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Kopfnoten

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  • Umfrageteilnehmer
    1
toxy123 schrieb:
Ganz genau, man unterscheidet dort zwischen sechs verschiedenen Noten.
* Leistungsbereitschaft
* Zuverlässigkeit/Sorgfalt
* Selbstständigkeit
* Verantwortungsbereitschaft
* Konfliktverhalten
* Kooperationsfähigkeit

Also wenn der ganze Schmarrn so abläuft, und sich das durchsetzten sollte (was ich nicht hoffe) dann sollten die Lehrer so fair sein, und sich auch benoten lassen nach gleichen Schemata.

Zur Begründung meiner Idee:

Leistungsbereitschaft: es gibt genug Lehrer, die es nicht interessiert, die setzten den Schülern einfach was vor, ohne zu überlegen, ob es sinnvoll ist oder nicht.
Zuverlässigkeit/Sorgfalt: es gibt genug Lehrer, die erst mal ihren Kaffee trinken, obwohl es schon lange zur Stunde geläutet hat.
Selbstständigkeit: Wird hier vom Schüler erwartet, dass er sich selbst was aneignet? Kann nicht funzen, da jeder Mansh diesbezüglich ein anderes Aufnahmverhalten hat. Auf der Uni verstehe ich es, aber in der Schule nicht. Lehrer, ihr seid dafür da, euren Schülern was beizubringen, nicht die Schüler sich selbst! Sonst kommt nur Chaos dabei raus.
Verantwortungsbereitschaft: Da kenne ich genug Lehrer, die ihre Verantwortung von organisatorischen Aufgaben gekonnt auf Schüler oder andere Lehrer abwälzen.
Konfliktverhalten: Ein Lehrer und ein Schüler liegen im Klinsch. Es kann dabei nur der Schüler verlieren.
Kooperationsfähigkeit: Ein Schüler und ein Lehrer können nicht miteinader. Folglich bekommt der Schüler eine schlechte Note, obwohl zum Streiten immer Zwei gehören.

wikipedia schrieb:
Konzentration und Ausdauer

Für Schüler mit ADHS sehe ich da schwarz.

Ich hoffe, ich habe die jeweiligen Begriffe richtig ausgelegt (zwischen Deutsch und Österreichisch könnte es ja kleine aber feine Unterschiede geben ;) )

MFG Dachstein
 
Hihi, lustige Diskussion :D

Also ich hab spasseshalber eben mal nachgesehen, ich bin von der dritten bis zur zwölften Klasse immer in "Verhalten" und "Mitarbeit" benotet worden, hierbei galten die Notenstufen "sehr gut" / "gut" / "befriedigend" / "unbefriedigend", mit Standardnote "gut" wenn ich mich recht erinnere. Geschadet hat's mir eigentlich nicht, auch wenn ich manchmal ganz offensichtlich für meine Faulheit abgestraft werden sollte. Ich fand das damals sogar ziemlich cool, weil ich keinesfalls zu den Strebern gehören wollte :D
 
Hoho.....die lassen sich immer nettere Sachen einfallen, um den Jungen Leuten den Einstieg ins Berufsleben schwerer zu machen....aber dann über "Fachkräftemangel" klagen, oder dass die Lehrlinge so schlecht geworden sind....

Übrigens: Meine 3 Punkte im Mathe-Abi (ne glatte 5 im LK-Fach) hat keinen meiner Arbeitgeber interessiert. :D
 
Alo ich denke, dass Kopfnoten was tolles und sehr sinnvolles sind, da man damit einerseits seine eugnisnoten besser nachvollziehen kann, und andererseits auch die -sehr wichtigen- anderen bewertungen wie soziale kompetenz.... eingehen.
 
Der jahrzehntelange ideologische Grabenkrieg in der Schule scheint auch hier auf.

Man sollte es nicht zu hoch hängen.

Aber während der Schulzeit hat es ein Schüler mit vielen Lehrern zu tun. Da können die Kopfnoten bzw. Beurteilungen für alle Beteiligten (Schüler, Lehrer, Eltern) Tendenzen aufzeigen auf die die Beteiligten dann reagiern können bzw. müssen.
 
^^Spach jemand mit Lebenserfahrung!! Volle Zustimmung!!
Selbst ich mußte mich in dieser Woche, in der Firma, mit 24,5 Jahren Zugehörigkeit von meinen Chefs, "benoten" lassen!
Solche Beurteilungsgespräche sind gang und gäbe und sehr oft fließen die "Noten/ Punke" in eine Leistungszulagen (Entgeld) ein!

Daher sind Kopfnoten sehr wohl ein Instrument dem Elternhaus zu dokumentieren das etwas schief läuft! Hat man nicht zu verbergen braucht man vor sowas sicher auch "keine Angst" zu haben!
Wenn es halt Lehrer oder Schulen nicht richtig anwenden oder es mit Standardnote igenorieren gibt es ja genügend Stellen (Elternbeirat, Schulleitung, Schulamt Bildungsminsterium des Landes oder auch irgend solch eine Politiklusche im Wahlkampf) die dafür zuständig sind!!
Einfach mal im Unterricht die Füsse nicht auf den Tisch legen dann klappts auch mit dem Lehrer! Vergessen darf man nicht das ein Lehrer/rin ein Kind im Schulalter teilweise länger bzw. öfters sieht als vielleicht die Eltern!
 
... ich halte da ja mal gar nix von ... die Bewertung von Betragen / Fleiß ist doch schon in der mündlichen Note enthalten (die ca. 50% der Endnote ausmacht).

Ich war - zu Schulzeiten - auch ein aufsässiger, frecher Schüler; wenn mir der Unterricht nicht gepasst hat, bin ich halt nach Hause gegangen - das führte dann in so gut wie jedem Fach außer den Naturwissenschaften und Mathe mündlich zu einer 5 ... dank sehr guter schriftlicher Leistungen hat's noch fürn 2,1 - Abi gereicht (klar, ich hätte wohl auch 1,4 oder so haben können, aber: so wars lustiger).

Jetzt hab ich einen durchaus guten Job beim Steuerberater - ich glaube kaum, dass man mich mit derart schlechten Kopfnoten genommen hätte ...

Kopfnoten halte ich evtl. in der Hauptschule für sinnvoll ... die geistigen Fähigkeiten von HS-Absolventen sind für Ausbildung / Job sicherlich nicht so wichtig wie das Verhalten ...
 
Heute früh in der Frankenpo(e)st gelesen:

Verkürzt dargestellt.
In Bayern werden die Kopfnoten abgeschafft. Die Beurteilung von Verhalten etc. muß in textlicher Form erfolgen.
 
Fab schrieb:
Heute früh in der Frankenpo(e)st gelesen:

Verkürzt dargestellt.
In Bayern werden die Kopfnoten abgeschafft. Die Beurteilung von Verhalten etc. muß in textlicher Form erfolgen.
dazu die SZ:
Keine Kopfnoten mehr

Die Proteste von Eltern und Lehrern haben Wirkung gezeigt: Die CSU schafft die Kopfnoten in Grundschulzeugnissen wieder ab.


Nach jahrelangen Protesten von Eltern und Lehrern schafft die CSU die Kopfnoten in Grundschulzeugnissen wieder ab. Die Lehrer sollen das Verhalten der Schüler künftig nur noch in Textform bewerten, wie Kultusministerium und der CSU-Bildungsexperte Gerhard Waschler sagten.

Außerdem wird die Bewertung des Verhaltens stark vereinfacht: Die bisherige Bewertung des Verhaltens in sieben Punkten mit den Kategorien A bis D gibt es ab nächstem Schuljahr nicht mehr. Das beschloss die CSU-Mehrheit im Bildungsausschuss des Landtags. "Das ist eine Vereinfachung für die Lehrer", sagte ein Sprecher von Kultusminister Siegfried Schneider (CSU). Für die Eltern habe die neue Form weiter hohen Aussagewert. "Das bedeutet eine erhebliche Entbürokratisierung", sagte der Ausschuss-Vorsitzende Waschler. "Die Lehrer kommen wieder mehr zum Kerngeschäft des Unterrichtens."

Das Kultusministerium habe den Auftrag, die Zeugnisse radikal zu vereinfachen. Die Wiedereinführung der Kopfnoten war ein Projekt der früheren Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU). Die detaillierte Bewertung in sieben Unterpunkten mit fünf Kategorien sollte eine bessere Bewertung der Schüler erlauben. Die Lehrer klagten jedoch über immensen bürokratischen Aufwand. Der SPD-Bildungsexperte Hans-Ulrich Pfaffmann forderte bessere individuelle Förderung der Kinder anstelle von Kategorien. "Wir wollen, dass nicht nur Schwächen der Schülerinnen und Schülerinnen benannt werden, sondern vor allem ihre Stärken."
http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/848/154449/

Die Kopfnoten gab es in Bayern nur in den Grundschule. In weiterführenden Schulen gibt es weiterhin (wie immer schon) eine textliche Beurteilung. In Abschlusszeugnissen werden aber nur sehr schlechte Bewertungen aufgenommen...
 
toxy123 schrieb:
In Abschlusszeugnissen werden aber nur sehr schlechte Bewertungen aufgenommen...
Was soll denn das jetzt wieder heißen? Etwa, dass man nur schlechte Noten /Bewertungen kriegen kann? :roll:
Das soll heißen, dass es normalerweise in Bayern in den Jahreszeugnissen ab der 10. Klasse (ab mittl. Reife) keine Bemerkungen bezüglich Benehmen etc. mehr gibt. Nur wirklich krasse Dinge stehen drin...
 
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