• ⛷️ Alpinforum-Tippspiel: Skiweltcup 2026/2027 🏆

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Liftbetreiber vs. Tourengehern

Man wird in diesem Forum lange diskutieren können...es ist sinnlos.

Feststellen kann man, dass die Anzahl an Skitourengehern Jahr für Jahr rasant mehr werden (Gelände und Piste), und dass dieser Trend den Bergbahnbetreibern verständlicherweise nicht genehm ist.

Für die einen handelt es sich um Berge mit "inhärent natürlich" gegebenen Betretungsrechten, für die anderen um private Wirtschaftsräume unter freier Verfügungsgewalt.


Mache jeder was ihm gefällt, sofern die Handlungen ethisch vollumfänglich reflektiert und begründbar sind...
 
GMD schrieb:
Ausserdem hat man als Abendpistengeher den Vorteil, auf der Abfahrt als erster die frisch präparierten Pisten entjungfern zu können. Ha, andere stehen dafür extra am Morgen früh an der Talstation und zahlen auch noch für einen Skipass, also die sind ja schön deppert! Was, das Walzen kostet Geld? Mir Wurscht, Hauptsache ich habe meinen Spass gratis!

Man merkt, dass du mit Tourengehern / Pistengehern überhaupt nichts anfangen kannst.
Es sind Relativ viele Tourengeher die auch eine Saisonkarte für das Skigebiet besitzten (Regio Card, TSC usw.)
Ich bin heuer im Herbst auch mit einem gültigen Skipass in der Tasche in Gurgl am Pistenrand aufgestiegen, und das nicht nur ein mal!
Man muss wohl einen sinvollen Weg für ein "Miteinander" finden, nicht für ein "Gegeneinander"!
 
also eins zu den Abendtourengeher -- wenn die Piste abends gesperrt is , gilt das auch für Tourengeher , für alle souzusagen, so habs ich gestern an der Wagstätt Talstation gelesen, -- Seilwindenpräparierung -- das gilt auch für Fußgänger etc.
Heut hab ich auch ein paar `G I G Pistengeher `` gesehn, die sind aufs Hornköpfl hoch, aber um dahin zu gelangen muß man über die ganze Piste rübergehen ... von wegen Pistenrand. Nur heut kam s ma so vor, daß die meisten Schifahrer angst vor Kälte hatten, es war so gut wie nix los auf den Pisten, da isses kein Problem gewesen. Horngipfelabfahrt warn grad 5 Leut auf der Piste -- an solchen Tagen kann ma gehn so viel ma will, aber man sollte aufpassen bei eisigen Pisten, wenn jemand nicht mehr bremsen kann, dann hilft oft nur noch der Pistenrand, hab das heut auf der Kandlerpiste ghabt, das Problem -- auf der ehemaligen Schleppliftspur ( hinter den Lanzen ám Waldrand) konnt ma noch guat fahrn . Aber die Piste -- steile Nordpiste war ganz schön eisig -- allerdings war ausser mir überhaupt niemand mehr auf der Abfahrt . lass da mal viel los sein ...da sind auch die gefährdet, welche gern am Pistenrand stehnbleiben.
 
GMD hat geschrieben:Ausserdem hat man als Abendpistengeher den Vorteil, auf der Abfahrt als erster die frisch präparierten Pisten entjungfern zu können. Ha, andere stehen dafür extra am Morgen früh an der Talstation und zahlen auch noch für einen Skipass, also die sind ja schön deppert! Was, das Walzen kostet Geld? Mir Wurscht, Hauptsache ich habe meinen Spass gratis!

Man merkt, dass du mit Tourengehern / Pistengehern überhaupt nichts anfangen kannst.

Ich glaube, dass GMD hier nicht für sich gesprochen hat, sondern versucht hat, sich in Nacht-Pistentourengeher hineinzuversetzen und diese Aussage entsprechend ironisch zu verstehen ist.

Ich bitte um Korrektur, falls dies nicht so sein sollte.
 
DAB schrieb:
http://www.merkur-online.de/lokales/garmisch-partenkirchen/tourengeher-demo-gegen-pistensperrungen-1598120.html

Also ich finde es unverantwortlich, dass man ausgerechnet auf einer präparierten Familienpiste den Berg hoch muss, zumal man ja am Wank faktisch ein Gebiet für sich hat!

Im Artikel ist es ja schon angeklungen. Das verfassungsrechtlich geschütze freie Betretungsrecht der Natur müsste da seine Grenze haben wo es um Verkehrssicherungspflichten geht, die denjenigen treffen der einen Verkehr bzw. eine Gefahrenquelle unterhält (was auf eine Skipiste wohl zweifelsfrei zutrifft). Ich glaube nicht, dass eine Klage der Pistengeher Aussicht auf Erfolg hätte.
Aber natürlich geht es auch um finanzielle Dinge, was die Bergbahnen nicht bestreiten. Es kostet nunmal Geld die Pisten herzurichten und zu beschneien. Ich kann die Argumentation der Bergbahnen daher nachvollziehen. Und auch, dass man sich dabei besonders auf den Sicherheitsaspekt konzentriert.
Die Pistengeher kommen mir ein wenig wie winterliche Wutbürger vor. Sehen sich moralisch im Recht, "naturverträglich" unterwegs zu sein, vermeintlich mit der Verfassung im Rücken. Denen darf ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen keine Vorschriften machen.
 
Klar war mein Beitrag satirisch übertrieben. Doch für mich liegt schon ein Fünkchen Wahrheit darin. Nämlich darin, dass viele nur für sich schauen und sich um die Interessen und Anliegen anderer foutieren. So nach dem Motto: "Hauptsache für mich stimmt's!"
 
Ich würd das mal vergleichen mit einem See, irgendwie schon komisch, am Starnberger See im Bereich von Schiffsländen is auch das baden verboten .Der See sollte doch Allen gehörn, ohne Einschränkung. Am Hödenauer See darf ich im Bereich vom Wasserschilift net baden ... und auf der Piste darf ma net z Fuß gehn, is denn das so schwer . i versteh das net, ob das soviel Spass macht ständig den Gegenverkehr beobachten zu müssen .

Da war grad im Bayern 3 der Bericht von Garmisch, die Tourengeher beharren auf das was früher war, `` da sann ma immer die Olympia oder Kandahar `` auffigstiegn. Ja vielleicht war das vor der Zeit mit Kunstschnee, da fährt doch jetz jeder runter, seit dem die Neue Seilbahn dort steht noch viel mehr... die Zeiten ändern sich halt . Klar hat die Kreuzeckbahn früher 230 Personen pro Stund auffibracht, heut isses das 3 oder 4 fache ... genau weiß ichs auch net. So ungefähr isses doch.
Hat einer gesagt, wenn die Tourengeher eine Gefahr darstellen, dann aber auch die Pistenfahrer die am Rand stehnbleiben, da hat er allerdings Recht, wenns einen so schmeißt wie letztes jahr eine Schifahrerin in Nauders an der neuen steilen Almabfahrt ... da wird jeder umgerissen. Nee, i bin ja gspannt wie das letztendlich entschieden wird ... was mir allerdings immer fehlt, ich würd als Reporter so einen Geher fragen, warum ausgerechnet an belebten Schipisten aufsteigen , aber das fragt neamands. Würd gern wissen was dann als Antwort kommt. Mir hat ein Bekannter gsagt, die machen das aus Sicherheitsgründen, -- .Das heißt quasi, das Aufstiegsrisiko is egal, hauptsach keine Lawine und keine Tiefschneeabfahrt ( für die die s net können ) .
 
Nehme an mit "Schiffsländen" ist eine Anlegestelle für Schiffe gemeint.
Natürlich muss da die zuständige Behörde dort das Schwimmen verbieten. Allein die Schiffsschrauben sind wahnsinnig gefährlich und nicht die einzige Gefahr für Schwimmer. Quasi das Gegenstück zu den hier diskutierten Stahlseilen während der Pistenpräparierung.
 
Hi, ganz klarer Fall, an den Dampferanlegestellen wird nur das Baden von Enten toleriert ... wär wirklich zu gefährlich.
Ich kann mich noch gut erinnern, wir wollten in Velden am Wörthersee zum schwimmen, überall das gleiche Bild von Schildern, Betreten verboten, Privat. da hamm die ganzen reichen Leut ihre Privatgrundstücke, der Normali kann echt nur ins öffentliche Strandbad , aber so irgendwo da muß man schon verdammt weit rausfahren ( in unsrem Fall gehen, ca. 5 km ) um an ein ruhiges Platzerl zu kommen.Mit einem nicht gesperrten Seezugang. Das war 1979, aber bestimmt heut noch genauso wie damals, eher noch schlimmer.
Es gibt zum Glück noch kleinere Seen, da isses bei weitem weniger problematisch.
Das dazu, wie die Großkopferten mit der Natur für Alle umgehn.
 
Noch kurz OT zu den Seegrundstücken:
Die waren halt vor Jahrzehnten in Bauernbesitz und seinerzeit die wertlosesten Grundstücke, da sauer. Die Bauern waren damals froh für jeden Käufer.

An einigen Seen wurde Jahrzehnte später ein Uferstreifen von ein paar Metern enteignet um den Zugang zu gewährleisten.

nur am Berg gibt es im Gegensatz zum See oft halt nur einen (respektive eine Handvoll) sinnvollen Weg - überleg z.B. mal, wie man ohne Pistenbenutzung noch zur M Rosa aufsteigen kann.
Stimmt! Der Wanderweg zum Riffelberg ist lawinengefährdet und wohl auch tw. vereist.

Mit der Bahn zum Rotenboden ;D




*
 
baeckerbursch schrieb:
Schon etwas weit hergeholt das man am Abend extra auf einen Berg geht nur um eine frisch gewaltzt Piste zu fahren :rolleyes:
Warum so sicher?
Dazu ein Scan eines, an allen Liftstationen aufliegenden, Infoblattes aus der Gaißau (seit dieser Saison wurden Konsequenzen gezogen und eine generelle Sperre ab 19:00 Uhr eingeführt) mit folgenden Begründungen:

unbenannttqa.jpg


(c) liegt bei http://www.gaissauhintersee.at/
 
Es ging mit meiner Antwort darum ob ein Tourengeher nur wegen der frischen Abfahrt sich einen Berg hinaufquält. Und es mag für Pistenfahrer unverständlich sein, aber dem Tourengeher ist der Aufstieg das wichtige, nicht die Abfahrt. Ist die super hat er natürlich nichts dagegen, aber es ist nicht die Hauptsache.

Und was sagt uns dieses Blatt?

- Mit Seilwinden wird anscheinend jede Piste präpariert. So ein Schild hab ich schon bei den Wegschedliften (gefühlt waagrecht) gesehen.
- eine Präparierung in der Früh ist anscheinend nicht möglich? Tourengeher nehmen doch nicht alle Pisten her, nur die vom Tal weg und auch nur wenige (sinnvolle) Da könnte man doch wenigstens eine Piste er in der Früh präpaieren, oder auch am ende der Präparierungsarbeiten.
- das letzte Argument verstehe ich leider nicht (frühe Sperrung der Talabfahrt....)

Ich sage immer wieder: Sinvolle Lösungen brauchen wir, eine Sperren wegen abstrusen Gründen aus bequemlichkeit.
 
baeckerbursch schrieb:
Ich sage immer wieder: Sinvolle Lösungen brauchen wir, eine Sperren wegen abstrusen Gründen aus bequemlichkeit.

Man müsste einfach eine Möglichkeit finden, die Pistengeher an den Präparierungskosten zu beteiligen.
 
Es ging mit meiner Antwort darum ob ein Tourengeher nur wegen der frischen Abfahrt sich einen Berg hinaufquält. Und es mag für Pistenfahrer unverständlich sein, aber dem Tourengeher ist der Aufstieg das wichtige, nicht die Abfahrt..


Dir vielleicht - ich würde sagen:


Zitat:
It's all about the down!

Wenn du einen Aufstieg nur wegen der Abfahrt machst ist das auch ok, dann bist du aber nicht der typische tourengänger. vor allem nicht der, der am Abend noch eine Piste raufgeht. Da gehts um Fitness und gemütlichkeit. Und nicht um die 1. fahrt auf einer firsch präparierten Piste.
 
sorry, was soll das? niemand hat Euch gebeten unsere Aufsteige zu Präparieren!

man sollte generell das Präparieren von Pisten einschränken wuerd ich im Gegenzug vorschlagen!

Wer ist euch? Ich präpariere "eure" Aufstiege jedenfalls nicht. :?
Gerade wenn ich an Garmisch denke, muss man doch sagen, dass es in der Umgebung an nichtpräparierten Alternativen nicht mangelt: Komplett aufgegebener Wank, Eckbauer an dem mittlerweile auch kein Skibetrieb mehr herrscht und die ausgewiesene Tonihüttenroute. Wenn Skitourengeher also auf der Piste gehen, dann könnte man schon auf die Idee kommen, dass sie die durch die Bergbahnen gepflegten Pisten bewusst in Anspruch nehmen. Es ist zudem ja auch nicht nur die Präparierung. Auch die Beschneiung, ohne die teilweise gar nichts ginge. Dann hätten die Skitourengeher keine Präparierung und keinen Schnee.
 
baeckerbursch schrieb:
Und es mag für Pistenfahrer unverständlich sein, aber dem Tourengeher ist der Aufstieg das wichtige, nicht die Abfahrt.
Das kann man definitiv nicht pauschalisieren. Für viele ist der Aufstieg nur ein Mittel zum Zweck - und zwar zur Abfahrt.
baeckerbursch schrieb:
- Mit Seilwinden wird anscheinend jede Piste präpariert. So ein Schild hab ich schon bei den Wegschedliften (gefühlt waagrecht) gesehen.
- eine Präparierung in der Früh ist anscheinend nicht möglich? Tourengeher nehmen doch nicht alle Pisten her, nur die vom Tal weg und auch nur wenige (sinnvolle) Da könnte man doch wenigstens eine Piste er in der Früh präpaieren, oder auch am ende der Präparierungsarbeiten.
Soweit wie ich informiert bin, wird von den 2 Zustiegen tatsächlich einer mit Seilwinde hergerichtet. Wobei ich hab mir das Ganze nicht ausgedacht!
baeckerbursch schrieb:
- das letzte Argument verstehe ich leider nicht (frühe Sperrung der Talabfahrt....)
Meiner Meinung nach ist damit gemeint, dass die Bergbahnen früher (vor der generellen Sperre) die Talabfahrt Gaißau (Südhang) bereits früher offiziell schließen mussten, da abfahrende Pistengeher den Prozess des Durchfrierens störten. :nixweiss:
 
albe schrieb:
McMaf schrieb:
Wenn Skitourengeher also auf der Piste gehen, dann könnte man schon auf die Idee kommen, dass sie die durch die Bergbahnen gepflegten Pisten bewusst in Anspruch nehmen.
Glaub ich nicht - kein normaler Tourengeher will auf einer Piste aufsteigen und erst recht nicht abfahren, das ist doch pervers... normalerweise läuft man hoch um unverspurte Hänge und steile Couloirs zu fahren.

Da ich als Pistenfuzzi nicht in dieser elitären Szene verkehre, beziehe ich mich auf die Selbtsbeschreibung der Skitourensportler welche diesen Protest in Garmisch angezettelt hatten. Ein kurzer Auszug:
Wir begeistern uns an alpinen Herausforderungen, an anstrengenden Rennereignissen oder einfach nur am abendlichen Auslüften, Abschalten beim Pistengehen.
Was das am Monte Rosa für eine Gesellschaft ist, kann ich nicht beurteilen. Aber oberhalb der Baumgrenze dürfte es ja nicht so schwer sein auch alternative Aufstiegsrouten zu finden.

Was sagst du zu dem Beschneiungsargument?
 
McMaf schrieb:
Was das am Monte Rosa für eine Gesellschaft ist, kann ich nicht beurteilen. Aber oberhalb der Baumgrenze dürfte es ja nicht so schwer sein auch alternative Aufstiegsrouten zu finden.

1. Beim abendlichen Pistengehen geht es ja mehr ums Trainig bzw. Abschalten, da reicht auch eine Talabfahrt, oder willst für eine Tour am Abend immer erst mit dem Auto immer hoch zur Waldgrenze kurven (in meinem Fall, Kühtai, Hochgurgl, Hochsölden)

2. Ist es ziemlich gefährlich wenn man bei schlechter Sicht im Gelände unterwegs ist, außerdem wird man im Falles des Falles wesentlich schlechter gefunden.

3. Lawinensicherheit, gerade so wie es momentan ist sind Touren im freien Gelände ziemlich riskant, vor allen Dingen in der Nacht.
 
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