kürzesten, ja. Entweder es liegt am Adapter, oder am Converter. Am Objektiv nicht, da bei beiden M42-Obj. die Unendlichkeit am Konverter nicht passt.

Dachstein schrieb:
Autsch, das nenne ich eine Konstruktion, die ja schon fast weh tut - kommt da überhaupt noch was verwertbares raus?
hab ich doch geschrieben:
Wenn ich den 1.7er Lumix-Konverter noch draufsetz, kann ich zwar irgendwo unterhalb unendlich fokussieren, aber die Bildqualität ist leider müllig, jedenfalls nichts von wegen 200 x 2 x 1,7 x 1,5 = 1020mm :-)

Wobei, wenn man den richtigen Fokus-Punkt findet und man nicht verwackelt und die Bilder im Nachhinein verkleinert ... also Handy-Fotos sähen schlimmer aus :-) :

DSC05278.jpg


DSC05240.jpg
 
Wieso schleppst du egtl. das 70-300 mit, wenn du das 50-500 dabei hast? Oder ist das tagesabhängig und nicht gleichzeitig?

Und welches Foto hast du mit 10mm gemacht? Bei so extremen Weitwinkel wird man wohl tief in die Tasche greifen müssen, wenn einem CA und Verzerrung wichtig ist...?
 
In den Flipside 300 von Lowepro passt das 50-500mm (siehe Avatar) nur rein, wenn es auf der Kamera steckt. Bin also den ganzen Tag dann nur mit dem Objektiv unterwegs. In anderer Kombination passen 10-20mm, 28-75mm und 70-300mm problemlos rein. First war ich nur mit den zwei letztgenannten Objektiven los.

10-20mm und 50-500mm hatte ich von meinem Vater geliehen, die waren in der Tat extrem teuer. Er selber hat die auf einer Canon EOS 30D laufen.

10mm Fotos sind auf dem Jungfraujoch und in Zermatt entstanden. Dann entsteht sowas:

007aaahg1o.jpg


085aaanh3p.jpg


Das hier sind beides Panoramen mit >180 Grad, bestehend aus je nur 2 Fotos!
47_rand1go5j.jpg


097_1500aaa9hu8.jpg
 
Seht Ihr den Punkt rechts der Bildmitte? Was mache ich denn damit? Auf dem Objektiv ist nix. Muss also auf dem Sensor der EOS 450D sein. Fotogeschäft und die bauen das auseinander oder wie bekomme ich das sauber?
53bw42xh.jpg


Mein Vater hat gleich mehrere solcher Flecken auf seiner EOS 30D (im Himmel links bis rechts). In beiden Fällen insbesondere bei niedriger Blendenzahl bzw. offener Blende zu sehen.
wm439si9.jpg
 
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