Nach meinen Skitouren in
Andermatt,
Flims,
Laax und
Brambrüesch wollte ich natürlich auch mal noch was in meinem Heimgebiet machen. Dies gestaltete sich bisher ob der Schneegrenze und fehlenden beschneiten Pisten aber etwas schwierig. Der gestrige Schneefall aber kam wie gerufen. Leider reichte es nicht wie gehofft für eine Tour direkt vom Haus (800m.ü.M.) weg, aber immerhin so, dass ich die öffentliche Bergstrasse von Beckenried hoch bis Schwendi (1150m.ü.M), wo es einen Parkplatz hat, nutzen konnte und so ziemlich genau dort begann praktischerweise der Schnee. So konnte ich von dort aus den anstrengenden 2 1/2 stündigen Aufstieg auf die Chälen (1938m.ü.M) starten. Zuerst stieg ich den Wanderweg zur Bärenfalle hoch, den ich von sommerlichen Wanderungen kenne. Ich war nicht unglücklich darüber, dass vor mir da schon zwei aufgestiegen waren. Danach querte ich zur Chälenpiste rüber und stapfte die Skipiste hoch. Mutterseelenalleine. Die erste Spur (die beiden anderen Spuren zweigten zum Brisen oder Brisenhaus ab). Ein paar aufkommende Nebelschwaden liessen mich die Pause kurz halten. Wie sich später herausstellte, war das eine gute Entscheidung: Die Webcam zeigte um 14.30 Uhr dichten Nebel. Die Abfahrt war ein Traum! Meine Jubelschreie waren als Echo vom Schwalmis gut zu hören. Die Strapazen des Aufstiegs waren vergessen. Meine Fahrt führte auf der Piste bis zum Tannibüel. Von dort an war leider die Strasse geräumt. Am Rand und ab und zu querfeldein ging es aber bis auf zwei Mal wenige Minuten Fussmarsch und einigen Kratzern im Belag bis direkt zum Auto zurück. Juheeeeeeee!
Das Fahrverbot hat sich heute mit der Schneelage gut abgesprochen:
Zuerst geht es ganz gemütlich auf der Fahrstrasse hoch:
Danach auf den Wanderweg:
Bärenfalle, Blick Richtung Haldigrat:
Und Richtung Beckenried:
Danach die Querung zur Chälen. Da hat’s nur noch eine Schneeschuhspur:
Der Aufstieg in der Chälen ist ein Erlebnis. Kein Mensch. Kein Geräusch. Nur mein Atem und das Knirschen der Skis.
Bei der Querverbindung hatten sie mal Schnee rausgestossen. Stört aber nicht.
Langsam kommt das Ziel in Sicht:
Der Aufstieg wird immer schöner, aber auch strenger. Ich muss öfters anhalten und atmen:
Ein AF-Kollege beobachtet mich
auf der Livecam
Geschafft! Rund 800hm in 2 1/2 Stunden.
Nach einer halbstündigen Pause übertrifft die Abfahrt alle meine Erwartungen. Einfach perfekt! Unglaublich schön!
Hier wäre seit vorgestern sowieso Saisonende:
Danach ist es leider mehr so eine Schneesucherei, aber immerhin muss ich nicht wie befürchtet 30min Runterlaufen (Turnschuhe hätte ich drum extra im Rucksack gehabt), sondern lediglich zwei Mal ein paar Minuten:
Schee wars!
Und meine Spur blieb die einzige, wie
auf der Livecam zu erkennen ist.