Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Autofokus zu konstruieren. "Klassischerweise" wird die Fokussierung von einem Motor im Kamerabody, der über eine Welle mit dem Objektiv verbunden ist, vorgenommen. Bei Nikon-Objektiven befindet sich diese Welle, wenn man von "hinten" auf das Bajonett blickt ca. auf der 5-Uhr-Position (sieht aus wie eine Schlitzschraube). Die modernere Variante ist ein Ultraschallmotor, der direkt im Objektiv sitzt, damit entfällt die mechanische Kupplung im Bajonett und die Notwendigkeit, einen AF-Motor in die Kamera einzubauen.
Im Prinzip muss man sich darüber nur Sorgen machen, wenn man alte Objektive an neuen Kameras nutzen will - zumindest bei Nikon. Afaik ist bei Canon die Objektivkompatibilität sowieso nicht so extrem, dass man im Prinzip 50 Jahre alte Linsen an die neuesten Kameras montieren könnte.
Aktuelle Objektive müssten in nahezu 100% der Fälle auf aktuelle Kameras passen und volle Funktion bieten.
Der Vorteil bei der Kompatibilität von Nikon ist halt, dass man alte Objektive recht günstig erwerben kann. Ich nutze bspw. immer noch die "alten" Objektive aus den Analogzeiten meines Vaters an der DSLR.
@ Nikon-Baureihen: Im APS-C-Format gibt es im wesentlichen 3 Serien, die D3x00 ist das Einstiegsmodell, die D5x00 die Mittelklasse (ähnlich der Canon EOS 600D/650D), die 7x00 die Oberklasse. Das "x" beschreibt die Generation, aktuell sind D3200, D5200 und D7100. Die D90 ist ein älteres Modell, das immer noch erstaunlich beliebt ist. Gründe dafür dürften im (komfortableren) Bedienkonzept (das dem der Vollformat-Nikons und der D7x00 entspricht) und dem erwähnten Autofokusmotor zu suchen sein, die die etwa gleich teure D5x00-Serie nicht besitzt. Beides hat dann erst wieder die deutlich teurere D7x00. Ich finde dieses Bedienkonzept deutlich komfortabler (im Gegensatz zur D5x00 muss man keine Einstellungen auf dem Bildschirm vornehmen), könnte aber auch mit dem "kleineren" System leben.
@ Albe: Schon klar, dass es hier jeder seine Vorlieben hat, also ganz ruhig bleiben.

Du hast mich auch etwas missverstanden, ich würde sicher nicht die Akkuleistung als kaufentscheidend ansehen. Allerdings fände ich es bei der Sony Alpha einfach ärgerlich, wenn ich ständig Strom für das Finden des richtigen Ausschnitts verbrate. Bei einem optischen Sucher schaue ich so lange durch selbigen, wie ich will, ohne mir darüber Gedanken machen zu müssen. Wenn man wie erwähnt nicht immer davon ausgehen kann, die Dinger zu laden, wenn es nötig ist (in meinem Fall bspw. mehrtägige Fahrten im Camper ohne Übernachtungen auf Stellplätzen) erst Recht, dann bin ich froh, die Kamera nur dann anmachen zu müssen, wenn ich tatsächlich auf den Auslöser drücken will. Eben deshalb kann ich mich mit diesem System nicht anfreunden.