• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Luftfahrt Topic

Ja, man muss vielleicht noch dazu sagen, dass diese Maschine auch ein Teil Nationalstolz der Ukraine ist bzw. war. Hat ja auch die Farben als Lackierung. Und auch ja, seit über 30 Jahren gibt es noch einen Rohbaurumpf der zweiten, der nie angefasst wurde nach Zusammenbruch der Sowjetunion. Vielleicht könnte daraus was werden. Was man noch aus dem Rest der AN225 machen kann, muss man sicher überprüfen.
 
Dafür muss der Rumpf den Krieg aber auch erstmal unbeschadet überstehen. Wenn der noch auf einem Werksgelände liegt, wird er vielleicht genauso zerstört. :?:

Und wahrscheinlich wird man nach dem Ende der akuten Kampfhandlungen in ein paar Monaten oder schlimmstenfalls Jahren auch erstmal anderweitig beschäftigt sein, ehe sich jemand der Rekonstruktion des Flugzeugs annehmen kann.
 
br403 schrieb:
Der ist wohl woanders gelagert, allerdings kann es dort natürlich auch Kämpfe geben.

Soweit ich weiß ist der Rumpf im Antonov-Werk gelagert, welches sich im Nordwesten von Kiev befindet (knapp 17km vom Flughafen Gomostel entfernt, wo Antonov Airlines ist).
 
Drahtseil schrieb:
Aufgrund eines demontierten Triebwerks war es nicht möglich, die Maschine rechtzeitig auszufliegen.
Vielleicht stelle ich es mir zu einfach vor, aber man könnte meinen, dass ein sechsmotoriges Flugzeug, das 200 t Last 4000 km weit tragen kann (Quelle: hier), in Stande sein sollte, im Notfall ohne Zuladung und mit einem Minimum an Treibstoff auch mit 5 Motoren abzuheben und die 550 km nach Lublin oder auch knapp 700 km nach Warschau zurückzulegen. Natürlich wäre es gegen alle Vorschriften der zivilen Luftfahrt, aber was aktuell in der Ukraine passiert wiederspricht sowieso allen Gesetzen und Vorschriften :nein: .

GIFWilli59 schrieb:
Und wahrscheinlich wird man nach dem Ende der akuten Kampfhandlungen in ein paar Monaten oder schlimmstenfalls Jahren auch erstmal anderweitig beschäftigt sein, ehe sich jemand der Rekonstruktion des Flugzeugs annehmen kann.
Logischerweise sollte es wirklich so sein. Aber manchmal kann eine solche Rekonstruktion einen unglaubichen Symbolwert haben, wie z. B. der Wiederaufbau vom Riesenrad oder Stephansdom in Wien nach dem 2. WK. Egal, nachdem der Agressor den Krieg verloren hat, wird man hoffentlich aus den Reparationen auch den Neubau der Mriya finanzieren können :tear: .
 
miki schrieb:
Drahtseil schrieb:
Aufgrund eines demontierten Triebwerks war es nicht möglich, die Maschine rechtzeitig auszufliegen.
Vielleicht stelle ich es mir zu einfach vor, aber man könnte meinen, dass ein sechsmotoriges Flugzeug, das 200 t Last 4000 km weit tragen kann (Quelle: hier), in Stande sein sollte, im Notfall ohne Zuladung und mit einem Minimum an Treibstoff auch mit 5 Motoren abzuheben und die 550 km nach Lublin oder auch knapp 700 km nach Warschau zurückzulegen. Natürlich wäre es gegen alle Vorschriften der zivilen Luftfahrt, aber was aktuell in der Ukraine passiert wiederspricht sowieso allen Gesetzen und Vorschriften :nein: .

Ich glaube mit 5 Triebwerken wäre schwierig, weil man dann denk ich ein Ungleichgewicht haben würde (weil auf der einen Seite mehr Schub wär als auf der anderen). Hatte mir die Gedanken aber auch schon gemacht, ob man sie nicht mit 4 Triebwerken (dass quasi das gegenüberliegende Triebwerk abgeschaltet bleiben würde) hätte ausfliegen können. Wüsste aber (da ich mit mit Luftfahrttechnik nicht so gut auskenne) nicht, wie umsetzbar sowas wäre.
Dazu muss man noch ergänzen, dass die An124 mit maximaler Beladung über 400 Tonnen wiegt...und das mit nur 4 Triebwerken schafft. Die An225 hat mit unter 200 Tonnen Leermasse (denk mal mit Treibstoff etwas mehr als 200) ja nur die Hälfte der Masse, die die kleinere Antonov mit 2 Triebwerken weniger ganz normal schafft.

GIFWilli59 schrieb:
Und wahrscheinlich wird man nach dem Ende der akuten Kampfhandlungen in ein paar Monaten oder schlimmstenfalls Jahren auch erstmal anderweitig beschäftigt sein, ehe sich jemand der Rekonstruktion des Flugzeugs annehmen kann.

Logischerweise sollte es wirklich so sein. Aber manchmal kann eine solche Rekonstruktion einen unglaubichen Symbolwert haben, wie z. B. der Wiederaufbau vom Riesenrad oder Stephansdom in Wien nach dem 2. WK. Egal, nachdem der Agressor den Krieg verloren hat, wird man hoffentlich aus den Reparationen auch den Neubau der Mriya finanzieren können :tear: .

Wenn man bedenkt welche Mengen Baumaterial oder andere Güter damit über weite Strecken transportiert werden kann, könnte ich mir eigentlich gut vorstellen, dass der schnellstmögliche Wiederaufbau gar nicht so sinnlos wäre.🤔
 
MarcB96 schrieb:
miki schrieb:
Drahtseil schrieb:
Aufgrund eines demontierten Triebwerks war es nicht möglich, die Maschine rechtzeitig auszufliegen.
Vielleicht stelle ich es mir zu einfach vor, aber man könnte meinen, dass ein sechsmotoriges Flugzeug, das 200 t Last 4000 km weit tragen kann (Quelle: hier), in Stande sein sollte, im Notfall ohne Zuladung und mit einem Minimum an Treibstoff auch mit 5 Motoren abzuheben und die 550 km nach Lublin oder auch knapp 700 km nach Warschau zurückzulegen. Natürlich wäre es gegen alle Vorschriften der zivilen Luftfahrt, aber was aktuell in der Ukraine passiert wiederspricht sowieso allen Gesetzen und Vorschriften :nein: .

Ich glaube mit 5 Triebwerken wäre schwierig, weil man dann denk ich ein Ungleichgewicht haben würde (weil auf der einen Seite mehr Schub wär als auf der anderen). Hatte mir die Gedanken aber auch schon gemacht, ob man sie nicht mit 4 Triebwerken (dass quasi das gegenüberliegende Triebwerk abgeschaltet bleiben würde) hätte ausfliegen können. Wüsste aber (da ich mit mit Luftfahrttechnik nicht so gut auskenne) nicht, wie umsetzbar sowas wäre.
Dazu muss man noch ergänzen, dass die An124 mit maximaler Beladung über 400 Tonnen wiegt...und das mit nur 4 Triebwerken schafft. Die An225 hat mit unter 200 Tonnen Leermasse (denk mal mit Treibstoff etwas mehr als 200) ja nur die Hälfte der Masse, die die kleinere Antonov mit 2 Triebwerken weniger ganz normal schafft.
Also normalerweise ist es kein Problem, mit weniger Triebwerken zu fliegen. Hier wird das Problem gewesen sein, dass zum einen ein Triebwerk nicht am Flugzeug war und zum anderen das ganze viel zu schnell ging.
 
miki schrieb:
Drahtseil schrieb:
Aufgrund eines demontierten Triebwerks war es nicht möglich, die Maschine rechtzeitig auszufliegen.
Vielleicht stelle ich es mir zu einfach vor, aber man könnte meinen, dass ein sechsmotoriges Flugzeug, das 200 t Last 4000 km weit tragen kann (Quelle: hier), in Stande sein sollte, im Notfall ohne Zuladung und mit einem Minimum an Treibstoff auch mit 5 Motoren abzuheben und die 550 km nach Lublin oder auch knapp 700 km nach Warschau zurückzulegen. Natürlich wäre es gegen alle Vorschriften der zivilen Luftfahrt, aber was aktuell in der Ukraine passiert wiederspricht sowieso allen Gesetzen und Vorschriften :nein: .

Es weiß doch kein Mensch in welchem technischen Zustand die Maschine war. Sicher, man kann auch mit weniger Triebwerken leer einen Notflug machen. Aber wenn die da mit ausgebautem Triebwerk herumstand war ja vielleicht noch mehr dran in Arbeit.
 
Sämtliche An- und Abflüge sind in GVA sowie ZRH zurzeit aufgrund eines Systemfehlers bei Skyguide unmöglich. In CH ist Skyguide für die zivile Luftfahrt wie auch das Militär zuständig, wobei nur gewisse Mitarbeiter für nicht zivile Tätigkeiten akkreditiert sind.

Vermute einen Softwarefehler, was mich eigentlich nicht einmal erstaunt. Auch bei Swissgrid, Swisscom, Six, die Post, SBB, usw., gehe ich davon aus, das Softwareprobleme zu massiven Störungen führen könnnen.

M.E. ist die zu komplex gestaltete Vernetzung vieler Systene ein allgemeines Problem, das die Fehlerbeheung entsprechend erschwert. Gewisse Szenarien wie z.B. eine landesweites Blackout Recovery bei Swissgrid können onehin nur rechnerisch und leittechnisch simuliert werden.

In gewisse Bereichen wie z.B. Energie, Wasserversorgung, Abwasser sind z.T. massive Vulnaribilitäten vorhanden und z.T. werden einfache Massnahmen nicht umgesetzt, dafür werden unzählige Expertenberichte durch externe Berater erstellt.


Edit:
CH Luftraum vorübergehend geschlossen.
Ob es sich um einen Cyberangriff handelt ist unbekannt, kann nur bestätigen, dass in vereinzelten Bereichen die ich sehr gut kenne, die echte Cybersecurity viel geringer ist, als man es erwarten würde, betrifft u.a. sowohl Prozessleitsysteme sowie auch kleinere lokale Fernwirksysteme, insbes. solche, die nicht über eigene (hardwaremässig end-to-end) LWL oder Cu-Paare verfügen und/oder extern vernetzt sind.

Aufgrund eines Sofwaredesignfehlers wurde auch bereits extern auf Seilbahnsteuerungen unerlaubt zugegriffen (siehe Topic).
 
Was funktioniert eigentlich endlich mal in diesem Lan... ach Moment, ist ja gar nicht in Deutschland 8O Zeigt eben auch, Probleme gibt es überall, auch im Wunderland. Software wird immer komplexer, und wer jemals schon mal sich näher damit beschäftigt hat, weiß dass es nichts komplexeres von Menschenhand geschaffenes gibt. Von daher, das kann immer und überall zu Problemen kommen.
 
Convenience im weiteren Sinne spielt eine massive Rolle (z.B. der lokale Brunnen- oder Klärmeister, der via Handy Zugriff auf das Prozessleitsystem hat oder der Betriebsdatenexport zum Informatiksystem der Verwaltung).

Grosser Fehler ist m.E., dass zahlreiche kritische Systeme irgendwo ein Interface zum Internet aufweisen. Bereits vor 20 Jahren weigerte ich mich, dass damals noch mittels dial-up Modem eine komplexe Anlage anzuschliessen, damit der Hersteller Fernzugriff auf die Anlage hat (war nicht einmal über Internet und lediglich mit RS-232C und AT Befehlen, bei heutigem Ethernet ist die Protokollanalyse viel komplexer und niemand schreibt eigene Treiber mehr, früher konnte man noch einfache ASCII Interface Drivers selbst schreiben).

Sehr grosses Problem sind übrigens die sehr schwer vollständig zu unterdrückenden Windows Updates. Da tickt m.E. eine ganz massive weltweite Zeitbombe und mit Windows 11 ist es noch viel schlimmer.

Kenne das Thema Stuxnet relativ gut, da ich die betroffenenen Softwarepakete von Siemens bereits einiges vor dem Zwischenfall selbst eingesetzt habe (Projektierung). Könnte ein Lied über die damaligen Authorisierungsdisketten singen... :)
 
Skyguide Störung behoben.

Wäre interessant zu wissen, ob der Zwischenfall mit irgendeinem Wartungseingriff (z.B. Softwareupdates, Hardwarumstellung und/oder -ausbau, usw.) im Zusammenhang steht. I.d.R. erfolgt sowas möglichst während den weniger kritischen Zeiträumen, wobei dann ggf. dennoch zuwenig Zeitreserve vorliegt, um etwaige unerwartete Probleme zu lösen.

Grösseres allgemeines Problem ist, dass man zahlreiche vernetzte Systeme nicht mehr so gut (oder überhaupt) wie früher lokal wieder aufstarten kann, bzw. Fehler beheben kann, so dass kritische Fehler sich vermehrt weiträumig auswirken. Zudem wurde aus Kostengründen in diveresen Bereichen früher vorhandene Redundanzen abgebaut (z.B. telecomdienstanbieterunabhängige private Richtstrahlverbindungen, gemietete galvanisch End-to-End verbundene Cu-Paare, wobei Konzessionsgebühren z.T. ebenfalls mitspielten (auf für 100 % eigene Telecomkabel musste man damals in CH eine wiederkehrende PTT-monopolbedingte Abgabe zahlen).
Auch wird im Industriebereich vermehrt auf Mobilfunknetze zurückgegriffen, obwohl deren Verfügbarkeit insbes. im Krisenfall nicht unbedingt ausreichend ist. Ist halt einfach Praktisch und insbes. auch preisgünstig.
 
Lagorce schrieb:
Sehr grosses Problem sind übrigens die sehr schwer vollständig zu unterdrückenden Windows Updates. Da tickt m.E. eine ganz massive weltweite Zeitbombe und mit Windows 11 ist es noch viel schlimmer.

Kannst Du das mal bitte etwas näher erklären?
 
Kleine Kuriosität:

https://www.gva.ch/en/
Site under maintenance

The website www.gva.ch is currently under maintenance and will be available very soon.
Thank you.


Tippe mal auf zuviele Zugriffe.

WTO Ministerkonferenz in Genf endet übrigens heute.
Glaube also kaum, dass man bei Skyguide genau in diesem Zeitraum am System Änderungen vorgenommen hat.

Ob und wie Flugraumüberachungsdaten mit ausländischen Armeen spezifisch während solchen Ereignissen in Echtzeit ausgetauscht werden, weiss ich nicht. Bei hochkritischen Ereignissen werden spezielle Abwehrsysteme inkl. mobile Radaranlagen temporär aufgestellt (hier vermutlich nicht, war jedoch nicht in Genf diese Woche).
 
Dass MS in den letzten Jahren nicht immer die beste Qualität bei OS-Updates geliefert hat, sehe ich auch so, aber deswegen sollte man m. M. n. nicht komplett auf Sicherheitsupdates beim Betriebssystem verzichten.
 
Zurück
Oben