Na ja, die CEN/TC 242 (Normengremium, das für Seilbahnspezifische europäische Normen (EN)) zuständig ist) hat es ja vor Jahren bereits geschafft, dass sicherheitstechnisch unnötige und zudem teure Anforderungen an Skilift-Steuerungen vorgeschrieben wurden (interessanterweise blieb man z.B. im Bereich Brandschutz für Kabinen- (Umlauf- sowie Pendelbahnen), Sessel- sowie Standseiilbahnen m.E. sehr laxistisch, dies ist jedoch ein anderes Thema, einerseits kamen einige blödsinnige Anforderungen während man andererseits gewisse faule Kompromisse Punkto Sicherheit akzeptierte. Diees führte übrigens zum Aussterben gewisser Skilifte (sowie auch Kleinst-Pendelbahnen, d.h. für bis ca. 4 - 6 Personen), da deren Neubau zu teuer wurde.
Dass zusätzlich zu den CEN und den üblichen Plangenehmigungsgverfahren, oder wie die auch lokal genannt werden, noch zusätzlichen Papierkram verlangt wird, ist weitgehend vollidiotisch. In Ländern wie DE, CH, AT, FR, IT, usw. hat sich die bisherige Praxis m.E. bewährt, das erreichte Sicherheitsniveau bei Skiliftanlagen ist als solches nicht problematisch (Fehlverhalten der Benutzer ist da um einiges heikler).
Anstelle von noch mehr Papierkram sollte man sich eher auf die Ausbildung der Personals konzentrieren, denn das Personal ist weitaus massgebendender für die Sicherheit von Seilbahnen als den allermeisten Papierkram sowie z.T. sogar auch gewisse externe Abhnahmen (siehe den Pic de Bure Fall wo Sachverständige sich halt leider doch nicht so sachkundig erwiesen).
In der Praxis kommt es mittlerweile immer mehr vor, dass Fachleute kostbare Zeit für nutzlose administrativen Tätigkeiten verlieren müssen.
Je mehr man Sicherheit und Qualität dokumentiert desto weniger Zeit bleibt übrig, um effektive Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. Habe dies höchst persönlich bei der Einführung von ISO 9001 usw. in mehreren Firmen miterlebt. Immenser Papierkram aber die effektive Qualität wurde letzendlich nicht besser.
Damit ist jedoch nicht gemeint, dass das jetzige Ausbildungsniveau des Seilbahnpersonals ungenügend wäre, mein Punkt ist nur, dass in der Praxis menschlische Faktoren oft entscheidender sind, als unzählige Vorschriften, Prozesse, usw. Dank all den Juristokraten wird leider immer mehr massgebend, wem man die Schuld letzendlicg zuschieben kann, als Mitarbeitern Kompetenzen und Verantwortungen zu überlassen.