Keine Ahnung welche Posts bei Dir aufstoßen und wer hier wie auf wen einschlägt. Aber Fakt ist, dass man nicht ins freie Gelände fährt, wenn man die Situation im Hang bzw. oberhalb davon nicht einschätzen kann. Oder fährst Du mit dem Auto einfach in eine Kreuzung ein, dessen Verkehrssituation Du nicht einschätzen kannst? Und wer es einfach riskiert nach dem Motto "wir schon schief gehen" hat im Falle eines Falles die Konsequenzen zu tragen.
Im Falle des Breitenberges war es eine Selbstauslösung, da haben in diesem Fall die Neuschneemengen und Windverfrachtungen am Grat oben durchaus eine größere Rolle gespielt als der Untergund. Die Lawine erwischte den Jugendlichen auf 1700m, der Gipfel liegt auf 1838m, sprich die Auslösung lag im Bereich unterhalb des Gipfels, an den fast senkrechten Felswänden.
Und schon am Sonntag wo es "nur" 20 cm Neuschnee gab, haben die hiesigen Skifahrer mehrfach bekundet, dass die Ostlerrinne beliebt, aber bei Neuschnee nicht ungefährlich ist. Am Unglückstag lagen dann etwa 50 cm Pulverschnee oben in den Wänden, obendrein von Scheeüberhängen durch Verfrachtung begleitet.
Das hat nichts mit "bashen" zu tun und nichts damit, dass man es besser weiß, sondern sind die nackten Tatsachen. Leider hat der 20jährige die Situation falsch eingeschätzt und das ist bitter für alle Angehörigen, keine Frage. Jeder Tote ist einer zu viel, aber es gäbe weniger Lawinentote, wenn man einfach mal auf den Pisten bzw. in gesicherten Tiefschneerevieren bleibt und nicht das Glück herausfordert. Wer dies doch machen möchte, darf sich dann aber auch nicht wundern ...