Und es hat seinen guten Grund, warum dieses Geld nicht für eine Express S-Bahn verwendet werden darf. Der Transrapid ist ein Zukunftsprojekt, und sollte auch als solches gesehen werden.
Hätte man bei der ersten Eisenbahnstrecke so gedacht wie heute, dann gäbe es noch immer keine.
Natürlich ist die Strecke zum Flughafen München eigentlich überhaupt nicht geeignet. Sie verfügt weder über eine ausreichende Länge um den Hochgeschwindigkeitsvorteil auszuspielen, noch hat sie genügend Stationen um den Beschleunigungsvorteil auszunutzen.
Übrig bleiben nur noch die allgemeinen Vorteil Lärmentwicklung und Energieverbrauch.
Die Strecke ist aber ein Anfang. Man kann jetzt anfangen und den Transrapid mit der Concorde vergleichen, bei der die Geschwindigkeit durch einen enormen Sprittverbrauch erkauft wurde, aber genau das ist hier ja nicht der Fall. Der Transrapid ist teuer, aber das ist alles was grundlegend neu ist. Und der Betrieb ist eben nicht so teuer.
@Christoph Lütz: Ich Wollte dich nicht beleidigen, aber wenn du dich schon so intensiv mit dem thema beschäftigt hast, dann verstehe ich erst recht nicht wie du teilweise auf deine Argumente kommst.
Ich habe versucht aufzuzeigen, das der Transrapid kein Produkt ist für das es keinen theoretischen Markt gibt, so ist es nämlich in deinem Beitrag rübergekommen.
Den Wiederspruch der das System praktisch unverkäuflich macht kann ich in deinem Beitrag leider auch nicht finden.
Zum Thema Weichen und Kreuzungen: Es stimmt natürlich, das die Weichen beim Transrapid lange und aufwendig sind. Das würde die Kosten natürlich erhöhen. Aber auch das geht mit zunehmender Stückzahl zurück. Kreuzungen sind bei den beiden autonomen S Bahnsystemen (Berlin und Hamburg: keine Mitbenutzung von Bahnstrecken) heute schon großteils nicht niveaugleich ausgeführt.
Wenn man sich das entsprechende Schinennetz z.B. in berlin anguckt, so ist es voll von Überwerfungsbauwerken und Unterführungen. Lediglich im äuseren Bereich des Netzes wären diese neu zu schaffen, wobei sich hier das Transrapidsystem positiv auf die Länge der Rampen auswirkt, da man stärkere Steigungen realisieren kann.
Jetzt möchte ich noch ein Versäumniss von mir nachholen und einige Belege für meine Behauptungen anführen:
Dieses Diagramm soll die angeblich hohen Kosten für die Wartung wiederlegen:
Das nächste Schaubild beleuchtet mal die Bauinvestitionen für eine Transrapidstrecke im Vergleich zu ICE Strecken:
Man sollte hierbei beachten, dass der Transrapid wesentlich größere Steigungen als ICE Züge bewälltigen kann und man somit durch weniger Tunnell, Brücken und sonstige Kunstbauten bei einer Mittelgebirgsstrecke noch etwas mehr sparen könnte. Warum Hannover-Würzburg hier so aus dem Kostenrahmen fällt kann ich leider nicht sagen.
Quelle für die Daten ist die Seite von transrapid International, dem Herstellerkonsortium. Und bitte hier keine diskusionen über den Warheitsgehalt. die Statistiken sind vielleicht etwas geschönt, aber völlig aus der Luft gegriffen sind sie bestimmt nicht.
Ich würde mich freuen, wenn sich besonders Christoph Lütz sich zu den Daten äußern würde.