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Lawinen 2014/15

Stäntn schrieb:
Kann man sich so einen verschütteten Powderski eigentlich nach der Schneeschmelze irgendwo am Arlberg wieder holen? Entweder selbst hinwandern und suchen oder gibts da sogar eine Art Fundbüro??

Also der von einem Bekannten war weg für immer.Bestimmt gibt's sowas wie ein Fundbüro, aber wer hebt bitte Ski auf und bringt sie dann dort hin.

Wandern kannst du wahrscheinlich auch vergessen, da du ja nicht genau weißt wo der Ski jetzt zum Stillstand gekommen ist, ob er mit Geröll bedeckt ist oder ob er mit der Schneeschmelze sich auf den Weg ins Tal gemacht hat ;)
Sollte man ihn finden wird er wahrscheinlich von der langen Zeit in der Nässe ebenfalls gekennzeichnet sein.

Kurzum: So ein Ski ist mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit weg.
 
Drei Skitourengeher von einer Lawine erfasst, zwei Tote und ein Schwerverletzter im Cadore-Tal östlich von Cortina in den Dolomiten:
http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2015/03/02/belluno-drei-personen-von-lawine-verschuettet.html
Drei der vier Männer sollen Mitglieder der Bergrettung von Cadore sein.

Schon am letzten Samstag gabe es ein weiteres Todesopfer in Frankreich in der Chartreuse nahe Grenoble:
http://france3-regions.francetvinfo...che-au-charmant-som-en-chartreuse-665183.html
 
 
Mt. Cervino schrieb:
Nicht in den Alpen aber besonders tragisch:

Fast 250 Tote in Afghanistan - Tagelange Suche nach Lawinenopfern
http://www.nzz.ch/panorama/ungluecksfaelle-und-verbrechen/tagelange-suche-nach-lawinenopfern-1.18493133

Leider keine Einzelfall dort, da es immer wieder tragische Unglücke dort gibt. So z.B. 2010:

Lawine Afghanistan 2010
Wahnsinn davon höre ich zum ersten Mal! Dagegen war Galtür ja eine Randnotiz - und wenn ich überlege was daraufhin hinten im Paznaun gebaut wurde und in anderen roten Zonen... apropos: Wie kommt es dort zu solchen verheerenden Szenarien? Gibts dort auch solche Zonen, warum sind die besiedelt und wird das nicht verbaut? Ist die Antwort wirklich simpel Geldmangel??
 
Breze schrieb:
Arlbergfan schrieb:
Das Lawinenunglück in Damüls erschreckt mich schon etwas.
Dort wo das Brett abging ist bisher kein derartiger Vorfall bekannt. Und dann handelte es sich auch noch um einen erfahrenen Tourengeher, der selbst für die Bergrettung als Ausbildner tätig war...

Opfer war erfahrener Skitourengeher

Karl Türtscher, einer der Einsatzleitung der Bergrettung am Samstagnachmittag, sagte gegenüber dem ORF, dass der Ort des Lawinenabgangs durchaus überraschend gewesen sei. Ihm sei kein Vorfall an dieser Stelle bekannt. Zudem habe es sich bei dem verstorbenen 44-Jährigen um einen erfahrenen Skitourengeher gehandelt. Für die Bergrettung sei er als Ausbildner tätig gewesen.

Derzeit ist wohl niemand sicher.

Weiss jemand wo genau die da runter sind und das Brett ausgelöst haben? Nordseitig gibt's da ja einige Abfahrtsvarianten und die allermeisten dürften zumindest in einem Teil der Abfahrt eine Neigung von so um die 35° wenn nicht noch mehr haben ...
Einzig der Aufstiegsweg durch das Tal zwischen Skigebiet und Portlahorn und dann hinauf bis kurz unterhalb des Gipfels dürfte durchgehend etwas flacher sein.
Aber selbst da hätte ich am WE kein gutes Gefühl gehabt (und jetzt erst recht nicht mehr), nachdem ich mir die Situation am vergangenen Dienstag aus dem Skigebiet etwas angesehen habe ( egtl die komplette Nordflanke war deutlich sichtbar mit Triebschnee geladen und danach hat's ja auch noch mal ordentlich drauf geschneit...)

Auch wenn's schon etwas her ist, konnte ich mittlerweile die Antwort auf meine Frage nach der gewählten Abfahrtsroute der Verunglückten hier finden.
Und man muss dann leider auch feststellen, dass manchmal auch absolute Profis (immerhin Ausbilder der Bergrettung), sagen wir mal "sich unter den gegeben Umständen/Verhältnissen nicht immer wirklich vorbildlich verhalten" (um es diplomatisch auszudrücken)....

Übrigens für diejenigen die es nicht kennen:
http://www.vorarlberg.at/vorarlberg...ignisse1990-201/uebersichtlawinenereignis.htm

Dauert zwar immer ein wenig bis die Berichte online sind, aber auf jeden Fall immer sehr interessant und lesenswert!
 
Nach einem erneuten Lawinenopfer beim Tourengehen im Sellrain
http://www.tt.com/panorama/unfall/9...r-in-st.-sigmund-im-sellrain-tot-geborgen.csp

nun auch noch das:
http://www.tt.com/panorama/unfall/9...leuderte-23-jährige-langläuferin-zu-boden.csp
Selbst die Langläufer erwischt es, und die haben noch brutales Glück gehabt.

Weiterer Überlebender im Belledonne-Massif, ein älterer Herr hatte die Lawine selbst ausgelöst und wurde nach 10 Minuten von zufällig in der Nähe sich aufhaltenden Soldaten ausgebuddelt. Der Mann suchte danach seine Ski und fuhr einfach davon:
http://www.ledauphine.com/isere-sud...e-le-sexagenaire-est-sauve-par-des-militaires
 
...Beide Skifahrer sind laut Polizei erfahrene Alpinisten und Skitourengeher....

...Gegen 16 Uhr fuhr der 26-Jährige in 2.288 Metern Höhe in den bis zu 50 Grad steilen und etwa 250 Meter langen Südwesthang ein...

...Da beide keine Notfallausrüstung dabei hatten, versuchte der Vater, seinen Sohn mit den Skiern auszugraben,...

:tot:
 
Breze schrieb:
...Beide Skifahrer sind laut Polizei erfahrene Alpinisten und Skitourengeher....

...Gegen 16 Uhr fuhr der 26-Jährige in 2.288 Metern Höhe in den bis zu 50 Grad steilen und etwa 250 Meter langen Südwesthang ein...

...Da beide keine Notfallausrüstung dabei hatten, versuchte der Vater, seinen Sohn mit den Skiern auszugraben,...

:tot:

Von tageszeitlicher Erwärmung hatten die wohl noch Nichts gehört!
 
Auch wenn es natürlich bitter ist, wenn man nicht rankommt, in diesem Fall hätte alles nichts genützt: "Genickbruch"
 
Auch erfahrene Alpinisten machen Fehler.Das man im März
Nachmittags in einen steilen,von der Sonne durchnässten SW-Hang einfährt stelle ich jetzt mal als Leichtsinnsfehler dahin.

Das aber jemand der als "Erfahren Gilt" und dies auch in der Presse so verbreitet wird komplett ohne jegliche Notfallausrüstung unterwegs war finde ich doch bedenklich.Ist es nicht eines der ersten Dinge die man lernt, noch vor Hangexpositionen,Gefahrenmustern,etc..., das man niemals ohne Ausrüstung Fahrten in diesem Gelände unternimmt?

Mit Schaufel hätte man das Opfer vlt. noch ausgraben können, aber wie oben schon geschrieben trat der Tod ja (wahrscheinlich unmittelbar) durch Genickbruch ein.Meiner Einschätzung nach hätte ein ABS-Rucksack diesen Todesfall mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindern können, da es vermutlich garnicht zur Verschüttung gekommen wäre.
 
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