ghostbikersback
Großer Müggelberg (115m)
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Insgesamt ein Skandal mit großer Tragweite. Beschämend für die Opfer aber natürlich auch für die Republik. Und die große Frage ist ja auch, ob man sich mit dieser Form der Aufarbeitung langfristig einen wirklichen Gefallen getan hat. In juristischen Kreisen hat man sich im Hinblick auf den Aspekt Rechtsstaatlichkeit durch den Prozess und das Ergebnis auf Jahrzehnte hinaus komplett lächerlich gemacht und die Tatsache, dass auch normale Medien noch fast 20 Jahre nach der Katastrophe über die entsprechende „Aufklärung“ berichten zeigt ja auch den langfristigen Imageschaden. Bestürzend finde ich, dass man im Hinblick auf die Causa Ischgl die gleiche Linie fährt („alle haben Schuld nur wir nicht) und große Teile der Bevölkerung/Medien dies offenbar mittragen. In jedem anderen Industrieland (außer USA unter Trump derzeit) hätte es sofortige Rücktritte der Akteure gegeben, schlicht weil die Öffentlichkeit dies in Anbetracht der Fehlleistungen erwartet hätte. Da bei beiden Katastrophen viele Ausländer involviert sind/waren treffen jetzt die ausländischen Erwartungen im Hinblick auf Aufarbeitung und Kompensationen auf die Tiroler Hinterzimmer- und Spezlwirtschaft. Bin mal gespannt wie die juristische Aufarbeitung diesmal funktioniert. Bevölkerung und Medien haben sich mit dem „wir haben alles richtig gemacht“ erschreckenderweise ja schon arrangiert. Teils weil man meint man kommt gegen die Politiker/Seilbahner nicht an, teils aber auch weil man einfach an diese Form der Aufarbeitung von jung auf gewöhnt wurde und man gar nicht erst erkennt woran das Ausland sich stößt. Vor diesem Hintergrund würde man öffentliche Äußerungen über Ischgl am liebsten auch verbieten, weil man sich zu Unrecht am Pranger sieht.