Na gut, dass das geklärt ist.

Teilweise ist es ja nicht mehr erträglich, was man hier liest. Nur weil seit ein paar Jahren große Freeride-Radien im Kommen sind, heißt das ja schließlich nicht, dass all die 17-jährigen GoPro-Wannabes mit ihren Bananenski plötzlich die fette Alpin-Erfahrung hätten, hier über Schwungformen urteilen zu dürfen bzw. überhaupt erstmal zu können. Wer immer nur die aktuellen Trends nachäfft und Altbewährtes als peinlich abtut, sollte sein Selbstwertgefühl mal deutlich hinterfragen. Tote Fische undso, hm? Einen schönen Zopf in den Schnee setzen macht nach wie vor Spaß - und das sage ich als jemand, der mit breiten Latten tiefschneekundig geworden ist. Jede Schwungform hat enormes Potenzial.
http://www.youtube.com/watch?v=viQRxxJoeFo In dem Film gibt's ne tolle Szene, in der der kurze Petersen mit einem alten Skiführer aus Charmonix zusammen fährt und dabei zwei grundverschiedene Stile verschmelzen. Sehr cool!
Kommt wie gesagt auf die Präferenzen an, aber wenn die Kurzschwungtauglichkeit auf der Piste im Vordergrund steht (insbesondere beim Carven, wovon ihch jetzt mal ausgegangen bin), sind die Abstriche, die man beim SL-Carver im Gelände machen muss, geringer als die Abstriche, die man mit einem "Allroundcarver" auf der Piste machen muss (und ich bin schon z.B. einen Dynastar Legend 8000 auf der Piste und in Buckeln gefahren)
Volle Zustimmung, sofern mit "Gelände" das gemeint ist, was gemeinhin von den meisten Skifahrern als Gelände bezeichnet wird: das 30cm-Verspurte neben der Piste. Da reichen ein Supershape oder andere moderne, überbreite Slalom(fun)carver vollkommen aus.
Zum Thema: teste markenunabhängig mal folgende Varianten durch:
- mittelharter/weicher klassischer, breiter Slalomcarver (Head Supershape)
- einen leicht "angerockerten" Slalomski (Salomon X-Kart, K2 Charger)
- einen pistenfreundlichen All-Mountain (Atomic Blackeye, K2 Rictor).
Den Rockern würde ich mich nicht vollkommen verschließen. Die meisten obengenannten Varianten haben lediglich einen leichten Front-Rocker (also nur vorne), der die Kurveneinleitung vereinfacht bzw. bei weichem Schnee etwas besser aufschwimmt, die Spurtreue und den Kantengriff auf harten Pisten aber nicht merklich verschlechtert. Manchmal ist es auch gar kein wirklicher Rocker (aufgebogen), sondern lediglich ohne Vorspannung (d.h. plan).