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Lawinen 2015/2016

christopher91 schrieb:
Also ich war ja heute in Fiss, war genau zu dem Zeitpunkt in der Sattelbahn und habe es beobachtet und dann auch dem Liftwart mitgeteilt, der hat dann die Rettungskette in Gang gesetzt, es war aber relativ klar, dass niemand in der Lawine seien kann, denn es war extrem wenig Betrieb, auf der Piste befanden sich zu dem Zeitpunkt 2 Personen, diese befanden sich aber noch oberhalb und haben später den Lawinenkegel umfahren. Die Piste wurde auch sofort vom Liftwart gesperrt.

Die Lawine hat sich ziemlich vom Grat gelöst, wohl aufgrund Windeinfluss oder Erwärmung vom Felsen, dadurch hat sich ein Schneeklumpen gelöst, der dann unterhalb der Felsen des Schneebrett ausgelöst hat. Ich habe auch noch 2 Bilder, die lade ich später oder morgen noch hoch! Die Temperaturen sind halt sehr hoch und die Sonneneinstrahlung sehr stark, dass ist quasi nicht vorherzusagen wo was abgeht.

Neben der Gefallabfahrt ist auch noch ein schönes Gleitschneebrett abgegangen. Und am Lazid sind quasi alle schwarzen Pisten von Lawinen überdeckt, allerdings wurden die extra ausgelöst so wie es aussah.

Bin derzeit auch in SFL unterwegs. Ich habe gestern ebenfalls ein Bild der Lawine aus der Schönjochbahn II gemacht. Allerdings nur mit dem Handy. Gibt aber denke ich einen guten Überblick über die Lawine.
20160404_174631.jpg


Der Bereich rechts der Lawine wurde heute Nacht wohl gesprengt, jedenfalls war heute auch dieser Bereich komplett abgegangen. In der Mitte davon ist ein Gazex-System installiert, dürfte also damit passiert sein.
 
Ist immer die Frage ob sich Nassschnee Lawinen überhaupt sprengen lassen. Aber am Sonntag abend hat es auch einige Male gerumst, versucht wurde es wohl schon da.
 
snowflat schrieb:
Oder so :roll:
Lawinen sprengen mal anders
Auweia... Sieht irgendwie etwas unklug aus... Immerhin haben sie es alle noch auf den Masten geschafft. Dass es da zu keinem Gerangel kam?
 
Das an der Kanzelwand kam wohl nicht bis auf die Piste sondern hat nur ordentlich gestaubt, was allerdings in dem Moment auch sehr unangenehm ist und vielen einen gehörigen Schrecken eingejagt haben dürfte weil sie nicht einschätzen konnten was da wirklich passiert.
Den anderen Helden vom Sprengkommando ( Leitner Kombibahn mit 4er Sesseln hat es weltweit nur zwei in Kasachstan ) gehört auch ein Diplom für Idiotie überreicht.
 
So wie an der Kanzelwand nur in viel extremer gabs ja in Cervinia diesen Winter. Da es vor der Piste doch noch recht ordentlich rauf geht - war das relativ ungefährlich. Staublawinen sind meist einfach weniger gefährlich wie es ausschaut - allerdings sehr schwer einschätzbar (ergo die Unglücke wo gesprengt wird, und dann ordentlich was zerstört/begraben). War ab und an bei Sprengungen wo am sicheren Platz - und wurde auch noch richtig dick eingeblasen. Was nicht heißt - dass man in der Lawine weiter oben drin sein hätte dürfen in der Kanzelwand Lawine....

Das mit dem Sprengkommando - tja, was soll man da noch sagen. Aber im Prinzip kann einem in ausreichender Höhe dort nix passieren - und so groß dass die Lawine da die Stütze umknickt brauchte man dort ja auch nicht erwarten. Alternativ sind Bäume daher auch immer so etwas wie ein Safe Spot. Hab schon ein paar mal Leute am Baum hängen sehen während die Lawine durchrutschte. Wenns ein bisserl gefährlich ist wo - dann hält man ja ganz gerne direkt am Baum an. Da hat man dann immer was um sich festzuhalten und grad vor kleinen Schneebrettlawinen zu schützen. Bzw auch schon ein paar mal jemand beim Lawinensurfen gesehen der es grad noch so zu einem Baum zum festhalten geschafft hat (etwa in Schneebrettlawine oberhalb von Abrrüchen).
 
 
Krasses video.
Der war ja gut tief verschüttet.
Was mir nicht ganz klar ist: würde er von der Lawine erwischt oder ist er gestürzt?
 
Für mich sah es so aus, als ob er mitten im Schneebrett, dass sich angefangen zu lösen, war und dann beim Übergang zum normalen Schnee gestürzt ist.
Aber ich kenne mich in dem Thema nicht aus und glaube das nur im Video gesehen zu haben.
 
Zum Lawinentod der Schweizer Freeride-Weltmeisterin Estelle Balet, zu dem fettiz oben die initiale Meldung aus dem "Blick" verlinkt hat, hat die FAZ noch ein Foto des Starthangs am Berg eingestellt. Wenn das wirklich der Einsprunghang ist, dann Hallelujah ... bei der Wechte, der Steilheit und dem angepressten Neuschnee war das Risiko für einen Lawinenabgang unverhältnismäßig hoch.

Im oben verlinkten Blick-Artikel ist ein Foto des gesamten Berges eingestellt. Wie sollten die Freerider denn eigentlich aus der Rinne überhaupt wieder herauskommen? Weiter unten kommen ja nur noch Felsstufen ...
 
Harzwinter schrieb:
Zum Lawinentod der Schweizer Freeride-Weltmeisterin Estelle Balet...

Das sieht steiler aus auf den Bildern als man es gewöhnt ist - weil die frontal aufgenommen wurden. Im Prinzip war ihre Linie da oben eh intelligent - man geht da einfach von aus dass man nur au einer Seite vom Grat die Lawine auslöst - bzw halt zur Not öfters die Seite wechselt am Grat. Weiter unten kommt man schon durch bei guter Schneelage. Estelle war dazu die Zweite die den Hang befuhr - nur als Warnung von wegen Spuren nachfahren (wobei klar ist - es ist wahrscheinlicher dass der erste die Lawine auslöst wie der zweite). Interessant wäre zu sehen wie die erste Spur verlaufen ist - vs Estelles Line - bringt natürlich im Nachhinein auch nichts mehr.


BTW - ich hab nochmal mehr Infos zu einem der Lawinnenfälle von weiter oben bekommen. Ein guter Freund von mir war dabei und hat einen der Toten ausgegraben. 300 Meter runter auf Steigeisen - mit Pieps aus etwa 80m Entfernung erstes Signal empfangen, dazu aus 1.6m Tiefe ausgegraben. Dafür insgesamt keine 8 Minuten gebraucht. Dann wurde er beim beginnder der Reanimation selber von einer Lawine erwischt und einige Meter weggespült - konnte sich aber selber wieder befreien. Erst als er schon wieder zurück war kamen die ersten weiteren Mitglieder der Gruppe zum Unglücksort). Aber der Verschüttete war durch Polytrauma schon nicht mehr rettbar gewesen (wahrscheinlich Genickbruck Todesursache).
Was aber trotzdem klar bedeutet - am wichtigsten nach einem Lawinenabgang ist dass die Kollegen schnell reagieren, und viel Erfahrung haben. Die Lawine war übrigens entgegen der Meldungen in den Medien nicht selbst ausgelöst - sondern kam von oben runter.
 
Theo schrieb:
Den anderen Helden vom Sprengkommando ( Leitner Kombibahn mit 4er Sesseln hat es weltweit nur zwei in Kasachstan ) gehört auch ein Diplom für Idiotie überreicht.
Die haben dort sowieso "Rustikalmethoden" und schonmal ne Liftanlage fast gefällt - die erwies sich gottseidank aber als überaus robust denn was Neueres wär sicher komplett zerstört worden.
 
extremecarver schrieb:
Harzwinter schrieb:
Zum Lawinentod der Schweizer Freeride-Weltmeisterin Estelle Balet...

Das sieht steiler aus auf den Bildern als man es gewöhnt ist - weil die frontal aufgenommen wurden. Im Prinzip war ihre Linie da oben eh intelligent - man geht da einfach von aus dass man nur au einer Seite vom Grat die Lawine auslöst - bzw halt zur Not öfters die Seite wechselt am Grat. Weiter unten kommt man schon durch bei guter Schneelage. Estelle war dazu die Zweite die den Hang befuhr - nur als Warnung von wegen Spuren nachfahren (wobei klar ist - es ist wahrscheinlicher dass der erste die Lawine auslöst wie der zweite). Interessant wäre zu sehen wie die erste Spur verlaufen ist - vs Estelles Line - bringt natürlich im Nachhinein auch nichts mehr.


BTW - ich hab nochmal mehr Infos zu einem der Lawinnenfälle von weiter oben bekommen. Ein guter Freund von mir war dabei und hat einen der Toten ausgegraben. 300 Meter runter auf Steigeisen - mit Pieps aus etwa 80m Entfernung erstes Signal empfangen, dazu aus 1.6m Tiefe ausgegraben. Dafür insgesamt keine 8 Minuten gebraucht. Dann wurde er beim beginnder der Reanimation selber von einer Lawine erwischt und einige Meter weggespült - konnte sich aber selber wieder befreien. Erst als er schon wieder zurück war kamen die ersten weiteren Mitglieder der Gruppe zum Unglücksort). Aber der Verschüttete war durch Polytrauma schon nicht mehr rettbar gewesen (wahrscheinlich Genickbruck Todesursache).
Was aber trotzdem klar bedeutet - am wichtigsten nach einem Lawinenabgang ist dass die Kollegen schnell reagieren, und viel Erfahrung haben. Die Lawine war übrigens entgegen der Meldungen in den Medien nicht selbst ausgelöst - sondern kam von oben runter.


Auf welche hast du dich nun bezogen?
Zwecks der Nachlawine bei der Reanimation deshalb immer dran denken den Pieps wieder auf Senden zu stellen, nachdem man die Person gefunden hat.
 
Möchte ich nicht sagen. Das mit auf senden stellen geht eh meist automatisch nach 5 oder 10min nichts drücken. Das Problem ist eher - zur Suche nimmt man das Pieps ja doch meist in die Hand - je nach Stress fragt sich dann ob man es schon wieder sicher zurückgetan hat. Auf senden stellen ist da weniger das Problem.
 
Servus!

extremecarver schrieb:
Möchte ich nicht sagen. Das mit auf senden stellen geht eh meist automatisch nach 5 oder 10min nichts drücken. Das Problem ist eher - zur Suche nimmt man das Pieps ja doch meist in die Hand - je nach Stress fragt sich dann ob man es schon wieder sicher zurückgetan hat. Auf senden stellen ist da weniger das Problem.

Vorsicht, das machen beileibe nicht alle Geräte - und wenn, dann nur die modernsten.
Von daher ist es schon richtig, den Gedanken in die Richtung zu lenken...

Jan
 
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