KLEINE ZEITUNG vom Feber 2012 : Weiter auf der Wildwiese
Der Wildwiesenlift in Miesenbach wird nun doch weiter betrieben.
Foto © Scherf-KachelmaierSkivergnügen im Naturschnee - Kunstschnee gibt es nicht
Der 15. Jänner 2012 war ein sonniger Tag. Da öffnete der Wildwiesenlift in Miesenbach seinen Betrieb für die heurige Saison. Zahlreiche Skifahrer tauchten in die noch unberührte Pulverschneepiste ein. Das Panorama des auf 1256 Meter Höhe gelegenen Lifts, von dem man bei guter Sicht bis auf den Hochschwab und die Veitsch sieht, rundete den Skitag ab. Dennoch war unter den Skifahrern ein wenig Wehmut zu spüren. Gerüchte, dass der Lift in seine letzte Saison startete, machten die Runde.
Nicht zu Unrecht, denn bis Jänner war der Schnee ausgeblieben. Die Liftbetreiber Andreas Weber und sein Vater Karl waren sich einig, den Lift nach dieser Saison abtragen zu lassen. Erst im vergangenen Jahr hatte Familie Weber, die direkt neben der Skipiste einen Gasthof mit Fremdenzimmern betreibt, den Lift, der 1976 in Betrieb gegangen war, von einer Gesellschaft übernommen.
Dann aber kam der Schnee, auf den man auf der Wildwiesen angewiesen ist, denn Kunstschnee wird dort nicht erzeugt. "Das wäre nicht rentabel", erklärt Andreas Weber. Und nach den vielen schönen Skitagen der vergangenen Wochen ist die Lage nun wieder eine andere.
"Wenn die Situation so ist wie heuer, würde uns ein Zusperren denkbar schwer fallen", sagt Andreas Weber. Außerdem habe man nun gerade die große fünfjährliche Überprüfung des Liftes seitens der Bezirkshauptmannschaft hinter sich. Daher werde man auch die nächsten Jahre noch das Skivergnügen auf der Wildwiesen genießen können - sofern nicht unerwartete größere Investitionen anfallen.
Derzeit präsentiert sich die Piste in bestem Zustand, Schnee gibt es auch für die sieben Kilometer lange Langlaufloipe bis zum Toten Mann mehr als genug. Dank der tiefen Temperaturen dürfte sich die Situation auch bis zu den steirischen Semesterferien nicht ändern.
Bis dahin soll der Lift täglich laufen, danach nur an Wochenenden. "Es wäre schön, wenn wir mehr Schulen mit unserem Lift ansprechen könnten, denn für Schulen sind unsere weiten Pisten ideal", sagt Weber.
KARIN SCHERF-KACHELMAIER
Also was ist da jetzt los ....