Und dann war es logischerweise die böse EU.
Das gleiche Spielchen hatten wir ja bei den Studiengebühren für Ausländer. Es war jeden von vorne herein klar, dass das nicht halten kann. Auf der anderen Seite gibt es hier natürlich weitgreifende Probleme, wenn viele Studenten aus D in ein anderes, weit kleineres Land wie Österreich stürmen, weil sie zuhause den NC nicht erbracht haben. Folglich zahlt der österreichische Steuerzahler für Ausländische Studenten mit, obwohl er selber vielleicht einen Studienplatz aus diesen Gründen nicht bekommen hat. Dafür hat es uns STEOP und Eignungsprüfungen gebracht, die wenig bis nichts über die tatsächliche Qualifikation aussagen. Das ganze System ist also krank. Leider beruft sich hier die EU nur auf den Gleichbehandlungsgrundsatz (den ich völlig in Ordnung finde, weil jeder die gleichen Chancen haben soll), bietet aber keine weitreichende Lösung an, sondern schafft Probleme. Und die Lösungen würde es, wie auch im Verkehr, brauchen, um wirklich Fortschritte machen zu können.
Folglich sind auch dann die Leute zu verstehen, die in gewisser Weise die EU ablehnen und den Populisten in die Arme laufen. Viele Probleme die die EU hat, hat sie leider aufgrund nicht zu Ende gedachter Ideen selber verbockt. Und so, fürchte ich, wird es auch bei der Maut werden. Schließlich haben wir uns über Jahrzehnte ein Verkehrswegenetz aufgebaut, welches lange Zeit gefühlt gratis zur Verfügung stand (obwohl wir es alle über Steuern finanziert haben). Und jetzt muss man eben eingestehen, dass das, was wir uns geschaffen haben, auch irgendwie finanziert werden muss; und das in Zeiten von leeren Staatskassen und Rekordschuldenständen. Und jetzt kommt halt die Suche nach neuen Quellen...
Ach übrigens - Herr Ramsauer: nicht nur D ist ein Transitland, Österreich auch...
MFG Dachstein