NeusserGletscher
Jungfrau (4161m)
F. Feser schrieb:
Darf hier jetzt doch über Maßnahmen diskutiert werden?
Virologen sind halt keine Epidemologen. Die Frage ist durchaus berechtigt, in wie weit ein undifferenzierter Lock-Down sich negativ auf das Immunsystem der Menschen und deren Allgemeinbefinden auswirkt. Derzeit sieht man in den Kinderkliniken, wohin monatelange Isolation und Hygiene führen. Vielleicht hat eine Isolation von Erwachsenen den genau gleichen Effekt und bewirkt, dass die nächste Welle umso stärker ausfällt? Am Ende muss man sich fragen, ob es nicht von vorne herein besser gewesen wäre, mit "angezogener Handbremse" durch die Pandemie zu steuern anstatt mit ständigem Wechsel zwischen "Auf" und "Zu" eine Welle nach der anderen zu schlagen. Denn eines ist jetzt schon klar: Wenn die Bars wieder öffnen dann strömen alle dort hin und das "Spielchen" beginnt von vorne. Wäre es da nicht besser, überall dort, wo gegrölt und gesungen wird oder übermäßiger Genuß von Alkohol für Enthemmung sorgt, nur einen Teilbetrieb zu erlauben, damit das normale Leben abseits der Massenaufläufe und -Exzesse weiter stattfinden kann?
So, wie die meisten hier Wintersport betreiben, hat es sicherlich kaum Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen. Im Gegenteil, gerade in der dunklen Jahreszeit wirkt sich sportliche Betätigung im Freien positiv auf Gesundheit und Psyche aus. Es gibt Beispiele für Länder, welche die letzte Sasison Wintersport und -tourismus ermöglicht haben und damit gut durch den Winter gekommen sind.
Außer für die nach Hause geschickten Saisonarbeiter, die nicht von dem Geldsegen profitierten. Volkswirtschaftlich sehen wir ja auch gerade an steigenden Preisen, wohin die Ausweitung der Geldmenge durch leistungslose "Schweigegelder" an Betriebe führt. Aber vmtl hast Du recht, in Wahrheit haben die Hoteliers nicht nach einem Lock-Down sondern nach staatlicher Knete gerufen, weil grad eh die Stornierungen in die Höhe schnellten.Werna76 schrieb:Also kurz zusammengefasst, finanziell waren die Lockdowns für die Hotelbranche in den Skiregionen bisher kein großes Drama.