Sag ich doch. Für mich sind die immer wiederkehrenden Lockdown-Forderungen seitens des Tourismus wirklich nicht nachvollziehbar.
Die Signalwirkung ist in jeder Hinsicht fatal, da jeder der "Lockdown" in den Nachrichten liest, auch sofort um seinen Weihnachtsurlaub bangt und evtl. storniert und umplant, auch wenn der Lockdown "fix" am 12.12. enden soll.
Zumal "Lockdown" in Österreich bislang immer bedeutet hat, dass eben auch die Hotels für touristische Übernachtungen nicht mehr genutzt werden dürfen und die Hotels und FeWos in der letzten Saison aus diesem Lockdown erst am 19.5. wieder raus gekommen sind, obwohl die Gastronomie z.B. schon deutlich früher wieder geöffnet wurde.
Die Hotels und FeWos sind augenscheinlich so ziemlich das erste, was man in Österreich mit einem Lockdown zusperrt, und das letzte, was man wieder öffnet.
Vor allem ist es indiskutabel rücksichtslos gegenüber den Wintergästen, die ihren Urlaub bereits angetreten haben, die dann mit zwei Tagen Vorlauf aus ihren Zimmern zu schmeißen.
Das muss schon grotesk wirken, wenn man dann das Motiv anführt, damit die Wintersaison "retten" zu wollen.
Wenn der Zeitraum bis Mitte Dezember nur 4% der Nächtigungen im Wintertourismus ausmacht, dann wäre es doch wirklich kein Problem, die Hotels jetzt einfach offen zu lassen. Um einen großen Infektionstreiber kann es sich dann sowieso nicht handeln.
Die genaue Lockdown-Verordnung fehlt derzeit noch und soll am Samstag vorliegen. Die Ankündigung der Bundesregierung dürfte aber bedeuten, dass auch die Seilbahnen im Land schließen müssen, davon gehe man jedenfalls aus, sagte Seilbahn-Sprecher Franz Hörl.
Ach, das weiß der Hörl noch gar nicht. Genial!
Warum ich übrigens davon ausgehe, dass der Lockdown am 12.12. (für die Herbergen) nicht enden wird:
Der klassische Weihnachts- und Silvesterurlaub ist nach Einschätzung von Experten aber gelaufen. Da sei allenfalls noch mit ein paar Stammgästen zu rechnen, sagt Susanne Kraus-Winkler vom Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer. Schon die jüngste deutsche Reisewarnung für Österreich hatte zu einer Stornowelle in den Hotelbetrieben geführt.
Die Branche setze auf ein Durchstarten in der zweiten Saisonhälfte ab Mitte Januar. "Wir hoffen, dass noch was zu retten ist." Der Lockdown selbst sei aber alternativlos. "Wir müssen das jetzt mittragen", sagte Kraus-Winkler.
https://www.tagesschau.de/ausland/skisaison-105.html
Das ist nichts anderes als eine Einladung an die Politik, den Lockdown bis Januar zu verlängern.