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Kapazität

Ich kenne nicht die genauen Hintergründe einzelner Frequenzverrrechnungen, aber beim Abschluss eines solchen Abkommens sollte man einige Einflussfaktoren meiner Meinung nach mit Boni berücksichtigen, dazu gehören:

Lage des jeweiligen Teilgebietes: Mehr tiefer gelegene Pisten oder mehr Pisten in Höhenlagen (=unterschiedliche Beschneiungsaufwendungen; Lawinenabsicherung)
Art des Gebietes: Kleines Teilgebiet, was aber für eine Verbindung wichtig ist, ansonsten aber geringere Frequenzen hat.
Verhältnis Pistenfläche zu Liften (Präparierungskosten)
Verhältnis der Kartenverkäufe (mehr Kassenpersonal notwendig)
Art der jeweiligen Liftanlage (Bubble oder nicht, Schlepplift oder Sesselbahn)
.. und so weiter.

Sicher kann man unendlich viele Faktoren aufzählen, doch eine Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten ist auf jeden Fall erforderlich. Sicher ist die Bewertung der einzelnen Faktoren nicht einfach, aber ich denke diese Faktoren werden trotzdem in vielen Verbünden mit Frequenzabrechnung mit in die Abrechnung einbezogen.
 
Jens schrieb:
Ich kenne nicht die genauen Hintergründe einzelner Frequenzverrrechnungen, aber beim Abschluss eines solchen Abkommens sollte man einige Einflussfaktoren meiner Meinung nach mit Boni berücksichtigen.............

Da hast du Recht, und das wird auch schon gemacht. Sind teilweise komplizierte Formeln.
Berücksichtig werden:
- Komfort (SL, Sesselbahn, Haube gibt Zuschlag)
- Höhenmeter
- schräge Länge
- Zubringerbahnen haben einen Zuschlag

Beschneiungen werden meist nicht berücksichtigt. Wer keine hat, verliert die Leute, wenn wenig Schnee. Das regelt die Einnahmen automatisch.
Wer keine hat, und braucht keine, (weil genug Naturschnee) macht wieder was gut. Risiko halt.
Der Skipassverkauf wird über Prozente der Verkaufssumme entschädigt.
Pistenflächen werden meist nicht berücksichtigt. Die Bahnen mit mehr Pistenflächen ziehen meist auch mehr Leute an. Mehr Leute = mehr Frequenzen = grössere Einnahmen. Regelt sich von selber.

Es kommt ganz auf die Zusammensetzung so eines Tarifverbundes an. Hat es viele kleinen, oder nur ein paar grosse. Liegen alle in den gleiche Höhenlagen usw.
Es kann grundsätzlich alles geregelt werden. Es müssen dann aber meist eine grosse Mehrheit der Gesellschaften einer neuen Regelung zustimmen. Und dies ist meist schwer. Es gibt bei allen Regeln "Gewinner und Verlierer".
In so einem Tarifverbund geben wie überall auf der Welt die grössten den Ton an. Die "kleinen" können mitmachen, oder es sein lassen.
 
Habe da aber mal eine Frage zu!
Es heisst ja immer, dass am Arlberg eine solche Frequenzverrechnung vorgenommen wird!
Warum haben aber dann die neuen Bahnen keine Einlassschranken mehr? Will heissen, z.B. die Kriegerhorn-, Steinmähder- und Hasensprungbahn haben keine Zugangsschranken, bzw. Zählgeräte mehr! Wie wi´rd dort abgerechnet???
 
skikoenig schrieb:
..... dass am Arlberg eine solche Frequenzverrechnung vorgenommen wird!
Warum haben aber dann die neuen Bahnen keine Einlassschranken mehr?

Würde mich auch Wunder nehmen.
Würde eigentlich eher auf Zeitzonenabrechnung deuten.
 
In Sölden z.B. gibt es ja auch mehrere Gesellschaften.
Aber Zutrittskontrollen gibt es nur an den Punkten wo man mit dem Auto, bzw. zu Fuß hinkommt.

Die müßen ja das Geld auch irgendwie verteilen?!
 
Ram-Brand schrieb:
In Sölden z.B. gibt es ja auch mehrere Gesellschaften.
Aber Zutrittskontrollen gibt es nur an den Punkten wo man mit dem Auto, bzw. zu Fuß hinkommt.

Die müßen ja das Geld auch irgendwie verteilen?!

Meistens (immer?) sind dann aber in den Zutrittsschranken lichtschranken drin, die die Leute zählen .. schließlich ist es ja für die Liftanlagenbetreiber in jedem Fall "nötig", die Anzahl der beförderten Personen an einem Lift zu kennen ...

.. und wenn man die Anzahl der Fahrgäste weiß, kann mans auch wieder entsprechend verteilen ..
 
Also, bei einer Frequenzverrechnung ist es mit dem zählen der Leute nicht gemacht. Hier muss zu jedem Fahrgast der Abotyp bekannt sein.
- Saisonkarte
- Tageskarte
- Punktekarte (wenn vorhanden)
- Tageskarte Gruppentarif
- Wochenkarte
- Skilehrer haben auch andere Tarife
Das ganze für Kinder, Erwachsene, Seniorentarife
Die Liste lässt sich beliebig erweitern.
Allerdings können die in dem Tarifverbund angeschlossenen Gesellschaften vereinbaren, nur über die Anzahl Fahrten (ohne den Link auf den Kartentyp) abzurechnen. Das habe ich allerdings noch nie gehört.
 
Wenn ich das alles so zusammenfasse komm ich auf folgende Formeln:

Max. Kapazität : Sitzplatzanzahl = Sessel pro Stunde

3600 : Sessel pro Stunde = Sesselfolgezeit

Sesselfolgezeit x Geschwindigkeit = Abstand

Schräge Länge : Abstand = Sesselgesamtanzahl

Beispiel ESB Alpenrose

900 P./Stunde : 1 P./Sessel = 900 Sessel/Stunde

3600 sec. : 900 Sessel/Stunde = 4 sec.

4 sec. x 2,3 Meter/sec. = 9,2 Meter

1194 Meter : 9,2 Meter = 129.78 Sessel

Hat es aber nicht mal geheißen, dass die minimale Sesselfolgezeit 5 sec. sind, und nicht vier? Schon Wahnsinn, dass die ESB fast tausend Personen pro Stunde raufschaufelt 8O

Sollte irgendwas nicht stimmen, bitte melden :oops:
 
Ich glaub die 5 sek. gelten nur für kuppelbare Bahnen.
Bin mir da aber ncht sicher.

Bei fixen gibt es bestimmt auch einen bestimmten wert.


Vielleicht spielt auch die Personen anzahl pro Sessel eine Rolle?!

8 Leute brauchen vielleicht "Sicherheitstechnisch" gesehen mehr Zeit sich zu Ordnen, als eine Person bei einem Einersessellift.
 
Sesselfolgezeit für fixe Sesselbahnen:
1er Sessel: 4,0
2er Sessel: 5,0
3er Sessel: 5,5
4er Sessel: 6,0
6er Sessel: 6,5
 
Für eine ESB sind 900 also die Grenze, nicht schlecht ...
 
Der 3 KSB Lavey hat mit 4m/sek einen Sesselabstand von 20 m.
Ergibt also eine Sesselfolge von 5 Sek.
(60 Sek / 5 Sek) x 3 Pers. x 60 Min = 2160 Pers / h
 
Die Daten von Michael M. sind ja auch die für fixe SBs.
 
MartinWest schrieb:
Die Daten von Michael M. sind ja auch die für fixe SBs.

Tschuldigung.

Habe ich übersehen.

Fixe laufen in der Schweiz ohne Förderband meist 2 m/Sek.
Im Ausland kenne ich Anlagen von 2,5 m/Sek.
 
Jetzt bin ich grad auf ein Problem gestoßen:

8EUB Hopfgarten I / Salvenabahn I

Max. Förderleistung 2000 : Sitzplatzanzahl 8 = 250 Gondeln pro Stunde

3600 : 250 Gondeln pro Stunde = 14,4 sec. Folgezeit

14,4 x 6 Fahrgeschweindigkeit = 86,4 Abstand

2121 Meter Gesamtlänge : 86,4 = 24,5 Gesamtgondelanzahl

Allerdings werden in der Datenbank 56 angegeben ... :gruebel:
 
Wieso?

24 Gondel JE Seite: Macht schonmal: 48

Und dann sind ja noch welche im Umlauf und vielleicht sind ein paar Reserve.

Und vielleicht haben die noch ein paar Transportgondeln mit dazu gezählt.
 
MartinWest schrieb:
Jetzt bin ich grad auf ein Problem gestoßen:

8EUB Hopfgarten I / Salvenabahn I

Max. Förderleistung 2000 : Sitzplatzanzahl 8 = 250 Gondeln pro Stunde

3600 : 250 Gondeln pro Stunde = 14,4 sec. Folgezeit

14,4 x 6 Fahrgeschweindigkeit = 86,4 Abstand

2121 Meter Gesamtlänge : 86,4 = 24,5 Gesamtgondelanzahl

Allerdings werden in der Datenbank 56 angegeben ... :gruebel:

Die Seillänge ist bei diesem Bahntyp doppelt so lange, wie die Bahn. Und in den Stationen hängen auch noch ein paar Fahrzeuge auf den Umlaufschienen
 
Hägar schrieb:
MartinWest schrieb:
Jetzt bin ich grad auf ein Problem gestoßen:

8EUB Hopfgarten I / Salvenabahn I

Max. Förderleistung 2000 : Sitzplatzanzahl 8 = 250 Gondeln pro Stunde

3600 : 250 Gondeln pro Stunde = 14,4 sec. Folgezeit

14,4 x 6 Fahrgeschweindigkeit = 86,4 Abstand

2121 Meter Gesamtlänge : 86,4 = 24,5 Gesamtgondelanzahl

Allerdings werden in der Datenbank 56 angegeben ... :gruebel:

Die Seillänge ist bei diesem Bahntyp doppelt so lange, wie die Bahn. Und in den Stationen hängen auch noch ein paar Fahrzeuge auf den Umlaufschienen

Ja, natürlich, das hab ich bis jetzt eigentlich immer mal zwei genommen und so berechnet ... :embarrassed:
 
Fahrgeschwindikeit fixe Sesselbahnen:

1er Sesselbahn 2,5m/s mit Förderband 3,0m/s
2er Sesselbahn 2,4m/s mit Förderband 3,0m/s
3er Sesselbahn 2,2m/s mit Förderband 2,7m/s
4er Sesselbahn 2,0m/s mit Förderband 2,6m/s
6er Sesselbahn 1,8m/s mit Förderband 2m/s
 
Meier Michael schrieb:
1er Sesselbahn ... 3,0m/s

8) Cool, fast genauso schnell wie die 3KSBs der ersten Generation zum Beispiel Bernkogel.

Wo steht denn ne ESB mit Förderbandeinstieg?
 
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