TVT schrieb:
Da ist es doch aus ökonomischen Gründen doch ziemlich sinnvoll, bei nicht voller Auslastung die Leistung zurückzufahren.
Das ist jetzt gar nicht sarkastisch gemeint: Maximal ökonomisch ist es, gar nicht zu fahren. Kurzsichtig natürlich auch.
TVT schrieb:
Machen andere Betriebe schließlich auch.
Waschmittelproduzenten füllen auch weniger Inhalt in die gleich große Verpackung, um Verbraucher über eine verdeckte Preiserhöhung zu täuschen. Deshalb sind sie keine Vorbilder für andere Unternehmen.
Also mal umgedreht: Natürlich sind das Wirtschaftsunternehmen und nicht die Caritas. Umgekehrt sind wir als Kunden aber auch nicht deren Caritas. Wenn wir selbst nicht unsere Interessen im Auge behalten, wer dann? Nicht jeder muss da die gleichen Maßstäbe anlegen. Aber ich finde es gut, wenn man andere Meinungen nicht abwertet, nur weil sie von der eigenen abweichen.
Ich wohne nicht in den Bergen, schaffe es selten dorthin, habe keine Saisonkarten von ganzen Verbundgebieten und versuche, ein wenig darauf zu achten, aus den wenigen Tagen im Schnee das Beste zu machen. Und ich mag Fair Play: Ein hochpreisiges Gebiet, das zu sehr am Kunden spart, passt da nicht. Und wenn es ein Trend werden sollte, dort die Leistung zu reduzieren, wo es der Kunde nicht sofort merkt, hilft mehr Transparenz auf jeden Fall. Entscheiden, wo man hingeht, darf ja trotzdem jeder für sich.
Meine Sparvorschläge wären wohl eher andere: Sitzheizungen aus, gern auch mal Pisten mit Neuschneeauflage gezielt unpräpariert lassen, wenn nicht viel los ist. Verzicht auf kosmetisches Präparieren direkt vor Pistenöffnung bei Schneefall über Nacht (hält ohne Sinterzeit eh' nicht). Und für mich könnten manche Investitionen auch gern eine Nummer kleiner ausfallen: Sesselbahnen statt EUBs (obwohl ich sie Chrigel natürlich gönne und es vermissen würde, wenn es deswegen weniger interessant geschriebene, aufschlussreiche und wunderschön bebilderte Berichte von ihm geben würde).