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Magnet-Bahn / Transrapid

Denen hätte ich auch was erzählt, die Steuergelder ware ndafür, dass in Deutschland Arbeitsplätze entstehen, nicht in China.

@schifreak: Berlin ist ein schlechtes Beispiel. Dort befindet sich zur Zeit alles im Umbau und es wird kräftig was an der Situation verbessert. Ich bin überzeugt davon, dass man in Zukunft viel schneller vom Hauptbahnhof zum neuen Flughafen BBI kommt als heute nach Schönefeld. Durch den dann direkt unter dem Terminal liegenden Bahnhof und die Strecke zum neuen Nord-Süd-Tunnel verbessert sich die Situation enorm. Auserdem gibt es viele Direktverbindungen ins Umland. Sowas wäre auch für München wünschenswert, aber nur schwer möglich. Genau deswegen war der Tranrapid ja gar keine so schlechte Idee.
 
Fab schrieb:
Vermute mit dem Weiterverkauf ist das nicht so leicht zu machen, bei den hohen Subventionen der Regierung.

Mal wieder was von den Subventionen für Nokia gehört? :D

Ausserdem zahlt Deutschland ja noch Entwicklungshilfe an China. Sogesehen wäre in Verkauf der Transrapid-Technik ja quasi nur Entwicklunghilfe.

Ich würde mal davon ausgehen, dass im Sommer ne kleine Pressemeldung rauskommt: Thyssen Krupp gründet Tochtergesellschaft in China, und transferiert die Transrapiddaten dort hin. Anschliessend wird die Gesellschaft von Chinesischen Staatsbetrieben gekauft, und hoppla....da sind unsre Transrapidtechniken dahin.....so ein Zufall.

Andrerseits ist der Transrapid halt ein Verkehrsmittel für dünner besiedelte Länder, in denen die Infrastruktur neu aufgebuat werden muss...Kandidaten wären China, USA, Kanada, Australien etc.
Deutschland ist für diese Technik einfach zu dicht besiedelt. Aber ne Teststrecke im Linienbetrieb wäre gut für den Verkauf...egal...
 
Glaubt ihr alle wirklich an das High-Tech-Märchen vom Transrapid? Was ist daran den so sensationell im Vergleich zu anderer Technik, über die die Menschheit heute so verfügt? Viele Komponenten werden auch von der Eisenbahn verwendet. Auch dort hat es in den letzten 20 Jahren wichtige technische Fortschritte gegeben, z.B. Feste Fahrbahn, moderne Leit- und Sicherungstechnik in Form von elektronischen Stellwerken, Triebfahrzeuge mit Drehstrommotoren und Leistungselektronik, um nur einige zu nennen. Zwischen einem ICE 1 und ICE 3 liegen Welten in der Entwicklung.

Gut, die Chinesen haben eine Magnetbahn gebaut. Aber nur deshalb, weil sie als Innovativ galt und sie sonst keiner hatte. Aber sind deshalb weitere Strecken entstanden? Nö, die Chinesen bauen nun tausende Kilometer Eisenbahnstrecken und fahren dort künftig mit einem modifizierten ICE 3 einen Geschwindigkeitsbereich von 250 - 350 km/h. Und das liegt nicht daran, dass in Deutschland keine Strecke gebaut wurden. Die Brauchbarkeit konnten die Chinesen selbst testen.

Zur Zeit ist Deutschland für die Chinesen noch Vorbild für Eisenbahntechnik, insbesondere wegen dem ICE 3 und der NBS Köln-Rhein/Main. Aber schon bald werden die Chinesen auch Produkte für den weltweiten Eisenbahnmarkt anbieten, wenn dort entsprechende Erfahrungen gemacht wurden. Dann gibt es auf dem Weltmarkt Eisenbahntechnik aus Frankreich, Deutschland, Japan und eben China. Aber Konkurrenz belebt ja das Geschäft.

Der Transrapid ist dagegen ein Nischenprodukt, für das bisher niemand einen Interessenten gefunden hat, wenn man von der Chinesischen Anlage, die auch noch mit deutschen Krediten finanziert wurden, absieht. Woran man gescheitert ist, habe ich bereits oft genug versucht, zu schildern. Ich war schon an konkreten Projekten als Planer beteiligt. Und seit dem Unfall hat der unfehlbare Transrapid auch seine Unschuld verloren.

Lassen wir den Transrapid das sein, was er immer war: Ein Forschungsprojekt, aus dem einige technische Entwicklungen u. a. für die Eisenbahntechnik hervorgegengen sind.
 
Jetzt aber mal ganz ehrlich: Die Grenzen der Schiene-Rad Technik ist auch langsam ausgereizt.

Höhere Geschwindigkeiten bietet IMO eben die Magnet-Schwebe-Technik...
 
Was beeinflusst denn im wesentlichen die Geschwindigkeit, die ein spurgebundenens Verkehrmittel fahren kann?

Erstmal die Trassierung, und die ist unabhängig von der Spurführungstechnik. Einziger Unterschied zwischen Transrapid und Eisenbahn ist zur Zeit noch die maximale Querneigung/Überhöhung. Bei der Eisenbahn beträgt diese etwa 6 bis 7 Grad, beim Transrapid lässt man 12 Grad zu. Deshalb kann der Transrapid im gleichen Boden schneller fahren, vorrausgesetzt, die nötige Länge für die Überhöhungsrampe steht zur Verfügung. Bei der Eisenbahn ist die maximale Querneigung aber noch nicht ausgereizt. Sie ist aus Komfortgründen (ein Zug kann ja mal zum Stehen kommen) sowie wegen der Kippsicherheit begrenzt. Der Transrapid bleibt in so einem Bogen nicht stehen, daher ist der höhere Wert zulässig.
Ahnlich ist das bei der Maximalsteigung. Die Eisenbahn muss überall anfahren können, der Transrapid darf in Rampen nicht zum stehen kommen. Man schließt das durch technische Maßnahmen aus. Das gleich könnte mann natürlich auch bei der Eisenbahn machen.

Bleiben Vorteile des Transrapid bei Verschleiss, Lärm und Energieverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten. Wie schnell wollt ihr denn fahren, um hier die Vorteile wirklich auszuspielen? 300 - 500 km/h oder noch schneller? Auch beim Transrapid ist dazu eine entsprechende gestreckte Trassierung erforderlich. Bei der Verbindung zum Münchener Flughafen wäre dieser Geschwindigkeitsbereich nie gefahren worden.

Beispiel: Bogen mit Radius 3000 m (Bringt den mal in einem dicht besiedelten Gebiet unter!) :wink:
Die Eisenbahn kann den Bogen bei einer Überhöhung von 170 mm mit max. 285 km/h fahren, der Transrapid bei einer Querneigung von 12 Grad mit ca. 340 km/h. Und dafür der Aufwand?
 
für mich stellt sich eine ganz andere Frage:

ist das derzeitige Münchner Verkehrssystem nicht schlicht und einfach überfordert?
Alles in einen Kopfbahnhof zu stecken, bei dem dann bei kleinsten Störungen auf der Zulaufstrecke alles dicht ist ist sicherlich nicht so sinnvoll... Wäre es nicht möglich, mit relativ geringem Aufwand eine Art Durchgangsbahnhof sowie einen Ringverkehr im äusseren Bereich a la "Expressbahn" zu erstellen? Ich meine also:

Einen Fernbahnhof VOR München (bsp. Ost-West Transversale). Von hier Verteilung der Fahrgäste. auf den Ring bzw. auf die weiteren Strecken (in die Stadt, zum Airport, Überland...). Natürlich wäre das ein Riesenaufwand, und vermutlich unter sagen wir, 5 MRD € nicht zu haben... aber wenn man sich Bankenkrisen für vermutlich 4 MRD € leisten kann, einen Transrapid durch die Stadt schlagen will für 1,8 MRD € (Hey, die Planer haben gemerkt, dass es in Deutschland nicht so einfach & günstig wie in Shanghai ist, Gebäude plattzumachen (Ironie ;))

Die 2,8 MRD € für die Expressbahn kann ich ebenso nicht nachvollziehen... schaut euch mal an was in Stuttgart für knapp 2,4 MRD € (Tunnelbahnhof + Zulaufstrecken) bzw. 4,4 MRD € (inklusive Schnellbahntrasse S-Ulm) geplant wird. Und hier ist fast alles nur im Tunnel.... (für alle die das Projekt nicht kennen: www.turmforum.de / www.DasneueHerzEuropas.de , www.stuttgart21.de (Bahnseite))

Irgendwas stinkt da.... ;). Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass sich hier ausser CL mit der Materie Bahn genug auskennt um uns aufzuklären...
 
Christoph Lütz schrieb:
Was beeinflusst denn im wesentlichen die Geschwindigkeit, die ein spurgebundenens Verkehrmittel fahren kann?

Erstmal die Trassierung, und die ist unabhängig von der Spurführungstechnik. Einziger Unterschied zwischen Transrapid und Eisenbahn ist zur Zeit noch die maximale Querneigung/Überhöhung. Bei der Eisenbahn beträgt diese etwa 6 bis 7 Grad, beim Transrapid lässt man 12 Grad zu. Deshalb kann der Transrapid im gleichen Boden schneller fahren, vorrausgesetzt, die nötige Länge für die Überhöhungsrampe steht zur Verfügung. Bei der Eisenbahn ist die maximale Querneigung aber noch nicht ausgereizt. Sie ist aus Komfortgründen (ein Zug kann ja mal zum Stehen kommen) sowie wegen der Kippsicherheit begrenzt. Der Transrapid bleibt in so einem Bogen nicht stehen, daher ist der höhere Wert zulässig.
Ahnlich ist das bei der Maximalsteigung. Die Eisenbahn muss überall anfahren können, der Transrapid darf in Rampen nicht zum stehen kommen. Man schließt das durch technische Maßnahmen aus. Das gleich könnte mann natürlich auch bei der Eisenbahn machen.

Bleiben Vorteile des Transrapid bei Verschleiss, Lärm und Energieverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten. Wie schnell wollt ihr denn fahren, um hier die Vorteile wirklich auszuspielen? 300 - 500 km/h oder noch schneller? Auch beim Transrapid ist dazu eine entsprechende gestreckte Trassierung erforderlich. Bei der Verbindung zum Münchener Flughafen wäre dieser Geschwindigkeitsbereich nie gefahren worden.

Beispiel: Bogen mit Radius 3000 m (Bringt den mal in einem dicht besiedelten Gebiet unter!) :wink:
Die Eisenbahn kann den Bogen bei einer Überhöhung von 170 mm mit max. 285 km/h fahren, der Transrapid bei einer Querneigung von 12 Grad mit ca. 340 km/h. Und dafür der Aufwand?

Ich spreche auch nicht von Deutschland. Hier hätte ein Trasrapid ausser auf den Grossstadtverbindungen keinen sinn, da wie gesagt zu dicht bebaut.

Das Potenzial ein Transrapidnetz zu bauen haben Flächenstaaten, mit relativ schlecht ausgebautem Bahnetz und grossen Distanzen.
China, USA, in gewissem Sinne Indien, Australien noch, wobei hier der Bedarf wohl nicht vorhanden ist.

Hier könnte man etwas starten, was zum Erfolg werden kann. Spätestens wenn der Treibstoff zum Fligen teurer wird, muss es hier alternativen geben.
Aber wir werden sehen, was kommt. Evtl. wird man sich in 10, 20 oder 50 Jahren von einer Stelle an die andere Beamen lassen, oder es gibt wieder ganz andere Verkehrstechniken.

@ München: Ist hier nicht bald Wahlkampf? Da wird schon wieder ne grossartige Idee rausposaunt...
 
thun schrieb:
Heute in der Zeitung: Die Express-S-Bahn würde laut Beckstein 2,8 Mrd. (!!) Euro kosten. (Und die müssten Bayern und München allein stemmen was wohl absolut irrealistisch ist.) Das kann doch gar nicht sein. Oder rechnen die mit vergoldeten Gleisen?
Auch die Express-S-Bahn müsste großteils in einem neu zu grabenden Tunnel verlaufen. Vermutlich sogar noch mehr als der TR, da sie bei gleicher Geschwindigkeit lauter ist...
Eigentlich ist es vollkommen wurscht: die Express-S-Bahn braucht neue Gleise, der Transrapid ebenfalls. Die Kosten entstehen durch die Trasse, nicht durch das Bahnsystem.

Die vorhandenen Gleise sind allesamt am Limit, nicht nur auf der Stammstrecke (alle 10 Minuten ca. 8 Züge pro Richtung, permanente Zugstaus :roll: )
 
für mich stellt sich eine ganz andere Frage:

ist das derzeitige Münchner Verkehrssystem nicht schlicht und einfach überfordert?
Alles in einen Kopfbahnhof zu stecken, bei dem dann bei kleinsten Störungen auf der Zulaufstrecke alles dicht ist ist sicherlich nicht so sinnvoll... Wäre es nicht möglich, mit relativ geringem Aufwand eine Art Durchgangsbahnhof sowie einen Ringverkehr im äusseren Bereich a la "Expressbahn" zu erstellen? Ich meine also:

Einen Fernbahnhof VOR München (bsp. Ost-West Transversale). Von hier Verteilung der Fahrgäste. auf den Ring bzw. auf die weiteren Strecken (in die Stadt, zum Airport, Überland...).


Was Du bei der Idee übersiehst ist die bahnverkehrstechnische Lage Münchens. Im Gegensatz zu z. B. Stuttgart endet nicht nur der Regionalverkehr aus allen Richtungen in München Hbf., sondern auch fast der ganze Fernverkehr. Bei deiner Idee würde der ja wohl (wie in Berlin Hbf.) irgendwie "durch" München fahren. Bloß wohin? alles nach GAP oder Salzburg? Oder zum Flughafen ( :wink: )? Wäre absoluter Schmarrn da da keiner diese Frequenz braucht (und es wohl auch die Strecken nicht hergeben). Sogesehen macht der Durchgangsbahnhof keinen Sinn, schon gar nicht irgendwo in der Pampa. Es gibt auch keine vernünftige Ringbahn die den ganzen Verkehr aufnehmen könnte, genausowenig wie eine "Ost-West-Transversale" wo man den Bahnhof sinnvoll plazieren könnte.
Störungen gibt's in München vor allem auf der S-Bahn-Stammstrecke wo bei kleinsten Verspätungen Chaos herrscht. Das ist in München die wohl größte verkehrstechnische Baustelle (zweiter Tunnel...), zusammen mit der Flughafen-Anbindug.
 
Thun, genau so ist es. in Frankfurt wäre es sehr viel sinnvoller einen Durchgangsbahnhof zu bauen als in München.

Übrigends habe ich heute mal am Transrapid Modell am Flughafen geschaut, geschlossen, aber keine Begründung. Mal sehen wie lange es noch dortsteht... :wink:
 
Wenn ich sehe, was es für Probleme gab mit Stuttgart 21, das ich persönlich in den meisten Punkten für sinnvoll halte, dann wäre ein Durchgangsbahnhof für München wohl nicht realisierbar. Den Bahnhof weiter raus zu legen wäre die falsche Entscheidung. In München sind die meisten Fahrgäste nicht Umsteiger, sondern sie wollen nach München. AM Hauptbahnhof besteht schon die Infrastruktur für die Erschließung mit der S-Bahn, der U-Bahn und vielen Tramlinien. Das alles müsste man bei einem neuen Bahnhof erst schaffen und es würde auch länger in die Innenstadt dauern.
In Berlin war die Situation eine ganz andere. Erstens war dort die Situation mit der zweigleisigen Stadtbahn noch viel schlechter als in München und zum anderen lief und läuft das noch unter Wiedervereinigung.
Und wenn wir schon OT sind, in Frankfurt war es mal angedacht einen zwei- bis viergleisigen Fernbahnhof unter dem Hauptbahnhof zu bauen. Die Idee finde ich gut, dann könnten die Fernzüge, die durch Frankfurt Richtung Fulda fahren einiges an Zeit sparen und man bräuchte trotzdem keinen so teuren Bahnhof wie in Stuttgart.
 
Kommt er etwa doch noch? Schaffen die Hessen, was die Bayern net packen? 8O

Aschaffenburg
Der Transrapid ist tot, es lebe der "Magnetrans". Nachdem Vertreter von Bund und Land Ende vergangener Woche die Magnetschwebebahn bei München haben sterben lassen, hat Oberbürgermeister Klaus Herzog sofort gehandelt. Beim gestrigen Start des Bahnhofsneubaus lüftete er das Geheimnis: Aschaffenburg bewirbt sich um das milliardenschwere Modellprojekt.
"Der Untermain ist nicht länger das Schwanzhaar des bayerischen Löwen", rief Herzog unter dem Applaus der Gäste. "Eine Magnetschwebebahn vom Aschaffenburger Hauptbahnhof zum Flughafen Frankfurt befördert die Region an die Spitze des Barthaars der globalen Innovation." Herzog berief sich auf die Stimmen zahlreicher Main-Echo-Leser, die sich gegen eine Preisgabe des bayerischen Prestigeprojekts ausgesprochen hatten (wir berichteten).

"Magnetrans" soll die Magnetschwebebahn heißen, mit der die Distanz von 47 Bahnkilometern zwischen Aschaffenburg und dem Flughafen in nur 12,7 Minuten überbrückt werden soll - mit Spitzengeschwindigkeiten von 385 Stundenkilometern. Das entspricht den Münchner Plänen (37 Kilometer, 10 Minuten).

Den Namen "Transrapid" will Herzog nicht übernehmen. Er sei durch das politische Gezerre negativ besetzt. "Wir wollen ein positives Signal setzen", so Herzog. "Der Magnetrans soll zum Magneten für den Wirtschaftsstandort Aschaffenburg und Rhein-Main werden, zur Lokomotive unserer dynamischen Region." Die Magnetschwebebahn passe zum Kompetenzzentrum Logistik im Hafen.

Finanzierung auf vier Säulen

Dass sich die Kosten wie in München verdoppeln können, glaubt Finanzreferent Dr. Meinhard Gruber nicht. Nach seinem Finanzierungsmodell tragen der Bund, der Freistaat Bayern und das Land Hessen je ein Viertel der Kosten. Das restliche Viertel, 463 Millionen Euro, hätte die Wirtschaftsregion Rhein-Main aufzubringen. "Die Voraussetzungen sind gut", erklärte Gruber. "Es gibt eine Reihe von Kooperationen zur Wirtschaftsförderung im Rhein-Main-Gebiet." Zudem sei über die Route der Industriekultur mit Zuschüssen zu rechnen.

Regionalmanager Markus Seibel (Großwallstadt) unterstützt die Bewerbung. Es bedeute einen Standortvorteil für die Region, wenn sie in weniger als einer Viertelstunde von Frankfurt aus erreichbar sei und Firmenmanager nicht in überfüllten Zügen durch das Maintal bummeln müssten. Diese Sicht vertrat gestern auch der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Armin Eisert.

Das politische Echo war geteilt. Die CSU stehe hinter dem Vorschlag Herzogs, erklärte der Fraktionsvize Dr. Winfried Bausback. Wenn Aschaffenburg den Zuschlag bekomme, betrachte er das als seine persönliche Fahrkarte in den bayerischen Landtag. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Erich Henke forderte ein Gesamtkonzept zur Einbindung des Magnetrans ins globale Verkehrsnetz.

Ablehnung signalisierte Johannes Büttner: Bevor die A-Bahn ins Berufsschulzentrum Leider gebaut sei, werde die Kommunale Initiative keinem neuen Schienenprojekt zustimmen. Ablehnend äußerte sich auch Thomas Mütze (Grüne): Der Transrapid sei im regionalen ÖPNV, was die Ringstraße im städtischen Verkehrsnetz darstelle: eine Sackgasse.

Zustimmung kam vom Einzelhandelsverband: "Von London oder Paris zum Shopping nach Aschaffenburg und zurück in weniger als drei Stunden!", freute sich der Vorsitzende Franz Schädlich. Damit sei klar, wie die Stadt den Schlossplatz verwenden müsse, den ihr die Schlösserverwaltung zum Kauf angeboten hat (wir berichteten am Samstag): "Etwas anderes als ein Parkplatz kommt bei der steigenden Zahl an Pendlern gar nicht in Frage!"

Stadtentwicklungsreferent Bernd Keßler hat Gespräche mit der Firma Hörnig aufgenommen, der die Flächen auf der Bahnhof-Nordseite gehören. Dort soll das Magnetrans-Terminal entstehen. Genau deshalb hat die Deutsche Bahn AG Widerstand gegen das Projekt angekündigt. Angesichts der Investitionen in den Bahnhofsneubau dürfe auf Dämmer Seite keine Konkurrenz entstehen.

Herzog sammelt Unterschriften

Der Oberbürgermeister setzt auf die Unterstützung der Bevölkerung. Durch ihre Unterschrift sollen die Bürger den Entscheidungsträgern demonstrieren, dass sie hinter dem Projekt stehen. "Nur wenn viele Menschen die Bewerbung unterschreiben, hat sie Aussicht auf Erfolg", forderte Herzog die Bürger auf, sich am heutigen Dienstag zwischen 10.30 und 11 Uhr in seinem Büro in die Unterschriftenlisten einzutragen.

Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, denkt Herzog auch über einen Zweckverband mit den Umlandgemeinden nach. Kleinostheim hat aber angekündigt, sich nicht daran zu beteiligen. Begründung: Der Magnetrans hält nicht an der Rückersbacher Schlucht. Peter Freudenberger

INFO: Unterschriftenaktion für die Magnetschwebebahn heute, 10.30 bis 11 Uhr, Rathaus, Büro des Oberbürgermeisters.

Quelle: Main-Echo, 1. April

http://www.main-netz.de/nachrichten/region/aschaffenburg/aschaffenburg-stadt/berichte/art4011,328899
 
Echt? Wäre ja cool! Vielleicht fährt der dann schon bald, als erster Tag würde sich doch der 1. April 2010 gut machen.
 
In München hat man das mal geplant, den Hauptbahnhof untertunneln, und dann durch die Stadt wieder raus zum Ostbahnhof - Salzburg - Wien ...irgendsowas, aber das war dann wieder zu teuer.
Und jetz kommt dazu, daß die eh schon sehr störanfällige S Bahn noch einen Neuen Haltepunkt dazubekommt. -- An der Friedenheimer Brücke.
Einerseits den 10 Min. Takt, andrerseits zusätzliche 80 sek. Haltestop.
Und dann das ewige Gezerre-- neue S Bahn Röhre, oder den Aussenring--parallel zu den Gleisen HBF - Ostbahnhof.

Jedenfalls bin ich der Meinung, eine Express S Bahn ( ca. 2 -3 Haltepunkte) iss für mehr Münchner da, als die Flughafen Transrapid Strecke ohne Halt.
Der sollte alle 10 Min fahren, aber keiner weiß ob die Züge auch richtig ausgelastet sind. Vielleicht iss mal das Flugbenzin so teuer, daß die Leut lieber daheim bleiben, anstatt zu fliegen. Keiner weiß es. Und dann bräucht ma den Transrapid auch nicht mehr...
 
also ich habe jetzt gerade wieder von einem bekannten die von mir auch gemachte erfahrung bestätigt bekommen:

Die Eltern waren auf dem Weg in den Urlaub nach Übersee, hatten als Abflughafen München "gewählt" (FFM nur über Umweg...) und haben sich also ins Getümmel gestürzt.

Der Flug ging mittags um elf. Wenn man von Stuttgart mit der Bahn dorthin möchte, muss man sich morgens durch den schönsten Berufsverkehr mit der S-Bahn vom HBF zum Flughafen durchdrängeln. Das Problem hierbei war, dass auf Grund einer Weichenstörung auf einer ANDEREN Linie die Bahn nicht mehr weiter konnte, weil vor der Bahn die anderen Züge standen. Herzlichen Glückwunsch. Mit Müh und Not (und Taxi) haben die Eltern dann den Flug noch erwischt. Wer zahlt für die Verspätung bzw. das entgangene Ticket in den Urlaub wenn es mal nicht so gut ausgeht?

Und jetzt mal der nationale Vergleich von Flughäfen:
BBI bekommt einen Fernbahnanschluss, obwohl auch "ab vom Schuss"
Stuttgart bekommt mit NBS S-Ulm und S21 einen Fernbahnanschluss
Frankfurt hat einen Fernbahnanschluss. Von Stuttgart nach Frankfurt in knapp 60 Minuten....

wer ist da im Hintertreffen? Selbst wenn der Flughafen noch so toll und groß ist. Irgendwie muss man die Leute auch einigermaßen sicher, komfortabel und schnell an den Flughafen bringen. Und das ist im Moment der Grund warum MUC ganz weit hinten auf meiner persönlichen Rangliste der Flughäfen liegt :)
 
Na bin ich froh, dass ich in Zukunft mit dem Bus vor der Tür meiner Eltern, bzw. der U-Bahn zum Flughafen Nürnberg komm. Fliegt zwar auch nicht alles an, aber die grossen Deutschen, und die wichtigsten Internationalen sind drin. :D
 
Downhill schrieb:
Kommt er etwa doch noch? Schaffen die Hessen, was die Bayern net packen? 8O

Aschaffenburg
Der Transrapid ist tot, es lebe der "Magnetrans". . . .
INFO: Unterschriftenaktion für die Magnetschwebebahn heute, 10.30 bis 11 Uhr, Rathaus, Büro des Oberbürgermeisters.

Quelle: Main-Echo, 1. April

http://www.main-netz.de/nachrichten/region/aschaffenburg/aschaffenburg-stadt/berichte/art4011,328899

Ach,immer diese Meldungen am 1.4. :lol: Aber nicht schlecht. Wieviele waren denn bei der Unterschriftenaktion dabei ?
 
Das ganze Transrapid - Flughafen Geschmarre zeigt eindeutig -- der Mensch hat heut keine Zeit mehr zum geniessen, alles muß total schnell schnell gehn, alles pressiert, und am End steht ma dann eine Stunde am Flughafen -- beim einchecken. Irgendwie erinnert mich das ganze -- wenns um die Frage geht, fixe SB oder KSB. Die jungen sagen natürlich KSB, ne fixe fährt viiiel zu lange, ältere Semester haben früher gar keine KSB gekannt... da gabs nur fixe Bahnen. Und genau diejenigen kennen im Nahverkehr auch keine schnellen Verkehrsmittel-- und trotzdem sind bis jetz alle an ihr Ziel gekommen... oder zum Schifahrn.

Ausgerechnet München, die Stadt die sich immer für was besonderes hält, baut einen Flughafen --- vom stadtnahen Riem ins entlegene Erdinger Moos nahe Freising. Und jetz hat ma erkannt, daß ma ganz vergessen hat, eine leistungsstarke Schnellverbindung von der Stadt zum Flughafen zu baun. Ne S Bahn war schnell da, aber jetz iss sie zu langsam.
Früher , da gabs in München keine U und S Bahn, da iss ma mit der Strassenbahn und Bus in einer teils längeren Zeit zum Arbeitsplatz gewesen, als heut ne Fahrt vom HBF zum Flughafen dauert. Da war das aber ganz normal, und keiner hat sich aufgregt. Jetz macht ma sich Gedanken um sündteure Verkehrsprojekte, die keiner bezahlen kann. Ein Transrapid der 400 km / h draufbringt -- im Nahverkehr...ma sagt auch , ne komfortablere Strassenbahn... kann nur sagen, irgendwie versteht der ``normal sterbliche Mensch `` die Welt heute nicht mehr. Fand das gut, daß von der Sorte Mensch ca. 13000 sich auf den Weg zur Großdemo gmacht haben... letztes jahr im Herbst. Die waren alle der Meinung, man sollte das Geld für wichtigere Sachen ausgeben, als fürn Spielzeug vom ex Ministerpräsidenten. Und für die Großkopferten.Die kei Zeit haben.
Würd mal sagen, die Mangertypen fahrn sowiso mitm Taxi, und die Last Minute Flügler fahrn per Bayernticket oder MVG Card ... das iss billiger.

Der Transrapid hätt meiner Meinung nach nur Sinn gemacht, wenn ma das ganze Einchecken dann am Hauptbahnhof erledigen hätt können, so daß ma dann rausdüst, und sofort direkt ins Flugzeug einsteigt. Am Besten den Transrapid Bahnhof gleich neben dem Flugzeug, daß ma direkt umsteigen kann... das wärs noch.
 
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