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Magnet-Bahn / Transrapid

Nur mal am Rande bemerkt: Beim Strassenverkehr ist das einzige Sicherheitssystem gegen Kollisionen die Aufmerksamkeit der Lenker! Logischerweise kommt es darum auch täglich zu tödlichen Unfällen. Komischerweise regt sich keiner darüber auf. Im Gegenteil, jeder Versuch dem Fahrer zwecks Sicherheit einen Teil der Kontrolle über das Fahrzeug abzunehmen wird als Eingriff in die persönliche Freiheit bekämpft!
 
das ist zweifellos richtig, jedoch noch keinen Grund dafür die Sicherheit der Schienenfahrzeuge zu vernachlässigen! aber das wolltest du auch nicht behaupten nehm ich an :wink:
 
BigE schrieb:
das ist zweifellos richtig, jedoch noch keinen Grund dafür die Sicherheit der Schienenfahrzeuge zu vernachlässigen! aber das wolltest du auch nicht behaupten nehm ich an :wink:
In der Tat nicht; ich wollte darauf hinweisen, mit was für unterschiedlichen Ellen gemessen wird.
 
hab ja auch Magnetschwebebahn und Eisenbahn miteinander verglichen. vom Auto hab ich nie was geschrieben^^

aber es hat schon was. gibts einen grossen Unfall oder Terrorakt, sei es nun ein abgestürztes/entführtes Verkehrsflugzeug, eine Kollision auf Schienen oder der Tunnelbrand in der Viamala vor einer Woche gibts einen Aufschrei in den Medien, es werden als Folge darauf die teilweise irrsinnigsten Forderungen laut. Beispielsweise wird es verboten, Flüssigkeiten ins Flugzeug nehmen und ein 12jähriger spaziert bei höchster Terrorwarnstufe quer durch Heathrow; beim Zugunglück in Japan forderte ein Politiker ein besseres Bremssystem obwohl der Lokführer absichtlich zu schnell gefahren ist; Tunnel müssen Fluchtstollen haben obwohl diese zwar Millionen verschlingen aber fast nix nützen.
 
Das Problem hätte man eigentlich auf der kurzen Strecke einfach lösen können.

Mit einem z.B. Endschalter / Sensor etc. der überwacht ob das Wartungsfahrzeug in der Parkposition steht.
Solange das Wartungsfahrzeug nicht da ist kann halt kein Transrapid fahren.


Bei einer Seilbahn wird z.B. überwacht ob die Erdungsstange auch in der Halterung steckt, sonst kann der Lift nicht fahren. 8)
 
Es ist aber auch klar, dass die Chinesen das jetzt als Grund nehmen keine transrapidverlängerung zu bauen und statt dessen eine "eigene" Magnetschwebebahn entwickeln. Aber da fahr ich dann bestimmt nicht mit.
 
Es ist aber auch klar, dass die Chinesen das jetzt als Grund nehmen keine transrapidverlängerung zu bauen
und weiter! Kann doch jeder machen wie er will!
Schaue dir mal an wie lange die Geschichte Tranrapidbau in Deutschland schon geht.
Wenn man was verkaufen will sollte man es auch mal selber eine Strecke bauen. Wenn man es nicht weiter wie zu einer Teststrecke bringt und dann auch noch solch ein Unfall produziert braucht man sich nicht wundern.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Es ist aber auch klar, dass die Chinesen das jetzt als Grund nehmen keine transrapidverlängerung zu bauen und statt dessen eine "eigene" Magnetschwebebahn entwickeln. Aber da fahr ich dann bestimmt nicht mit.

naja seien wir mal ehrlich: den Transrapid hat sich China zugelegt damit deren Ingenieure sich mal flugs angucken können wie die führende Magnetbahntechnik der Deutschen so aussieht..... ich bin mir sicher in ein wenigen Jahren bauen die 1-1 Kopien vom Transrapid unter eigenem Namen.... (wie sie das ja auch mit Baggern, Liften und sonstwas auch machen: angucken, kaufen, nachbauen, selber verkaufen)
 
Wohl eher aus prestigegründen. Die haben gedacht, dass wäre ganz was tolles. Inzwischen ist aber auch in China die Ernüchterung eingetreten.

Wenn man einmal von der technischen Faszination absieht, hat der Transrapid einige wiedersprüchliche Eigenschaften, die ihn zum praktisch unverkäuflichen Nischenprodukt machen, für das kein Markt existiert. Wenn die Deuschen nicht auch das Geld zum Bauen mitgebracht hätten, wäre die Strecke in Shanghai nie zustande gekommen. Bezahlt hat das Ding nämlich der deutsche Steuerzahler. Sind zwar nur Kredite, aber mal sehen, ob die Chinesen sie jemals zurückbezahlen werden.

Bei der Magnetbahn befindet sich der Antrieb im Fahrweg und nicht im Fahrzeug. Dadurch entsteht ein hoher Wartungsaufwand im Bereich der gesamten Strecke, egal welche Zugdichte man fährt. Woher soll die aufwändige Energieversorgung irgendwo in der Wüste kommen, wenn die Trasse quer durch die USA geht?
Darüber hinaus besteht die Trasse praktisch ausschließlich aus einer Brückenkonstruktion (Betonbalken) die auch eine entsprechende Gründung (Fundamente) und Unterhaltung (Brückenprüfung alle 2 Jahre)erfordert. Beim Eisenbahnbau versucht man eigentlich, die Kunstbauten auf ein Minimum zu beschränken. Ein irrer Kostenaufwand!

Einen solch aufwändigen Fahrweg muss man natürlich durch ein entsprechendes Verkehrsaufkommen auslasten. Im Fernverkehr (>50 km) werden aber keine dichten Takte angeboten. Für 1-2 Züge je Stunde lohnt der Aufwand nicht. Daran ist z. B. Hamburg-Berlin gescheitert. Der Ausbau der bestehenden Eisenbahn hat nur einen Bruchteil gekostet.

Amerikanische Eisenbahnen haben z. B. meist die primitivste Infrastruktur, die man sich nur vorstellen kann: Ein Gleis, keine Oberleitung, keine Leit- und Sicherungstechnik, im Verhältnis zur Streckenlänge kaum Kunstbauten. Die gesamte Technik befindet sich im Zug und kann zentral gewartet werden.

Also Einsatz im Nahverkehr, z. B. im Ruhrgebiet? Auch da ist man gescheitert, denn wozu braucht man dort ein System, das Geschwindigkeiten von über 400 km/h ermöglicht. Um die fahren zu können, waren die Abstände der Halte viel zu gering.

Ein Widerspruch, der das System praktisch unverkäuflich macht! Ich habe doch sehr meine Zweifel, dass es den Chinesen gelingen würde, irgendwo auf der Welt eine Magnetbahn an den Mann zu bringen. Sollen sie es mal versuchen. Die deuschen Firmen haben das 20 Jahre lang versucht.
 
Naja, nicht vergessen: China ist ein riiiiiesiges Land. Für Langstreckenverbindungen bist mit normalen Eisenbahnen ewig unterwegs, und in China werden langsam auch die Umweltschützer aktiv bzw. das Umweltbewußtsein wird stärker.

Und: Gerade jetzt in der Aufschwungphase kann sich China ein derartiges System wohl noch am ehesten leisten ?!

Was sagt unser China-Experte dazu?
 
@Christoph Lütz: Tut mir leid, dass ich das so drastisch sagen muss, aber du hast keine Ahnung.
Der Bau einer Transrapidstrecke kostet in etwas so viel wie der einer herkömmlichen Hochgeschwindigkeitsstrecke, wenn man von der Tatsache absieht, dass er keine vorhandene Bahnhofsstrukturen verwenden kann.
Der Wartungsaufwand am Fahrweg hält sich auch in grenzen, da der Transrapid komplett frei ist von Verschleisteilen. Es gibt keine Radreifen, es muss kein Schinenprofiel nachgeschliffen werden und es gibt nichtmal eine Oberleitung die durch Reibung verschleist. Nicht zu vergessen, die aufwendige Schotterreinigung. Das alles kostet bei einer normalen Bahn Geld, beim Transrapid nicht.
Die erwähnten Brücken sind garkeine, da es sich hier um den normalen Fahrweg handelt, der sich selbst trägt. Die Pfeiler kann man auch nicht mit Brückenköpfen vergleichen, da sie wesentlich kleiner und billiger sind.
Wenn du hier schon die amerikanischen Bahnstrecken anführst, solltest du nicht vergessen, dass auf den von dir genannten Strecken auch kein Hochgeschwindigkeitsverkehr stattfindet. Auf den meisten amerikanischen Strecken wird vor allem Güterverkehr gefahren und einige wenige, aber langsame Personenzüge. Du vergleichst ja auch nicht die Kosten für einen Feldweg mit denen für eine Autobahn.
Dein letzter Punkt ist die Unsinnigkeit des Transrapids für den Nahverkehr. Auch das ist so nicht richtig, der Transrapid wurde zwar von Anfang an als Hochgeschwindigkeitszug vermarktet, aber er lässt sich mit keinem anderen Zug vergleichen. Beim herkömmlichen Rad/Schiene Prinzip muss man sich immer entscheiden, entweder man möchte sehr hohe Endgeschwindigkeiten (ICE Familie,TGV Familie, ...), oder man möchte eine hohe Beschleunigung (S-Bahntriebwagen, U-Bahn, ...). Beim System transrapid ist das nicht so. Ein Transrapid kann sowohl eine hohe Endgeschwindigkeit wie auch eine starke Beschleunigung haben. Die erreichbaren Werte hängen lediglich von der stärke der Motorisierung im Fahrweg ab. der transrapid hat aber noch weitere Vorteile: Zum Beispiel hat er die beste Federung die man sich wünschen kann, da kann kein normaler Zug mithalten. Auserdem wäre der Protest durch die Anwohner gegen eine Nahverkehrs Transrapidstrecke bei ausreichender Information wesentlich geringer, da die Magnetschwebebahn bis zu einer Geschwindigkeit von 200 km/h praktisch nicht zu höhren ist und bei höheren Geschwindigkeiten auch noch deutlich unter der Lärentwicklung herkömmlicher Bahnen liegt. Erst bei seiner vollen Geschwindigkeit, von über 400 km/h erreicht er den Lärmpegel eines ICE Zuges, da hier die Luftgeräusche stärker sind.

Alles in allem ist der Transrapid das perfekte System, sowohl für den Hochgeschwindigkeitsverkehr als auch für den Stadtschnellbahnverkehr.
Er hat nur ein Problem- es gibt schon fast überall Rad/Schiene Systeme.
 
Weiterer Nachteil: Die Weichen sind sehr kompliziert und gross und Kreuzungen sind fast unmöglich.
 
Auserdem wäre der Protest durch die Anwohner gegen eine Nahverkehrs Transrapidstrecke bei ausreichender Information wesentlich geringer,...
Und wie sieht es mit den Magnetfelder aus... :?:
z.B bei den Japanischen Magnetschwebebahnen dürfen sich Leute mit Herzschrittmacher nicht mal der Trasse annähern. Ok. Die Deutschen verwenden da eine andere Technologie, die ein bisschen weniger problematisch ist. Aber auch diesen Faktor müsste man mal gründlich untersuchen.

Alles in allem ist der Transrapid das perfekte System, sowohl für den Hochgeschwindigkeitsverkehr als auch für den Stadtschnellbahnverkehr.
Aber im Nahverkehr hast Du auch recht viele Abzweigungen. Und beim Transrapid wird man sich vermutlich noch wesentlich mehr Gedanken darüber machen, ob man da jetzt eine Weiche einbauen will oder nicht...
 
Hi, was meint ihr denn, brauchen wir in München den Transrapid zum Flughafen. Das iss bei uns so, diese komischen C ( schein)christlichen Parteien wollen mit aller Gewalt am Transrapid festhalten. Für eine Strecke die im Prinzip erst mal ganz neu mitten durch Wohngebiet gebaut werden muß. Und da gehts dann erst mal durch n Tunnel durch die direkte Innenstadt, und dann im Norden solls dann ins Freie gehn. Und erst nach dem Wohngebieten gibts dann Vollgas.
Das Problem iss, daß der Transrapid nur für Flughafenbesucher nen Sinn macht, der Superzug bekommt keine weitern Haltebahnhöfe.
Und alle die da mitfahrn wollen, müssen dann größtenteils erstmal mit der Zuckel S- Bahn zum HBF. Man rechnet bei uns immer nur die Fahrzeiteinsparung der eigentlichen Transrapidstrecke, wie man dorthinkommt, iss ne andere Sache. Ich würd mal sagen, wer a Geld hat, der fährt doch gleich mitm Auto oder Taxi. Was auch keiner sagt, daß regelmäßig Züge vom HBF nach Freising ohne Halt fahrn, dann weiter n kurzes Stück mitm Bus, und schon iss ma am Flughafen. Da schrein s immer, bei keinem Flughafen iss die Verkehrsanbindung so schlecht wie in München. Ich weiß noch, wie wir letztes jahr mit U Bahn und Bus ( auf den wir ewig warten mußten ) nach Berlin Tegel gfahrn sind. Soo toll war das auch nicht.
Und was ich auch nicht versteh, daß die Politiker der Meinung sind, wenns in München nicht möglich wär mit dem Transrapid, dann könnte man den NIERGENDWO baun. Da hams jetzt angst, daß die bayrische Technologie scheitert. Und verteidigen IHR Werk, und alle anderen Vorschläge sind von haus aus nix. Z.B. Express S Bahn, wo auch noch andere Leut mitfahrn könnten.

Die Anwohner an den zukünftig geplanten Strecke laufen natürlich Sturm. Und seit dem Unfall iss das Geschrei natürlich noch größer.
ich bin gespannt, wie diese Sache ausgeht-- was mich auch mal intressiern würde, iss so ne Transrapidstrecke Sicher gegen Vandalismus, ich denk da mal an die Atomschrott Transporte, die immer nur durch viel Polizeischutz durchführbar sind. Ich könnt ma vorstellen, daß da auch so Extreme irgendwie die Strecke mit Gegenständen blockiern könntn. Sollte sie jemals gebaut werden.

Ich sag mal, der Transrapid hat auf diese Streckenlänge ( ca. 30 km ) soviel Sinn, wie ne hochleistungs KSB die nen kleinen Schilift ersetzt. Zb. den Schilift Walde am Hahnenkamm / Kitzbühl.

Die hätten doch die Neue ICE Linie nach Nürnberg über den Flughafen laufen lassen können. Versteh ich nicht, warum man da nix gmacht hat.


Nochwas wegen Unfall, ich bin der Meinung,daß es heutzutage schaffbar sein müßte, daß ein Hinderniss-- in dem Fall der Bau oder auch Werkstattwagen- daß alle DB Fahrzeuge mit irgendeinem Sensor oder so ausgestattet sein müßten,und schon von weitem erkennbar sind. Daß der Superzug schon lang vorher abbremst, und lang vor dem Hindeniss sicher zu stehn kommt. Bei Seilbahnen gabs schon in den 30 ern zahlreiche Sicherheitseinrichtungen, sowas dürfte 70 Jahre später kein Thema mehr sein.
 
es gibt Versuche mit terrestrischem Laserscanning mit diesem Ziel. Die sind vorne auf Schienenfahrzeugen montiert und erkennen ein Hindernis das ins Lichtraumprofil hineinragt und lösen eine Schnellbremsung aus. Aber im Hochgeschwindigkeitsbereich ist das nix würd ich mal behaupten, da ist der Bremsweg viel zu lang.
 
^^
Ja, eine Einrichtung die am Fahrzeug installiert ist bringt bei einem Hochgeschwindigkeitszug nicht viel.
Man müsste die Trasse dauerhaft überwachen.
Und sowas könnte man z.B mit automatischer Videoüberwachung, Drucksensoren, Bewegungsmelder, Lichtschranken etc. realisieren.

P.S
Die oben genannte Vorschläge sind nicht eine blöde Idee von mir sondern die sind an gewissen Orten schon im Einsatz.
 
"Nicht nur menschliches Versagen"
Die Angehörigen der Opfer des Transrapid-Unfalls werden Hersteller und Betreiber der Magnetschwebebahn wohl auf Schadenersatz verklagen. Zudem ist nun auch von technischen Mängeln die Rede.

Nach dem verheerenden Transrapid-Unglück im Emsland mit 23 Toten drohen den Betreibern der Teststrecke nun Schadenersatzforderungen von Seiten der Opfer. "Wir gehen derzeit davon aus, dass der erforderliche und in Pudong/Shanghai eingesetzte technische Sicherheitsstandard auf der Versuchsstrecke nicht bestand", teilte die Berliner Kanzlei Simon und Partner mit. Sie vertritt nach eigenen Angaben mehrere Geschädigte und will parallel zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eigene Untersuchungen anstrengen.
Diese richteten sich gegen die Betreibergesellschaft IABG, den Hersteller des Transrapids sowie gegen Technische Überwachungsvereine und Mitarbeiter der Leitstelle auf der Versuchsstrecke in Lathen. Die Chancen auf eine Entschädigung der Opfer bezeichnete ein Anwalt der Kanzlei in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" als "nicht so schlecht".
stern.de

Münchener Flughafenanbindung
Lieber S-Bahn als Transrapid
Während sich die Untersuchung des Transrapid-Unfalls verzögert, wird die Kritik an der Magnetschwebebahn lauter. Münchens Oberbürgermeister etwa würde lieber eine S-Bahn zwischen Flughafen und Hauptbahnhof verkehren sehen.

Offenbar wird sich die genaue Klärung des Transrapid-Unfalls von Lathen noch hinziehen, denn allein die Rekonstruktion des genauen Unfallhergangs werde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück noch dauern. Die Mitschnitte des Funkverkehrs könnten aus technischen Gründen noch nicht vollständig ausgewertet werden. Es müsse das Risiko ausgeschaltet werden, dass Teile der Aufzeichnungen auf Spezial-Tonbändern beim Abhören zerstört würden, heißt es.
Wenige Tage nach dem Unglück, bei dem 23 Menschen ums Leben gekommen sind, wird über die Sicherheitskonzepte der Testanlage und der Münchener Strecke diskutiert. Teilweise kommt es dabei zu heftiger Kritik an der emsländischen Transrapid-Teststrecke. So bezeichnete der Gießener Verkehrswissenschaftler Professor Gerd Aberle das Konzept als "antiquiert".

Diese "Nachlässigkeit" könne für das gesamte Verkehrssystem Transrapid tödlich sein. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler führten falsche Anweisungen der Zug-Leitstelle zu der Katastrophe. Konkrete Hinweise auf technische Ursachen des Unglücks gebe es bislang nicht.

Auch für Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), dessen Stadt eine Transrapidtrasse von Flughafen zum Hauptbahnhof plant, sind die Sicherheitsprobleme noch längst nicht gelöst. Besonders die Streckenführung in einem drei Kilometer langen Tunnel werfe viele Fragen auf, sagte Ude der "Frankfurter Rundschau". "Wir haben hier nach den Rettungsmöglichkeiten, nach dem Bergungskonzept gefragt, aber keine befriedigenden Antworten bekommen."

Als Alternative zum Transrapid schlägt Ude eine Express-S-Bahn vor. Diese koste weniger als 500 Millionen Euro, während die Schwebebahn auf 1,85 Milliarden veranschlagt wird. Zudem verbessere die Express-S-Bahn die Verkehrssituation der Region deutlich mehr. Politiker von CDU und CSU sind gegen einen Verzicht auf die geplante Transrapid-Trasse in München.
"Chinesen könnten sagen, dass sie aussteigen"
Auch ein völliges Aus für die Magnetschwebebahn wird mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen: "Für die Chinesen könnte der Unfall im Emsland einen Vorwand liefern zu sagen, wir steigen aus und bauen das mit unserer eigenen Technologie", sagte ein Bankenanalyst der Nachrichtenagentur Reuters, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die Diskussion um den Transrapid ist so alt wie die Technik selbst, aber erst wenige Tage vor der Katastrophe im Emsland hatte einer der Betreiberfirmen, ThyssenKrupp, mit dem Verkauf der Technologie nach China gedroht, sollte es binnen 18 Monaten keine endgültige Entscheidung über den Bau der Strecke in München geben. "Wir haben zu entscheiden, ob wir in Deutschland die Bücher für diese Technologie zumachen", hatte Konzernvorstand Olaf Berlien gesagt.
"Das Geschäft ist ein Verlustbringer"
Eine Trennung vom Prestigeobjekt Transrapid wäre für ThyssenKrupp und Siemens nach Einschätzung von Experten finanziell leicht zu verschmerzen. "Das Geschäft ist ein Verlustbringer. Es spielt weder bei ThyssenKrupp noch bei Siemens eine große Rolle", sagte Heino Ruland vom Brokerhaus Steubing. "Die Entwicklungskosten sind längst alle abgeschrieben."

Betriebswirtschaftlich wäre der Transrapid nur interessant gewesen, wenn sich die Technik in größeren Stückzahlen verkauft hätte, sagt Analyst Manfred Bucher von der BayernLB. Er verweist darauf, dass zwischendurch ein Verkauf in die USA geplant gewesen sei, der aber scheiterte. In Deutschland wurden ein ums andere Mal Streckenpläne zu den Akten gelegt, die Hoffnungen ruhen nun auf dem Bau einer Trasse in Bayern.
Reuters/DPA/AP
 
@Seilbahnjunkie über @Christoph Lütz: "Tut mir leid, dass ich das so drastisch sagen muss, aber du hast keine Ahnung."

Vielen Dank für diese Einschätzung.
Ich plane seit ca. 10 Jahren als Bauingenieur Bahnanlagen und war unter anderem auch an der Planung eines ca. 80 km langen Abschnitts einer Transrapidstrecke in Deutschland beteiligt. Dabei haben wir Trassenvarianten untersucht und in Lage und Höhe eingerechnet. Insofern mußte ich mich auch mit der Trassierung und Fahrdynamik der Magnetbahn beschäftigen. Abgerundet wurde die damalige Planung mit einer Kostenschätzung. Über das Vorentwurfsstadium sind wir damals aber nicht hinausgekommen, ich habe versucht die Gründe dafür kurz zu beschreiben.

Du solltest Dich wirklich mal ernsthaft mit dem Thema beschaftigen und nicht alles glauben, was irgendwo (insbesondere in der Politik) so erzählt wird.
 
Münchener Flughafenanbindung
Als Alternative zum Transrapid schlägt Ude eine Express-S-Bahn vor. Diese koste weniger als 500 Millionen Euro, während die Schwebebahn auf 1,85 Milliarden veranschlagt wird. Zudem verbessere die Express-S-Bahn die Verkehrssituation der Region deutlich mehr.

Hmmm, also wenn ich's mir so überleg:
- A99 Süd mit Tunnels etc. pipapo: wird auf 1 Mrd geschätzt
- Express-S-Bahn zum Franz-Josef: 500 Mio.

Wär zusammen immer noch 350 Mio. billiger als der Transrapid... ist mir irgendwie sympathischer :roll:
Einziger Nachteil: Hbf. - Flughafen 20 statt 10 min...
 
Einziger Nachteil: Hbf. - Flughafen 20 statt 10 min...
Na toll.
Da muss man 2 Stunden vor dem Abflug am Flughafen sein. Dann sitzt man x Stunden im Flugzeug und benötigt noch eine Stunde bis man beim Flughafen wieder raus ist. Und nun will man wegen 10 Minuten eine Milliarde investieren und hat dann noch ein inkompatibles System :?: :echtkrank:

Auch wenn der Transrapid eine interessante Erfindung ist, bin ich der Meinung dass man dieses Geld für gescheitere Sachen verwenden kann.
Und ich kann mir eh nicht vorstellen dass durch den Bau des Flughafen-Transrapids die Auftragbücher voll werden...
 
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