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Klassiker gestrichen: Bormio will nicht mehr.

Verständlich. Diese doofen Skirennen bringen dem Ort nichts ausser belegte Zimmer, abgesperrte Pisten und verärgerte Touristen. Gratulation an Bormio, dass sie das nüchtern betrachten und ihren Entschluss auch durchziehen. Vielleicht gibts andere Destinationen die in Zukunft ähnlich denken?? Zu hoffen währe es.
 
falls das nicht ironisch gemeint ist, ist das aber sehr kurzsichtig.
denn ohne diesem doofen skirennen, wäre bormio heute nicht das was es ist
und hätte vermutlich auch nicht mit belegten zimmern zu kämpfen.
 
Sollens die fatschas in laax reaktivieren als ersatz - weshalb ist die überhaupt rausgeflogen damals?
 
stavro_ schrieb:
falls das nicht ironisch gemeint ist, ist das aber sehr kurzsichtig.
denn ohne diesem doofen skirennen, wäre bormio heute nicht das was es ist
und hätte vermutlich auch nicht mit belegten zimmern zu kämpfen.
Volle Zustimmung! Eine jede große Sportveranstaltung ist für den jeweiligen Ort die größtmögliche Werbung überhaupt. Welchen unmessbaren Werbeeffekt solche Sportevents haben müssen, zeigt sich ja alleine daran, dass für eine Olympiade ein komplett neues Skigebiet mitten in ein wenig besiedeltes Gebirge gebaut wird, auch wenn man bezüglich der Spiele in Sochi sicherlich geteilter Meinung sein kann.

Letztlich ist es halt die Frage, wie viel ein Weltcup einem Ort wirklich bringt, und ich unterstelle Bormio jetzt mal, dass es diese Entscheidung nicht von heute auf morgen getroffen hat, sondern die Situation schon seit längerer Zeit betrachtet wurde und man schließlich zu diesem Ergebnis gekommen ist.

Man kann nur hoffen, dass sich diese Entwicklung nicht fortsetzt, denn die Klassiker-Strecken lassen sich alleine aufgrund der natürlichen Voraussetzungen nicht gleichwertig ersetzen. An dieser Stelle bin ich jedoch recht zuversichtlich, denn wenn man sieht welche Massen Kitzbühel, Wengen, Adelboden und Co anziehen, kann ich mir nicht vorstellen, dass für die Orte negative Folgen überwiegen.
 
schmidti schrieb:
stavro_ schrieb:
...
Volle Zustimmung! Eine jede große Sportveranstaltung ist für den jeweiligen Ort die größtmögliche Werbung überhaupt. Welchen unmessbaren Werbeeffekt solche Sportevents haben müssen, zeigt sich ja alleine daran, dass für eine Olympiade ein komplett neues Skigebiet mitten in ein wenig besiedeltes Gebirge gebaut wird, auch wenn man bezüglich der Spiele in Sochi sicherlich geteilter Meinung sein kann.
...
es war vorher schon in dem Gebiet um Sochi Skigebiet da wenn auch viel kleiner und veralteter, was natürlich überdimensional ausgebaut wurde, ausserdem war das bis kurz vor den Spielen nicht unbesiedelt, sondern erst jetzt nach den Spielen ...
 
stavro_ schrieb:
falls das nicht ironisch gemeint ist, ist das aber sehr kurzsichtig.
denn ohne diesem doofen skirennen, wäre bormio heute nicht das was es ist
und hätte vermutlich auch nicht mit belegten zimmern zu kämpfen.

Bei diesem speziellen Termin kurz vor Silvester hat jEDER Touristenort mit vollen Zimmern zu kämpfen :)
Von daher versteh ich die Leute vor Ort.

Ab nach Sotschi oder Korea :lol:
 
Hat meiner Meinung nach auch mit dem Rückbau der Ciuk EUB zu tun. Früher hatte man zwei Achsen um die Skifahrer ins Skigebiet zu bringen, jetzt konzentriert sich das nur noch auch eine EUB. Wenn die verbliebene EUB jetzt für das Skirennen gebraucht wird, kommen die normalen Skifahrer nicht mehr ins Skigebiet, was verständlicherweise zu Unzufriedenheit führt, da sie ja einen normalen Skipass erworben haben und jetzt nur noch sehr eingeschränkt damit im Hauptgebiet von Bormio skifahren können.
Und so ein komplettes Rennen mit Streckenauf- und abbau, Training, Rennen etc. zieht sich ja über einige Tage hin, d. h. die Einschränkungen sind nicht nur mal ein paar Stunden am Renntag.
 
Stellt sich die Frage, warum man überhaupt in die Woche zwischen Weihnachten und Silvester noch ein Rennen quetschen muss.
Sehr schade, aber aus Sicht der Tourismusverantwortlichen verständlich. Man wird sich das ein paar Jahre angeschaut haben und hat letztendlich eben diese Entscheidung getroffen
 
Pistencruiser schrieb:
Stellt sich die Frage, warum man überhaupt in die Woche zwischen Weihnachten und Silvester noch ein Rennen quetschen muss..
Das habe ich mich auch gefragt, als ich um die Zeit mal dort war.
Neben den Einschränkungen für die normalen Skifahrer im B3000 Gebiet erwartete einen im Ort der Verkehrskollaps.
 
Der Ersatzort liegt praktischerweise gleich um die Ecke, jetzt fahren sie halt in Sta Caterina.
Verkehrstechnisch wird sich für Bormio auch nicht viel ändern, es sei denn man hält die Strasse über den Gavia nun auch im Winter offen.
 
So viel ich weiß kommt der Veranstalter bei einem normalen Weltcup gerade so mit einer roten Null davon. Wenn die ganzen ehrenamtlichen Helfer nicht wären würde sich zumindest hier in Europa so gut wie kein Weltcup lohnen. Wie groß der Werbeeffekt für normale Weltcup Orte durch den Weltcup ist kann man nur sehr schwer sagen. Wobei nur wegen dem Weltcup nicht einfach so tausende Leute extra kommen, außerhalb vom WC-Termin.
 
Mit Sicherheit bringt so eine Veranstaltung einen großen Bekanntheitsgrad für die jeweiligen Orte, ob die Kosten für die eigentliche Veranstaltung aufgehen ist zweitrangig . Viele Weltcuporte würde man ohne die Rennen nicht kennen.
 
Das mit dem Werbeeffekt ist so eine Sache. Darüber streiten sich nämlich auch die Experten.
Manche machen sich auch falsche Vorstellungen über den Werbeeffekt. Wenn ein Ort durch eine WM, Olympiade oder Weltcupveranstaltung bekannt wird, heisst das ja noch lange nicht das die Leute dahin strömen. Siehe Garmisch. Da stimmt nämlich das Drumherum gar nicht. Also ist der Weltcup verpufftes Werbegeld. Um auf Bormio zurück zukommen. Spontan wüsste jetzt nicht was ich dort soll. So geht es mir auch mit Are. Wenn Schweden dann im Arktischen Teil zusammen mit Narvik. Und mit den ehemaligen Olympia-Orten geht es mir genau so. Letzten Dezember war ich in Whistler, aber nicht weil dort Olympiade war, sondern weil ich festgestellt habe, das die Fitness nach einem Sprungbeinbruch vor 10 Jahren, noch nicht so toll war, um dort Spass zu haben. Und bei Lake Louise ging es darum, einfach mal in den Rocky Mountains zu fahren. Sotchi wäre vielleicht interessant, aber solange Putin neben dem Schlauch steht, ich ein Visum brauche und über Moskau kehren muss, steht das nicht zur Diskussion.
Was man bei der Diskussion auch nicht ausser acht lassen sollte. Was ich als Wintersportler davon habe. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist bereits ein Teil der Lauberhorn Abfahrt gesperrt. Statt über den Hundschopf zu brettern muss ich der Wixipiste folgen und dann 90° in die Piste einbiegen die der Bahn folgt. Die Piste ist so flach das es einfach ätzend ist. Weiter unten am Skilift muss man ebenfalls einen Bypass über die Blaue am Lift machen. Wenn ich wegen einer Veranstaltung Unannehmlichkeiten habe, oder in den Möglichkeiten eingeschenkt bin, frage ich mich dann schon mal muss ich da hin. Das gilt auch für gesperrte Pisten zwecks Training. Die Skiorte müssen deshalb schon genau abwägen wie gross die Vor- und Nachteile sind. Und Bormio ist jetzt zum Schluss gekommen das die Nachteile überwiegen.
 
Das sehe ich nicht so wie Du Wombat. Mehr oder weniger gibst Du den WC Orten ja recht. Wenn nur 0,01 % der Wintersportfans zusätzlich jährlich aufgrund der Werbung durch den WC dort hin gingen, hätte sich der Aufwand bereits rentiert. Wer würde schon Sotchi ohne WC /WM kennen ? Bei mir selbst ist es z.B. St. Anton wo ich jährlich mindestens eine Woche hinfahre oder z. B. Kitz , würde ich wahrscheinlich beide nicht ohne WC kennen und wer würde von Adelboden/ Markstein als Skigebiet schon gehört haben ? Das gleiche gilt sicher auch für Bormio . Die haben jetzt entschieden den WC mal sausen zu lassen, die Entscheidung kann ich nachvollziehen, es bedeutet ja nicht dass dadurch von heute auf Morgen Bormio vergessen ist. Wenn da in Zukunft alle paar Jahre mal ein WC stattfindet bleibt der Bekanntheitsgrad sicher erhalten.
 
Gstaad und Verbier kennst Du ja auch? Findet dort ein Weltcup Statt? Bei beiden würde es imho keine Sinn machen für Werbezwecke einen Weltcup zu veranstalten. Und genau darum geht es bei Deinen 0.01% wie viel Aufwand betreibe ich um 0.01% mehr Gäste zu generieren. Mach ich einen Weltcup, oder gehe ich auf Tourismusmessen, schalte ich Anzeigen im Magazinen oder sende ich einen Werbesport. Und gerade in der heutigen Internetzeit gelten andere Kriterien bei der Wahl des Skiort. Musst dich nur mal hier im Forum umsehen. Das war bis Ende 90er anders.

Nachtrag:
Gibt es im Zillertal einen Weltcup? Schau mal wie viele hier fragen zum Zillertal haben. :nixweiss:

msf schrieb:
Das sehe ich nicht so wie Du Wombat. Mehr oder weniger gibst Du den WC Orten ja recht.
Ich kann Dir da nicht folgen. Wo gebe ich das zu?
 
Wombat schrieb:
Gstaad und Verbier kennst Du ja auch? Findet dort ein Weltcup Statt? Bei beiden würde es imho keine Sinn machen für Werbezwecke einen Weltcup zu veranstalten.
Soll ich dir mal sagen, wie diese beiden Orte bei mir erstmals Aufsehen erregt haben? Gstaad durch ein jährlich stattfindes Tennisturnier (also auch einem Sportevent) und Verbier durch einen sehr wohl stattfinden Weltcup - nämlich dem der Freeride-Szene! Abgesehen davon kannst du auch nicht einfach so auf jedem x-beliebigem Hang einen Weltcup austragen, sonst würden das wohl auch mehr Orte tun.


Wombat schrieb:
Nachtrag:
Gibt es im Zillertal einen Weltcup? Schau mal wie viele hier fragen zum Zillertal haben. :nixweiss:
Es hat ja auch niemand behauptet, dass nur ein Weltcup einen Werbezweck erfüllen kann. Das von dir angesprochene Zillertal hat alleine durch die Größe seiner Skigebiete einen hohen Bekanntheitsgrad. Übrigens findet in Hochfügen ab und an ein Snowboard-Europacup statt (auch wenn der zugegebenermaßen keinen großen Werbeffekt haben wird).
Der Werbezweck von Weltcups kommt in erster Linie sowieso kleinen Orten/Skigebieten zu Gute. Beispiele meinerseits wären an dieser Stelle Ofterschwang, Spindlermühle, Semmering oder die einzig mir bekannten slowenischen Skigebiete Maribor und Kranjska Gora.
 
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