Wenn du so was hier ernsthaft vertrittst solltest du für dich mal überdenken ob du das auch guten Gewissens unter der Bezeichnung "Moderator" vertreten kannst...
Ja kann ich, ich vertrete guten Gewissens
meine Meinung. Auch als Moderator! Obs dir passt oder nicht ist mir egal. Solche Aussagen zeigen aber jedenfalls, dass dir kein Mittel unrecht ist, auch nicht Argumentation ad hominam, um deine Meinung durchzupressen. Gleichzeitig zeigt das aber auch, dass dir die Argumente ausgegangen sind, denn sonst müsstest du mich nicht in Frage stellen, sondern sachlich auf meine Einwände oben eingehen.
Als Fahrer nicht, aber als Beifahrer. Und ja, es war Hölle. Und nachdem ich die 7 Jahre in Tirol verbracht habe, bin ich in den letzten 7 Jahren oft genug durch Kufstein durch, als auch auf der A12 vorbei. Ich kenne die Situation. Und ich kenne auch die Situation in Landeck und in Wörgl... Sogar noch ohne Umfahrung Bruckhäusl.
freerider13 schrieb:
Danach reden wir über deine Argumentation, dass Kufstein ruhig die letzten Jahre eine Umgehung hätte bauen können um die Folgen der Autobahnmaut abzumildern.
Oder anders gesagt: Eine Kommune mit Millionen zu belasten um eine Umgehung zu bauen wo quasi kein Platz ist, während mit der Autobahn bereits eine leistungsfähige Umgehung existiert. Nur um zu sagen "Der Bund streicht ein paar Kröten ein, was die Stadt ausgibt ist uns doch egal!"
Populismus, bzw. nicht wirklich auskennen, wie eine Finanzierung läuft. Eine Umfahrung wird üblicherweise von verschiedenen Gebietskörperschaften finanziert. Da ist einerseits die Gemeinde dabei, niemand aber verlangt, dass sie die Umfahrung alleine stemmt. Andererseits zahlt das Land bei solchen Projekten auch noch mit und letztlich auch der Bund. Daher stimmt deine Aussage zu großen Teilen nicht.
Es ist aber in Österreich ein bekanntes Problem, dass es weder eine ordentliche Verkehrsplanung noch eine Bebauungsplanung gibt. Erst jetzt wird langsam begonnen, hier ordentlich zu arbeiten.
Eine Umfahrungsvorschlag als populistisch zu bezeichnen ist übrigens höchst gewagt. Denn die A12 ist zwar eine mögliche Umfahrung, jedoch geht es hier um eine Umfahrung einer Bundesstraße, die selber wieder eine Bundesstraße sein soll, um das Zentrum zu entlasten. Also für jenen Verkehre gedacht, die nicht auf der A12 verkehren. Vergleichbar mit jener von Brixen im Thale oder der Unterflurtrasse Söll. Solche Lösungen haben aber nichts mit einer vollwertigen Autobahn oder Schnellstraße zu tun. Eine Autobahn ist jedenfalls keine Umfahrung im eigentlichen Sinne!
Unterm Strich fehlt Kufstein also etwas, für was Gemeinde, Land und Bund zuständig gewesen wären. Dazu kommt aber noch ein weiteres - eine grenzüberschreitende Lösung, um zeitgleich die Problematik von Kiefersfelden zu lösen.
In Salzburg (Stadt) gibt es beim Verkehrskollaps übrigens jetzt einen Ansatz, dass die Stadt für auswärtige Verkehrsteilnehmer teilweise gesperrt ist - Ableitung auf einen Großparkplatz und mit Park and Ride. Auch das wäre für Kufstein eine gangbare Lösung, aber nur, wenn es eine entsprechende Umgehungsmöglichkeit gäbe. Denn sonst wäre die Stadt zu und auf der Autobahn wartet die ASFINAG. Sowas hielte ich dann schon für Wegelagerei.
Ich habe jedenfalls mit deiner Ansicht ein Problem: du willst den Verkehr aus Kufstein und Kiefersfelden raushalten (und die Bemautung eines Autobahnstückes wieder aufheben), was eigentlich ja sehr samariterhaft wäre. Jedoch steckt meist auch Eigeninteresse dahinter. Und ich vermute es deswegen, weil dich die Probleme von Wörgl, Innsbruck (welches man vom Stubaital kommend Richtung Garmisch sogar umfahren kann) oder Landeck (Mautflüchtlinge Oberes Gericht - Imst - Anschluss Fernpass) nicht interessieren. Derweilen haben auch diese Kommunen ähnliche Probleme...
MFG Dachstein