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Luftfahrt Topic

ski-chrigel schrieb:
Ähm, dass die Schweiz in Europa liegt, weisst Du schon, oder? :wink: Im Ernst, die Schweiz ist EASA-Mitglied und MUSS europäische Regeln übernehmen, ausser sie beantragt eine Derogation (Abweichung), der die EASA dann zustimmen muss.

Das hätt ich jetzt aber auch nicht gewusst. Wieder was gelernt.
 
ski-chrigel schrieb:
Ähm, dass die Schweiz in Europa liegt, weisst Du schon, oder? :wink:
Sorry, falsch ausgedrückt, meinte eigentlich EU.
Ansonsten würde ich noch seltener in die Schweiz kommen.
Und die Schweiz übernimmt ja eigentlich Gefühlt 85% der EU-Regelungen.

ski-chrigel schrieb:
Im Ernst, die Schweiz ist EASA-Mitglied und MUSS europäische Regeln übernehmen, ausser sie beantragt eine Derogation (Abweichung), der die EASA dann zustimmen muss.
Ok mir war bewusst, dass die Schweiz EASA-Mitglied ist, aber nicht welchen Einfluss die EU auf die EASA hat. Kommt ja dann indirekt von der EU.
Abweichung bedeutet dann nur für die Schweiz.
Schon komisch, dass es in der EU meistens 100% Zustimmung der Mitgliedsländer braucht, aber die Schweiz in der EASA nur eine Abweichung beantragen kann, die diese dann auch noch zustimmen muss.
Ich finde das Ganze beschämend Seitens der EU :? .
 
Ich würde das jetzt nicht beschämend finden. Alle Abweichungen in jedem Land müssten eigentlich beantragt und von der EASA abgesegnet werden. Das macht auch Sinn, sonst kann man SERA (Standardised European Rules of the Air) ja grad vergessen. Die Schweiz ist diesbezüglich nicht schlechter gestellt als EU-Länder. Zumindest wurde mir das jeweils so überliefert.
Aber ja, als Land, das nur mit bilateralen Veträgen in der EU mitmacht, hat man halt gewisse Einschränkungen. Das ist der Nachteil der Rosinenpickerei, wie manche sagen. Trotzdem halte ich, wie der grösste Teil der Schweizer Bevölkerung (laut Umfragen), die Schweizer Nicht-Mitgliedschaft für den viel besseren Weg.
 
Trotzdem, in der EASA ist es ja keine schweizerische Rosinenpickerei, von daher finde ich da eine gewisse Gleichberechtigung gut.
Insbesondere wenn die Schweiz nur Abweichungen beantragen kann und die EASA zustimmen muss.
Die Schweiz kann ja wohl nicht sagen Sie übernimmt die Regel nicht.
 
Zum Skyguide Zwischenfall wurde ein für mich etwas bizarrer Bericht veröffentlicht, habe die eigentlich interessanten Infos nicht gefunden.

Allgemein bin ich stets erstaunt, wie oft man sich auf nur 2-kanalige Systeme beschränkt, ebenso wo ein dritter Kanal kaum Mehrkosten verursachen würde.

Typisches Beispiel sind industrielle Netzwerke, auch wenn als Doppelring ausgeführt.

Ebenso sind in der Aviatik zahlreiche asymmetrische Redundanzen vorhanden, die für mich z.T. sehr erstaunlich sind.

Kenne auch eine Anlage bei der der Ausfall einer einkanalig ausgeführten Überwachung zu über CHF/EUR 100'000.00 Verlust pro Stunde verursacht und dabei ein 2. Kanal unter CHF/EUR 2'000.00 kosten würde. Vergleichbare jedoch zahlenmässig weniger extreme Beispiele sind sehr gängig.


Letzte Nacht, Pisten-Overrun beim Abflug, Flughafen Blaise Diagne bei Dakar, Boeing 737-300, 78 Passagiere (+Crew?), 11 Verletzte, 2 davon schwer. Angaben unklar, habe nicht näher recherchiert. Hoffe, dass das BEA-TT wird die Untfallersuchung leiten wird:



https://www.youtube.com/watch?v=gYR5ReEj9_A
 
Ich habe hier mal ein paar Bilder von Euch von der Air Defender 2023 letztes Jahr. Praktischerweise wohne ich gar nicht mal so weit von den Stützpunkten Jagel und Hohn entfernt. Da war natürlich einiges los, daher habe ich auch Bilder angehängt mit den Planespottern aus aller Welt. Die waren in den Gesprächen zum Teil echt überrascht, dass wir unsere Stützpunkte teilweise nur mit ein wenig Zaun abgesichert haben.

F-15
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EA-18 Growler
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Eurofighter Typhoon
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F-16
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F-16
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F-16
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Gripen
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A-10
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A-10
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Und vorletztes Jahr waren wir mit dem Wohnmobil im Süden und Westen von England, sowie Wales, unterwegs. In Wales sind wir auch am Mach Loop vorbeigekommen. Und wer überlegt da mal hinzufahren. Der Trampelpfad auf den berühmten Spotterpunkt ist harmlos und die Youtube-Videos übertreiben nicht. Und es ist laut und sie sind gefühlt wirklich so zum Greifen nah.
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Ja, er hat wirklich eine US-Flagge vorne im Cockpit ausgebreitet!
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Gestern ein wenig Planespotting am FRA betrieben, Standort Landebahn Nordwest. Ganz nett, dass die Piloten aller Airlines gewunken haben, als sie nach der Landung auf der Rollbahn den Aussichtspunkt passierten. Stopp ... nicht alle ... Austrian Airlines hat es nicht für nötig gehalten :evil:

Der Aussichtspunkt ist dahingehend sehr gut, weil man die Flugzeuge im Landeanflug schon lange sehen und man entsprechend in der App checken kann was denn gleich kommt. Man sieht direkt vor einem die Landung und 95% der Flieger passieren den Aussichtspunkt auf der Rollbahn, um zur Brücke über die A3 zu gelangen. Ganz wenige Flieger nehmen die Brücke am Ende der Landebahn, die sieht man dann kein zweites Mal.

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Flug UA932 von Washington, Boing 777-222

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Flug DE2033 von Seattle, Airbus A330-941

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Flug DE2033 von Seattle, Airbus A330-941

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Flug LH8407 von Shanghai, Boing 777-FBT

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Flug DE4803 von Hamburg, Airbus A321-211

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Flug DE4803 von Hamburg, Airbus A321-211


Das sind die, die ich mit dem Smartphone gemacht habe, versuche die Tage noch die vom Fotoapparat zu posten.
 
Das Video, das von Kapitän Ruud Van Pangemanan auf YouTube veröffentlicht wurde, zeigt zwei Piloten, die eine Boeing 747 von Saudi-Arabien nach Nigeria fliegen.

Plötzlich entdeckte das Paar Objekte, die sie als "extrem hell" beschrieben und "frei" am Himmel "bewegten", aber kein Radarsignal erzeugte.

Ab Filmminute 21:00: https://youtu.be/86L3UYZAeys?si=Ku5oAYoO6Hboq41x

Die Piloten sind in dem Clip zu hören, die verschiedene Theorien darüber diskutieren, was sie am Himmel gesehen haben.

Sie sagten, dass sie anfangs dachten, sie seien "Flugzeuge", aber diese würden auf dem Radar auftauchen.

Das Paar betrachtete dann Drohnen, wies diese Theorie aber ebenso wie die Drohnen zurück, die das Radar verwenden müssen und keine so hellen Lichter haben.

Ihre letzte Überlegung waren Satelliten, aber Kapitän Rudd war auch nicht von dieser Idee überzeugt, aufgrund der Art und Weise, wie sie sich "auf verschiedene Weise" bewegten.

Sie fügten hinzu: "Sie erscheinen immer über dem gleichen Teil des Himmels, abhängig von der Zeit und Richtung, die wir fliegen."

Kapitän Ruud hat 32 Jahre Flugerfahrung laut seinem Instagram-Account, der mehr als 130.000 Follower hat. Er arbeitet für Max Air, eine nigerianische Fluggesellschaft, die nationale und internationale Flüge betreibt.



Ist das eine Lichtreflexion eines Wetterballons, die habe in der regel kein Transponder gemäss Recherche im Internet? Oder doch Ufos :gruebel:
 
Flug AI-171 AAIB (India) Vorbericht (PDF; 15 Seiten; veröffentlicht am 2025-07-11):
https://aaib.gov.in/What's%20New%20Assets/Preliminary%20Report%20VT-ANB.pdf

Preliminary Report
Accident involving Air India’s B787-8 aircraft bearing registration VT-ANB at Ahmedabad on 12 June 2025
Government of India
Ministry of Civil Aviation
Aircraft Accident Investigation Bureau


Statusbericht vom 2025-06-25:
https://www.pib.gov.in/PressReleasePage.aspx?PRID=2139785
 
Datenblatt zum Kipphebelschalter mit Verriegelung einfach mit Google suchen, sofern Typenangabe im Bericht stimmt:
4TL837-3D

Handbetätigter EIN-AUS Kipphebelschalter, Sprungschaltkontaktsystem, 4-polig, 2 Endlageschaltstellungen (EIN/AUS), selbsttätigverriegelnd in beiden Schaltstellungen (Locking Configuration "D" gem. Datenblatt).
Bewegungsweg der Entriegelungshülse 2.28 mm (gem. Datenblatt), die Federrückzugkraft ist nicht aufgeführt.

Zur Bedienung muss man zuerst die federbelastete Verriegelungshülse axial ca. 2 mm herausziehen, danach kann man den Kipphebel in die andere Endlage bewegen.
Die Verriegelungnocken (beidseitig symmetrisch angeordnet) sind zwar nicht ausserordentlich robust, verhindern jedoch eine versehentliche Betätigung und sichern die beiden Schaltstellungen gegen den Einfluss von Vibrationen sowie üblichen Erchütterungen (dies sofern die keine Fabrikationsfehler, Federbruch oder übermässige Abnützung (wobei diese eher von unsachgemässer Handhabumg stammt) vorliegt).

Die Geometrie des Verriegelungsnocken ausschliesslich anhanden von Fotos und Videos von echten Cockpits beurteilen.


Persönliche Anmerkung:
Laut Bericht wurden beide Schalter innert EINER Sekunde von ON to OFF betätigt. Dies ist m.E. etwas überraschend, da man strikte innert derselben Sekunde kaum beide Schalter umlegen kann. Zur Betätigung benötigt man mindestens zwei Finger, intuitiver eher sogar drei (ca. 3x120° positioniert). Obwohl die Bedienung sehr einfach ist, werden für beide Schalter zusammen eher knapp mehr als 1 benötigt, meinte mindestens sowas wie 1.5 bis 2 . Deshalb ist es bei Dataloggings wichtig, Event Timestamps mit Sekundenbruchteilen zu erfassen (auf gewisse merkwürdige und irgendwie technisch recht veraltet wirkende ARINC Vorgaben gehe ich hier nicht näher ein).


Hier das
SPECIAL AIRWORTHINESS INFORMATION BULLETIN
SUBJ: Engine Fuel and Control
SAIB: NM-18-33
Date: December 17, 2018
https://ad.easa.europa.eu/blob/NM-18-33.pdf/SIB_NM-18-33_1

Muss mir das Ganze noch näher anschauen. Bin erstaunt, dass für sowas höchstkritisches COTS mit klassischer Anschlusstechnik eingesetzt werden. Hätte eher ein spezielles Design erwartet.

Unklar ist, ob die physiklische Betätigung der Schalter, z.B. korreliert mit der Cockpit-Tonaufzeichnung des Kombirekorders) gemeint ist, oder z.B. lediglich die Auswertung der Digitaleingänge. Die hier besprochenen Schalter sind Befehlsgeräte, die nicht unmittelbar Aktoren ansteuern. Für eine genauere Analyse müsste man auf die detailierten Schaltunterlagen sowie Fotos der effektiven Verkabelung, physikalischen Anordnung, usw. zurückgreifen können.

Bin selbst kein Aviatikenthousiast oder -fan, habe mich lediglich technisch formal etwas vertiefter mit ganz spezifischen Themen befasst, u.a. Redundanzarchitekturen, Elektrotechnik sowie HMI. Leider sind die entsprechenden ARINC nicht so einfach auffindbar. Interessanterweise stösst man auf einen Mix von moderner sowie veralteter Technik, insbes. die ARINC betreffend FDR und CVR sind technisch teilweise erstaunlich veraltet (u.a. bzgl. Datenkommunikation sowie Augzeichnungsformatierung, siehe z.B. die 4-sekunden 12-bit Felder im NTSB Video). Die Decodierung (nicht Analyse!) der FDR Datensätzen ist m.E. nicht sonderbar komplex sofern die OEM-spezifischen erforderlichen Spezifikationen vorhanden sind.

Technische Einzelheiten z.B. hier:
https://www.youtube.com/@StigAviation/videos

Handbücher für Crew behinhalten nur vereinfachte teils unübersichtliche und dennoch vereinfachte Schemas, echte Elektro- oder Hydraulikschemas sind keine dabei. Am interessantesten wären Wartungsunterlagen, nur sind die vertraulich. Dort findet man Schemas und Zeichnungen, die für Technikspezialisten weniger exotisch aussehen. Schnittzeichnungen sind allerdings meist etwas vereinfacht um deren Interpretation zu erleichtern und entsprechen nicht den formalen Maschinenbauzeichnungen.

Hier noch ein älteres Video des NTSB:
https://www.youtube.com/watch?v=mWLBPtLu_JY

Auf die Chip-Off Datenrückgwinnung wird im Video nicht näher eingegangen. In Extremfällen kann man noch weiter bis auf Dice-Level vorgehen, ist jedoch wesentlich weniger üblich. Chip-Off Forensics ist hingegen recht gängig.
Beim Auslesen von Speicher-ICs spielen die Memorycontroller eine entscheidende Rolle, da je nach Aufbau alleinig die OEMs in der Lage sind zu decodieren, da die Funktionsweise der Firmware nicht dokumentiert ist. In zahlreichem Fällen kann man Speicher-ICs noch auslesen sofern man dies finanzieren kann und Daten nicht verschlüsselt abgespeichert sind.

Bzgl. AI171 bin ich was erstaunt, dass die Brandeinwirkung ausreichte, um den geschützten Speicher des beschädigten (vorderen) EAFR (Enhanced Airborne Flight Recorder) zu beeinträchtigen. Da jedoch der hintere EAFR vollständig ausgelesen werden konnte, ist eine Auslesung der anderen EAFDR nicht erforderlich, da beide Recordern dieselben Daten aufzeichnen, damit werden sämtliche Flugdaten sowie Cockpit Audiospuren nicht mehr in getrennten Geräten aufgezeichnet.
 
Detailbilder vom Hersteller Honeywell.

Installierter Honeywell Kipphebelschaltertyp Typ gem. Vorbericht, Seite 6 (https://aaib.gov.in/What%27s%20New%20Assets/Preliminary%20Report%20VT-ANB.pdf ):
4TL837-3D

Stimmt mit der Liste Seite 2 überein (https://ad.easa.europa.eu/blob/NM-18-33.pdf/SIB_NM-18-33_1):
SPECIAL AIRWORTHINESS INFORMATION BULLETIN
SUBJ: Engine Fuel and Control
SAIB: NM-18-33
Date: December 17, 2018


Liste von Seite 2, für die B787 in fetter Schrift bei mir editiert:
717-200: 3TL32-2-3D
737-700, -700C, -800, and -900ER: 766AT613-3D
737-8 and -9: 766AT613-3D
747-400, -400D, and -400F: 3TL32-3D
747-400, -400D, -400F, -8, and -8F: 4TL32-3D
757-200, -200CB, -200PF, and -300: 3TL32-12A
767-200, -300, -300F, and -400ER: 3TL32-3D
767-2C: 50075622-001
787-8, -9, and -10: 4TL837-3D
MD-11 and MD-11F: 3TL32-1-3D
MD-90-30: 3TL32-2-3D


Obwohl der effektiv installierte Schaltertyp nicht in de Fotos dargesetllit ist, sind die sternförmig rot beleuchtete Bedienkappe (wird bei Triebwerksbrandalarm beleuchetet, diese Kappe ist bei neueren B737 standard) sowie die Verriegelung sind mit den effektiv installierten Typen (4-poliger Umschalter, jedoch OEM-Codierung, u.a. aufgrund der Anschlussart) identisch.
 

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Da ich Originalbilder infolge eines AF Serverfehlers seit Wochen nicht uploaden konnte, poste ich lediglich Screenshots von Honeywell (vormals als Microswitch, vor Übernahme durch Honeywell), Hersteller der Fuel Switches der Boeing 787 (B787), sämtliche Grundtypen und Triebwerke.

Es handelt sich um den richtigen Fuel Switch Typ, Honeywell 4TL837-3D. Bezeichnung stimmt mit Angaben von Boeing, FAA sowie dem Inhalt des AAIB (India) Preliminary Reports überein.

Die auswechselbare rote LED ist ein 28 V DC Industriestandardtyp T1 3/4 Midget Flange und leuchtet bei Brandalarm vom entsprechenden Triebwerk sowie bei Tests. Verschiedene Honeywell Kipphebelschalter sind mit derselben Kalotte mit 5-armigen sternförmig angeordneten Schlitzen versehen.
(Airbus verwendet vorzugsweise ECE Schalter, Hersteller wurde von Zodiac übernommen, mittlerweile Teil von Safran.)

Abweichende Angaben sind falsch, u.a. die von Richard Godfrey und Geoffrey Thomas (die ich mir auf Youtube mit 125% Geschwindigkeit abspiele) bzgl. 2 Pole (wurde kürzlich richtigerweise auf 4 Pole korrigiert wobei die Anschlussart immer noch falsch war), diverse andere Fehler von diesem Duo bzgl. Elektrotechnik sind mir ebenfalls aufgefallen. Bin zwar kein Chemieexperte, dennoch betrachte ich gewisse Einzelheiten zu den Theorien bzgl. Batteriezellerunaway als eher fragwürdig.

Den Rest kann ich weitgehends mangels Fachwissen nicht ausreichend sicher beurteilen.

Das weiter oben verlinkte
SPECIAL AIRWORTHINESS INFORMATION BULLETIN
SUBJ: Engine Fuel and Control
SAIB: NM-18-33
Date: December 17, 2018

ist aus diversen Gründen technisch objektiv betrachtet recht sekundär:
Einerseits ist die Ausfallart unklar (z.B. Federbruch oder Vedrehung des Verriegelungsrohrs, habe selbst bei einem bauähnlichen Schalter eines anderen Herstellers ein Defekt aufgrund herausgefallener Kipphebelsteckachse festgestellt (ist i.d.R. kraftschlüssig z.B. durch Rändelung axial gesichert), zudem sind bei Honeywell mindestens zwei Ausführungen der Verriegelungsfestteils vorhanden: die ältere mit getrenntem in das Befestigungsgewinderohr eingesetztes Teil mit feststehenden Verriegelungsnocken sowie eine neuere mit Monoblocaussengewindebuchse in der die beidsetigen feststehenden Verriegelungsnocken direkt spanabhebend gefertigt wurden);
andererseits sollten Piloten sowie insbes. das Maintenance Personal sofort und ohne Hilfsmittel bemerken wenn was mit der Verriegelung nicht stimmt. (Hier verinfacht erläutert, eine formale Verbindlichkeit wäre bereits vom administrativen Aufwand her unverhältnissmässig.)

Diese Kipphebelschalterverriegelungen sind zwar sehr zuverlässig, eine ungewollte Betätigung von Hand ist eingentlich nahezu auszuschliessen, eine Abschaltung durch herunterfallenden Gegenstand ist angeblich bereits vorgekommen und erscheint mir ebenfalls sehr plausibel, würde jedoch kaum je zwei Fuel Switches gleichzeitig in die CUTOFF Endlage versetzen. Sinnvoll wäre allerdings ggf. die CUTOFF Endlage mit Kipphebel nach oben umzusetzen und zudem dabei achten, dass die (nicht rastenden) Mittenstellung des Kipphebels immer noch der ON Kontaktgebung entspricht (bei gewissen TL Switches kann man die Kontakgabe bei Mittleren Stellung des Kipphebels pro Kontakt definieren, nicht zwangsläufig identisch für alle Kontakte desselben Schalters). Einen mittig angeordneten Steg zusätzlich zu den bereits seitlich vorhandenen wäre m.E. zudem sinnvoll.

Wie die Verdrehsicherung genau ausgeführt ist müsste man abklären, da diese aufgrund der Abdeckung des Fuel Switch Moduls (Teil des Collins Thrust Control Moduls) nicht sichtbar ist Am sichersten sind Montagelochungen mit Verdrehsicherungsnocken, da dabei der Schalter nicht aus Versehen (z.B. bei fehlender Verdrehsicherungsscheibe) in einer falschen Richtung montiert werden kann, insbes. um 180° verdreht. Dies würde man allerdings sofort bemerken wobei auch eine geringere Verdrehung u.U. nachteilig sein könnte.

Für gewisse Abklärungen müsste man Einzelheiten in den effektiven aktualisierten digitalen Schemaunterlagen die der effektiven Flugzeug-Serien-Nummer entsprechen überprüfen. Infolge zahlreicher Optionen sowie Ausführungsversionen und ggf. Änderungen nach Inbetriebnahme kann man sich letzendlich nicht auf Schemas anderer Seriennummern verlassen.

Boeing sowie Airbus Schemas (meine Detailschemas, umfassen einige Tausend Blätter) sind nicht sehr schwierig zu interpretieren, nur sind Darstellungsphilosophie und insbes. Kennzeichnung und Querverweise denkbar unpraktisch (insbes. i.Vgl. zu Schemas von deutschen Grossanlagen und Grossmaschinen, bereits das frühere KKS war vor über 30 Jahren den knorzigen ATA Richtlinien weitaus überlegen). Sinnvoll ist die gleichzeitige Darstellung zahlreicher Blätter mit interaktiver Kennzeichnung von galvanisch verbundenen Kreisen, idealerweise mit Simulationsmöglichkeit, z.B. von Schalterstellungen (was für KI).

Die reine schaltungstechnische Auswertung der Fuel Switch Kreise erfordert von Hand vermute ich mal so ca. 2 bis 4 Stunden, und vielleicht einen Tag für die erweiterte Überprüfung des EAFR Interfacings, Spar Valves, HMU, Fire Switches, FADEC Reset, usw.
Stromerzeugung inkl. Umspannung und Verteilung im Detail ist recht komplex, evtl. 2 Tage, vielleicht sogar 3 sind dazu ggf. erforderlich.

Habe mir die Verkabelung diverser Fuel Switches angesehen (Detailschemas von Boeing sowie Airbus) und die sind allesamt anders verschaltet als die der B787. Mit Zugriff auf die B787 Schemas könntenn man sofort gewisse Fragen beantworten. Andere können die Maintenance nachschlagen oder bzw. Testen, weitere könne nur noch Boeing sowie Zulieferanten beantworten, insbes. bezüglich der softwaremässigen Implementatierungvon gewissen Funktionalitäten. Das australisch-deutsche Duo hat m.E. keinen Zugriff auf die Schemas, oder kann die nicht lesen.

Die Einzeltreibwerk-Treibstoffzufuhrunterbrechung erfolgt einerseits durch die Spar Valve (Ventil, dass sowohl zur Öffnungsbewegung wie auch Schliessbewegung eine Stromervorsgung erfordert, im Cockpit der B787 ist dazu seitlich eine kleine Kondensatorenenergiespeichereinheit eingebaut). sowie andererseits in der HMU Einheit selbst.
Die RAT-Auslösung benötigt ebenfalls Hilfsenergie, da die Entriegelung über zwei redundante diversitär angesteuerte Elektromagnete erfolgt. Die Regulierung der RAT-Propellerblattstellung erfolgt hingegen rein mechanisch aufgrund der Summe der auf die beiden Proppelerflügeleinstelldrehachsen jeweils wirkenden Drehmomente (nicht Watt'sche Drehzahlregelung), siehe u.a. das Stig Aviation Youtube Video dazu.
Absolut verlässliche Angaben zu den RAT Timings unter den zutreffenden Bedingungen habe ich nirgends gefunden, bin nicht einmal sicher, ob die verfügbar sind.

Ganz nebenbei und OT ist noch zu erläutern, dass zwei WiFi vorhanden sind, das nur am Boden mit Strom versorgte WiFi hat eine Reichweite von ca. 500 m, das interne WiFi, das etwa einen Umriss von 15 m abdeckt, kann während dem Flug betrieben werden, ist jedoch nur für das Bordpersonal bestimmt. Interessant dabei ist, dass beide WiFi physikalisch mit dem Common Core Rechnersystem verbunden sind und demnach Gerätefirmwares für die Sichere Trennung massgebend sind. Erwähne dies nur als Info, gehe nicht davon aus, dass Cybersecurity beim AI171 Crash eine Rolle spielte, meine nur, dass es nicht 100.0000000000 % ausgeschlossen werden kann (Anzahl Nachkomma-0 hier willkürlich!). Sinngemässes gilt dasselbe für sämtliche Steuerungen (inkl. Seilbahnen) mit externem Internet Zugang, egal welche Firewalls im Einsatz sind.
IMO sind zudem auch hochverfügbare Doppelringenetzwerke für kritische Systeme nicht ausreichend (siehe Skyguide Zwischenfall, Bericht darüber wurde leider einer Privatfirma in Auftrag gegeben, ist adminstrativ-bürokratisch verbos jedoch fehlen technische Infos für Lessons Learned), problematisch ist ebenfalls, dass man nach Inbetriebnahme es teils nicht mehr wagt, gewisse Resilience Tests durchzuführen.

Der Prelininary Report ist absolut willentlich sehr fragwürdig und teils ebenfalls bewusst tendenziös verfasst, da ungenau und irreführend (und FADEC sogar falsch beschrieben, D steht für Digital, nicht Dual). BTW Die für uns merkwürdige Digit-Gruppierung ist in Indien üblich, nur sollte man diese nicht in einem englischsprachigen Bericht übernehmen.

Extrem störend ist die Rückhaltung von verfügbaren Informationen, u.a. Cockpit audio Transcripts genauere Timings (mit Subsekundenangaben) sowie Sampling Rates bzw. flankengesteuerte Erfassung bei digitalen Signalen, ob beide Endlagen der Fuel Switches geloggt wurden und wie ganz genau welche Kontakte der Fuel Switches letztendlich zur Erfassung der Schalterstellung der Fuel Switches durch die beiden EAFR ausgewertet werden.
Dass nicht aufgeführt wurde wer was wann genau ebenfalls verbatim unübersetzt sagte, wurde bereits richtigerweise weitgehendst kritisiert.

Meine obige Eischätzung war übrigens falsch, da die eine Sekunde vermutlich vom (schaltkreisbezogen) öffnen des Umschaltkontaktes des einen Fuel Switches bis zum (schaltkreisbezogen) öffnen des andere Fuel Switches, was innert einer Sekunde möglich ist während ich irrtümlicherweise davon ausging dass die Zeit von Moment wo der zuerste Fuel Switch betägtigt wird gemessen wird.

Unbekannt ist allerdings, ob beide Schalterstellungen (ON sowie CUTOFF) getrennt überwacht werden. Bei wichtigen Schaltern in der Industrie werden oft beide Schaltstellungen getrennt überwacht, damit kann die Steuerung die Plausibilität sowie Umschaltzeit zwecks Störungserkennung auswerten (Querschlüsse werden permanent, oder periodisch höherfrequent, anderweitig erkennt).

Beii Fuel Switches sind gewisse Kontakte hardwaremässig verdrahtet um die Treibstoffzufuhr zu unterbrechen, welche Schaltgeräte involviert sind, ist anhanden der Schemas abzuklären. Zudem ist die Treibstoffzufuhrunterbrechung mit den Fire Pushbuttons, welche recht komplex aufgebaut sind, hardwareverdrahtet.

Mangels verlässlichen Infos ist mir unklar was Vorging. Fakten sind zuwenig vorhanden, um zu verstehen, was mit hoher Wahrscheinlichkeit vorging. Online und in den Medien ist das allermeiste rein spekulativ, inkl. das für mich eher unwahrscheinliche Selbstmordszenario.

Rein gefühlsmässig im Bereich "(un)educated guess" würde ich eher von eine Kombination von Ursachen ausgehen wobei möglicherweise Softwarefehler beim Stromverteilmanagement zu einem bestimmten Stromversorgungsunterbruch führten, der wiederum infolge eines weiteren Fehlers (z.B. zu geringe Umschaltungsüberbrückungsdauer) die Verfügbarkeit eines kritischen Systems beeinträchtigte (z.B. FADEC Reset).
Also hier reine Spekulation meinerseits, vermute ebenfalls, dass die RAT automatisch freigeschaltet wurde und dies aufgrund eines Ereignisses, das vor der Betätigung der Fuel Switches statt fand. Wàhrend eine ungewollte Betätigungssequenz der Fuel Switches wie beschrieben nach menschlichem Ermessen unmöglich ist, muss dennoch abgeklärt werden, ob die EAFR Aufzeichnungen auf direkt geschaltete Signale der Fuel Switches basieren ist unbekannt, wie erwähnt müsste man ganz genau überprüfen, ob Relaisfehler, Querschlüsse, Diodenfehler, nicht zwangsfeführte bzw. gespiegelte Kontakte, etc. zu irreführenden Interpretationen führen könnten.

Mal sehen ob brauchbare offizielle Infos folgen, da im Vorbericht kaum was massgebendes zum Vorgang des Unfalls formal interpretierbar ist.
 

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