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Matten

Aber bei Strassenübergängen könnten die Sinn machen, dass man nicht die Skier abschnallen muss, wenn man die Strasse quert. Ansonsten find ich ziemlich bekloppt und egal wie die Matten sind, der Untergrund geht allemal kaputt, da er wenig bis kein Licht und Luft bekommt.

Un wenn du. starli, die Kleinstskigebiete damit ausrüsten willst ist das eine sehr einseitige Sicht, denn die meisten wiesen dieser Gebiete werden landwirtschaftlich im Sommer genutzt und ich glaube nicht, dass die Kühe sich auf den Matten gescheit ernähern können und das Heu für den Winter wächst unter den Matten auch ned, aber du willst weiter deine Milch im Supermarkt kaufen...

Auf Naturpisten mit bewachsenem Untergrund wird sie wohl kaum jemand einsetzen. Auf unbegrüntem Gelände oder künstlich gebauten Hängen spricht aber nichts dagegen, ebenso an kritischen Stellen (kleine Felskanten, Lifteinstiege usw.), das ist allemal besser als wegen jedem Stein zu planieren. Es geht doch nicht um eine Schicksalsentscheidung Matten ja oder nein, sondern wo sie Sinn machen. Das hängt immer von den örtlichen Gegebenheiten ab, und davon, welche Alternativen es gibt. In England wird z.B. derzeit eine alte Matten-Anlage in eine Skihalle umgebaut, weil die Nachfrage entsprechend hoch ist. So was kostet aber um die 20-30 Millionen, das investiert niemand ins Blaue. Angesichts der angeschlagenen Situation vieler Bergbahnunternehmen ist die Überlegung, Matten auf einzelne Hänge zu legen, ökonomisch nicht ganz abwegig. Das muss halt mit den Anforderungen des Landschafts- und Naturschutzes in Einklang gebracht werden. Der Kunde entscheidet dann ja selbst, ob er sie benutzen will.
 
Oscar: Also das bisserl Piste geht der Kuh sicher nicht ab ...

Also ich seh da weiterhin Chancen für Kleinskigebiete (man muß ja nicht alle Pisten dementsprechend ausstatten):

- evtl. kostengünstiger als Beschneiung (ich denke mal, je größer die Fläche, desto günstiger wird die Beschneiung pro qm, während bei Matten der qm-Preis relativ konstant ist. d.h. irgendwo wirds hier einen Schnittpunkt geben)

- Skisaison könnte bereits im Oktober öffnen (für alle, die sich vorm Winter schon mal einfahren wollen und nicht auf die steinigen überfüllten Gletscher wollen :) )
- Zusatzangebot im Sommer

Ich mein, es wär ja mal zu überprüfen, warum die Leute in Skihallen gehen: Weil sie skifahren wollen? Oder weil sie in der Kälte auf Schnee skifahren wollen? Die ersteren wären mit einer Mattenlösung doch sicherlich besser bedient. - Immerhin, es gibt sicherlich viele, die überhaupt NICHT skifahren, weils ihnen einfach zu kalt ist. D.h. Mattenpisten könnten auch neues Publikum erschließen ...

p.s.: Ich kauf mir eigentlich nie Milch, und wenn, dann die günstigste 1,5%ige H-Milch aus dem Supermarkt :)
 
Ich denke nicht das das was bringt. Matten find ich nur sinnvoll um z.B. die Zugänge zu Gletscherliften (vor allem SB) zu verbessern. Ich würde lieber die grauen Wände einer Schihalle ertragen als auf Matten rumzurutschen. Wer im Sommer in den Alpen Schifahren will fährt sowieso auf den Gletscher.
 
Ich denk halt jetzt mal an den Schwarzwald: Wenn dort geplant wäre, eine Skihalle zu bauen, müßte es doch in jeder Hinsicht sinnvoller sein, stattdessen an einem bestehenden Lift eine Mattenpiste zu installieren ?!
 
Es wäre vielleicht billiger, aber ich glaube nicht dass viele Leute Lust hätten auf Matten den Hang runterzurutschen. Ich denke man sollte lieber etwas mehr in eine Halle inwestieren. Man kann eine Halle ja im Winter auch in ein bestehendes Gebiet integrieren, wenn man sie mit Toren versieht sodass man auch Abfahrten auserhalb der Halle befahren kann.
 
Und ich glaube, es gäbe mehr Leute, die lieber an der frischen Luft unter blauem Himmel als in einer Halle skifahren würden ;)

Vielleicht hat ja einer mal Lust, im Zuge einer Studienarbeit diesbezüglich eine repräsentative Umfrage (also nicht im Alpinforum ;) ) zu machen ..

.. oder gibts schon so eine Umfrage? Müßte ja eigentlich im Zuge der Errichtung von Skihallen in NL gemacht worden sein?
 
Man könnte auch Landschaft stapeln.

Also noch auf die Halle Rasen setzten. 8)

Und wenn man die noch im Winter mit Schnee bedeckt haben wir eine

"Double Embarqument"-Piste ;-)

Ne, aber die erste Piste die gut zu einem 8er Sessel passt. 8O
 
Äh ja, genau, Ram, du bringt mich drauf: Ob die Kuh nun aufgrund einer Matte ihr Gras nicht mehr fressen kann, oder aufgrund einer Skihalle, die auf dem Grund steht, kommt irgendwie aufs gleiche raus, oder? Also zieht das Milchargument nicht mehr ;)

Im übrigen produzieren wir in Europa doch eh viel zu viel Milch, oder? Hat jemand eine aktuelle Zahl, wieviel Tonnen pro Jahr vernichtet werden? Oder ist das inzwischen nicht mehr der Fall?

Und überhaupt, ein Rind an sich hat aufgrund des hohen CO2-Ausstoßes doch sowieso einen großen Anteil an der Ozon-Problematik, oder hab ich das auch falsch in Erinnerung?

Insofern wäre ein Bauer mit Skimatten sogar umweltfreundlicher ... (aber nur solang der Lift mit Biodiesel fährt, das im Feld nebenan angebaut wird ;) )

(zugegeben, etwas überspitzt ausgedrückt, aber ein bisserl Wahrheit ist da sicher drin ..)
 
starli schrieb:
Und überhaupt, ein Rind an sich hat aufgrund des hohen CO2-Ausstoßes doch sowieso einen großen Anteil an der Ozon-Problematik, oder hab ich das auch falsch in Erinnerung?

Insofern wäre ein Bauer mit Skimatten sogar umweltfreundlicher ... (aber nur solang der Lift mit Biodiesel fährt, das im Feld nebenan angebaut wird ;) )

(zugegeben, etwas überspitzt ausgedrückt, aber ein bisserl Wahrheit ist da sicher drin ..)

Hihi, da schneidest du einen wichtigen Aspekt an: Klimaschutz durch Skigebiete anstatt Kühe ! :wink: :lol:
Hier ein Link zum Thema Methanausstoss von Kühen und Klimawandel:

http://www.br-online.de/umwelt-gesu...rtenschutz/klima_gewaesser/klima_rinder.shtml

Zusammenfassung: 100.000 Liter Methanausstoss pro Rind und Jahr. Methan gehört wie Kohlendioxid und die Fluorchlorkohlenwasserstoffe zu den Treibhausgasen. Es ist 35 mal klimaschädlicher als C02 und in Verruf geraten.

Wenn man sich folgende Zahlen ansieht, gerät man ja beinahe in die Versuchung Rindsviecher als besonders gefährliche Umweltverpester zu betrachten :wink::

Weitere Informationen

Rinderzahl 2001
Deutschland: 14 Mio
Europa: 150 Mio
Afrika: 225 Mio
Nord-u. Mittelamerika: 160 Mio
Südamerika: 295 Mio
Asien: 470 Mio
Australien: 25 Mio
Gesamt: 1,4 Mrd

Flächenverbrauch
25% der Landmasse ist Weideland
25% der Wälder Südamerikas wurden seit 1960 für die Weidehaltung abgeholzt
66% (ca.) der Steppengebiete sind überweidet

Ökobilanz
Für 300 kg Fleisch (Mastrind bei durchschnittlichem Lebensalter von 2 Jahren) werden verbraucht:
14.600 Liter Wasser
3,5 Tonnen Soja und Getreide
Aus 2.500 Liter Treibstoff für den Futtermittelanbau entstehen:
3 Mio Liter Kohlendioxid aus der Treibstoffverbrennung
200.000 Liter Methan aus dem Verdauungstrakt
14,6 Tonnen Dung
 
na bitte. Also ess ich in Zukunft kein Rindfleisch mehr, dann kann ich guten Gewissens mit meinem Auto auf den Kaunertaler fahren, oder? ;-)

Hat zufällig einer "ungefähr prozentuell" im Kopf wie die Ökobilanz im Vgl. bei anderen Fleischsorten (Schwein, Kalb, Huhn, Pute, ...) ausschaut? Also bewegt sich das eher im Rahmen "100-200%" oder mehr?

öhm.. halt stopp, auf meinen Whopper möcht ich eigentlich nicht verzichten ;)
 
Also wenn man auf der Halle nen Rasen anlegt kann die Kuh doch dort weiden. :lol: Und auf euer Rindfleisch sollt ihr auch nicht verzichten. Wenn ihr die Kuh nicht esst, wird sie weiter die Umwelt verschmutzen. :wink:
 
Übrigens: In Tignes sind solche Matten tw. beim Ausstieg der Sesselbahnen in Verwendung. Ganz schon speedy, diese Matten ;)
 
Laut einem Mitarbeiter von Neveplast gibt es eine SKipiste aus dem Material in den Alpen. Sie soll sich in der Nähe von Bergamo befinden. Genaueres wusste er aber leider auch nicht.
 
Ich frage mich sowieso warum die Matten nicht mehr eingesetzt werden. Wie erwähnt macht das doch durchaus Sinn, an exponierten stellen welche zu verlegen.
Mich nervt es z.B. jedes mal wenn ich ende Saison in Engelberg die Talabfahrt mache und oberhalb des Skilifts Untertrüebsee das Board abziehen muss und über die Strasse gehen muss.
Ein weiter Einsatz Ort wäre z.B auch Tunnelpisten wie am Bettmer Horn. Statt das man da mit dem Bully Schnee rein schiebt, was Sprit und Zeit kostet, einfach solche Matten verlegen.
 
Jens schrieb:
Laut einem Mitarbeiter von Neveplast gibt es eine SKipiste aus dem Material in den Alpen. Sie soll sich in der Nähe von Bergamo befinden. Genaueres wusste er aber leider auch nicht.

cooool, danke! Die Bergamasker Alpen sind internetmäßig sowieso rückständig, da würd mich das nicht wundern, wenn man das noch nicht mitgekriegt hat :)

Sehr eigenartig nur, dass er da nicht mehr wusste.. glaub, ich muss denen mal eine EMail schreiben :)

(Eine Sommer-Tubing-Bahn ist ja am Kaberlaba in Asiago, könnte vom Aussehen her eine Neveplast sein)
 
gesagt, getan - diese Woche hab ich nachgefragt, und folgendes erfahren:

Yes there is a Neveplast alpine ski slope close to Bergamo, in the village of Selvino.
It is 90 meters x 12 meters approx.
The slope will be open every day until the end of August, then it will be
open during the week end.
This is the only permanent ski slope in the alps at the time.

Until August, 25th, there is also a Neveplast slope in Bibione, close to
Venice.
It is an artificial hill and the slope is 80 meters long.

90 Meter lang .. ist ja nicht grad der Bringer. Wird wohl nur mit einem Förderband betrieben sein - und vermutlich nicht gerade steil ...

Selvino ist nordöstlich von Bergamo, und mit einer Straße und einer PB von Albino erreichbar..

Ein Bildchen hab ich auch gefunden:
Monte_Purito_Selvino.jpg



.. der Korblift auf den Poieto steht ja glaub ich nicht mehr, oder?
cima_Poieto.jpg


Durante il periodo estivo è in funzione la pista di plastica.
.. soviel dazu die offizielle Tourismus-Seite von Selvino ..
Preise? Öffnungszeiten? Nöööö, in Italien braucht man das nicht ins Internet zu schreiben, die Handybessennen Italiener rufen anscheinend lieber an ;)


Mit "Pista di Plastica" findet man etwas mehr in Google...

In Aurisina (nähe Triest) gab's oder gibts eine, könnte aber evtl. nur vom Skiclub her sein, hört sich aber interessanter an:

http://www.sciclub70.com/ss_template.php?pagina=club&id_nav=3

Una pista in plastica servita da uno skilift per Sci Alpino e Snowboard della lunghezza di 180m, con una larghezza media di 40m e con una pendenza del 33%.

Mehr Bilder & Infos:
http://www.sunkid.at/ihtml/news_triest_07_i.htm

Hmm.. scheint wohl doch nicht öffentlich zu sein:
La pista è accessibile soltanto per il gruppo di corridori e per diverse scuole sciistiche. Nonostante ciò durante il periodo dei corsi di sci che va da settembre a dicembre ci sono in media 1000 persone fra sabato a giovedì che sciano.

In San Pellegrino gabs 1967 anscheinend eine Mattenpiste:
http://www.pistadelsole.it/Html/Sciare/Sciare Settembre 1967.htm

.. oder gibts die immer noch? Schaut ja geil aus:
Pista%20del%20Sole.JPG

http://www.pistadelsole.it/

Hersteller davon:
http://www.snowsun.it/

.. obwohl, den Bildern von San Pellegrino auf funivie.org nach scheinen die Lifte dort schon Jahr(zehnt)e still zu stehen und zu verwuchern ...:
http://www.funiforum.org/funiforum/showthread.php?t=1731
(Stanseilbahn 10-20 Jahre + Graffer-ESL seit ca. 30 Jahren stillgelegt?)

Schade.. genau sowas stell ich mir unter Sommer-Matten-Ski vor... Wieder mal 40 Jahre zu spät...

Vielleicht habens aber ja die Piste heuer zum 40-Jährigen wieder auferstehen lassen? :)

.. werd ich mal nachfragen ..
 
Ich kenne das Gefühl von Matten als Schneeersatz zur Genüge. Sicherlich hat sich da in der Zwischenzeit seit Anfang 80er Jare entwicklungstechnisch einiges getan, aber diverse Nachteile wird man so einfach sicher nicht beseitigen können. Mir war das springen im Sommer auf einer Mattenschanze immer ein Graus, denn bei den verwendeten Kunststoffmatten brauchte man im Aufsprung nur leicht mit den Fingern am Boden streifen was auch ohne Sturz bei einer gekachelten Landung vorkam und man hatte schmerzhafte Verbrennungen an den Fingern - trotz dicker Fausthandschuhe im Sommer. :roll:
Dann gab es neben der Schanze noch einen Abfahrtshang mit diesen bürstenähnlichen Matten - darauf konnte man zwar irgendwie fahren aber stürzen sollte man auch besser vermeiden.
Den Matten fehlt allen trotz Bewässeung das kühlende des Schnees und härter sind sie in den meisten Fällen auch noch.
Für Touristenskifahren dürfte das fahren auf Matten keine Alternative sein, und für Profis abseits vom Skispringen wegen des völlig anderen Fahrgefühls ebensowenig.
 
Na ja, die blanke Ablehnung von Matten in einigen Posts scheint mir eher ohne viele Gedanken darüber getroffen worden zu sein. Es ist klar, dass die Matte kein Ersatz für Schnee ist. Aber auf den Matten kann man fahren und, wenn der Schnee weit weg ist, kann die Matte auch Spaß machen.

In der Nähe meiner Heimatstadt, Edinburgh, steht seit über 40 Jahren das Hillend Ski Centre (inzwischen heißt es Midlothian Snowsport Centre), mit zwei Schleppern und einem (Doppelmayr) DSB. Dort haben viele das Skifahren gelernt oder weiter geübt, wenn es sonst nicht möglich gewesen wäre. Wenn Ihr einen Eindruck davon wollt, sucht 'Hillend ski' bei http://www.flickr.com. Dort gibt es z.B. ein schönes Bild, das einen guten Überblick der Anlage gibt.

Eric
 
Haben die Mattenskigebiete in GB eigentlich auch im Sommer offen, oder ist das eher für Winter gedacht, weil dort vielleicht so selten Schnee liegt und deshalb die Matten da sind?
 
Soviel ich weiss hat das Mattenskigebiet in Edinburgh Ganzjahresbetrieb.
 
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