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Maut

bin mal auf seine Antwort gespannt
 
Olli_1973 schrieb:
Nö, ändern können wir die Maut alle nicht..... Ich persönlich finde diese aber gut, wenn wir nach österreichischem Vorbild arbeiten und das Geld auch wirklich in die Straßen stecken.

Das ist etwas, wo ich dir zustimmen muss. Eine Zweckwidmung ist eine gute Sache, die den Straßenbau durchaus dienlich sein kann. Auf der anderen Seite wäre ich aber auch dafür, einen gewissen Prozentsatz der eingenommenen Maut in den öffentlichen Verkehr zu stecken. Denn irgendwie müssen beide Systeme, die nur gemeinsam funktionieren können, erhalten werden.

Af schrieb:
Dachstein hat schon ganz recht, dass die Autobahn nicht die Umfahrung von Kufstein darstellt. Deswegen gibt's auch u.a. die 3. Brücke neben den beiden Autobahnbrücken. Man hat in Kufstein nur leider versäumt die Strasse aus der Kiefer/Ebss auch ordentlich weiter Richtung Kufstein Süd zu bauen. Dazu hat man im Süden Kufsteins massivst bauen lassen, die Infrastruktur aber beibehalten. Jetzt gibt's dort massig neuen Wohnraum/Gewerberaum, aber nur eine Durchgangsstrasse.... Gleich wie in Wörgl, wo man wenigstens eine "Umgehungsstrasse" angefangen hat zu bauen.

Danke Af für die "Schützenhilfe", es ist halt ein kleiner aber feiner Unterschied, zwischen Urlauber und Anwohner bzw. Betroffener. Es fehlt, wie du so schön aufgezeigt hast, nicht nur die Umfahrung, sondern wie überall die gesamte Raumplanung. Eine Umfahrung alleine löst die Probleme nur bedingt; nur mit einer ordentlichen Raumplanung, die im Gebirge noch wichtiger ist als im Flachland, werden die Probleme nachhaltig gelöst.

thun schrieb:

Danke für diesen Einwurf - es gibt nicht nur in Tirol Orte, die durch die Bemautung von Fernverkehrsstraßen Probleme (bekommen) haben. Sollte die Maut in D kommen, wird es auch dort solche Fälle geben. Und jetzt stelle man sich vor - ein Ort bekommt eine Mautbefreiung, alles fährt über die Autobahn, und der nächste bekommt es nicht. Das ist eine gewaltige Ungleichbehandlung, und das kann es in meinen Augen nicht sein. Das wird unweigerlich zu politischen Grabenkämpfen führen. Also lieber gleiches Recht für alle, und nicht Extrawürste austeilen.

Meines Erachtens wäre es außerdem ein diskussionswürdiger Punkt, dass sich Österreich am Ausbau des Deutschen Ecks beteiligt. Schließlich ist die Autobahnverbindung für Österreich eine ungeheuer wichtige Verbindung, die nicht mit dem kleinen Deutschen kompensiert werden kann. Denn eines ist gewiss, es gibt genügend Autofahrer aus Österreich hier die Autobahn benützen. Ich könnte mir beispielsweise eine Vignettenlösung vorstellen, die die österreichischen Fernstraßen (A und S) sowie das große Deutsche Eck mit einschließt. Ein Anteil dieser Einnahmen ginge dann an die Deutschen, aber wiederum nach österreichischem Vorbild, mit Zweckwidmung.

MFG Dachstein

PS: einigen scheinen hier die Argumente ausgegangen zu sein...

PPS: Für die Interessen Österreichs im Ausland sind die Politiker da (von denen ich mich wiederum schärfstens distanziere ;) )
 
@mic: Nix für ungut, ich hab den Ursprung schon mitbekommen. Hat nur so gut reingepasst hier :wink:
 
Servus!

Dachstein schrieb:
PS: einigen scheinen hier die Argumente ausgegangen zu sein...

Mir auf jeden Fall nicht, falls ich gemeint bin - im Gegensatz zur Zeit...
Keine Sorge, meld mich schon noch.

Jan
 
Dachstein schrieb:
Olli_1973 schrieb:
Nö, ändern können wir die Maut alle nicht..... Ich persönlich finde diese aber gut, wenn wir nach österreichischem Vorbild arbeiten und das Geld auch wirklich in die Straßen stecken.

Das ist etwas, wo ich dir zustimmen muss. Eine Zweckwidmung ist eine gute Sache, die den Straßenbau durchaus dienlich sein kann. Auf der anderen Seite wäre ich aber auch dafür, einen gewissen Prozentsatz der eingenommenen Maut in den öffentlichen Verkehr zu stecken. Denn irgendwie müssen beide Systeme, die nur gemeinsam funktionieren können, erhalten werden.

Das wäre super wenn es so kommen würde, dann hätte ich auch nicht mehr wirklich ein Problem mit einer Maut in D für alle. Aber wie die Erfahrung zeigt wird dann eher Griechenland die Mautgelder erhalten als unsere Straßen oder sonstige unnötige Ausgaben damit getätigt die ich hier nicht näher benennen kann und darf.


Dachstein schrieb:
Danke für diesen Einwurf - es gibt nicht nur in Tirol Orte, die durch die Bemautung von Fernverkehrsstraßen Probleme (bekommen) haben. Sollte die Maut in D kommen, wird es auch dort solche Fälle geben. Und jetzt stelle man sich vor - ein Ort bekommt eine Mautbefreiung, alles fährt über die Autobahn, und der nächste bekommt es nicht. Das ist eine gewaltige Ungleichbehandlung, und das kann es in meinen Augen nicht sein. Das wird unweigerlich zu politischen Grabenkämpfen führen. Also lieber gleiches Recht für alle, und nicht Extrawürste austeilen.

Wüsste jetzt auf Anhieb nicht wirklich einen Ort in Süddeutschland dem es dann ähnlich gehen würde wie Bregenz oder Kufstein. Gut der Kurzstreckenverkehr wird sich dann schon eher auf die Landstraßen verlagern aber ich denke mal das sind nicht allzu viele da man ja theoretisch auf deutschen Autobahnen deutlich schneller unterwegs ist als auf den Landstraßen.
 
Wahrscheinlich wird früher oder später die Maut in Deutschland kommen und zwar für alle, damit sich keiner diskriminert fühlt. Ändern können wir es nicht. Aber dass die Einnahmen dann zweckgebunden ausgegeben werden, glaube ich kaum. Versprechen können unsere Regierungsmitglieder viel, aber bitte, kontrolliert das? Bei jedem Bericht des Bundesrechnungshofes, welche Millionen mal wieder irgendwo verschollen sind, bekommen wir zwar eine Information, aber es hat doch nie Konsequenzen für die Verantwortlichen.
 
Lindau für den Verkehr Vorarlberg --> Friedrichshafen
Füssen für Tirol --> OAL

Natürlich nicht in dem Maße, wie an österreichischen Hotspots.
 
Lindau dann auch nur in Verbindung mit Bregenz ansonsten wird es zu lange bis zur ersten Ausfahrt auf deutscher Seite. Und bei Füssen geht ja die Hauptstraße eher an der Stadt vorbei.
 
Was ich beim österreichischen System etwas stossend finde, dass man sowohl die Vignette, also die pauschale Lösung, wie auch eine eigentliche (streckenbezogene) Maut kennt. Trotz Pickerl wird man nämlich an bestimmten Orten, meistens Tunnels, nochmals extra zur Kasse gebeten. Ich bin dafür, dass man sich für eines der beiden Systeme entscheidet, denn ein solches Mischsystem kenne ich sonst nirgends in Europa. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Österreicher gerne doppelt profitieren.
 
GMD schrieb:
Was ich beim österreichischen System etwas stossend finde, dass man sowohl die Vignette, also die pauschale Lösung, wie auch eine eigentliche (streckenbezogene) Maut kennt. Trotz Pickerl wird man nämlich an bestimmten Orten, meistens Tunnels, nochmals extra zur Kasse gebeten. Ich bin dafür, dass man sich für eines der beiden Systeme entscheidet, denn ein solches Mischsystem kenne ich sonst nirgends in Europa. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Österreicher gerne doppelt profitieren.

Ich versteh' was du meinst. Ich hab mich auch schon oft gefragt, warum das so ist.

Das ganze nennt sich "Sondermautstrecke".

Es handelt sich um um

- Arlbergtunnel
- Brenner
- Tauern- und Katschbergtunnel
- Bosruck und Kleinalmtunnel
- Karawankentunnel

Die ASFINAG rechtfertigt sie auf ihrer HP mit:

Auf baulich kostenintensiven Alpenüberquerungen gelten Sondermauttarife.

Betonung auf Alpenüberquerungen... Denn Roppener Tunnel, Plabutsch, Semmering sind, no na, normal bemautet.

MFG Dachstein
 
Genauso Schwachsinn, kann mir keiner erklären wie da der Zusammenhang war mit dem Tunnel.
 
Brenner ist meines Wissens nach auch ohne Vignette befahrbar, die Vignettenpflicht gilt erst ab/bis Innsbruck Süd - also wer von Italien kommt muss "nur" die Brennermaut zahlen, aber noch keine Vignette haben. Man kann ja auch in Innsbruck Süd abfahren und dann über Nicht-Mautstrassen weiterfahren.
 
Dachstein schrieb:
Interessant ist übrigens der Karawankentunnel: der Tunnel ist eine Sondermautstrecke und war ohne die Vignette befahrbar..
Ich dachte, beim Brenner ist das genauso. Wurde das auch geändert? Ich bin früher immer von Italien kommend - wenn ich überhaupt Autobahn gefahren bin - in Stubai rausgefahren, weil ich natürlich keine Vignette hatte (und südwärts in Innsbruck Süd aufgefahren).
 
gfm49 schrieb:
Dachstein schrieb:
Interessant ist übrigens der Karawankentunnel: der Tunnel ist eine Sondermautstrecke und war ohne die Vignette befahrbar..
Ich dachte, beim Brenner ist das genauso. Wurde das auch geändert? Ich bin früher immer von Italien kommend - wenn ich überhaupt Autobahn gefahren bin - in Stubai rausgefahren, weil ich natürlich keine Vignette hatte (und südwärts in Innsbruck Süd aufgefahren).
Sämtliche Sondermautstrecken sind ohne Vignette befahrbar. Siehe auch Punkt 2.1 der Mautordnung (hier abrufbar):
Nachfolgende Autobahn- und Schnellstraßenabschnitte (Strecken) sind gemäß § 10 Abs. 2 BStMG von der Entrichtung einer zeitabhängigen Maut ausgenommen (siehe dazu Mautordnung Teil A II):
• A 9 Pyhrn Autobahn in den Abschnitten zwischen der Anschlussstelle Spital/Pyhrn und der Anschlussstelle Ardning und zwischen der Anschlussstelle St. Michael und Übelbach
• A 10 Tauern Autobahn im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Flachau und der Anschlussstelle Rennweg
• A 11 Karawanken Autobahn im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle St. Jakob im Rosental und der Staatsgrenze im Karawankentunnel
• A 13 Brenner Autobahn
• S 16 Arlberg Schnellstraße im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle St. Anton und der Anschlussstelle Langen
 
Wie ist es denn eigentlich am Brenner ? Muss ich zur Brennermaut noch das Pickel zusätzlich haben, oder kann man ohne dieses in Innsbruck (Süd glaub ich ) ab- oder auffahren ?

Bin schon lange nicht mehr über die Brennerautobahn gefahren, fahre jetzt meistens übern Reschen.
 
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