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Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017

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Auch wenn es nun schon ein paar Monate her ist, komme ich erst jetzt zum Berichteschreiben. Gut Ding will Weile haben … Aber ich denke für einen Reisebericht aus Übersee ist es nie zu spät und dient jetzt als ideale Einstimmung auf den bevorstehenden Winter :D

Viele wählen die Seychellen, die Malediven, Mauritius oder andere warme Ziele … eben viele, wir nicht … wir wählen zwar auch Sonne, aber eben Kälte und den weltberühmten Champagne-Powder. Dies alles gibt es in Nordamerika, in den Rockys… im Winter. Gleichzeitig erfüllt sich ein lang gehegter Traum … Skiing in Canada.

Mitsamt Skigepäck ging es am 28. Januar 2017 mit AirCanada von Frankfurt direkt nach Calgary und von dort mit einem Busshuttle nach Banff wo wir unsere Unterkunft Buffalo Mountain Lodge bezogen haben.

Ab Banff haben wir dann die ersten sechs Skitage in nachfolgenden Skigebieten verbracht:

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Den Transfertag von Banff nach Vancouver starteten wir aufgrund der Abflugzeit in Calgary (19:50 Uhr Ortszeit) mit einem ausgiebigen Frühstück und machten dann noch einen Spaziergang durch Banff. Ist echt ein schönes Örtchen und hat ein ganz besonderes Flair, gleichwenn es kein richtiger Skiort ist, wie man solche Orte aus Europa kennt. Aber vielleicht ist es genau das, was es so besonders macht.

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Um 19:50 Uhr startete der Flieger nach Vancouver … ursprünglich wollten wir mit der Bahn fahren, mussten aber lernen, dass es im Winter keine Bahnverbindung gibt oder öfters wegen dem Wetter nicht fahren soll. Nun gut, deswegen das Flugzeug. Leider spielte uns hier das Wetter aber auch böse mit. Kurzer Zeitsprung zurück: Wir sitzen Mittags in Banff im McDonalds und an der Wand laufen auf einem Fernseher die Breaking-News …. Schneechaos in Vancouver erwartet. Dann lassen wir uns mal überraschen.
Also Flug startete pünktlich, der Landeanflug wurde recht unruhig, starker Wind sorgte für Turbulenzen, der Sitznachbar hatte schon die Tüte im Anschlag, andere hatten ihre schon 2x voll, im Flugzeug machte sich eben dieser Geruch breit. Die Landebahn kam näher und näher … hoffentlich gleich alles vorbei, nicht das mein Sitzplatznachbar auch noch mit seiner Tüte spricht. Leider wollte irgendjemand keine Landung, Sekunden vor der Landung starteten wir durch und stiegen wieder in die Höhe, drehten eine Runde über Vancouver und mussten dann die Nachricht vom Piloten vernehmen, dass wir wegen zunehmender Überfüllung des Luftraums und unklarer Lage, wann wir landen können, nun nach Seattle fliegen. „Begeisterung“ machte sich breit … Landung in Seattle. Aussteigen? Nicht möglich, hatte ja keiner ein Einreisevisum für USA. So wurde das Flugzeug betankt, obwohl noch voll besetzt. Irgendwann bekamen wir dann einen kleinen Timeslot für die Landung in Vancouver zugewiesen und landeten auch entsprechend um weit nach Mitternacht mit 4,5 stündiger Verspätung. Der Shuttle war weg, am Flughafen keiner der uns sinnvoll helfen konnte. Der einzige Tipp: Hotel am Flughafen für 400$ die Nacht. Nein danke … wir riefen im Hotel in Whistler an. Dort konnte uns die Rezeption unverständlicherweise nicht helfen. Das Reisebüro in Deutschland brauchten wir an einem Sonntag auch nicht anrufen. Wir haben dann die Nummer vom Busunternehmen angerufen und dort auf dem Anrufbeantworter eine Notfallnummer erfahren. Und siehe da, nach unserem Anruf prüfte der Herr die Möglichkeiten. Er rief zurück uns sagte, dass er ein Taxi organisiert hat in dem schon zwei andere Gäste sitzen, die auch nach Whistler müssen.
Als wir am Flughafen warten spricht uns ein Deutscher an, der auch nach Whistler muss. Die ganzen Freunde seien schon da, er konnte nur nicht den eigentlichen Flug nehmen, weil er keine Visum für Kanada beantragt hatte … wohnt zur Zeit aber ins USA … sollte es eigentlich wissen. Nun gut, wir sagten, das wir gucken müssen was für ein Taxi kommt und ob noch Platz sei.
Das Taxi kam und wir sahen für den Kollegen schwarz … vier Personen mit Gepäck, wir mit kompletter Skiausrüstung und er. Ich weiß nicht wie, aber der Taxifahrer mit – ich glaube – indischen Ursprungs brachte alles ins Taxi.
So starteten wir durch die Nacht mit einer Rundfahrt durch Vancouver bei starkem Regen. Je weiter wir fuhren und je höher wir kamen, desto winterlicher wurde es. Wir sahen uns schon irgendwo mit dem Taxis hängen, weil der Grip fehlte … die Kurven wurden nicht gefahren sondern gedriftet. Ich habe dann einfach die Augen zu gemacht, war ja nun schon irgendwas bei 3 Uhr. In Whistler angekommen wurden die Mitfahrer verteilt, der „blinde Passagier“ wusste nicht mal genau wo er hin musste, und wir waren dann die letzten. Gerade so erreichten wir mit durchdrehenden Rädern und laut aufheulendem Motor gegen 4 Uhr den Hoteleingang und fielen dann tot ins Bett.

Mit 7 Uhr Frühstück und 8:30 Uhr am Lift war es dann nichts … wir haben ausgeschlafen, aber noch einen halben Tag am Berg verbracht. Es folgten dann 6 Tage in Whistler.

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Bericht und Link folgt noch!

Alles in allem ein sehr sehr schöner Urlaub, bei dem wir den berühmten Champagne Powder genießen konnten, gleichwenn es in der Spitze mit - 26 Grad sehr sehr kalt war. Das Skifahren und Anstehen ist sehr entspannt in Kanada, die Leute sind sehr freundlich zu zuvorkommend, nicht so gesetresst wie in Europa. In der ersten Woche (Banff mit Mount Norquay, Sunshine Village und Lake Louise) war es sehr leer ... klar, wenn Kanada, dann fahren die meisten nach Whistler und eben dort war es dann auch spürbar voller. Die endlosen Möglichkeiten auf der Vielzahl an Abfahrten sind der Wahnsinn und wenn die Leute bei Neuschnee und schlechtem Wetter schon morgens um 6:30 Uhr in der Schlange an der Talstation stehen, sagt es genug über das Publikum in Whistler aus. Während sich der gemeine mitteleuropäische Skiurlauber in den Alpen bei so einem Wetter nochmal umdreht, dann die Webcams prüft und bei schlechtem Wetter ausgiebig das Frühstücksbuffet plündert um dann gegen 12 Uhr festzustellen, dass sich der Skitag nicht mehr lohnt und dann einen Wellnesstag einlegt, geht es in Whistler rund ... da wird kein Run ausgelassen ... Early Bird ist eine Berufung.

Die nächsten Tage werden dann sukzessive die Berichte der Skitage folgen.
 
Danke für den toll aufbereiteten Bericht und die vielen schönen Fotos! Vieles ist mir nur aus dem Sommer dort bekannt.
Wenn du nur 7-10 Tage Zeit hättest, was würdest du wählen und/oder empfehlen: alles rund um Banff/LL oder Whistler?
In Whistler schrecken mich doch die Masse an Leute ab, quasi das Zillertal Canadas ;) – da sah es in den Rockies beschaulicher aus, dazu das spektakulärere Panorama, oder?
 
Powderhausen schrieb:
Danke für den toll aufbereiteten Bericht und die vielen schönen Fotos! Vieles ist mir nur aus dem Sommer dort bekannt.
Wenn du nur 7-10 Tage Zeit hättest, was würdest du wählen und/oder empfehlen: alles rund um Banff/LL oder Whistler?
In Whistler schrecken mich doch die Masse an Leute ab, quasi das Zillertal Canadas ;) – da sah es in den Rockies beschaulicher aus, dazu das spektakulärere Panorama, oder?
Lake Louise/Banff ist vielleicht nicht ganz so voll (aber immernoch voll), hat dafür aber für kanadische Verhältnisse zu wenig Schnee (3,6m pro Saison nur in Lake Louise). Wenn dir der Powder nicht ganz so wichtig ist und du Wert auf krasses Inbound Terrain legst (Rinnen, Klippen, Bowls) ist es sicher gut. Für den Powder kannst du Whistler auch vergessen, da ist der Schnee zu feucht, ideal wären dann die Gebiete entlang des sogenannten "Powder Highway" (Revelstoke, Fernie, Kicking Horse, Whitewater, Red Mountain). Red Mountain soll wohl insgesamt der coolste sein (großes Gebiet mit 360° Abfahrten von zwei Bergen und noch ein anderer Berg auf einer Seite, sehr steil, coole Locals, da das Gebiet Community-owned ist und kein 0815 Vail Resorts Gebiet, außerdem Catskiing für 10$ pro Run, Nachteil sind die recht langsamen Lifte)
Wenn du bei einer Rundtour das beste willst, würde ich die o.g. Gebiete besuchen und jweils ein Tag Banff Sunshine und Lake Louise. Wenn du 4 "Powder Highway" Gebiete auswählst, hast du am Ende noch einen Tag für Heli Skiing/Backcountry Cat Skiing bei 7 Skitagen. Müsstest eben teilweise nach dem Skitag noch 3-4 Stunden fahren.
 
JohannesSKI schrieb:
Powderhausen schrieb:
Danke für den toll aufbereiteten Bericht und die vielen schönen Fotos! Vieles ist mir nur aus dem Sommer dort bekannt.
Wenn du nur 7-10 Tage Zeit hättest, was würdest du wählen und/oder empfehlen: alles rund um Banff/LL oder Whistler?
In Whistler schrecken mich doch die Masse an Leute ab, quasi das Zillertal Canadas ;) – da sah es in den Rockies beschaulicher aus, dazu das spektakulärere Panorama, oder?
Lake Louise/Banff ist vielleicht nicht ganz so voll (aber immernoch voll), hat dafür aber für kanadische Verhältnisse zu wenig Schnee (3,6m pro Saison nur in Lake Louise). Wenn dir der Powder nicht ganz so wichtig ist und du Wert auf krasses Inbound Terrain legst (Rinnen, Klippen, Bowls) ist es sicher gut. Für den Powder kannst du Whistler auch vergessen, da ist der Schnee zu feucht, ideal wären dann die Gebiete entlang des sogenannten "Powder Highway" (Revelstoke, Fernie, Kicking Horse, Whitewater, Red Mountain). Red Mountain soll wohl insgesamt der coolste sein (großes Gebiet mit 360° Abfahrten von zwei Bergen und noch ein anderer Berg auf einer Seite, sehr steil, coole Locals, da das Gebiet Community-owned ist und kein 0815 Vail Resorts Gebiet, außerdem Catskiing für 10$ pro Run, Nachteil sind die recht langsamen Lifte)
Wenn du bei einer Rundtour das beste willst, würde ich die o.g. Gebiete besuchen und jweils ein Tag Banff Sunshine und Lake Louise. Wenn du 4 "Powder Highway" Gebiete auswählst, hast du am Ende noch einen Tag für Heli Skiing/Backcountry Cat Skiing bei 7 Skitagen. Müsstest eben teilweise nach dem Skitag noch 3-4 Stunden fahren.
Bzgl. Schnee stimme ich Dir auf Basis unseres Aufenthaltes bei einem Punkt zu: Whistler hat mehr Schnee als Banff/Lake Louise. Bei einem Punkt widerspreche ich Dir aber in Bezug auf unseren Urlaub: Auch Whistler hat den Pulverschnee. Das Lag aber evtl. auch an den kalten Temperaturen. Aber durch das Seeklima leuchtet es ein, dass es AUCH eher feuchten Schnee haben kann. So ganz pauschalisieren würde ich das aber nicht.

@Powderhausen: Banff/Lake Loiuse/Sunshine Village ist eher ruhiger im Vgl. zu Whistler. Whistler ist einfach eine große Marke wo jeder vom anderen Kontinet hinfährt und entsprechend voller, dafür aber auch um einiges größer. Ich bin ja der Meinung, dass man einfach beides mal gesehen haben muss.
 
snowflat schrieb:
JohannesSKI schrieb:
Powderhausen schrieb:
Danke für den toll aufbereiteten Bericht und die vielen schönen Fotos! Vieles ist mir nur aus dem Sommer dort bekannt.
Wenn du nur 7-10 Tage Zeit hättest, was würdest du wählen und/oder empfehlen: alles rund um Banff/LL oder Whistler?
In Whistler schrecken mich doch die Masse an Leute ab, quasi das Zillertal Canadas ;) – da sah es in den Rockies beschaulicher aus, dazu das spektakulärere Panorama, oder?
Lake Louise/Banff ist vielleicht nicht ganz so voll (aber immernoch voll), hat dafür aber für kanadische Verhältnisse zu wenig Schnee (3,6m pro Saison nur in Lake Louise). Wenn dir der Powder nicht ganz so wichtig ist und du Wert auf krasses Inbound Terrain legst (Rinnen, Klippen, Bowls) ist es sicher gut. Für den Powder kannst du Whistler auch vergessen, da ist der Schnee zu feucht, ideal wären dann die Gebiete entlang des sogenannten "Powder Highway" (Revelstoke, Fernie, Kicking Horse, Whitewater, Red Mountain). Red Mountain soll wohl insgesamt der coolste sein (großes Gebiet mit 360° Abfahrten von zwei Bergen und noch ein anderer Berg auf einer Seite, sehr steil, coole Locals, da das Gebiet Community-owned ist und kein 0815 Vail Resorts Gebiet, außerdem Catskiing für 10$ pro Run, Nachteil sind die recht langsamen Lifte)
Wenn du bei einer Rundtour das beste willst, würde ich die o.g. Gebiete besuchen und jweils ein Tag Banff Sunshine und Lake Louise. Wenn du 4 "Powder Highway" Gebiete auswählst, hast du am Ende noch einen Tag für Heli Skiing/Backcountry Cat Skiing bei 7 Skitagen. Müsstest eben teilweise nach dem Skitag noch 3-4 Stunden fahren.
Bzgl. Schnee stimme ich Dir auf Basis unseres Aufenthaltes bei einem Punkt zu: Whistler hat mehr Schnee als Banff/Lake Louise. Bei einem Punkt widerspreche ich Dir aber in Bezug auf unseren Urlaub: Auch Whistler hat den Pulverschnee. Das Lag aber evtl. auch an den kalten Temperaturen. Aber durch das Seeklima leuchtet es ein, dass es AUCH eher feuchten Schnee haben kann. So ganz pauschalisieren würde ich das aber nicht.

@Powderhausen: Banff/Lake Loiuse/Sunshine Village ist eher ruhiger im Vgl. zu Whistler. Whistler ist einfach eine große Marke wo jeder vom anderen Kontinet hinfährt und entsprechend voller, dafür aber auch um einiges größer. Ich bin ja der Meinung, dass man einfach beides mal gesehen haben muss.

Genau, es ist vergleichbar mit der Sierra und den Rockies in Amerika. Der Schnee kommt vom Pazfik, der (meistens, aber nicht immer) feuchte Schnee fällt auf die Sierra und dann kriegen die Skigebiete besonders in Utah den Fluffy Stuff. Ich würde auch nur wegen des Schnees hinfliegen, denn schon das größte Skigebiet in Nordamerika ist ja mit 200km Pisten für Alpenverhältnisse kein Riese. Für mich wären drei Dinge wichtig: viel Pulverschnee, sehr steile, abwechslungsreiche Inbound Abfahrten (Rinnen, Felsen zum Droppen, Bowls und Buckel) und ein nettes Dorf (kein 0815 Hotel-Dorf wie z.B. Snowbird). Von daher besonders gut für mich wären (in ganz Nordamerika) vermutlich Alta/Snowbird, Telluride, Crested Butte, Red Mountain, Jackson Hole, Fernie, Banff wenn es Schnee hat, und eventuell Squaw, weil es einfach legendär ist. Ich weiß ja nicht worauf ihr Wert legt, aber nur für 200km gut gewalzte Pisten wäre es mir zu weit.
 
Toller Bericht und das aktuellste was ich im Forum zu Whistler gefunden habe. Für mich haben sich kurzfristig 3-4 Tage in Whistler in KW11/12 ergeben und ich freue mich nach den Bildern schon auf meinen ersten Besuch.
 
Da ich kein eigenes Topic dazu eröffnen möchte kurz mein Eindruck von 5 Tagen Whistler/ Blackcomb vom 18. bis 22.03.2023

- der Ort Whistler hat mir sehr gut gefallen (Restaurants, allgemeine Atmosphäre, Apres Ski, Clubs)
- Hotels preisintensiv und die dortige Landeskategorie würde in Österreich jeweils einen Stern abgezogen bekommen
- Liftpass preisintensiv (780 EUR für 5 Tage)
- Skigebiet und Schnee fantastisch, komplette Freiheit auf den Bergen, dadurch bei den Abfahrten fast immer allein
- Wartezeiten an den Liften dank Single Line fast nicht vorhanden, rücksichtsvolles Einordnen aus dem Bericht kann ich bestätigen
- Blackcomb hat mir persönlich besser als Whistler gefallen
- Peak 2 Peak Bahn m.E. unnötig (nur für Touristen in Creekside interessant), habe die Bahn trotzdem als "wenn ich schon hier bin Effekt" einmal mitgenommen

Fazit: Ich habe den Trip mit einer Geschäftsreise in Vancouver verbunden. Ähnlich wie Snowboarden in Japan, würde ich nicht ausschließlich für einen Winterurlaub nach Kanada reisen. Laut mehreren Locals hatte ich extremes Glück mit dem Wetter (4 von 5 Tagen Sonne, ein Tag Schneegriesel bei guter Sicht). Wenn ich mir vorstelle, dass ich dort im Februar 14 Tage gebucht hätte und davon 12 Tage Nebel auf dem Berg ist es egal ob ich mich in Whistler oder am Arlberg befinde (meine Meinung). Das Wetterrisiko im Vergleich zum Reiseaufwand wäre mir zu hoch.
 
lachs schrieb:
- Liftpass preisintensiv (780 EUR für 5 Tage)
- Skigebiet und Schnee fantastisch, komplette Freiheit auf den Bergen, dadurch bei den Abfahrten fast immer

Beim Liftpass gilt halt wie allgemein in Nordamerika - Planung hilft. Vor der Saison hättest du für weniger Geld den Epic Lokal Pass gekriegt, mit dem du dann auch noch in Europa z.B. ein paar Tage Andermatt hättest mitnehmen können. Und wenn die Pisten leer waren und du, wenn auch mit der single Line, immer schnell durchgekommen bist hast du einfach Glück gehabt, zumindest am Sonntag, den an den Wochenende im Winter ist Whistler eigentlich bummvoll. Die Locals sind ziemlich am schimpfen..

Aber ansonsten stimme ich dir zu, Whistler ist eines wenn nicht dass beste Großskigebiet in Nordamerika, und der Ort ist für NA-Verhältnisse auch extrem angenehm. Er ist übrigens als Retorten-Ort gebaut worden, und wie dir vielleicht aufgefallen ist im Zentrum komplett autofrei.

Die Lokalzeitung in Whistler hat übrigens einen guten Text wie Blackcomb entstanden ist, und wie sich Blackbomb und Whistler Mountain gegenseitig gepusht haben: https://www.piquenewsmagazine.com/cover-stories/building-a-mountain-3159396
 
lachs schrieb:
Ähnlich wie Snowboarden in Japan, würde ich nicht ausschließlich für einen Winterurlaub nach Kanada reisen. Laut mehreren Locals hatte ich extremes Glück mit dem Wetter (4 von 5 Tagen Sonne, ein Tag Schneegriesel bei guter Sicht). Wenn ich mir vorstelle, dass ich dort im Februar 14 Tage gebucht hätte und davon 12 Tage Nebel auf dem Berg ist es egal ob ich mich in Whistler oder am Arlberg befinde (meine Meinung). Das Wetterrisiko im Vergleich zum Reiseaufwand wäre mir zu hoch.
Ja, so interessant die Eindrücke in diesem Bericht auch sind, halten mich Kosten und Wetterunsicherheit bisher auch von einem Skiurlaub in Kanada ab, zumal ich auch eher keinen Weg dahin habe.
 
Ein Riesenvorteil in Nordamerika ist das das Wetter bei weitem nicht so relevant. Durch die dichte Bewaldung kann man eigentlich (fast) immer gut fahren da man immer zumindest noch halbwegs brauchbare Sicht hat. Meinen bisher einzigen wirklich Ausfalltag hatte ich wegen einer Autopanne..
 
„ … Skifahren auf der anderen Seite des Ozeans ist nicht vergleichbar mit den Alpen … “ die Frage an die Alpen- & Canada Kenner:
lohnt es bei meinem „Profil/Wünschen“ den Aufwand/Kosten für Whistler und/oder Banff/Lake Louise und evt. Panorama.

Bin pro Saison rund 15-18 Skitage auf der Piste, drei Trips pro Saison, reiner Pistenfahrer, die rund 7h im Auto Richtung Alpen stören uns nicht wirklich, vor Ort haben wir aber genau null Lust auf Skibus/Auto, wir wohnen fast immer an der Piste oder 100-200m zur Gondel entfernt. Gemütliche, urige (Bedien)-Hütten sind uns ebenfalls wichtig. Lieblingsgebiet sind ganz klar die Dolomiten (Sellaronda), aber auch Lech/Zürs, Ischgl, Bettmeralp, Anton, Ehrwald und Gurgel finden wir wirklich gut.

Nach den diversen & tollen Berichten (vielen Dank !) die ich gescannt habe, beschleicht mich irgendwie das Gefühl, DAS gibt es „nicht so richtig“ in Canada ?! Die Bilder aus Whistler sind natürlich einfach nur top, aus den anderen Gebieten auch, aber aus meiner persönlichen Sicht nicht so wie aus Whistler.

Was sind/waren aus Eurer Sicht die Punkte, wo Ihr sagt, das ist eben in Canada wirklich netter/besser/anders/… als in AT, I & CH ?

Mein „Extrakt“ ist vor allem die landschaftliche Weite, Panorama und evt. teilweise die Leere der Pisten im Vergleich zu Europa … aber als (persönliche) Minuspunkte eben die viel aufwändigere (unkomfortabel) Anreise und die anscheinend teils viele Fahrerei vor Ort. (Wären wir ausgefuchste Geländefahrer mit Hang zu Heli würden wir mehr Gründe sehen … aber sind wir eben alle nicht in der Gruppe).

Freue mich über Feedback.
 
Ich war jetzt 2x drüben (nur Kanada). Unser Grund war hauptsächlich jeweils das Heliskiing und der einfach andere (bessere) Schnee.

Nimmst du aber Ischgl, Arlberg,usw. wirst du sehr enttäuscht sein, weil du einfach nicht den Komfort bekommst. (ausnahme Whistler)

Du hast öfter alte Sessellifte,wenig Lifte,oft Schlangen an den Liften,aber auch viele Variantenabfahrten pro Lift (you ski what you see), easy going, es werden täglich nur einige Pisten gewalzt.
Hütten sind eher Pubs, kein Apres mit Party.

Du brauchst ein Auto, die Skistationen sind außerhalb oder Resorts wie in F.

Uns hat es jeweils sehr gut gefallen, auch die Strecken über Land, (Skigebietshopping, jeweils 4 Gebiete) die Landschaft und auch die Mentalität der Leute

Jetzt musst du selbst entscheiden. Wenn du nur Piste fahren willst,würde ich empfehlen, geb das Geld in den Alpen aus
 
Man sollte es auf jeden Fall mal gemacht haben … kein Vergleich zu den Alpen, da wird man beiden Destinationen nicht gerecht.

Aber wer den Luxus der österreichischen Alpen für gut heißt: Gondeln überall für Frostbeulen, kuppelbare Sesselbahnen mit Bubbles und Popoheizung, jeden Tag frisch präparierte Pisten und sogar Skirouten, Kunstschneeeispisten und unorganisiertes egoistisches Anstehen/Drängeln in der Warteschlange. Der sollte sich den Flug sparen.

Aber auch dir Skigebiete dort werden moderner und es gibt vereinzelt mal Bubbles, Sitzheizungen weniger. Dort ist man nicht so verwöhnt und drängelt sich selbst bei Neuschnee und schlechtestem Wetter bereits 90min vor Liftlffnung an der Talstation. Dort tickt man anders, der erste Run gilt. Nicht im Hotelbett liegen bleiben, spätes Frühstück, Wellness und wenn Mittags die Sonne etwas rauskommt zu Fuß aufm Berg in die Skihütte.

Kurzum: Man tauscht den vermeintlichen Luxus der Tiroler Skigebiete gegen die unendlichen Möglichkeiten an Pisten/Routen bei herrlichen Schnee.

Für wen das nichts ist … lieber bleiben lassen oder sich auf das Abendteuer einlassen und die Erfahrung selber machen, was ich eigentlich nur raten kann.

Wenn man in Whistler die richtige Unterkunft bucht, ist Ski-in Ski-Out möglich. In Banff nicht, da muss man nach Mt.Norquai, Sunshine Village und Lake Louise fahren.

Und by the way nicht ganz unwichtig: Es kann bitterkalt werden, auch tagsüber. So etwas gibt es in den Alpen in der Form nicht. Aktuell ist seit gestern Banff Sunshine Village geschlossen. Warum? Zu kalt mit tagsüber - 35 Grad bei aktuell blauem Himmel und Sonnenschein (https://www.skibanff.com/conditions), nachts - 40 Grad :arschabfrier: :frost:
 
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