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Maut

j-d-s schrieb:
Auf Privatwegen ist übrigens das Autofahren sogar ohne Führerschein und Versicherung erlaubt, da kannst der Staat keine Maut einheben, allenfalls der Eigentümer.
das sehe ich rechtlich anders, da auch dort die Umwelt belastet wird.
 
j-d-s schrieb:
Also der gläserne Autofahrer.

Auf Privatwegen ist übrigens das Autofahren sogar ohne Führerschein und Versicherung erlaubt, da kannst der Staat keine Maut einheben, allenfalls der Eigentümer.

Das Problem ist doch ganz banal, die Lösung aber nicht: Bisher hat man eine einfache verursachergerechte Lösung, nämlich die Treibstoffabgabe. Tanken muss(te) jeder, wer mehr fährt, braucht mehr, wer eine Karre hat, die mehr säuft, braucht mehr. Es zahlt also der mehr, der auch die Infrastruktur mehr beansprucht, also durchaus fair. Die paar Holländer und Dänen, die in den Ferien mit Wohnwagen quer durch Deutschland in den Süden fahren, ohne zu Tanken, spielen da keine wirkliche Rolle.

Nun kommen aber diese E-Autos: Die beanspruchen die Infrastruktur genauso wie ein Verbrenner, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, da sie tendenziell schwerer sind. Sie zahlen aber keine kilometerabhängige Steuer an den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur. Momentan ist das noch nicht so das grosse Problem, da es noch genügend Verbrenner gibt, die mit den Treibstoffabgaben an die Infrastruktur zahlen. Wie sieht es aber in 10 Jahren aus, wenn vielleicht jedes zweite Auto elektrisch fährt?
Also braucht es irgendeine Lösung, um auch die E-Autos fair an den Kosten zu beteiligen. Am Einfachsten wäre es, den Strom über die Wallboxen und Ladestationen zu besteuern.. aber dann gibt es ganz viele, die ihr Auto einfach über die Haushaltsteckdose laden. Das dauert zwar viel länger, aber wer täglich 60km pendelt, schafft es locker über Nacht, das Auto an der Steckdose aufzuladen. Oder, was ja sehr sinnvoll ist, ihr Auto mit dem heimischen Solarstrom aufladen... die Infrastruktur beanspruchen aber auch die.

Auf das Geld verzichten kann der Staat aber auch nicht so richtig, da die Einnahmen sonst woanders geholt werden müssen... von daher: Einfache Lösung verzweifelt gesucht!
 
Was viele hier nicht verstehen, weder die KFZ Steuer, noch die Mineralölsteuer sind Abgaben für einen bestimmten Zweck. Die landen im großen Topf wie die Einkommenssteuer, Mehrwertsteuer usw. Also mitnichten bezahlt der Autofahrer direkt für die Infrastruktur, sondern auch jeder Fahrradfahrer mit seinen Steuern. Und es gibt auch jetzt schon Steuern auf Strom...
 
Klar, aber am Schluss ist es doch so: Mit den verschiedenen Abgaben und Steuern und so der Autos kommt Betrag X in die Staatskasse. Der Unterhalt und Ausbau der Infrastruktur kostet Betrag Y, wird auch aus der Staatskasse bezahlt. Idealerweise sollten X und Y nicht extrem unterschiedlich hoch sein...
Fehlt nun ein Teil von Betrag X, da vermehrt Abgaben aus der Mineralölsteuer fehlen, so fehlt einfach etwas in der Staatskasse, da Betrag Y eben nicht um diesen Betrag sinkt. Kurz: In der Staatskasse klafft ein Loch, das irgendwie gestopft werden muss, sei es mit höherer Mwst, höherer Einkommens- und Vermögenssteuer oder sonst irgend etwas.
 
Ich gehe davon aus, dass da unseren Regierungen schon was einfallen wird. :lol:
 
Wenn das akut wird, wird sich die Politik sicher was einfallen lassen. Irgendeine Steuer wird erhöht/eingeführt oder irgendwas gekürzt.
 
Schon klar, das Elegante bei der Treibstoffsteuer ist halt, dass sie einfach, unbürokratisch und irgendwie "fair" ist. Das gilt nicht für viele Steuern... darum schade, dass sie durch die Elektrifizierung an Bedeutung verliert. Trotzdem gibt es keine sinnvolle Alternative zur Elektrifizierung, also nicht falsch verstehen.
 
j-d-s schrieb:
Bzgl. der Tempomessungen in Italien muss man anmerken, dass die auf bestimmten Autobahnen was richtig mieses haben: Section Control über teils hunderte Kilometer ("Sistema Tutor"), bei dem auch alle paar Kilometer erneut kontrolliert und ggf. geblitzt wird.
Das System gibt es aber nur auf ausgewählten Autobahnabschnitten. Bin neulich fast 1000 km auf der Autobahn durch Italien gefahren und da gab es die Section Control nur auf einen kurzen Stück (max. 50km).
Ich bin mir auch gar nicht sicher ob das System wieder in Betrieb ist. Kurz nach der Einführung hatte jemand dagegen geklagt und es gab eine jahrelanges Gerichtsverfahren, bei dem zwar alle Schilder, Anzeigen etc. nach wie vor an der Autobahn standen, das System aber nicht aktiv war. Hätte man das nicht gewusst, wäre man davon ausgegangen, dass das System aktiv ist. Und Gerichtsverfahren dauern in Italien immer sehr lange.
Kann aber auch sein, dass das Gerichtsverfahren zwischenzeitlich entschieden wurde und das System wieder "scharf" ist.
 
Das schrieb ich ja auch so. Aber es kommt sehr stark darauf an, welche Route man fährt, auf manchen ist Section Control für hunderte Kilometer, bspw. Mailand-Rimini oder Padua-Bologna, während die Brennerautobahn und die Aostatalautobahn glücklicherweise frei davon sind.

Wurzelsepp schrieb:
Schon klar, das Elegante bei der Treibstoffsteuer ist halt, dass sie einfach, unbürokratisch und irgendwie "fair" ist. Das gilt nicht für viele Steuern... darum schade, dass sie durch die Elektrifizierung an Bedeutung verliert. Trotzdem gibt es keine sinnvolle Alternative zur Elektrifizierung, also nicht falsch verstehen.

Keine Angst, Elektroautos werden sich eh nicht durchsetzen. Und da die superdollen Wärmepumpen für besonders hohen Stromverbrauch sorgen, sorgen weniger Elektroautos sogar für weniger CO2, weil ein Elektroauto mit Kohlestrom mehr ausstößt als ein normales Auto mit Benzin.
 
j-d-s schrieb:
Keine Angst, Elektroautos werden sich eh nicht durchsetzen. Und da die superdollen Wärmepumpen für besonders hohen Stromverbrauch sorgen, sorgen weniger Elektroautos sogar für weniger CO2, weil ein Elektroauto mit Kohlestrom mehr ausstößt als ein normales Auto mit Benzin.

Wieviel Lack ist noch übrig im 25 l Kanister? :rolleyes:
 
Mt. Cervino schrieb:
Das System gibt es aber nur auf ausgewählten Autobahnabschnitten. Bin neulich fast 1000 km auf der Autobahn durch Italien gefahren und da gab es die Section Control nur auf einen kurzen Stück (max. 50km)."scharf" ist.
angeblich sind diese ganz kurzen Abschnitte 40% des Autobahnnetzes:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140711_OTS0023/oeamtc-tempomessung-auf-italiens-autobahnen-tutor-system-auf-35-abschnitten

ich bin ueber Pfingsten knapp 3Mm durch Italien gefahren, davon aber nur relativ wenig Autobahn, aber dem Gefühl nach haette ich auch gesagt, dass grob 50% der Strecke überwacht wird, was ich auch gut finde, denn eigentlich sind 130 immer noch zu viel, sowohl wenn man ans Klima denkt, als auch bezueglich der Sicherheit.

Aber zumindest bei den Strafen geht Italien in die richtige Richtung, die sind deutlich höher als in .de.
 
130 ist schlechter als 100 na klar...
Du hast aber das Rechtsfahrgebot vergessen.

Du selbst meinst: gut für das Klima auf der linken Spur - weil dann alle nur noch rechts fahren und Du links noch schneller als sonst, so von Dir hier gepostet, fahren kannst?
 
albe-fr schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
Das System gibt es aber nur auf ausgewählten Autobahnabschnitten. Bin neulich fast 1000 km auf der Autobahn durch Italien gefahren und da gab es die Section Control nur auf einen kurzen Stück (max. 50km)."scharf" ist.
angeblich sind diese ganz kurzen Abschnitte 40% des Autobahnnetzes:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140711_OTS0023/oeamtc-tempomessung-auf-italiens-autobahnen-tutor-system-auf-35-abschnitten

ich bin ueber Pfingsten knapp 3Mm durch Italien gefahren, davon aber nur relativ wenig Autobahn, aber dem Gefühl nach haette ich auch gesagt, dass grob 50% der Strecke überwacht wird, was ich auch gut finde, denn eigentlich sind 130 immer noch zu viel, sowohl wenn man ans Klima denkt, als auch bezueglich der Sicherheit.

Aber zumindest bei den Strafen geht Italien in die richtige Richtung, die sind deutlich höher als in .de.

Bei dir ist doch "fürs Klima gut" usw. reine Heuchelei. Du fährst zum Spaß 3.000 km in 1-2 Wochen mit dem Auto, offenbar einem ziemlich teuren Wagen da du ja Super Plus nutzt, fliegst mehrmals pro Winter in die USA.

Dein persönlicher Co2-Ausstoß ist viel höher als bei 95% der Bevölkerung, sogar bei solchen, die mit 200 über die Autobahn fahren.

Also fass dich mal an die eigene Nase bevor du hier Beschränkungen für Andere forderst. Ist wie bei "Langstrecken-Luisa" Neubauer, die auch gerne mal nach Bali fliegt, uns in D aber am liebsten in die Steinzeit zurückverbieten würde.
 
völlige Zustimmung @j-d-s :!:
so sind sie, unsere selbst ernannten Weltretter :x
 
Wenn ich das richtig sehe, ist die E-Vignette für die Schweiz sofort nach Kauf gültig, oder?
Hatte in der kurzen Zeit bisher schon mal wer Probleme damit oder funktioniert das alles so easy, wie man es von der Schweiz kennt? :)
 
Ralf321 schrieb:
Die Free flow Maut gibt’s auf der neuen A79 in Frankreich..
Das System soll bei Erfolg wohl auf ganz Frankreich ausgeweitet werden.

Es erfasst alle Kennzeichen und zeitnah Zahlen innerhalb von 72 Stunden ist sehr zu empfehlenswert.
Telepeage Boxen gehen auch, ansonsten am Automaten oder online zahlen.
Infos unter
https://paiement.aliae.com/de/

Freeflow Bzw. flux libre getestet auf der A79 in Frankreich.
Kennzeichen wurde korrekt erfasst. Rechnung lies sich abrufen zahlen per KK klappt.
Benachrichtigung Email das etwas zu zahlen ansteht kam mal bis 48h nicht.
 
Österreich führt Tagesvignette für Autobahnmaut ein

... Ein-Tagesvignette für Autobahnen zum Preis von 8,60 Euro je Pkw ....
.....die Zehn-Tagesvignette wird nächstes Jahr zwar von 9,90 auf 11,90 Euro angehoben,....
Die Gebühr für die Zwei-Monatsvignette sinkt 2024 leicht von 29 auf 28,90 Euro.
Die Jahresvignette wird unverändert 96,40 Euro kosten.

https://www.zeit.de/news/2023-09/22...maut-ein?utm_referrer=https://www.google.com/
 
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