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Kaprun Prozess

Ihr und euer sch..... Fahrbetriebsmittel.

Und Petz, danke dafür, einem Deutschen der als Maschinist in Italien arbeitet glaubt ja keiner:
Weil Fakir (und auch jeder andere Heizlüfterproduzent der Geräte für den Heimgebrauch anbietet) in der Betriebsanleitung dezitiert darauf hinweist, daß der Einbau der Geräte in Fahrzeuge etc. aufgrund der zu erwartenden Erschütterungen verboten ist.
Für solche Anwendungen gibt es Industrieheizlüfter die keine Heizwendel sondern anstelle derer eine stabil im Gehäuse verschraubten Rohrheizschlange besitzen.
Und, verdammt noch mal, warum machen wir in Südtirol die Brandschutzkurse ohne die die Patente nicht gültig sind......
 
Ein Schokotrüffel ist keine Praline, schon gar keine Süßware und erst recht kein Lebensmittel :biggrin:

Wer versteht den Zusammenhang :?:
 
Nur steht das nicht im Gesetz geschrieben... Auch wenn es unsinnig erscheint, es ist nunmal so. Es war ja nach Gesetz auch so, dass ein Rettungsauto, wo Zivildiener ihr Dasein fristen, als ortsfester Dientsort zu werten ist. Daher sind hier viele Zivis (unter anderem ich) um einiges an Geld umgefallen - gelöst wurde das schließlich via Vergleich. Manche Gesetze scheinen sinnlos oder sind augenscheinlich falsch, dennoch sind sie gültig und müssen vom Gericht beachtet werden.

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Wie soll man denn den von dir zitierten Satz sonst deuten?
Aufgrund des abgeführten Beweisverfahrens wird folgender Sachverhalt als erwiesen angenommen und festgestellt
Wenn ich etwas als erwiesen ansehe, dann ist das ein festgestellter Fakt. Für mich liest sich das Urteil so, dass davon ausgegangen wird, dass der Heizlüfter der einzig Schuldige war und baut darauf auf. Und wenn man das als Gericht tut, dann muss man zu dieser Überzeugung gekommen sein. Fraglich wie, wenn nicht die Beweise eindeutig sind.
Und das ist imo. das, was ich am Urteil nicht verstehe, weil es noch andere denkbare Möglichkeiten gibt.

Wenn ich etwas als erwiesen ansehe, dann ist das für mich ein festgestellter Fakt. Für mich liest sich das Urteil so, dass das Gericht davon ausgeht, dass der Heizlüfter der einzig Schuldige war und baut darauf auf. Und wenn man das als Gericht tut, dann muss man als Gericht zu dieser Überzeugung gekommen sein.

Fraglich wie, wenn nicht die Beweise eindeutig sind.
Das ist eigentlich das typische an einem Gerichtsverfahren, daß sich das Gericht bei nicht eindeutiger Beweislage eine eigene Überzeugung bilden muß.

Und das ist imo. das, was ich am Urteil nicht verstehe, weil es noch andere denkbare Möglichkeiten gibt.
Es gibt bei unendlich vielen Lebenslagen andere denkbare Möglichkeiten, die mich nicht von der Überzeugung abbringen, daß meine Einschätzung zutrifft - solange mir nicht eine eindeutige Beweislage das Gegenteil aufzeigt. Genau das ist hier aber auch nicht der Fall (wobei ich mir hier nicht die Überzeugung des Gerichts zu eigen machen will - es geht mir nur darum das "Prinzip" aufzuzeigen)
 
jens.f schrieb:
Zum einen: Hier haben wir die Diskussion Fahrzeug/Fahrbetriebsmittel.

Dachstein schrieb:
Und zum Thema Fahrbetriebsmittel: im neuen Seilbahngesetz gibt es das Wort Fahrzeug nicht.
MFG Dachstein
Das lass ich so nicht gelten ...


Das Bundesgesetz über Seilbahnen (Seilbahngesetz 2003 - SeilbG 2003) verweist auf die Bestimmungen der

Richtlinie 2000/9/EG, welche wiederum auf

EN1907 Sicherheitsanforderungen für Seilbahnen für den Personenverkehr – Begriffsbestimmungen verweist:

Art. 3.2
Standseilbahn
Seilbahn, bei welcher die Fahrzeuge durch ein oder mehrere Seile auf einer auf dem Boden befindlichen
oder durch feste Bauwerke unterstützten Fahrbahn bewegt werden

Art. 6.1
Fahrzeug
Bauteil einer Seilschwebebahn oder einer Standseilbahn, in dem die Personen befördert werden
ANMERKUNG Bei Seilschwebebahnen umfasst der Begriff „Fahrzeug“ nicht nur die Kabinen und Stehkorbe - einzeln
oder bei Modul - Fahrzeugen untereinander verbinden - und die Sessel, sondern auch alle Bestandteile, die deren
Verbindung mit dem oder den Seilen herstellen. Bei Standseilbahnen sind die Fahrzeuge Wagen, die auf einer Fahrbahn
bewegt werden und die gegebenenfalls eine Zuggarnitur bilden.

aber nicht nur das, die Richtlinie 2000/9/EG verweist für die Ausführung auch auf
EN 13796 Sicherheitsanforderungen für Seilbahnen und Schleppaufzüge für den Personenverkehr – Fahrzeuge

Nanu?
 
Nanu - das SeilBG und die "CEN- Richtlinie", welche ersteres zur Folge hatte, entstanden nach, und nicht zuletzt aufgrund des Unglückes...

abgesehen davon, ich glaube, wenn die Begriffe auch eindeutig gewesen wären, wäre im Zweifel immer für die Angeklagten zu entscheiden gewesen, da die Ursache nicht mehr zur Gänze geklärt werden konnte!

Und damit beende ich meine Kommentare in diesem Topic, da jetzt sowieso kein Hahn mehr danach kräht - ich melde mich beim nächsten Jubiläum wieder...
 
Yeti01 schrieb:
abgesehen davon, ich glaube, wenn die Begriffe auch eindeutig gewesen wären, wäre im Zweifel immer für die Angeklagten zu entscheiden gewesen, da die Ursache nicht mehr zur Gänze geklärt werden konnte!
Sehe ich genau so!

Dachstein schrieb:
doppgar: du beziegst dich aufs falsche Gesetz.(...)
Sehe ich nicht so.
Ich wollte damit nur zeigen, dass (entgegen deiner Aussage) nun sehr wohl das Wort Fahrzeug exisitiert, wenn auch nur indirekt.
Natürlich ist das für Kaprun nicht relevant (obwohl ... aber lassen wir das).
 
Es probiert doch noch jemand gegen die Justizpagage anzukommen....vor einem nicht-österreichsichem Gericht könnte der Verlauf ein anderer sein, als der hier "ortsübliche". Mal sehen....
("Pagage" kommt mir jedes mal in den Sinn, wenn ich an die für einen Rechtsstaat unwürdige Ausarbeitung der Urteilsbegründung denke, über die hier auch Länge mal breite diskutiert wurde...)

http://derstandard.at/1304551420600/Salzburg-Erneut-Ermittlungen-zur-Brandkatastrophe-in-Kaprun
 
Kris schrieb:
... ("Pagage" kommt mir jedes mal in den Sinn ...
Normalerweise kuemmere ich mich ja nicht darum, wie andere Leute die Sprache schreiben - wenigstens solange ich verstehen kann, was gemeint ist - aber in diesem Fall moechte ich doch gerne wissen, ob Du tatsaechlich "Bagage", nicht im alten Sinn von frz. le bagage =Gepaeckstueck, sondern im umgangssprachlichen Sinn, mit ganz weichem "B" vorneweg gemeint haben koenntest? Ist wohl eher im oestlichen Teil von A verbreitet - "so a bagaasch ..." :lol:
 
:-) Ein schnelles googeln nach der etymologie von Bagage brachte nichts, denn in der Tat weiss ich nicht wie es sich "in Österreich korrekt" schreibt.

Wie du auch sagst, könnte ich mir vorstellen dass das Wort aus dem französischen stammt, vielleicht aus der Zeit der Hugenottenvertreibungen (*) oder als es als Nobel galt in der Aristokratie, sich auf französisch zu unterhalten...

(*) In Berlin haben die ja viel gelassen, von Allé über Bellevue und Charité... :-)
 
"Bagage" kenn ich aus aus meiner fränkischen Kindheit, also sicher nicht österreich-typisch.. wobei man im Fränkischen glaub ich durchaus einige Dialektwörter aus dem französichen hat - aber ob man da eine Verwandschaft zwischen Franken und Frank(en)reich bemühen darf, weiß ich nicht :)
 
/www.fremdwort.de

Bagage bezeichnet

* in Frankreich das Gepäck
* (abwertend) Gesindel, Pack
* im 16. und 17. Jahrhundert den Heerestroß, in dem sich neben der Artillerie sowie den Versorgungs- und Unterstützungseinheiten der Armee (Logistiker, Ingenieure, Ärzte, Handwerker, Marketender u. Feldgeistliche) auch die Familien der Söldner und viele andere Zivilpersonen (v. a. Dienstpersonal aller Art) befanden; dazu kamen oft Flüchtlinge und Marodeure; zwischen den Menschenmassen wurden oft ganze Herden von Nutztieren bewegt; der zivile Anhang eines deutschen Landsknechtsheeres wurde vom sog. "Hurenwaibel" verwaltet; meist überstieg die Größe der Bagage die der kämpfenden Truppe um ein Vielfaches
 
Na wenn es es unbedingt versuchen will....Bitteschön. Bis jetzt is er nur eingefahren. Aber gut, es ist sein gutes Recht sich an die letzten Strohhalme zu klammern. Ich zweifle aber, dass er damit Erfolg haben wird. Die Argumente, die er damals in der Talkshow vorgebracht hat, waren in meinen Augen schon mehr als dürftig. Na mal schaun, was dabei rauskommt, das Ergebnis kenne ich glaube ich schon. Besonders interessanf finde ich aber die Aussage, dass in Europa kein ordentliches Verfahren möglich sei. Für mich klingt das eher nach einem Verschwörungstheoretiker, denn warum sollte in den USA beispielsweise ein gerechteres Verfahren möglich sein, in Anbetracht der Tatsache, dass es Opfer aus den USA gab?

Aber ich sage es nochmal: Recht hat manchmal nichts mit Gerechtigkeit zu tun.

Außerdem würde ich bitten, diverse Schimpfwörter, unter welche man auch Pagage fallen lassen kann, nicht zu verwenden. Unsere Justiz funktioniert halbwegs gut, perfekt ist sie nicht, das mag stimmen, dennoch können wir uns in Österreich glücklich schätzen, eine halbwegs zuverlässige Justiz zu haben. Es ist bekantlich nicht alles Gold was glänzt, aber auch nicht alles Dreck, was stinkt.

MFG Dachstein
 
Stellt Euch vor, in China ist ein Fahrrad umgefallen!!!
 
Heute Abend auf 3Sat

20:15 > Katastrophentage: Inferno im Gletschertunnel
21:00 > Kaprun: Zurück ins Leben
 
Habe ich gesehen, war recht interessant.
Weiß jemand hier ob die alte Standseilbahn nebst Tunnel noch als Transportbahn genutzt wird?
Würde mich interessieren, eine gewisse Nachnutzung der Bahn fände ich schon richtig.
 
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